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   Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
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   Autor  Beitrag: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen  (Gelesen: 4647 mal)
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Ragnar
     

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Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
( Datum: Juli 12th, 2008 um 1:22:05pm)
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Eine junge Bikerin wurde bei einem 24h-Rennen im Far North Bicentennial Park von Anchorage (Alaska) von einem Bären angefallen und schwer verletzt.
Das Mädchen, das Meldungen zufolge erst 14 Jahre alt sein soll, nahm mit 60 anderen Bikern an einem 24h-Stunden-Rennen teil, das der Arctic Bicycle Club veranstaltete. Der Bär attackierte die Bikerin...

mehr:

http://www.bike-sport-news.de/modules.php?name=News&file=article&sid=17604&mode=&order=0&thold=0

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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #1 Datum: Juli 13th, 2008 um 7:24:47am)
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Es ist mir ein Raetsel, warum man unbedingt ein Radrennen im Dunklen in einer Baerengegend durchfuehren muss  

Nichts gegen Sport, aber ein bisschen gesunder Menschenverstand und Ruecksichtnahme auf das nun einmal vorhandene wildlife sollte schon vorhanden sein.  

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 Milaq
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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #2 Datum: Juli 13th, 2008 um 11:34:25am)
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Nicht so ganz richtig.
erstens haben wir hier z.Zt. keine richtige Dunkelheit, und zweitens ist der Bicentennial Park Teil von Anchorage.
Drittens war es eine Baerin mit cubs,und dies kann immer Probleme hervorrufen.
Die Situation ist, dass Anchorage mehr und mehr in die angestammte Baerengegend waechst, und somit ploetzlich mehr Baeren in Anchorage sind.
Und ?
Sollen die Leute jetzt im Haus bleiben ?
Baerencountry ist hier ueberall, auch auf dem oeffentlichen Campingplaetzen,auch auf oeffentlichen Trails...uvm.; sollen die dann auch nicht mehr benutzt werden, weil wie Du schreibst
"Ruecksichtnahme auf das vorhandene Wildlife"  ?

Es tut mir furchtbar leid fuer das Maedchen,und ich hoffe, dass sie es ohne schweren Schaden davonzutragen, ueberlebt.
Am gleichen Tag waren auch etliche schwere Autounfaelle,wie auch am drauffokgenden Tag.
Einen derartigen Baerenunfall hat es dort schon lange nicht mehr gegeben,wirkt da nicht ein einmal im Jahr vorgekommener schwerer Unfall in den News zu sensationsvoll ?
Milaq

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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #3 Datum: Juli 15th, 2008 um 2:29:52am)
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am Juli 13th, 2008 um 11:34:25am schrieb Milaq :
Nicht so ganz richtig.
erstens haben wir hier z.Zt. keine richtige Dunkelheit,
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Erstens muss es auch nicht "richtig dunkel" sein. Daemmerung reicht vollkommen aus (und daemmrig wird es ja nun tatsaechlich).....nachts ist das Gebiet Durchzugsgebiet fuer die Baeren.
Wenn ich nachts rausgehe, pass ich schliesslich auch auf und fahre nicht fluesterleise mit hoher Geschwindigkeit ueber trails, auf denen Baeren zum/vom Fressplatz laufen.

am Juli 13th, 2008 um 11:34:25am schrieb Milaq :
und zweitens ist der Bicentennial Park Teil von Anchorage.
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So?
Zweitens ist er trotzdem als Baerengebiet bekannt (und die waren als erste da, by the way).

am Juli 13th, 2008 um 11:34:25am schrieb Milaq :
Drittens war es eine Baerin mit cubs,und dies kann immer Probleme hervorrufen.
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Bitte, woher hast Du diese Information....? Ich muss zugeben, dass mein Informationsstand anscheinend etwas aelter ist, meinen Infos nach wusste man nicht, welcher Baer es war.

am Juli 13th, 2008 um 11:34:25am schrieb Milaq :
Die Situation ist, dass Anchorage mehr und mehr in die angestammte Baerengegend waechst, und somit ploetzlich mehr Baeren in Anchorage sind.
Zitierten Beitrag lesen

