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   Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Moderator: admin)
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   Autor  Beitrag: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey  (Gelesen: 6337 mal)
 North
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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #45 Datum: Oktober 27th, 2017 um 1:31:20pm)
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am Oktober 27th, 2017 um 12:42:07pm schrieb Snowdog :
Wenn ich die Hunde gegen Schmerz dopen will, gibt es sicher Präparate, die weniger negative Auswirkungen auf das Rennverhalten der Dogs haben.
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Genau sowas hat Dallas auch gesagt, in diesem längeren Video, das ich mir mittlerweile auch noch reingezogen habe. Mann, da teilt er ja richtig aus, vor allem in der zweiten Hälfte. Da sagt er auch, dass womöglich seine Zeit als Musher ganz vorbei ist etc. Aber dass es ihm wichtiger ist, die Wahrheit zu sagen usw.

Was er da aber auch noch gesagt hat: Er habe mittlerweile mal Tramadol Halbwertszeit bei Hunden gegoogelt und dabei hätte er rausgefunden, dass es sich wohl doch viel schneller abbaut, und da die Hunde bei dem Test einen relativ hohen Wert hatten, müssen sie das Ganze wohl doch in Nome gekriegt haben.

Also fassen wir mal zusammen: Die meisten Leute, die sich mehr oder weniger mit dem Mittel auskennen, sagen, dass das nicht taugt, um die Leistung der Hunde zu steigern. Vermutlich wurde es auch erst hinter der Ziellinie verabreicht. Könnte Dallas selbst gemacht haben, damit sich die Hunde nach der großen Anstrengung besser ausruhen können.
Aber macht man sowas, wenn man weiß, dass ein paar Stunden später ein Bluttest folgt?
Könnte es ein anderer "Wohlwollender" gewesen sein, der nicht wusste, dass Tramadol verboten ist und es dann noch den Test gibt? Halte ich eigentlich auch für extrem unwahrscheinlich.
Somit bleiben eigentlich wirklich nur noch die von Dallas angesprochenen Möglichkeiten.  

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Letzte Änderung: North - Oktober 27th, 2017 um 1:32:58pm
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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #46 Datum: Oktober 27th, 2017 um 2:47:10pm)
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Also wenn ich wie Dallas davon ausgehe, dass jemand "fremdes" meinen Hunden das Tramadol gegeben hat - möchte ich schon wissen, ob es nur "die vier" waren oder alle noch in Nome angekommenen Vierbeiner.

Da er von den Bluttest, die er selber vorgenommen hat, sprach - könnte er dies auch wissen und evtl auch mitteilen.

-
Es gibt auch Patienten, die auf Schmerz- und/oder Beruhigungsmittel paradox reagieren. Heisst sie werden unruhig, aufgedreht und total aufgekratzt.

Dies wäre auch noch eine mögliche Betrachtungsweise...

*Ok. Euphorie-Reaktion ist schon besprochen worden.
--

Ein Kommentar ist mir in Erinnerung geblieben:

Es ist eine Sache verbotene Substanzen selbst zu nehmen aber eine völlig andere dies "abhängigen" Tieren zu verabreichen.

Dem kann ich nur zustimmen.

admin

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #47 Datum: Oktober 27th, 2017 um 2:56:39pm)
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am Oktober 27th, 2017 um 2:47:10pm schrieb admin :
Also wenn ich wie Dallas davon ausgehe, dass jemand "fremdes" meinen Hunden das Tramadol gegeben hat - möchte ich schon wissen, ob es nur "die vier" waren oder alle noch in Nome angekommenen Vierbeiner.

Da er von den Bluttest, die er selber vorgenommen hat, sprach - könnte er dies auch wissen und evtl auch mitteilen.

Ein Kommentar ist mir in Erinnerung geblieben:

Es ist eine Sache verbotene Substanzen selbst zu nehmen aber eine völlig andere dies "abhängigen" Tieren zu verabreichen.

