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   Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
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   Autor  Beitrag: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints  (Gelesen: 3340 mal)
 Peter_Kamper
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Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
( Datum: August 18th, 2011 um 1:36:36am)
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Zur Unterhaltung und um vielleicht einen tieferen Einblick in das Yukon Quest Rennen zu bieten, werde ich auch dieses Jahr mal wieder einen Thread ueber Mile 101 eroeffnen.
Mile 101 liegt an Meile 101 des Steese Highway, einer meist aus Schotter bestehenden 240 km langen Strasse, die in Circle City am Yukon River in Alaska endet. Der eigendliche 'Checkpoint 101' besteht aus 4 verlassenen, stromlosen Huetten in einem einsamem, fast baumlosem Tal zwischen Eagle Summit und Rosebud Summit, dem zweit- und dritthoechstem Berg des 1600 km Rennens. Viele Rennen sind an diesem einsamem und notorisch von Stuermen geplagtem Platz gewonnen und verloren worden. Ich leite den frueheren Dogdrop der in 2010 zu einem Checkpoint wurde offiziell seit 1996. Allerdings wird er eigendlich von der gesamten sehr erfahrenen Crew geleitet. Mein Amt als Checkpoint Manager ist nur gefragt wenn etwas schief geht. Ansonsten wissen die anderen Mitarbeiter sehr genau was sie tuen..., und wenn sie etwas tuen halte ich mich -schlau wie ich bin - am besten raus.
Dies nun ist die sich entwickelnede Geschichte des Checkpoint Mile 101 fuer 2012:
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Ich kam gestern in die Kneipe bei uns im Tal um einen Happen zu essen und dort sass dann Mike Bowman, unser langjaehriger Mile 101 dog lot manager. Mike ist im Prinzip fuer das Parken der Teams zustaendig und hat die Kunst 30 Teams zur gleichen Zeit auf begrenztem Grund waehrend eines Sturms zu parken zu einer Kunst entwickelt.
Als ich mich neben ihn setzte, sah er aus mir unerfindlichen Gruenden fast schuldig aus und rueckte kurz danach auch mit einer Erklaerung heraus: "Peter,... ich werde dieses Jahr nur 2 Stunden in 101 verbringen." Ich stutzte. Normaler Weise hatte Mike den weit abglegenen Checkpoint immer eroeffnet, Holz gespalten, die verlassenen Huetten gesaeubert und sich um alles gekuemmert bevor der Rest der Crew eintraf. "Was... ?" Eine bessere Antwort fiel mir auf die Schnelle nicht ein.
Nun ja, einer der besten und verlaesslichsten Freiwilligen des Mile 101 wird uns im Februar 2012 fehlen. Mike  wird, so erklaerte er immer noch mit einem schuldigem Blick, das YQ 300 fahren um sich in 2013 fuer das grosse 1600 km Yukon Quest zu qualifizieren. Warum wird er 2 Stunden in Mile 101 verbringen ? Weil die YQ300 Musher in Mile 101 eine 2-stuendige Zwangsrast einlegen muessen.
Ich freue mich fuer ihn, muss aber zugeben, dass mir alle moeglichen Gedanken durch den Kopf schossen. Mike zu verlieren ist nun mal ein heftiger Schlag fuer die Crew. Immerhin verlieren wir ca. 8 Jahre an Erfahrungswerten.
Trotzdem freute ich mich fuer ihn. "Ich bin mal gespannt wie der Checkpoint aussieht, wenn ich zum ersten Mal als Musher ankomme," meinte Mike schlussendlich lachend als ich ihm zu seiner Entscheidung gratulierte. Er hatte ueber die Jahre in Mile 101 mehere hundert Musher persoenlich begruesst. -
Mike versprach, wie immer an den winterlichen Crewtreffen des Checkpoints teilzunehmen waehrend denen wir Ausruestungslisten zusammenstellen und immer wieder die kleinen Fehler der letzten Jahre diskutieren um diese zu bereinigen.
Eric Cosmutto, der ueber 5 Jahre saemtliche Rettungsaktionen und Trailmarkierungen ueber Eagle Summit geleitet hat wird ebenfalls nicht zurueck kommen, da er ein Jahr frei nehmen will. Was von der alten Crew uebrig bleibt sind Kevin und Sterling, die saemtliche Kommunikation zur Aussenwelt ueber Kurzwellenfunk und Sattelitteninternet leiten, Joe Krueger als Doglot-Arbeiter und natuerlich unsere hervorragende Kuechencrew, die Musher mit hervorragendem Essen kostenlos versorgt.
------------
Der Checkpoint ist kein Platz wo freiwillige Mitarbeiter Hunde streicheln koennen. Wir haben immer die groesste Zahl an Notfaellen und Rettungsaktionen im Rennen gehabt, arbeiten unter schwierigen Umstaenden und weit ab jeglicher Zivilisation bis zu 24 Stunden an einem Stueck und sind oft auf uns selbst angewiesen. Die beiden Paesse, die uns mit der Aussenwelt verbinden (Eagle Summit und 12Mile Summit) werden oft auf Grund von hohen Schneewehen geschlossen.
Einfach 'irgendwelche' Freiwillige zu heuern ist schon alleine aus diesen Gruenden keine Option. Jeder der dort mitarbeitet muss ein Fachgebiet haben. Sei es Mechaniker, Doktor, Hundefuehrer oder Koch. Alle die in Mile 101 mitarbeiten muessen auch wissen wie man sich bei -40C in der Wildnis benimmt und dafuer ausgeruestet sein. Falls sich dies wie ein Abenteuer anhoehrt ist dies nicht falsch, denn es entspricht ohne etwas romantisieren zu wollen der Tatsache.
==========
Teil 2 folgt:

