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   2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Moderator: admin)
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   Autor  Beitrag: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:  (Gelesen: 8626 mal)
 Peter_Kamper
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2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
( Datum: Februar 3rd, 2009 um 2:33:46am)
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Es ist wohl wieder mal Zeit, das Trail Blog zu eroeffnen.
Ich weiss nicht mehr genau, ob es das 5. oder 6. Mal ist, dass ich den Trail als 'YQ-Reporter... oder Videographer, oder Website Personal angehe. Ich weiss noch nicht einmal, was mein Titel wirklich ist.
Ganz am Anfang schrieb ich stuendliche 'Updates' fuer die 'live' Webseite des YQ. Es hat mich immer amuesiert, dass ein Deutscher diese ersten englischen Updates schrieb.
Dann kam das Photo-Projekt, fuer das sich nach dem ersten Jahr gluecklicher Weise Carsten finden liess. Ihn griff ich damals vor dem Rennstart auf und heuerte ihn .... ohne Bezahlung. Was er ueber die Jahre geleistet hat ist erstaunlich.
Das Video-Project an dem ich nun fuer 4 Jahre arbeite, litt immer wieder darunter, dass eine einzelne Person keinen vernuenftigen Film vom Rennen machen kann waehrend man entlang des Trails jeden Tag 'Clips' schneidet und fuer die Webseite hochlaed. Es ist einfach - zumindest fuer mich - unmoeglich. Auch war es schwierig, gute Partner fuer solch ein Projekt zu finden. Immerhin werden wir nicht wirklich bezahlt. Auch Carsten steckte sein eigenes Geld Jahr fuer Jahr ins YQ Photo-Projekt.
Dieses Jahr nahm ich die Sache ernsthaft in die Hand und sprach mit dem 'Department of Journalism' an der Universitaet Alaska. Der Professor - so stellte sich heraus - hatte schon fuer's Iditarod gefilmt. Er war sehr interessiert und gab mir seine besten 4 Studenten, die ich nun dieses Jahr fuer die Uni fuehren soll. Drei davon werden mit mir an der Startlinie des Rennens stehen.
Das Ziel der ganzen Sache ist ein Film ueber das Yukon Quest 2009, der von der Universitaet geschnitten werden sollte, und damit die erste Filmproduktion des YQ werden wuerde.
Ich werde dieses Team  entlang des YQ Trails bis Dawson fuehren und hoffentlich Zeit haben, ein bischen an diesem Blog zu arbeiten.
Verzeiht Schreibfehler, wenn ich zu ungewohnten Stunden hier etwas einsetze. Ich stehle mir selbst die Zeit um zu schreiben. Satzstellungen werden wahrscheinlich eher schlecht aussehen, zu viele Kommas sind mein Stil und manchmal werde ich einfach auf 'Senden' druecken um mir ein paar Stunden noetigen Schlaf irgendwo in einer Ecke zu finden.
Abgesehen davon werden manche Beitraege unnoetig 'abgehackt' aussehen. Dies liegt dann wiederum daran, dass dieses Forum nur Beitraege bis zu einer gewissen Groesse annimmt. Dann muss ich, .... wenn ich grade an meinen Schalfsack denke und den 'Sende-Knopf' gedrueckt habe, Teile des Berichtes loeschen, speichern und in einen neuen Eintrag umspeichern.
Habt Geduld mit mir, seht meine Berichte nicht zu eng, zitiert mich nicht zu oft und vor allem:
Habt einfach Spass beim Lesen...