Dem kann ich nur zustimmen.

admin
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Ja so sehe ich das auch - waren es "nur"  die vier Hunde oder mehrere und welche (Wheeldog...?)?
Und was sagen die Dallas' Bluttests?
Warum macht er da so ein Geheimnis draus? Zuerst sagt er, er hat Tests gemacht und dann...?

Deinem vorletzten Satz kann ich nur zustimmen!
Ich als Mensch kann entscheiden, was ich wann einnehme - ein Tier muss sich auf den Menschen verlassen (können).

Vielleicht hat auch jemand effektiv was in den Futtersäcken versteckt bzw. beigefügt und es hat wohl zufällig die vier Hunde erwischt?

Fragen über Fragen...

Bootie

@North: Effektiv - ich werde gleich mal einen anderen Computer starten - bin mal gespannt, ob ich die Links dann öffnen kann.  

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #48 Datum: Oktober 27th, 2017 um 5:36:58pm)
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am Oktober 27th, 2017 um 2:47:10pm schrieb admin :
Also wenn ich wie Dallas davon ausgehe, dass jemand "fremdes" meinen Hunden das Tramadol gegeben hat - möchte ich schon wissen, ob es nur "die vier" waren oder alle noch in Nome angekommenen Vierbeiner.

Da er von den Bluttest, die er selber vorgenommen hat, sprach - könnte er dies auch wissen und evtl auch mitteilen.
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Das mit seinen eigenen Tests hab ich noch nicht so richtig verstanden, nur dass es wohl das erste Mal war. Wann wurden die genau gemacht und auf was wurde da genau getestet?

Was die 4 von 7 angeht: Die sind doch alle getestet worden und nur bei den 4 war der Test positiv, oder? Das heißt ja dann, dass die anderen das Zeug nicht gekriegt haben (oder in viel geringerer Dosis, falls es z. B. irgendwie unter's Futter gemischt worden war, wie Bootie schon geschrieben hat).

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #49 Datum: Oktober 27th, 2017 um 6:06:15pm)
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Nein normalerweise werden nicht das ganze Team getestet, sondern nur ein paar Hunde pro Team, die die Tierärzte aussuchen.

Ich glaube Dallas! Er ist nicht der Typ dafür. Abgesehen davon macht es einfach keinen Sinn.

http://blog.mush-on.de/2017/10/doping-fall-beim-iditarod-positive-auswirkungen-von-tramadol-nicht-ersichtlich/

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #50 Datum: Oktober 27th, 2017 um 10:09:02pm)
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am Oktober 27th, 2017 um 6:06:15pm schrieb MushingMom :
Nein normalerweise werden nicht das ganze Team getestet, sondern nur ein paar Hunde pro Team, die die Tierärzte aussuchen.
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Ok, also so stichprobenhaft? Aber wenn dann in einem Team mehrere Hunde positive Ergebnisse haben, müsste dann nicht automatisch auch noch der Rest des Teams getestet werden?
Aber vielleicht stand es auch irgendwo, wie es hier genau abgelaufen ist, da müsste man noch mal in den diversen Artikeln kramen, es waren ja jetzt ganz schön viele auf einmal.  

Danke für den zusätzlichen Link. Ja, das scheint sich mittlerweile allgemein herauszukristallisieren, dass sich Tramadol als Doping im Sinne von Leistungsverbesserer gar nicht eignen würde, und wie gesagt, es scheint ja auch eine so große Menge im Test nachgewiesen worden zu sein, dass man davon ausgehen kann, dass die Hunde das Zeug gar nicht soo lange vorher bekommen hatten. Also eher am Ende des Rennens bzw. kurz danach. Selbst wenn Dallas lügen sollte und das Zeug doch selbst verabreicht hat: Wann hätte er das tun sollen und wofür?