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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #1 Datum: August 18th, 2011 um 1:38:01am)
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Mike's Verlust traf mich schwer obwohl ich mich sehr darauf freue meinen alten Freund als Musher in 101 begruessen zu duerfen. Wie allerdings sollte ich ihn ersetzen ?
Aus reinem Zufall hatte Doug Grilliot mir kurze Zeit vorher eine E-Mail geschrieben: "Falls ich im Februar nichts besseres zu tuen habe, werde ich dich vielleicht um einen Job in Mile 101 anhauen. Ich kann Holz spalten und auch sonst eine Menge tuen.... " - Seine E-Mail war reine Untertreibung. Doug ist ein hervorragender Musher und hat das YQ Rennen selbst erfolgreich beendet. Ausserdem war er zwei Mal Rennmarshal des YQ und ist nun der Vertreter der YQ-Musher in Alaska im 'Board of Directors' des Rennens.
"Ich brauche jemanden, der das Chaos ueberschauen kann wenn wir 500 Hunde in der Wildnis parken muessen", schrieb ich zurueck. - Doug hat lange in der US Armee gearbeitet und ist kein Freund von langen Worten: "Ich sehe nichts was dem im Wege stehen wuerde, werde dir aber erst spaeter definitv zusagen koennen." Er wuerde die Bresche die Mike hinterlaesst hervorragend ausfuellen koennen.
=======
Mile 101 ist der abgelegenste Checkpoint des Yukon Quest. Trotzdem werden die Musher des YQ300 dort wie gesagt eine Zwangsrast von 2 Stunden einlegen muessen damit Tieraerzte die Hunde von Kopf bis Hinterlaeufe gruendlich untersuchen koennen. Die Musher des YQ 1000 haben die Wahl eine 4-stuendige Zwangsrast zur Untersuchung der Hunde bei uns oder im 45 km entferntem Checkpoint Central einzulegen. Wir vermuten, dass die meisten Musher ihre Rast trotzdem bei uns vor dem langem Anstieg zum beruechtigtem Eagle Summit ablegen werden.
Wir werden sehen....
==========
Und so beginnt die Geschichte des YQ Checkpoints 101.....

Peter



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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #2 Datum: August 18th, 2011 um 5:27:10pm)
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Oh, prima, Peter, vielen Dank, dass du uns die Wartezeit mit deinen spannenden Berichten verkürzt.
Da drücke ich dir dann aber ganz fest die Daumen, dass du guten Ersatz für deine beiden "101- Spezialisten" bekommst. Zumal ihr da oben ja im nächsten Jahr vermutlich wieder sehr viel Betrieb haben werdet so kurz nach Beginn des Rennens.
Doug Grilliot wäre da bestimmt keine schlechte Wahl. Und dem Mike werden wir dann besonders die Daumen drücken!

Freue mich auf weitere Berichte.

Liebe Grüße
aus dem warmen Münsterland (25°, angenehm )

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Liebe Grüße
Renate


Was uns mit Hunden verbindet, ist die Tatsache, dass sie nichts an uns auszusetzen haben.
 Nordmann
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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #3 Datum: August 18th, 2011 um 6:59:19pm)
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Hallo Peter,

schade für dich und deine Crew das mit Mike,aber mal ehrlich ich freue mich Ihn zu sehen auf den Kufen eines Schlittens und dann ein Hunde Gespann vor sich zu haben !!  Hoffentlich vergisst er sich nicht auszutragen  beim Checkout  Hihi  ?! Und wenn er die Quali schafft für das grosse Rennen dann weiß ich schon jetzt das ich das auf keinen Fall verpassen möchte ?! Drücke Dir die Daumen das Du ein Team zusammen bekommst ! Und Eric muss auch erstmal ersetzt werden ?
Hast Du schon irgendwelche Zugeständnisse wegen Neuer Video Kameras ? Viele Fragen aber es kribbelt schon jetzt !!
Bis denne Alter !!
Gruss Sui