Nun aber los..... :
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Letzte Änderung: Peter_Kamper - Februar 3rd, 2009 um 4:53:20am
 Peter_Kamper
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Re: 2009 - The YQ Film Crew
(Antworten #1 Datum: Februar 3rd, 2009 um 4:30:28am)
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Eigendlich bin ich den YQ-Trail immer alleine angegangen.
Dieses Jahr werde ich drei junge Studenten mit mir haben. Keiner von ihnen ist ein Musher oder hat jemals viel ueber Mushing gehoehrt. Das macht die Sache natuerlich interessant.
Die Crew macht mir trotzdem Hoffnung. Immerhin scheinen ihnen Namen, Programme und Einstellungen fuer Videokameras so leicht ueber die Zunge zu kommen wie mir gewisse Mushingausdruecke.
Das Team ist zwischen 20 und 22 Jahre alt:
Nathan (Nate):
Der ist der 'furchtlose Fuehrer' der Gruppe und spaeter fuer den Schnitt verantwortlich. Er redet meist so, als haette er viel Kaffee getrunken, aber das ist wohl gut so, obwohl er so aussieht als koennte recht wuetend werden.
Ich kenne den psychischen Stress entlang des Trails, und mache mir jetzt schon Sorgen drum.

Jose:
Er kommt aus Mexico und ist anscheinend der beste Videographer der Truppe. Er sieht so aus, als mag er 'Siestas' und ist recht gemuetlich. Gleichzeitig verbreitet er allerdings eine bewundernswerte Ruhe, die er mit einem fast ewigem Laecheln traegt. Es ist gut moeglich, dass seine Laune spaeter das Team zusammenhalten wird.

Cricket : Ich hatte um zumindest einen guten Motorschlittenfahrer fuer Video entlang des Trails gebeten. 'Cricket' ist eine 21-jaehrige Dame, die ungefaehr 48 kg wiegt. Ich bezeifele, dass sie einen Motorschlitten aus einer Schneewehe ziehen kann, aber sie kam schon gleich beim ersten Treffen mit GPS-Koordinaten von ihren eigenen Fahrten ueber Rosebud, Boulder und Eagle Summit entlang des Quest Trails an. Anscheinend ist sie recht erfahren.
Ihr 'boyfriend' kam zum Meeting. Als ich arglos meinte:" Da du ja recht gut aussiehst und ein Maedchen bist, sollte es uns leicht fallen erfahrene Motorschlittenfahrer in den Checkpoints zu finden, die mit dir rausfahren."
Wenn seine Blicke haetten toeten koennten, waere ich mit meinen 50 Jahren auf der Stelle eines schnellen aber schmerzhaften Todes gestorben.
Trotzdem habe ich Recht. Was konnte mir besseres passieren als eine gutaussehende Motorschlittenfahrerin in unserem Video Team zu haben ?
Die Infiltration der jeweils lokalen Motorschlittenfahrer ist fuer unrasierte 'white boys' nicht leicht und ich denke eben praktisch. Cricket grinste nur, waehrend der Professor meinte: "Du bist mir fuer die Sicherheit der Studenten verantwortlich." Klar bin ich das, aber ich denke auch praktisch. Keiner kennt den Trail besser als die Einwohner der jeweiligen Gegend.

Eine Dame namens Tessa war bis heute ebenfalls ein Teil des Teams. Als ich allerdings meinte, dass wir uns teilweise trennen werden und sie vielleicht auch mal mit einem Doghandler oder Rennrichtern alleine entlang des Trails fahren muesste, wollte sie dies nicht.
"Wieviel weisst DU eigendlich ueber's Quest ?", fragte sie mich.
Ich zaehlte meine Erfahrungen auf. "Ah", meinte sie. "Aber ich muss doch wohl nicht mit fremden Leuten im Auto fahren." Ich stutzte: "Das sind alles Leute, denen du vertrauen kannst." Nein, sowas ging ihrer Meinung nach nicht.
Ich versuchte noch, ihr einen Platz in Slaven's Cabin am Yukon mit einer Gruppe des Alaska National Park Service zu besorgen, damit sie dort mit den Rangern fuer 5 Tage bleiben koennte um alles um diesen Dogdrop herum zu filmen.
Teufel, ..... andere Leute... einschliesslich ich, wuerden sich darum reissen: "5 Tage in einer Huette ? Also zwei Tage ginge."
Hust: Tessa hat unser Team leider fruehzeitig verlassen.  
Der Rest der Gruppe erscheint allerdings recht solide,... zumindest im Warmem am Besprechungstisch.