Das seh ich genauso.
am Juli 13th, 2008 um 11:34:25am schrieb Milaq :
Und ?
Sollen die Leute jetzt im Haus bleiben ?
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Zumindest nachts....da sollten sie schlafen und nicht im Baerencountry Fahrradfahren

am Juli 13th, 2008 um 11:34:25am schrieb Milaq :
Baerencountry ist hier ueberall, auch auf dem oeffentlichen Campingplaetzen,auch auf oeffentlichen Trails...uvm.; sollen die dann auch nicht mehr benutzt werden, weil wie Du schreibst
"Ruecksichtnahme auf das vorhandene Wildlife"  ?
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Mit etwas gesundem Menschenverstand und etwas Ruecksichtnahme koennten Baeren und Menschen zumindest etwas besser ko-existieren

am Juli 13th, 2008 um 11:34:25am schrieb Milaq :
Es tut mir furchtbar leid fuer das Maedchen,und ich hoffe, dass sie es ohne schweren Schaden davonzutragen, ueberlebt.
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Hier kann ich mich anschliessen.
am Juli 13th, 2008 um 11:34:25am schrieb Milaq :
Am gleichen Tag waren auch etliche schwere Autounfaelle,wie auch am drauffokgenden Tag.
Zitierten Beitrag lesen

Genau.....und diejenigen, die fuer ein Abschiessen der Baeren sind, sollten demnach auch fuer ein Abschaffen der Autos plaedieren.....sind ja anscheinend genauso gefaehrlich  

Scherz beiseite......wie man ja auch an den sehr kontraeren Leserbriefen in der ADN gesehen hat, gibt es bei diesem Thema zwei komplett gegensaetzliche Fronten.....und es scheint, als werden diese Fronten  hier von Dir und mir vertreten.

Ich hab nix gegen Radrennen per se, aber man haette diesen Baerenunfall mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeiden koennen, wenn man das Rennen woanders hinverlegt haette. Das ist uebrigens nicht nur auf meinem Mist gewachsen, sondern dieser staatliche Biologe (wie heisst er noch...Rick Sinnott oder so?) hat sinngemaess dasselbe von sich gegeben. Er meinte, wenn man ihn vorher gefragt haette, dann haette er von dem venue abgeraten.  

Aber wie gesagt, es gibt anscheinend auch genuegend Leute, die die Ansicht vertreten, dass die Menschen alles machen koennen, was sie wollen, wo sie wollen, wann sie wollen, und dass das wildlife eben entweder aus dem Weg gehen oder "entfernt" werden sollte. Die Denkweise liegt Dir vielleicht auch eher....?  

Gruss,
Charlie

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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #4 Datum: Juli 15th, 2008 um 10:16:33am)
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Charlie,Dein letzter Absatz ist eine recht boese,unbegruendete Anmache,auf die ich nicht eingehen will, da ich mich dort absolut nicht zuordne.
-Du schreibst im ersten Post:   im Dunkeln, dann wieder Daemmerung.  Nun gut
-es koennen  Tagsueber wie auch Nachts in allen Anchorage Parks manchmal Baeren auftauchen,nicht bekannt ist, dass es, wie Du schreibst, ein Durchzugsgebiet von Baeren ist.Dass sie ueber die Trails laufen,um zu ihren Fressplaetzen zu kommen.
Staendig,jede Nacht ?
Woher hast Du diese Information ?
Richtig ist doch wohl vielmehr, dass gerade in diesen Gebieten Baeren durch menschliche unueberlegte Verhaltensweisen,wie den Trash draussen lassen, Hundefutter und weiteres ab und an angelockt werden.
Es ist halt alles ein bisschen differenzierter, als es mit saloppen Worten like, Baeren waren zuerst da,by the way abzutun.
Wenn es nach mir geht,muessten die Menschen Kodiak verlassen,aber so einfach ist das nicht mehr.