Viva Colonia

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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #4 Datum: August 20th, 2011 um 1:38:45am)
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Ja,
auf Mike als Musher freue ich mich auch. Soweit ich weiss hat er sich ueber die Jahre ein paar gute Hunde (einschliesslich von seinem entferntem Nachbarn Lance Mackey) zusammengesucht. - Das YQ 300 ist so eine Sache...., wenn es in Whitehorse beginnt ist die Rennstrecke eigendlich sehr leicht. Wenn es in Fairbanks beginnt und Rosebud sowie Eagle Summit ueberquert werden muessen ist es ein ueberdurchschnittlich hartes Qualifikationsrennen. Mike ist ein guter Musher. Wir werden sehen....
----------------
Der 'Verfall' der alten Crew ueber die letzten Jahre macht mir grosse Sorgen. Man darf nicht vergessen, dass unser langjaehriges Mitglied Brad Brooks letztes Jahr auf Grund von Komplikationen waehrend einer Herzoperation kurz vor dem 2011 Rennen starb. Nun begeben sich Eric und Mike auf andere Pfade. All dies hinterlaesst nach langen Jahren eine riesige Luecke.
Es war unsere gemeinsame langjaehrige Erfahrung und unser Ruf, der die Rennleitung dazu brachte uns mehr Aufgaben zukommen zu lassen (Checkpoint anstatt Dogdrop, Layovers mit Vet-Checks etc).
Allerdings habe ich in den letzten 16 Jahren als Dodrop Manger zumindest zwei verschiedene gute 101 Crews zusammengefuehrt. Es wird mir hoffentlich ein drittes Mal gelingen...
Abgesehen von allem anderem bin ich allerdings froh, dass Hans Oettli wieder als Rennmarshal antreten wird. Seine ruhige und selbstbewusste Art das Rennen zu fuehren wird auch auf Mile 101 einen guten Einfluss haben.
-------------
In Hinsicht auf Video besteht immer noch die Hoffnung, dass die YQ Film Crew fuer 2012 bessere Videokameras bekommen wird. Im Augenblick besteht das gesamte Versprechen des YQ allerdings aus dem Satz: " Wir haben deine Bitte um bessere Kameras nicht vergessen."  
Meine Begeisterung ueber solch einen Satz, den ich mit kleinen Abwandlungen schon in 2010 hoehrte, haelt sich allerdings verstaendlicher Weise in Grenzen.
Auch weiss ich im Augenblick nicht, ob ich wirklich nochmals entlang des Trails filmen werde. - Mit neuen Freiwilligen und einer 101 Crew deren gemeinsame Erfahrung ploetzlich um knapp 12 Renn-Jahre reduziert worden ist (Eric und Mike), liegt meine Verantwortung in Mile 101, und sicherlich nicht hinter der Linse einer Kamera.
----------------------
Naja....
Wir werden sehen...
Peter

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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #5 Datum: Januar 9th, 2012 um 3:37:22pm)
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Hm...,
ich habe diesen Thread nun Mal begonnen und werde ihn damit wohl auch weiterfuehren. Es gab ueber die letzten Monate einiges zu berichten, aber die Aenderungen, Vorschlaege, Ideen und Schicksalsschlaege liefen in einem Tempo ab das sich schwierig beschreiben liess.
Natuerlich hat sich inzwischen - wie immer - fast alles geaendert und ich werde versuchen dies zusammen zu fassen.
Dough Grilliot, den ich als wuerdigen und sehr erfahrenen neuen Leiter des 'dog yards' in Mile 101 ansah nachdem Mike Bowman das YQ 300 fahren wollte, sagte mir ploetzlich ab: " Tut mir Leid, Peter. Man hat mich gebeten das YQ 300 als Race Marshall zu leiten. Wenn ich in Mile 101 bin koennen ich und meine Rennrichter aber sicherlich helfen."
Was zum Teufel...., war ploetzlich jeder mit dem YQ 300 beschaeftigt ? Sein Angebot war lieb gemeint und ich wusste, dass jeder mithelfen wuerde. Allerdings ist es nicht unsere Angewohnheit Race Marshalls als Helfer zu heuern. Deren Arbeit ist schwierig genug...., und man hat ja auch seine Ehre.
---------
Kurz vor Weihnachten arrangierte ich ein Treffen der gesamten Crew und lud natuerlich auch Mike und unseren langjaehrigen hocherfahrenen Motorschlittenfahrer Eric Cosmutto ein obwohl sie dieses Jahr nicht teilnehmen wuerden. Wir brauchten deren Wissen und Erfahrung.
Eric musste absagen, da er ein Motorboot in einem Hafen an der Kueste in Seward hatte und dort mehr als drei Meter Schnee gefallen war. Er musste zu seinem Bott fliegen und Schnee schaufeln. (Ich bin ueberzeugt, dass dies fuer ihn seiner Frau gegenueber eine tolle Ausrede war mal wider ans Meer zu kommen... )
Mike allerdings kam und so kamen auch unsere Kommunikations-Gurus Kevin Abbnet und Sterling Muth und andere.
Was mir zuerst auffiel war die Tatsache, dass Mike's linker Unterarm komplett bandagiert war. "Was ist dir denn passiert ?" - Ich bin im Dunkeln auf einem Bleistift ausgerutscht und mit dem Unterarm auf den heissen Holzofen gekommen." Er hatte Verbrennungen 3.Grades. - "Tja, Peter... Im Augenblick kann ich meine Hunde nicht trainieren. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich das YQ 300 fahren kann. Falls nicht bin ich in 101."
Ich bot ihm Hilfe und Medikamente an, aber er wollte davon nichts wissen und damit wendeten wir uns den Vorbereitungen zu.