Aber wie dem auch sei, es geht ja hier, genau genommen, um 2 Dinge:
1) Wer hat den Hunden warum Tramadol gegeben?
2) Dallas' diverse Vorwürfe gegen das ITC, die ja auch über diesen speziellen Fall und das Thema Doping überhaupt hinausgehen.

Bezügl. Punkt 2) kann man Dallas da nur uneingeschränkt zustimmen und ich finde es gut, dass er diese ganzen Missstände offen anspricht. In dieser Hinsicht bleibt zu hoffen, dass sich noch mehr Musher offen zu derselben Meinung bekennen. Jetzt wäre jedenfalls die Gelegenheit, sich sowas mal zu trauen, wenn man weiß, dass man nicht allein dasteht.
Das meinte ich auch in einem früheren Beitrag mit "Spreu vom Weizen trennen": Welche Musher sind ehrlich und welche ducken sich lieber weiter, um keine finanziellen Nachteile zu riskieren?#

Ich muss sagen, dass das Ganze mein Bild von Dallas Seavey schon ziemlich verändert hat. Bisher war er mir eher unsympathisch, weil er mir immer wie so ein Typ vorkam, der das alles nur so sachlich und "Business"-mäßig sieht. Was er jetzt so von sich gibt, ergibt ja aber ein ganz anderes Bild. Auch bei diesem Drama kommt er ja immer noch sehr sachlich und gefasst rüber. Ich meine, man merkt natürlich, dass er innerlich kocht, aber selbst das lässt er sehr kontrolliert raus, ohne irgendwie auszurasten oder sonstwie ausfällig zu werden. Als er z. B. sagt (in dem langen Interview), dass er seit 2 Wochen weder geschlafen noch gegessen hat, sieht man ihm das eigentlich gar nicht an. Aber ich finde, das Wichtigste ist die Grundaussage, nämlich dass Wahrheit und Integrität hier Priorität haben. Und dass er dafür bereit ist, seine weitere Musher-Karriere aufs Spiel zu setzten, das hätte ich von ihm nicht erwartet.
Klar bleibt immer ein Restzweifel, ob das auch alles genauso stimmt und er da vollkommen ehrlich ist. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, was ihm das bringen sollte, wenn er es nicht ernst meinen würde.  

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Letzte Änderung: North - Oktober 27th, 2017 um 10:13:57pm
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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #51 Datum: Oktober 27th, 2017 um 11:16:42pm)
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Gibt es eigentlich auch Doping-Kontrollen bei den Mushern selber? Ist für mich gut vorstellbar, dass sich der eine oder andere aufputscht...
Grüße von
Susanne

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #52 Datum: Oktober 28th, 2017 um 1:24:11am)
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[quote author=Susanne_B. link=board=15&num=1508825466&start=45#51 date=10/27/17 um 23:16:42]
Gibt es eigentlich auch Doping-Kontrollen bei den Mushern selber? Ist für mich gut vorstellbar, dass sich der eine oder andere aufputscht....
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Hallo Susanne,

gute Frage.

Wir haben mal bei einer meiner Hundeschlittentouren die Verpflegungspäckchen eines ID-Mushers übernommen, der relativ früh gescratcht hatte.

Zu denen gehörten auch je Päckchen mehrere so genannte Coffein-Power-Shot-Drinks mit einem Coffein-Gehalt von > 20 Tassen Kaffee, wenn ich mich recht erinnere.
Ltd. Gebrauchsanweisung soll man nicht mehr als 1 Ampulle/Tag zu sich nehmen.
Ich hab's bei einer notwendigen Gelegenheit mal mit 2en im Abstand von etwa 6 Std. probiert.
Hi, da ging aber die Post ab: du bist zuerst munter und aufgedreht wie bei deiner ersten Tanzstunde, hälst Stunde um Stunde durch und am Ende bist du fertig wie S.., deine Hände zittern, deine Pumpe rast und obwohl du dich todmüde fühlst, findest du kaum in den Schlaf.