Infos von BLM und Tageszeitungen

Wie kommst Du auf
Diejenigen, die fuer ein Abschiessen der Baeren sind.
??
Das Autobeispiel bezog sich auf die Auswahl der News.
Ich kann das absolut nicht als Scherz auffassen,und was kontraer im ADN geschrieben wird, ist nicht meine Meinung.Also versuch doch bitte nicht rethorisch diesen Eindruck zu erwecken.
Wenn Du eine Front vertreten willst, bitte mach das, ich jedenfalls nicht, dazu ist das Thema Baeren [wie wir hier versuchen in Tierschutzarbeit zu sensibilieren]viel zu ernsthaft,
wie ich auch nicht auf die uebliche platte Abschiessfront eingehen werde,da es mehr als nur Schwarz/Weiss gibt.
freundliche gruesse  Milaq

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 CharlieAK
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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #5 Datum: Juli 16th, 2008 um 7:07:35am)
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Hallo Milaq,
am Juli 15th, 2008 um 10:16:33am schrieb Milaq :
Charlie,Dein letzter Absatz ist eine recht boese,unbegruendete Anmache,....
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Ich hatte keinesfalls vor, Dich mit dem letzten Absatz in irgendeiner Form anzugreifen.....ich hatte ja auch den letzten Satz als Frage formuliert.....("ist ja vielleicht eher Deine Denkweise?").....immerhin konnte man aus Deinem vorigen posting die Haltung, die Du in diesem posting vertrittst, nicht richtig herauslesen.
am Juli 15th, 2008 um 10:16:33am schrieb Milaq :
-Du schreibst im ersten Post:   im Dunkeln, dann wieder Daemmerung.  Nun gut
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Jeder Mensch hier in AK weiss, was ich Mitte Juli mit "im Dunkeln" meine......man muss ja nur nachts aus dem Fenster schauen.
Worauf ich mich bezog, war, dass es ein 24-Stunden-Rennen war.....also auch in der Nacht stattfand, egal ob diese Nacht nun dunkel oder daemmrig war. Und das fand und finde ich persoenlich eben hoechst ueberfluessig.
am Juli 15th, 2008 um 10:16:33am schrieb Milaq :
nicht bekannt ist, dass es, wie Du schreibst, ein Durchzugsgebiet von Baeren ist.Dass sie ueber die Trails laufen,um zu ihren Fressplaetzen zu kommen. Woher hast Du diese Information ?
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Soweit ich weiss, verlaeuft der besagte trail zumindest zum Teil parallel zu einem creek, in dem die Baeren nach Lachs fischen. Und um zu dem creek zu kommen, muessen sie den trail zumindest ueberqueren, wenn nicht sogar ein Stueck entlanglaufen.
Insofern musst Du doch auch zugeben, dass dieser trail fuer ein 24 stunden Radrennen ziemlich ungeeignet war.
Und nur das wollte ich in meinem ersten Beitrag ausdruecken.

am Juli 15th, 2008 um 10:16:33am schrieb Milaq :
-Richtig ist doch wohl vielmehr, dass gerade in diesen Gebieten Baeren durch menschliche unueberlegte Verhaltensweisen,wie den Trash draussen lassen, Hundefutter und weiteres ab und an angelockt werden.
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Ich weiss zwar nicht, wer auf dem trail im bicentennial park den trash draussen gelassen haben soll, aber grundsaetzlich stimme ich dir zu, mit solchem Verhalten lockt man leider Baeren an.
am Juli 15th, 2008 um 10:16:33am schrieb Milaq :
-Es ist halt alles ein bisschen differenzierter, als es mit saloppen Worten like, Baeren waren zuerst da,by the way abzutun.
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Deshalb sagte ich ja auch, dass durch etwas gesunden Menschenverstand und Ruecksichtnahme die Ko-existenz von Baer und Mensch verbessert werden koennte. Ein Anfang waere meiner Meinung nach z.B., solche Radrennen anders zu organisieren