Kevin Abnett hatte gleich die naechste 'gute' Nachricht fuer mich. Er hat ein Jahr mehr in Mile 101 'gedient' als ich und wir haben alle Zeiten von reinem Funk mit Batterien ueber die ersten Internetverbindungen bis hin zu 'uploads' von Filmmaterial auf Youtube gemeinsam durchgemacht. Ich habe dort als Manager seit 16 Jahre 'gedient', er 17 Jahre als Funker.
Wir arbeiten alle eigendlich einfach zusammen, aber als das Yukon Quest eine Liste der freiwilligen Mile 101 Mitarbeiter wollte, liessen wir uns nicht lumpen. Wir erfanden eins Nachts bevor die ersten Teams eintrafen fuer jeden langjaehrigen Mitarbeiter einen Titel.
Kevin ist offiziell der "Senior Checkpoint Communications Manager'.
"Wir schiessen am 7.Februar einen Wettersatelitten ab und am 5.Februar kommen die Jungs von NASA um sich alles anzugucken," meinte Kevin waehrend des Treffens.
Wie schon oft erklaert, ist er eine Art Daniel Duesentrieb.
"Ich dachte du haettest dich zur Ruhe gesetzt", sagte ich bissiger als gemeint. Immerhin hatte Kevin sich von der Universitaet getrennt nachdem er deren Roboter-Technik Program gefuehrt hatte. Kevin laechelte und zuckte mit den Schultern: " Naja, ... so kleine Seitenjobs zahlen fuer's Essen."
Allerdings beschwichtigte er mich:" Wir regeln alle Technik in 101 fuer's Internet am Freitag und abends kann ich ueber's Wochenende immer noch hochfahren. Die Raketenabschussbasis ist ja nur 120 km entfernt."
Dazu muss gesagt werden, dass Sterling Muth, der seit 3 Jahren mit Kevin in 101 arbeitet auch ein hervorragender Programmierer, Funker und Elektroniker ist. Nun gut.... Technik und Internet sowie Funk sollten also geregelt sein....

(Teil II folgt unten...)

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 Peter_Kamper
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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #6 Datum: Januar 9th, 2012 um 7:13:06pm)
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Insgesamt hatten wir ein wirklich gutes Gespraech an jenem Abend in Ivory Jack's,
der Kneipe ausserhalb von Fairbanks im Goldstream Valley die uns jaehrlich mit
Lebensmitteln unterstuetzt. http://ivoryjacks.alaskansavvy.com/  
Mr. Elsworth, der Besitzer setzte sich kurz zu uns und meinte in seiner trockenen Art: "Gut euch zu sehen.
Was braucht ihr an Essen fuer 101. ?"
Fuer das Essen in Mile 101 sind meine Frau Kelly und Georgeanne Hampton zustaendig.
24 Stunden an einem Stueck etwas leckeres zuzubereiten ist eine Kunst die frueher
ein gewisser Herr Rainer Fischer als Miarbeiter perfektionierte.
Heutzutage bereiten die beiden Damen das Essen in Mile 101 zu. Deren lange
Diskussionen, Gewuerz und Lebensmittellisten sind etwas in das sich selbst ein
Checkpoint Manager nicht einmischen sollte. (Ich habe es versucht, deshalb die
Warnung.)
Wir sagten also nichts als Herr Elsworth sich zu uns setzte, waehrend die beiden
Damen erklaerten, dass ihre Liste noch nicht vollstaengig sei.
" Ich weiss nicht ob ihr das gebrauchen koennt", meinte er, "aber ich kann euch 36
vorgekochte Seiten Ferkelrippchen in Barbeque Sosse besorgen."
Dies hoehrte sich natuerlich lecker an. Die Damen sagten zu. Allerdings werden
diese wohl an Musher gehen. Ueber 200 Eier, Brot und ca. 20 kg gebratenen Speck die
Ivory Jack's uns normaler Weise mit gibt werden uns auch munden.
Es war ein gutes Treffen und hoffentlich ein gutes Zeichen fuer Mile 101.
Selbst der neue Race Manager Josh Horst kam vorbei, trank ein Bier mit uns und
versprach die auf unserer Liste eingetragenen Dinge wie Benzin, Generatoren,
Ofenholz und weiteres fuer uns zu besorgen. Er schien gluecklich zu sein mit
kompeten Leuten wie Mike Bowman, Kevin Abnett und auch mir zu reden. Auch Josh
Horst hat langjaehrige Trailerfahrung und es war gut Loesungen mit gegenseitigem
Verstaendnis und Respekt zu finden.

