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I D I T A R O D   R E P O R T A G E N

Susan Butchers 'Ansprache'
an die Lehrer auf dem Iditarod-Trail 2002


Susan ist immer gerne dazu bereit eine Geschichte von Joe Redington Sr., bei dem sie ja als Hundepflegerin anfing, zum Besten zu geben. . Er sagte immer: Nur ruhig Blut, es wird schon werden! Das stimmte ja auch meistens, denn wenn man lange genug wartet, wird letzten Endes meistens alles gut. Das heisst ausser als sie auf die Idee kamen den Mt McKinley mit Hundeteams zu erklimmen. Keiner von Beiden war Bergsteiger und sie war damals erst 23, Joe aber schon 53. Jahre alt. Aber es ging dann doch los; immer rauf und runter, ueber Berg und Tal, und die Schlitten schlingerten hin und her bis Joe dann eine Kette an den Kufen brach. Wird schon werden, meinte er. Aber es wird nicht immer, denn die Hunde hatten Schwierigkeiten auf den Fuessen zu bleiben und damit zu kaempfen vor dem Schlitten zu bleiben. Butcher sah dann, dass es direkt auf eine Spalte zuging, Susan musste irgendwie den Schlitten zum Halten bringen, doch 'er' drehte sich seitwaerts, aber sie musste ihn unbedingt aufhalten, sonst war es um die Hunde geschehen. Sie durfte auf keinen Fall loslassen. In letzter Minute erschien dann der Fuehrer, Ray Gannett auf der Bildflaeche und rief den Leithund Tekla zu sich, die das schon fallende Team zu ihm brachte und er es dann festankern konnte. Sie waren nur noch ein paar Meter von der gaehnenden Gletscherspalte entfernt!!
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Eine weitere erstaunliche Geschichte; Sie war damals schon mit Dave Monson verheiratet und fuhr ihren Schlitten einen Fluss hoch, der aber doch nicht so solide zugefroren war, wie es schien. So geschah es, dass der Schlitten durch das Eis brach und offenes Wasser hinter ihr liess, sie musste also vom Fluss runter und eine Ueberlandroute nach Hause suchen. Dann war da ploetzlich ein gefallener Baum, unter dem die Hunde zwar durchkamen, aber der Schlitten sass fest. Susan dachte, dass weare eigentlich eine guenstige Gelegenheit eine Route vom Fluss weg auszukundschaften und marschierte Richtung Ufer los, als sie ploetzlich bis an die Schutern durchbrach und im eisigen Wasser stand. Ihre arktische Ausruestng saugte sich sofort, wie ein Schwamm, mit Wasser voll. Sie wusste, dass wuerde sie nie selber schaffen da loszukommen und sich selbst befreien. Im Glauben sie koenne hier draussen auch sterben, wollte sie noch einmal ihre Hunde sehen und drehte sich um, und da waren sie, alle Hundeaugen auf sie gerichtet. Die Hunde schafften es irgenwie nahe genug heranzukommen, so dass sie einen Hund fassen konnte - Hundeteams gehen nie rueckwaerts, dasa weiss jeder Musher - aber diese taten es doch und zogen Susan ans Land!

Aus Anchorage, Alaska / Gespraeche mit Susan Butcher
Jlona Richey / Tracks of Alaska



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