Und um nochmal auf den staatlichen Biologen zurueckzukommen, der zumindest teilt meine Auffassung

Zitat:
"A midnight race along a salmon stream is probably a pretty bad idea when the salmon are there," Sinnott said."
Quelle:
http://www.chicagotribune.com/news/nationworld/chi-bear-attack-biker-web-062908jun30,0,2497413.story

Ich habe uebrigens jetzt auch noch etwas weiter gegoogelt und gelesen, aber in allen Quellen heisst es nach wie vor, dass der Baer NICHT identifiziert werden konnte.
Es hiess zwar, es KOENNTE sein, dass es sich um die gleiche Baerin mit Jungen handeln, die in der Woche zuvor ein paar Jogger "gecharged" hatte, aber es ist keineswegs belegt, da das Maedchen keine Angaben zum Baeren machen konnte und ihn sonst ja keiner gesehen hat.

am Juli 15th, 2008 um 10:16:33am schrieb Milaq :
-Das Autobeispiel bezog sich auf die Auswahl der News.
Ich kann das absolut nicht als Scherz auffassen,und was kontraer im ADN geschrieben wird, ist nicht meine Meinung.Also versuch doch bitte nicht rethorisch diesen Eindruck zu erwecken.
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Das war Ironie.....auch an dem smiley dahinter zu erkennen.....Es ist naemlich wirklich so, dass es mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Leserbriefe gab, in denen der Schreiber tatsaechlich dieses Argument gebracht hat. Sorry, dass Du das falsch verstanden hast.
(Fortsetzung im naechsten post, die software meint, mein posting sei zu lang  )

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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #6 Datum: Juli 16th, 2008 um 7:08:31am)
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Fortsetzung:
am Juli 15th, 2008 um 10:16:33am schrieb Milaq :
-Wenn Du eine Front vertreten willst, bitte mach das, ich jedenfalls nicht
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An Stelle von "Fronten" haette ich auch den Ausdruck "verschiedene Auffassungen" benutzen koennen. Ich finde halt, dass der Mensch immer mehr ins Baerengebiet eindringt, und dass er dabei zumindest Ruecksicht auf das vorhandene wildlife nehmen sollte, damit eine Co-Existenz moeglich ist. Und damit meinte ich in diesem Fall konkret die Organisatoren dieses Radrennens.  

Du jedoch schienst eine andere Auffassung zu vertreten, denn Du fragtest ja solche Sachen wie "sollen die Leute jetzt im Haus bleiben" und "sollen die Trails nicht mehr benutzt werden".....bei Dir schien die Antwort darauf eher nein zu lauten, waehrend ich da eher zu ja (mit Einschraenkungen) tendieren wuerde....und da man das ja schon als gegensaetzliche Auffassungen ansehen kann, habe ich den Begriff "Fronten" verwendet.

Ich hatte Dir nicht unterstellt, dass Du fuer ein Abschiessen der Baeren bist, ich hatte nur festgestellt, dass wir zumindest teilweise unterschiedliche Auffassungen haben. Ich fordere von den Menschen, dass sie sich einschraenken.....und aufgrund Deiner Fragen klang es eben so, als wuerdest Du das nicht so sehen (Sollen die Leute im Haus bleiben", etc.). Mein letzter Satz war eine Frage an Dich, keine Aussage.

Dass Du mein posting als Angriff verstanden hast, tut mir leid, so war es nicht gemeint.