Am Ende des Abends nahm ich damals Mike Bowman bei Seite und meinte: "Mike, ich
freue mich so sehr dich im Rennen zu sehen, aber du wirst uns verdammt nochmal
fehlen." - Er guckte erst seinen Arm an und dann mich:"Wir werden sehen was
passiert, Peter. Allerdings habe ich nun nur noch 8 Wochen um die Hunde zu
trainieren und ich weiss nicht ob dies genug Zeit ist. Rosebud Summit und Eagle
Summit sind nicht so einfach wie es sich Leute vorstellen." Er guckte mir in die
Augen und lachte:" ... und nach so vielen Jahren in 101 sollten wir dies eigendlich
wissen, hm ?"
========================
Danach vergingen mehrere Wochen in denen ich nur kurze Gespraeche mit der Crew hatte.
Der Verlust von Eric Cosmutto, unseres Mile 101 Notfall-Motorschlittenfahrers (Mile
101 senior trail & rescue manager )  der schon mehreren Teams ueber die Jahre
geholfen hatte, traf mich immer noch. Er wollte sich allerdings ein Jahr frei
nehmen.... und hatte grade geheiratet.
Mile 101 hat seit 2001 jedes Jahr zumindest einen wirklich erfahrenen
Wildnismotorrschlittenfahrer mit einer hervorragenden Maschiene. Dies hat sich
ueber die Jahre auch bewaehrt und wird von der Rennleitung heutzutage praktisch
erwartet obwohl die meisten Checkpoints dies nicht haben.
Man kann Motorschlittenfahrer ueberall in Alaska finden.
Wie ein hervorragender Trailbreaker des YQ vor Jahren allerdings so treffend meinte:
"Du findest gute und erfahrene Fahrer mit alten und kleinen Motorschlitten. Dann
findest du unerfahrene Besitzer von hervorragenden 12.000 $ Motorschlitten die man
eben braucht um solche Trails unter wiedrigen Umstaenden zu befahren. Die einen
haben die Zeit zum fahren und sammeln die Erfahrung, die anderen muessen arbeiten
um das Geld fuer's Spielzeug zu verdienen, haben aber keine Zeit es wirklich zu
benutzen. Beides gemeinsam - wirklich erfahrene Wildnisfahrer und hervorragende
Motorschlitten die fuer extreme Konditionen geignet sind - sowas findet man selten."
(Teil III) siehe unten ...

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 Peter_Kamper
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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #7 Datum: Januar 9th, 2012 um 7:37:34pm)
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Waehrend eines Besuches im Quest-Buero traf ich aus Zufall allerdings 'Mike', den
Trailmanager der alaskanischen Seite des Rennens. Mike ist ein sehniger Mann um die
45 mit blitzenden Augen und kargen Worten, der saemtliche Trailbreaker auf dieser
Seite des kanadisch/alaskanischen Grenze leitet.
Wir begruessten uns mit Handschlag und der seinige war solide und fest, was heutzutage selten ist. Es gab also keinen Grund um den heissen Brei herumzureden: "Mike, ich brauche jemanden
mit einer guten Maschiene und Erfahrung in 101. Muss ich da selber suchen oder
kannst du einen deiner Jungs abstellen ?" -
"Der Trail bis Circle sollte bis dahin gut markiert sein. Wie waer's wenn ich
persoenlich bei euch bleibe und die Crew einfach voraus schicke ?" Er zuckte mit den Schultern.
"Falls das Wetter gut ist werde ich sicher vor dem letztem Team weg sein, aber ansonsten bleibe ich
dann bei euch und fahre danach bis Circle durch um die Crew zu treffen."
"Falls du selber bleibst wuerdest du mir eine Menge Sorgen ersparen!", meinte ich. - "Ich bleibe fuer 24 Stunden bei euch und schicke die Crew vor...".
Ein Problem hatte ich nun geloest.
Etwas besseres als einen erfahrenen Motorschlittenfahrer der persoenlich den Trail
ueber Eagle Summit gelegt und fuer Wochen neu ueberarbeitet hat kann man sich im
Notfall fuer Mile 101 nicht vorstellen.
Es sein denn man haette zwei davon.