Wenn sich die Musher mit so etwas auf dem Trail wachhalten (kannst du ja an jeder Tanke in AK kaufen), dann wundert es mich nicht, wenn sie bei fortgeschrittenem Rennen auch die seltsamsten Sachen dort sehen.

Ich würde es in Zukunft wirklich nur noch als äußersten Notnagel in Situationen sehen, bei denen ich unbedingt wach bleiben muss und würde mich auf einen Drink in 24-36 Std. beschränken.

Bei einem Test würdest du nur als Kaffe-Junkie auffallen und Coffein (Red Bull ja auch) ist ja nicht verboten .  


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Letzte Änderung: Snowdog - Oktober 28th, 2017 um 9:02:25am
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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #53 Datum: Oktober 28th, 2017 um 2:48:48am)
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@North:
Naja, sie können nicht das ganze Team testen, wenn bei den Stichproben was gefunden wurde. Die Proben werden "abgezapft" und mitgenommen und anschließend ausgewertet. Es dauert schon ein bisschen bis die Ergebnisse da sind.

Abgesehen davon werden die Hunde möglichst zeitnah ausgeflogen. Die Musher oder deren Helfer fahren relativ zeitnah nach Zieleinlauf zum Flughafen um sich einen Platz für ihr Team zu sichern. Bei den hinteren Plätzen kann es schon mal ein paar Tage dauern, bevor die Hunde ausgeflogen werden können, bei den vorderen Teams geht es meist recht schnell. Keiner möchte seine Hunde lange im dog lot in Nome sitzen lassen. Die Hunde haben es im Kennel schöner als im dog lot und jeder Musher und dessen evtl. vorhandene Crew muss sein Team dort selbst versorgen.

Dallas hat erst im April von den positiven Tests seiner Hunde erfahren.

@Susanne: Die Musher werden auch getestet. Vor fünf Jahren wurde Matt Giblin im Nachhinein disqualifiziert als er positiv auf THC getestet wurde. Er hatte zu zeitnah vor dem Rennen einen Joint geraucht.  

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #54 Datum: Oktober 28th, 2017 um 11:08:46am)
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am Oktober 28th, 2017 um 2:48:48am schrieb MushingMom :
@North:
Naja, sie können nicht das ganze Team testen, wenn bei den Stichproben was gefunden wurde. Die Proben werden "abgezapft" und mitgenommen und anschließend ausgewertet. Es dauert schon ein bisschen bis die Ergebnisse da sind.
Zitierten Beitrag lesen


Danke für die Info, jetzt hab ich's begriffen.
Stimmt ja, er hat gesagt, Anfang April, das war schon noch ein Weilchen hin. Sind 4 Hunde pro Team üblich oder könnten es doch mehr gewesen sein und nur 4 davon waren positiv? Obwohl es eigentlich auch egal ist, denn selbst wenn es tatsächlich nur ein Teil des Teams getroffen hat, sagt das ja auch nichts darüber aus, wer es war.

Weißt Du zufällig aus, was das mit Dallas' eigenen Tests auf sich hat?


Übrigens habe ich gerade gelesen, dass bisher keine Sponsoren abgesprungen sind:
https://www.adn.com/outdoors-adventure/iditarod/2017/10/27/as-drug-test-controversy-rocks-the-iditarod-sponsors-say-they-plan-to-stick-with-the-race/

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #55 Datum: Oktober 28th, 2017 um 6:13:02pm)
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Hier der ganze Beitrag von Zoya deNure (Peta bezieht sich nun darauf und Verlangt Aufklärung vom State of Alaska Department of Public Safety)

https://dogsleddenali.blogspot.de/2017/10/a-message.html?m=1

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #56 Datum: Oktober 28th, 2017 um 7:56:40pm)
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Das von Zoa hört sich ja auch sehr authentisch an.