Gruss,

Charlie

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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #7 Datum: Juli 17th, 2008 um 2:15:12am)
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Wir leben ungefaehr 10 km ausserhalb von Fairbanks.
Vor 4 Wochen rief mich morgens mein Nachbar an, der ungefaehr 300 Meter entfernt lebt: "Habe heute morgen gegen 3 Uhr einen jungen Grizzly im Garten gehabt. Wollte dir nur Bescheid sagen, damit Lukas nicht so einfach in den Wald rennt." Lukas ist mein 11-jaehriger Sohn, der gerne mit Hunden dort draussen rumstreunt.
Dave, der Anrufer, war Vater eines 8 jaehrigen Sohnes und einer 5 jaehrigen Tochter. Alle unsere Kinder koennen von Grizzlies oder Schwarzbaeren theoretisch als Kariboukaelber mit seltsamer Gangart angesehen werden und Kariboukaelber sind lecker.
Dies war keine besonders aufregende Information. Jedes Fruehjahr kommen 2-jaehrige schlechtgelaunte Baeren aus den Huegeln in Richtung Fairbanks. Von ihren Muettern rausgeschmissen, danach wahrscheinlich von alten Baeren vertriebene Jungbaeren wandern wo immer der Wind sie hintreibt. Manchmal gehen sie in die falsche Richtung, ... zur Stadt hin.
Ein enttaeuschter Lukas durfte fuer zwei Tage nicht in den Wald und musste danach zumindest ein Funkgeraet und eben einen Hund mitnehmen.
Wir haben Erfahrung mit den Baeren, aber eigendlich nur gute.
Im Herbst kommen auch schon mal alte Baeren vorbei. Du findest ihren Kot manchmal nur 100 Meter vom Haus, aber siehst sie nie. Sie suchen nach einem geeignetem Platz zum Wintern. Bei uns, mit den freilaufenden Hunden in der abgelegenen Nachbarschaft finden sie diesen nicht.
-----------
Anchorage ist eine Grosstadt die sich zu weit ausgebreitet hat und dies weiter tuen wird.
Der 'gesunde Menschenverstand', den Charlie in ihrem ersten Beitrag des Threads erwaehnte ist schon lange dahin. Grundstueckskonzerne pfluegen mehr und mehr Strassen in die umliegenden Huegel. Baeche und Fluesse die von Baeren waehrend der Lachssaison besucht werden, sind nun zu Parks ausgebaut oder werden zumindest so benannt.
Ich habe ein Interview in Fairbanks im Fernsehen gesehen in dem ein Foerster (Fish&Game Officer) zu der Baerenattacke meinte: "Wir haben vorgewarnt. Das Gebiet ist waehrend des Lachszuges gefaehrlich."
Ein altes deutsches Sprichwort ist hier wohl passend:
Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.
-----------
Manche der dort streunenden Baeren benutzen die Gegend des Unfalls als Durchzugsgebiet zu Lachsfangstellen seit mehr als einem Jahrzehnt.
Milaq, du hast geschrieben: "... und zweitens ist der Bicentennial Park Teil von Anchorage."
Es ist Tatsache, dass ein Grossteil des Parks immer noch Wildnis ist..., egal wie man es nennt. Die Baeren sind sicherlich nicht davon informiert worden, dass das Gebiet ploetzlich zum Park gekroent wurde.
Es ist ebenso Tatsache, dass Baeren im Juni seit Urzeiten durch diese Gegend ziehen. Auch kann nicht abgestritten werden, dass Baerenmuetter ihren 'cubs' (Jungen) vor Jahren dort durchzogen um ihnen das Fischen beizubringen, und diese - aelter werdend - das selbe nun mit ihren eigenen 'cubs' tuen.
Zudem muss gesagt werden, dass Baerenmuetter (falls es eine Baerenmutter war, was nicht bewiesen ist) ihre Kinder nach dem Motto: "Schlag jetzt zu, stelle Fragen spaeter..." verteidigen. Es ist ein vernuenftiger Instinkt, den ihre Kinder weit mehr begruessen als die Opfer, wie in diesem Falle vielleicht homo sapiens. Diese Art der Philosophie erscheint allerdings eine recht wirksame Methode zu sein.
Was die Muetter junger Saebeltieger dachten ist uns unbekannt. Diese sind ausgestorben.
(Fortsetzung folgt: )