Vorgestern kamen Eric Cosmutto und seine Frau Jan vorbei.
Jan hat mehrere Hundeteams und die beiden hatten sich in Mile 101 in 2010 getroffen, sich
verliebt.... undn so wurde Eric im letztem Jahr nicht nur zum Ehegatten sondern
auch zu einem Musher.... obwohl ich denke, dass er seinen Motorschlitten immer noch
bevorzugt.
Wie sich im Gespraech herausstellte, wird ein Bekannter der Beiden das YQ300 angehen und sie
werden beide als Handler den Trail bis Circle fahren.
"Och...", meinte ich, "dann kannst du ja auch deinen Motorschlitten mitbringen. Nur
so im Falle eines Falles...".
"Jaaaa....", meinte er zoegernd auf die beste aller Ehefrauen guckend, "... eigendlich sollte das kein Problem sein."
"Toll !"...fuegte ich ihm hinzu bevor weitere Bedenken aufkamen: "Da du als Handler in 101 eh nichts tuen kannst solltest du dann hoch auf Eagle Summit fahren und Teams filmen. Vielleicht Sebastian ...oder so?"
Er zoegerte immer noch ein bischen: "Das wuerde auf's Wetter ankommen," meinte er.
(Ha, jetzt hatte ich ihn....  )
Eric wird also wahrscheinlich ebenfalls - zumindest fuer Notfaelle - wieder in 101
auftauchen.
================
Zu guter letzt erhielt ich heute abend einen Anruf von Mike Bowman.
Bevor er wirklich zu Worte kam unnterbrach ich ihn: "Gehst du mit deinem Tem auf's
YQ300 oder nicht ?" - "Mein Arm ist komplett verheilt aber ich habe die Hunde nicht
lang genug trainieren koennen. Nein, ich fahre das Rennen nicht." - "Kommst du nach
101 ?", fragte ich sofort nach...
"Natuerlich, deshalb rufe ich an...."

Wir fachsimpelten fuer eine gute Stunde wie wir 30 Teams dort draussen unterbringen
koennen, wieviele Schlafmoeglichkeiten wir fuer Musher haben und wie wir genuegend
Wasser fuer fast 400 Hunde (einschliesslich des YQ 300) aus geschmolzenem Schnee
gleichmaessig warm halten koennen.
Immerhin muessen die Musher des YQ 300 zumindest 2 Stunden bei uns Rast machen und
die Langstreckenmusher des YQ 1000 koennen auch ihre 4-stuendige Zwangsrast bei uns
einlegen. Wenn man nun zwei kleine Fuetterungen berechnet muss eine Menge Schnee
geschmolzen werden.
Aber so kompliziert will ich es garnicht machen. Dies sind kleine Details die
waehrend des Rennens ausser fuer Musher, Hunde und Crews keinerlei Bedeutung
spielen.
Ich bin einfach gluecklich, dass wenn auch mit Verzoegerung ein Grossteil des
Kernes von Mile 101 zurueck kehren wird.
================
Es gibt drei neue Mitglieder der Crew die ich spaeter vorstellen werde.
Mike wird diese Woche auch mit einem Freund 16o km nach Mile 101 fahren um zu sehen wie es um die Huetten herum aussieht und ob der Holzvorrat den wir nach dem letztem Rennen hinterlassen haben noch da ist.

Ueber all dies und mehr werde ich allerdings spaeter berichten....

Peter

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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #8 Datum: Januar 9th, 2012 um 8:17:24pm)
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Hallo Peter,
danke an dieser Stelle für deinen unermüdlichen Einsatz uns auf dem laufenden zu halten. Es freut mich sehr das Du wieder auf altgediente Mile 101 Crew Mitglieder zurück greifen kannst !
Freue mich auf Euch !