Entgegen zu anderen YQ-Rennen, auf denen ich immer 'irgendwo' schlief, 'irgendwie' weiter kam und nur fuer mich selbst verantwortlich war, habe ich nun 3 Welpen an der Leine.
Obwohl es wahr ist meine ich es nicht negativ, aber es aendert natuerlich meine gesamte und hoechst einfache Rucksack-Logistik. Vielleicht kann ich der Gruppe etwas beibringen, und sowas macht Spass.
Ich bin wirklich mal gespannt, was aus diesem Projekt wird und nehme die Verantwortung, die ich ploetzlich trage sicherlich nicht leicht.
Da die Gruppe einen Grossteil des Filmens uebernehmen will, habe ich vielleicht Zeit, mehr zu schreiben.
Sie wissen, dass sie Film-Clips fuer die YQ-website entlang des Trails schneiden muessen, aber die altbewaehrte YQ-Trail-Regel wird wahrscheinlich auch dieses Jahr nicht gebrochen werden: "Plane sorgsam fuer 6 Monate. Lasse nichts unbedacht. Schreibe alle Plaene sorgsam auf .... und schmeisse sie am 2. Tag des Rennens weg. Es kommt eh nichts so, wie du es geplant hast.....".

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 Peter_Kamper
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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #2 Datum: Februar 3rd, 2009 um 4:42:16am)
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Am Samstag, dem 31 Januar war wieder einmal der Fooddrop faellig. Dies ist der Tag, an dem Musher all das Hundefutter und die Ausruestung, die sie spaeter in Checkpoints aufgreifen werden in gut gekennzeichneten Saecken ans Yukon Quest uebergeben.
Es ist auch das erste Mal, dass sich die ersten Leute der 'Yukon Quest Family' wieder einmal treffen. Die 'Yukon Quest Family' so wie wir es scherzhaft nennen, sind die Leute, die jedes Jahr als Rennrichter, Tieraerzte, Helfer und Reporter den langen 1000Meilen Trek entlang der Checkpoints angehen.
Es macht Spass, die altbekannten Gesichter zu sehen, Plaene zu schmieden und ueber alte Erlebnisse zu lachen. Die erste optimistische Spannung macht sich breit und die ersten Vermutungen ueber den Rennverlauf werden angestellt.
Unser Racemarshal Dough Grilliot knurrt, als er hoehrt wieviele Kamerateams auf dem Trail sein werden. "Na, das kann ja was werden. Erinnerst du dich noch an das japanische Team, das uns auf Eagle Summit fast erfrohren ist?  Ich hab fuer sowas keine Zeit. Ehrlich."
Ich bringe ihm sanft bei, dass ich selbst ein Kamerateam fuer's Rennen fuehre." - "Ja, aber du weisst dich zu benehmen und filmst fuer's YQ. Das ist was anderes."
Wir kennen uns lange, und oft mache ich waehrend des Rennens einen grossen Bogen um ihn wenn er unter dem fuer's Rennen typischem Schlafmangel leidet. Er ist ein wirklich netter Mensch bis irgendjemand die Musher stoert fuer die er verantwortlich ist.