Es sind wohl Informationen von Personen, die dicht an den Seavys dran waren und in ihren Aussagen sogar von Mitch's Buch unterstrichen werden.

Wo liegt jetzt die Wahrheit ?

Ich muss gerade bei dem Artikel von Zoa an den so oft gescholtenen Sab S. denken. Seine Hundeerziehung und -prägung scheint sich doch eher in Richtung von Zoa's Vorstellungen abgespielt zu haben.

Siehe auch die Videos, wenn seine "Monsters" das Wohnzimmer stürmen und sich dort breitmachen.
Mich würde schon interessieren, ob so etwas bei den Seavys auch passiert / passieren könnte.

Ob wir da wirklich mal mehr Klarheit erhalten werden, wer weiß ?

Dennoch möchte ich den Ausspruch eines von mir sehr geschätzten Mannes anführen:

"Neid muss man sich erarbeiten, nur Mitleid bekommst du geschenkt !"

Fragt sich aber eben nur, wie man sich den Neid erarbeitet.
Auf jeden Fall darf darüber nachgedacht werden.

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #57 Datum: Oktober 28th, 2017 um 8:55:23pm)
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Ich war die letzten 4 Wochen lang so ziemlich ohne Computer und stosse erst jetzt auf diesen ganzen Mist.
Na, PETA klatscht da natuerlich in die Haende….
Ich habe zwar alle Artikel gelesen, werde mir die ganze Sache aber später noch Mal ein bisschen näher angucken.
Hier aber ein paar kurze meiner Ansicht nach logische Punkte:
-
1. Drogen für die Hunde kurz vor der Ziellinie:
Dallas Seaver ist hoch intelligent und nicht irgendein Hinterwäldler, der den erstbesten Trick ausprobiert, der ihm grade einfällt.
Wenn irgendjemand die Regeln des Iditarod bis auf’s Kleinste von vorne bis hinten studiert hat, ist er es.
Sein Ziel war es immer, irgendeine Lücke in den Gesetzen zu finden (man bedenke den extra Schlitten, in dem Hunde rasten können) um für sich einen juristisch legalen Vorteil fuer’s Rennen fair zu erarbeiten.
Mit all seiner Erfahrung erscheint es mir nicht möglich, dass er ‘die Kleinigkeit' der Drogenkontrolle am Ziel übersehen hat. Diese Kontrolle wird übrigens soweit ich weiss mit Urin getestet.
Auch muss er gewusst haben, dass speziell die zuerst ankommenden Teams (Gewinner) stark überprüft werden. Immerhin hat er ja mehrere Male gewonnen.

Fazit: Dallas wusste von vorhergehenden Jahren mit Sicherheit, dass seine Hunde am Ziel kontrolliert werden würden.
Für einen Mann, der jede Regel und jeden Teil des ID Trails sich mit Sicherheit schon 1000 Mal im Kopf rum hat gehen lassen, erscheint es mir absolut unlogisch und eigentlich xxxisch, dass er vieren (vieren !!!) seiner sieben Hunden mit denen er ins Ziel kam, kurz vorher noch eine verbotene Droge geben würde.
Es wäre so, als würde man sich noch schnell auf der letzte Etappe des Tour de France Kokain in die Nase ziehen um zu gewinnen und um sich dann wie immer einem Drogentest zu stellen.
Allerdings ist Tramadol eher das das Gegenteil von Kokain.