Gruss Sui

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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #9 Datum: Januar 12th, 2012 um 4:17:39am)
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Mike Bowman rief mich gestern an und meinte, dass er heute hoch nach Mile 101 (160km) fahren wird um mal nachzugucken wieviel Feuerholz dort noch vom letztem Rennen liegt. Wir hinterliessen damals ein paar Festmeter Holz.
Kariboujaeger benutzen die Huetten oft im Herbst und Winter und bringen - entgegen alaskanischer Tradition - meist kein eigenes Feuerholz mit. Wir muessen natuerlich vor dem Rennen herausfinden in welchem Zustand die verlassenen Huetten sind.
-------
Im Augenblick kann ich Mike nicht erreichen, las aber grade den neusten Wetterbericht:
5 cm Schneefall mit bis zu 50 km/h Winden. Schneewehen mit Sicht auf den beiden Gipfeln vor und nach Mile 101 auf Null sinkend (12-Mile Summit und Eagle Summit). Obwohl Temperaturen im Augenblick um -10 C liegen sollen diese gleich nach dem Sturm morgen auf -38 C fallen. Ein Auto in soch einer Temperatur zu starten ist ohne Strom und spezielle Ausruestung (Propan und einen Brenner unter dem Auto) fast nicht moeglich.
Falls Mike wirklich gefahren ist wird er schon vernuenftig ausgeruestet sein, aber das oben erwaehnte Wetter ist fuer den Checkpoint einschliesslich der Stuerme und teilweise geschlossenen Paessen eher typisch.
Ich bin mal gespannt wie es am 5.Februar aussehen wird.

Die gute Nachricht:
Falls der Himmel klar ist, werden wir 'fast' den Vollmond geniessen koennen wenn Musher in Mile 101 eintreffen.
Bei klarem Himmel ist der Vollmond so gross und so hell, dass man um Mitternacht Zeitung lesen kann.

Peter

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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #10 Datum: Januar 16th, 2012 um 5:22:06pm)
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Von Mike habe ich noch nichts gehoehrt, aber als wir zum letzem Mal telefonierten meinte er als erstes: "Jetzt habe ich Motoroel am Ohr." - "Was ?", fragte ich erstaunt. Immerhin war es das erste Mal, dass mich jemand mit diesen Worten am Telefon begruesste.
Ich hoehrte ein paar fluchende Worte im Hoehrer bevor er weiter sprach: "Ich hatte grade einen Plastikbecher mit altem Motoroel in der Hand den ich ueber's Holz in meinem Holzofen kippen wollte und jetzt ist beim Buecken mein verdammtes Handy aus der Brusttasche genau in den *%$#@ Becher gefallen." - "Es funktioniert noch ?", fragte ich waehrend ich leicht verwiirt versuchte den Vorfall nachzuvollziehen.
Seine Antwort war eher bissig: "Anscheined ! Wie koenntest du sonst mit mir reden ?" - "Ah..."... ich suchte nach einer intelligenten Antwort , gab aber wohlweisslich nach mehreren Sekunden auf.
"Lass mich das Ding mal abwischen", meinte Mike schliesslich. Kurze Zeit spaeter war er wieder am Telefon: "Na, vielleicht ist das &^%#@ Ding jetzt ja wenigstens wasserdicht...", grummelte er. "Ok, wie siehts bei dir aus, Peter ?"
Immer wieder bewundere ich Mike's ruhige und positive Einstellung zum Leben. Er ist ein grosser Teil dessen was Mile 101 zu dem macht was es ist.
------
Auf Grund der Temperaturen um -40 mit Windboeen von bis zu 50 km/h ist Mike noch nicht nach Mile 101 gefahren. Allerdings erhielten wir Infos von Motorschlittenfahrern die im Augenblick den Trail des Rennens zwischen Chena Hot Springs und Circle legen:
Alle vier leer stehenden Huetten des Mile 101 Checkpoints Checkpoints sollen sauber und in guter Verfassung sein obwohl wie vermutet kaum noch Holz vorhanden ist um die Huetten zu heizen und die Trailbreaker ihr eigenes Holz brachten.
"Trotz grosser Schneefaelle sind die Gipfel von Rosebud und Eagle Summit auf Grund der heftigen Stuerme fast kahl gefegt", meinte einer der Motorschlittenfahrer. "Wir versuchen den Schnee der dort oben noch liegt mit unseren Maschienen zu komprimieren damit er bleibt, aber das ist alles was wir im Augenblick tuen koennen."