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 Peter_Kamper
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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #8 Datum: Juli 17th, 2008 um 2:39:06am)
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Fazit:
a) Beamten der alaskanischen Foersterei warnten davor, die vom Fahrrad-Rennen benutzten Trails zur Zeit des Lachszuges freizugeben, da sich dort viele Baeren jeder Altersklasse ansammeln.
b) Schnelle Bewegungen wie Joggen oder Fahradfahren sind in einem Grossteil der Baerenattacken um Anchorage ueber die Jahre beschrieben worden. Es wird vermutet, dass diese schnelle Bewegung entweder 'Angriff' (oder wenn man vom Baeren wegradelt/laeuft) 'Flucht' fuer den Baeren bedeutet.
'Angriff' erzeugt einen Gegenangriff bei Muettern und meist Flucht bei Jungbaeren.
"Flucht' des Joggers oder Radlers (vom Baeren wegradeln/wegjoggen) ist allerdings eine Einladung fuer den Baeren um anzugreifen und aktiviert den Jagdinstinkt, ..... selbst wenn man garnicht weiss, dass man 'wegrennt'.
================
Keiner weiss, was fuer ein Baer die Jugendliche angegriffen hat und ob es Verteidigung oder Jagdinstinkt war, was den Angriff ausloeste. Als frueher Jaeger, der vor langer Zeit auch Baeren jagdte (was ich ausser im Notfall nie, nie, nie wieder tuen werde) weiss ich sehr genau, dass der spaete Abend, Nacht und Morgengrauen die beste Jagdzeit ist, weil sie dann meist unterwegs sind.
Es verwundert mich also, wieso Leute dann zu dieser Zeit in einem Gebiet, dass sich eher 'Wildnis' als 'Park' nennen sollte ohne grosse Sorge herumrennen oder radeln. Nur weil der Teil Wildnis vor einigen Jahren von Politikern zum Park erklaert wurde ? Hmmm...
-----------
Die hiesige Diskussion laesst sich eigendlich recht einfach zusammenfassen:
Homo sapiens hat sich mit einer an Groessenwahn grenzenden Ignoranz daran gewoehnt, ganz oben an der Futterkette zu stehen. Leider funktioniert diese zugegebener Massen recht bequeme Theorie nicht in Alaska.
Wir koennten um Anchorage hunderte von Baerenfallen aufstellen um uns unsere Ignoranz zu erhalten.
Ansonsten muessen wir mit den Baeren leben.
Zum Zusammenleben zwischen Baer und Mensch gibt es ganz einfache und recht sichere Regeln von denen sicherlich keine besagt: "Wir muessen alle zuhause bleiben."
Zum anderen wird allerdings ein Gebiet, das an eine Lachsfangstelle grenzt den Baeren seit dem Beginn aller Zeiten besuchen sicherlich nicht zum Park (was immer auch Menschen unter 'Park' verstehen), indem man ein Schild dran haengt und einen Fahrrad-Pfad anlegt.

Ignoranz ist etwas tolles, aber selbst wenn man nicht selber nachdenken kann, haette eine Warnung der Foersterei (.. und die Jungs wissen wovon sie reden..) doch irgendwo in einem der brillianten Gehirne die dieses Rennen ins Leben riefen, ein kleines rotes Laempchen aufblitzen lassen sollen, oder ?

Peter

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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #9 Datum: Juli 17th, 2008 um 6:43:37pm)
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Danke, Peter....genau das hatte ich gemeint, Du hast es aber viel besser ausgedrueckt  

Gruss,
Charlie

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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #10 Datum: Juli 17th, 2008 um 11:22:39pm)
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Solche  Bärenangriffe können überall in Alaska passieren, nicht nur bei einem Radrennen, z.B. bei einer Kajak/Boot Tour in Alaska oder Yukon, oder auch in Peters Garten...
Wer waren eigentlich die Teilnehmer am Rad-Rennen, Menschen die noch nie von Bären gehört haben noch nie in Alaska gewesen sind?!
Wieso wird ein solches Rennen denn von den Behörden frei gegeben wenn es so gefährlich ist!!!

Lese grad dieses Buch: "Abenteuer mit Alaska-Bären" von Frank Dufresne, einfach toll das Buch.