2. Tramadol
Diese stark schmerzlindernde Droge steht nun im Vordergrund.
Die Droge ist opiumhaltig, hat keinerlei entzündungshemmende Wirkung (was ja noch gut für die Gelenke wäre) und ist von der Sorte der Schmerzmittel, die eigentlich müde machen.
PETA und einige andere Gegner des Sportes konzentrieren sich natürlich auf nur eine selten (!) vorkommende Nebenwirkung des Medikamentes :
"Euphorie”
Sie meinen es wäre klar, dass Dallas Seaver seine Hunde aneifern wollte. Echt ?
Nebenerscheinungen wie Müdigkeit und Euphorie werden an Hunden in Laboren getestet.
Aber bei all diesen Testen reden wir von ausgeruhten plötzlich halbwegs schmerzfreien Zweibeinern in Zwingern, nicht von Schlittenhunden, die grade 1400 km in 8 Tagen gelaufen sind.
Wenn jemand grade einen Marathon gelaufen ist und Tramadol nimmt, bezweifele ich, dass man auf Grund der Droge plötzlich eine Stunde später mit einem erschöpftem Körper in eine Euphorie verfällt um weiter zu machen. Man wird müde, oder ?
Die Chance ein Team schneller zu machen indem man 4 von den 7 vorgespannten Hunden (über 50% des Teams) Tramadol gibt, ist null.
Wieso würde ein Musher mit sieben verdient erschöpften Hunden vieren davon eine Droge geben, die das Team aller medizinischer Forschung nach an diesem Punkt des Rennens nur verlangsamen kann ? Die Droge macht in meinen Augen auf den letzten Kilometern absolut keine strategischen Sinn.

3. Rennstrategie:
“Ein Team ist nur so schnell wie der langsamste Hund”, erklärte mir jemand früher einmal.
Ich war natürlich begeistert diese Weisheit von einem berühmtem Musher zu hören, aber als ich später drüber nach dachte …. hm ja… erschien dies eher logisch.
Der Grossteil des letzten Streckenabschnitts des Iditarod nach Nome ist flach. Mehr Hunde vor dem Schlitten machen kaum einen Unterschied auf dem hervorragendem Trail des letztem Teilabschnitts.
Dallas Seavy hätte im letztem Checkpoint vor dem Ziel noch 2 Hunde abgeben können, da man nur mit 5 Hunden ankommen musste.
Sieben Hunde mögen auf den letzten 100+ km ein bisschen schneller sein als fünf Hunde es wären. Dallas belegte den 2 Platz des 2017 Iditarod vor Petit mit nur 5 Minuten Vorsprung. Allerdings bezweifele ich sehr stark, dass sieben erschöpfte Hunde und vier davon auf Tramadol schneller sind als fünf erschöpfte Hunde ohne Tramadol.
Für diese brillante und selbst medizinisch gesehen völlig unlogische Tramadol-Strategie soll der vierfache Gewinner des Iditarod also seinen Namen auf’s Spiel gesetzt haben ?
Nur so zum Nachdenken...
Viele Gruesse,
Peter

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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #58 Datum: Oktober 28th, 2017 um 9:43:18pm)
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Was das Doping anbetrifft und ob DS es durchgeführt hat, stimme ich Peter's Ausführungen voll zu.

Zoa äußert sich da ja auch nicht explezit dazu, dass es Dalles selbst gewesen sei.

Vielmehr sind es wohl die Zucht- und Ausbildungsverhältnisse der Hunde im Seavy-Kennel, die sie anprangert.

Womit sie aber impliziert / implizieren möchte, dass jemand, der so handelt auch Hunde dopt.

Was ich nur auch verwunderlich finde, wie unterschiedlich die Tramadolwirkung von den verschiedenen Argumentationsgruppen beurteilt wird. Da sucht sich wohl jeder das Passende raus  

Da ich selber 35 J. im Medizinbereich tätig war, kann ich aus Erfahrung eigentlich nur die Einschätzung von Peter K. unterstreichen.

Es ist wirklich spannend, wer sich mit welchen Argumenten noch aus der Deckung wagt.