Nun, ... an solchen Dingen laesst sich wenig aendern. Aus unerforschten Gruenden bot der bisherige Winter zwar gute Schneefaelle aber auch extrem tiefe Rekord-Temperaturen sowie ungewoehnlich starke Stuerme. Waehrend ich dies schreibe sind es immer noch -30 C in Fairbanks.
Die Crew des Checkpoints hat sich zusammengefunden und wir hoffen natuerlich auf besseres Wetter fuer das Rennen, bereiten uns aber wie immer auf das Schlimmste vor.
Ein interessanter Punkt fuer uns werden dieses Jahr die neuen Regeln des YQ sein. Musher muessen entweder in Mile 101 oder Central - je nach Wunsch- fuer 4 Stunden rasten. Diese Rast (layover) muss beim Eintreffen im Checkpoint angemeldet werden. Falls dies beim Eintreffen nicht angemeldet wird und der Musher 4 Stunden bleibt, gilt dies nicht als offizielle Rast. Allerdings kann der Musher die offizielle Rast anmelden und spaeter absagen (frueher los fahren) um sie dann in Central erneut anzutreten.
Waehrend der 4-stuendigen Rast soll auch der Zeitunterschied der Startdifferenz bereinigt werden. Wir werden unsere Haende also voll mit Regeln und Mathematik haben. Gluecklicher Weise sind dafuer unsere Computergurus Kevin und Sterling zustaendig, die dieses kleine Problem zwischen Funkgeraeten und Computern vergraben sicherlich ohne Probleme loesen koennen.....
Wir muessen nur herausfinden wie wir am Besten bis zu 30 Teams mit 400 Hunden im Schnee parken und genuegend Wasser fuer diese schmelzen... und hoffentlich jeden Musher mit Speise und Trank versorgt bekommen  ....

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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #11 Datum: Januar 25th, 2012 um 9:23:03pm)
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Langsam ist es soweit.
Diesen Samstag werden wir hoch nach Mile 101 fahren um die Satellitenschuessel fuer's Internet aufzubauen.
Spaetestens am Mittwoch werden wir den aus verlassenen Huetten bestehenden Checkpoint dann ernsthaft besetzen. Der Racemanager wird an diesem Tag Stroh, Propan,  300 l Benzin, Feuerholz und die sogenannten Dropbags der Musher bringen. In diesen bis zu 20 kg schweren Beuteln haben die Musher Proviant und Ausruestung verstaut. Musher durfen ausser in Dawson City keine Ausruestung oder Hundefutter von der Aussenwelt annehmen.

Als ich kuerzlich mit der Yukon Quest Photografin Carol Falcetta redete war sie so freundlich mir 2 von ihr kuenstlerisch bearbeitete Photos von Mile 101 bei Nacht zuzuschicken. Hier sieht man die 'Dropbags' vor der Kommunikationshuette stehen. Im Hintergrund steht die Kuechenhuette. Musher fahren in unseren Checkpoint aus der Dunkelheit zwischen diesen beiden Huetten ein und nehmen dann die jeweilig mit ihren Namen beschrifteten Beutel an.
Carol Falcetta ( akfirebug@yahoo.com ) Alle Rechte vorbehalten:

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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #12 Datum: Januar 27th, 2012 um 5:17:19pm)
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Wow, das ist ja mal ein tolles "Foto"!!!!!!!
Und wo ist das Zweite?

Gute Fahrt und keine unangenehmen Überraschungen auf Mile 101.

Hallo nochmal. Das 2. Foto gerade gefunden! Danke Peter für`s einstellen

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Liebe Grüße
Renate


Was uns mit Hunden verbindet, ist die Tatsache, dass sie nichts an uns auszusetzen haben.


Letzte Änderung: Habicht - Januar 27th, 2012 um 5:19:37pm
 dr-blei
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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #13 Datum: Januar 29th, 2012 um 10:00:48pm)
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@Peter hjabe mir heute mal die Mühe gemacht mir auf Googl Earth des Steese Highway aber vor allem die Mile 101 anzusehen und die Bilder sing beeindruckend. Werde mir im Sommer das mal ansehen und dann über den Steese Highway zu den Circle Hot springs fahren! Sag kommen die Musher am Parplatz-View Point am Eagle Summit über  den Pass?

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Letzte Änderung: dr-blei - Januar 29th, 2012 um 10:03:10pm
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Re: Mile 101: Tagebuch eines YQ Checkpoints
(Antworten #14 Datum: Januar 30th, 2012 um 5:58:15am)
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Hi Erwin,
der Sattel ueber den die Musher drueber fahren ist ungefaehr 1.5 km suedlich der Strasse.
Wir waren dieses Wochenende oben und haben die Satellitenschuessel aufgebaut. Es waren nachts -62 F oder ca. -54 C. Die Autos wollten am naechstem Morgen nicht mehr so richtig starten, haben aber Waermedecken an den Generator angeschlossen und es spaeter doch zurueck nach Fairbanks geschafft. Bei -50C wird's dann selbst fuer uns schon ein bischen kompliziert.
Das Wetter soll allerdings in den naechsten Tagen besser werden... Ein bischen Schnee und Hoechsttemperaturen von -25 C. Das wird einen grossen Unterschied machen. Hoffen wir nur, dass die steigenden Temperaturen keinen Sturm mit sich bringen...
Peter

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