Da die Bevölkerung Weltweit wächst wird dadurch auch Anchorage seinen Tribut leider zahlen müßen auf Kosten von "Wildlife".
Trotzdem seit "ihr" da drüben zu beneiden, auch wenn diese Bärengefahr unbeschreiblich ist

Oder wenn ihr so pro Bear seid....please go far...far..away from Bear Country....

PS.
@ Weltenbummler...obacht geben, Bären sind gefährlich in Alaska, aber die Behringstraße zu überquehren packst Du mit locker

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Letzte Änderung: Yukonpaul - Juli 17th, 2008 um 11:26:17pm
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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #11 Datum: Juli 19th, 2008 um 12:56:14am)
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am Juli 17th, 2008 um 11:22:39pm schrieb Yukonpaul :
Solche  Bärenangriffe können überall in Alaska passieren, nicht nur bei einem Radrennen, z.B. bei einer Kajak/Boot Tour in Alaska oder Yukon, oder auch in Peters Garten...
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Nur mal der Vollstaendigkeit halber...wir hatten auch schon ein paar Mal Baeren im Garten  
am Juli 17th, 2008 um 11:22:39pm schrieb Yukonpaul :
Oder wenn ihr so pro Bear seid....please go far...far..away from Bear Country....
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Wieso das denn? Sollen wir nun alle wegziehen....?
Darum ging's mir doch grad.....etwas gesunden Menschenverstand einsetzen (z.B. keinen offenen trash vor dem Haus, keine Radrennen auf Baerentrails um Mitternacht, o.ae.), und dann haben sowohl Mensch als auch Baer eine etwas groessere Chance auf ein nebeneinander Leben  

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 Milaq
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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #12 Datum: Juli 19th, 2008 um 9:20:03pm)
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Ich konnte nicht eher antworten, komme gerade von Chitna fischen zurueck.
Da sind ja doch noch einige Antworten gekommen.
Nun ja, im Prinzip,denke ich, dass wir nicht so weit mit den Meinungen zum Umgang mit Baeren auseinanderliegen,einige Unterschiede bleiben immer.und das ist auch gut so, solange rethorisch Niemand in die Ecke mit der Kill them all Gruppe  fragenderweise gedrueckt wird.

Peter, Deine Erfahrungen mit Baeren kann ich hier nur bestaetigen.
Wir haben hier[east von Fairbanks] des oefteren Baeren in der Naehe des Hauses, und mit dem noetigen Respekt und dem daraus resultierendem Verhalten vor ihnen ,sind boesartige Zwischenfaelle vermeidbar.
Im Moment erstaunt es mich sehr, dass gerade nachdem dieser Ungluecksfall passiert ist, erneut ein neuer Trail in Anchorage, in der Naehe einer Schule, und diesmal vorab ausreichend vorgewarnt, gelegt werden soll.
Verstehen kann ich dies nun ueberhaupt nicht,das Wort Ignoranz koennte nicht treffender sein.
Milaq


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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #13 Datum: Juli 19th, 2008 um 11:40:45pm)
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am Juli 19th, 2008 um 9:20:03pm schrieb Milaq :
Im Moment erstaunt es mich sehr, dass gerade nachdem dieser Ungluecksfall passiert ist, erneut ein neuer Trail in Anchorage, in der Naehe einer Schule, und diesmal vorab ausreichend vorgewarnt, gelegt werden soll.
Verstehen kann ich dies nun ueberhaupt nicht,das Wort Ignoranz koennte nicht treffender sein.
Zitierten Beitrag lesen

Seh ich auch so, hab's auch grad in der Zeitung gelesen  

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 bearrudy
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Re: Bikerin bei 24h-Rennen von Bär angefallen
(Antworten #14 Datum: September 3rd, 2008 um 9:24:06pm)
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basisfrage
wer war zuerst da - der bär oder die bikerin

ich meine der bär - die bikerin ist im wohnzimmer des bären und hat sich anzupassen oder gar nicht erst einzutreten

bei bearattacks sind die menschen schuld und nicht die bären!

gruss b

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