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Re: Doping-Vorwurf gegen Dallas Seavey
(Antworten #59 Datum: Oktober 28th, 2017 um 11:12:58pm)
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Hier ein offizielles Statement (leider natuerlich in englisch) von Aliy Zirkle und Allen Moore in Hinsicht auf die ganze Situation:
"OCTOBER 26, 2017      BY      SPK CREW
Understandably, SP Kennel family, friends and fans want to know what Aliy and Allen think about the Iditarod / Dallas Seavey controversy.  Aliy released a written statement to the media on October 23, 2017. The statement is here:
I will tell you that I have always known Dallas Seavey as an honest and upstanding Iditarod competitor. I do not believe that he is a competitor that would break the rules. Any rules. I have raced against him for 10 years. I have beat him and he has beat me. He beat me to the Iditarod Championship by 2 minutes and 22 seconds. I do not begrudge him. He beat me – fair and square.

I do not think that he gave those drugs to his dogs. Obviously his dogs were given drugs – but by whom or why? – I don’t know.

There are people in the world who truly believe that dog mushing is cruel and should be banned. Of course, this is far from the truth but lies can be told about any subject and some people believe them. I guess the question is: Are there really people radical enough to actually give drugs to his dogs in order to undermine an honest, hard working, good man? Crazy speculation… I know! But speculation seems to be all we are left with now.

To be honest, in Alaska we are a trusting and open armed community. We invite spectators to pet our dogs, we share intimate stories about mushing and we hope that people celebrate dog mushing and our huskies like we do. It is for this reason, it would not be difficult to have walked up to any one of Dallas’ dogs after the race or even during the event and given them a “drugged” biscuit or treat. His dogs, like mine, are incredibly friendly and are used to kind gestures and treats. There is no strict security around Iditarod dogs. There are volunteers who watch the dogs because they love dogs but they are not police. No one ever would have thought that true security teams would be necessary in wilderness Alaska? But… who knows with what people are doing these days. I do not know who drugged Dallas’ dogs, but it was not him.

After speaking with Dallas, the ITC Board and the ITC Staff, an additional statement is included here on our SP Kennel website:
Allen and Aliy believe that there are not ulterior motives among the ITC staff or Board of Directors. Aliy is in the unique position of having served as a Director on the Board alongside this dedicated and thoughtful group of individuals who volunteer a tremendous amount of time and effort to serve in an often thankless position. The ITC staff is passionate and truly cares about the race and the Iditarod mushers. They try to do what is best for both. This… of course, is the challenge.

We do not believe that Dallas intentionally gave drugs to his dogs. We understand that he is feeling cornered and vulnerable. He doesn’t know who to trust. He knows he did not drug his dogs, but he cannot determine who did. This is an awful, unfamiliar position for a man who has dedicated his life to being an upstanding Iditarod Musher. He is in a no win situation.

The ITC Board and staff are also in a no win situation. The facts say that one of their most talented, well-liked Champions, had four dogs test positive for banned substances. But, the ITC Board and staff do not know who administered the Tramadol to Dallas’ dogs. Dallas Seavey has not been penalized or banned from the Iditarod.

Race sponsors and individuals who care deeply about ‘The Last Great Race’ are being asked to “take sides”. In truth, there are no sides. There is no “us and them”. Without the ITC there are no Iditarod Mushers – without Iditarod Mushers there is no ITC. We need unity in our sport. We need sponsors and fans to again have faith is the ITC Board, Staff and Mushers or there will be no race.

We, as a united group, should continue to seek the truth. Yes… there were mistakes made by all parties during the 6 months timeline for this incident. But, if for no other reason than the fact that four Iditarod dogs were illegally drugged, we need to work together to make sure this cannot happen again.

Allen and Aliy are willing to work together with any and all parties concerned to resolve this issue for the benefit of the Iditarod, Dallas Seavey, Race Sponsors, Volunteers, all the concerned fans, sled dog lovers around the world and every one of us at SP Kennel."
========
Ich fand dies als Link auf Sebastian Schnuelle's Facebook Seite. Er schrieb dazu: "This about sums it up."
("Dies sagt so ziemlich alles...")

Peter

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