Matthias ist der Reporter des Fairbanks Daily News Miner. Er muss pro Tag drei Geschichten ueber das Rennen schreiben. Ich beneide ihn nicht.
"Wenn du irgendwas hoehrst oder Ideen hast, sagst du mir wieder Bescheid, ja ?" Ich hatte ihm letztes Jahr mit einem Buschfluzeug von Scroggie Creek aus erster Hand die Nachricht zugebracht, dass Lance Mackey sich fuer 3 Stunden auf Solomon's Dome verfahren hatte. "Klar doch", meinte ich. "Du mir aber auch....".- "Ehrensache...".
Wir alle lieben die Geruechte, die entlang des Trails entstehen. Der alte Witz: "Also mir ist langweilig, wie waer's mit einem Geruecht, hat jemand Ideen..?",wird oft entlang des Trails erwaehnt, gilt aber fuer ihn nicht.
Er muss seine gesamte Arbeit verifizieren, bevor er schreibt.
Dies ist entlang des Trails schwierig und bedarf Disziplin.
Dan Ross, der zweimal pro Tag ein Live-Update fuer den Fairbanks Radio Sender KUAC vom Rennen macht, schuettelt mir die Hand. "Du bist wieder dabei ?". Wir reden ein bischen und dann will er mich gleich interviewen. "Ok, aber nur wenn ich deine Interviews auf dem Trail filmen darf, meine ich." Nicht nur kommen mir aus unerfindlichen Gruenden selten gute Fragen in den Sinn wenn ich vor einem Reporter stehe, aber auch ist es schwierig zu filmen und gleichzeitig Fragen zu stellen. Reporter waehrend ihrer eigenen Arbeit zu filmen macht da mehr Sinn. 'Kein Problem, Peter." - Wir reden fuer ein paar Minuten ueber Kamerateams entlang des Trails."
Dan wird 'live' vom Trail um 7:50 Uhr und 12:50 Uhr per Telephon berichten. Dies ist ziemlich hart, da das Rennen keine Tag-oder Nachtzeit kennt. Man schlaeft wenn man kann.
Ich habe ihn schon mal gesehen wie er nach nur 2 Stunden Schlaf innerhalb von 1 1/2 Tagen aus seinem Schlafsack in einer Ecke des Checkpoints kroch, stoehnend zum Telephonhoehrer griff, sich die Augen rieb und seine Notitzen zurechtlegte um dann mit hellwacher Stimme fuer 5 Minuten fliessend zu reden. Als er fertig war, kroch er wieder in seinen Schlafsack und war 2 Minuten spaeter am schnarchen. Ein Profi....
Ich rede ein bischen mit David Dalton, der eigendlich immer etwas schwierig zu interviewen ist, aber schon 18 Yukon Quest Rennen fuhr.Er ist einer der Musher, die fuchsteufelswild werden koennen, wenn man seinen Hunden zu nahe kommt. Vor dem Rennen gibt er sich allerdings gelassen. Wir reden ueber Martin Buser und Jon Little, die erfahrenen Iditarod Musher, die dieses Jahr am YQ teilnehmen. Jon Little wird wohl vom letzten Mal gelernt haben (David Dalton half ihm und musste ihn in 2007 Eagle Summit hochschleppen), aber Martin Buser wird wahrscheinlich seine Hunde vor Eagle Summit zu hart antreiben, meint der Musher. 'Ich stehe nach Central und vor Eagle Summit immer ein bischen auf der Bremse, damit die Hunde dort am Steilhang frisch ankommen."
Spaeter am Abend wuerde ich per Telephon mit Sebastian Schnuelle reden, der eine andere Theorie ueber den viermaligen Iditarodgewinner erzaehlte: "Es kommt auf's Wetter an. Martin hat Probleme mit wirklich kaltem Wetter. Ich bin Teilstrecken des Iditarod mit ihm gerannt. Wenn es wirklich kalt wird (45 C), wird er Probleme haben. Ansonsten sehe ich Eagle Summit als kein besonderes Problem fuer ihn an."  .... und so scheiden sich schon jetzt die Geister..., und die ersten Meinungen bilden sich.....
 

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Re: 2009 - Der lange Weg nach Whitehorse:
(Antworten #3 Datum: Februar 3rd, 2009 um 7:48:43am)
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Dieses Wochenende findet das Junior Yukon Quest statt.
Ich leite den mit einer 8-stuendigen Zwangsrast belegten Checkpoint Twin Bears fuer die Musher unter 18 und werde ihn am Freitag eroeffnen.
Allerdings werden am Samstag in Whitehorse und Fairbanks alle zum Quest antretenden Hunde des Rennens von Tieraerzten untersucht und 'gechipped' werden. 'Chipping' heisst, dass die Hunde einen kleinen Chip unter's Fell injiziert bekommen um spaeter entlang des Trails mit einem Scanner identifiziert werden zu koennen.
'Meine' Video Crew wird dort sein, sich hoffentlich mit den Tieraerzten unterhalten.... und filmen.
Ich werde draussen in Twin Bears mit den neuen Junior-Mushern helfen, von denen ich nach Jahren als Twin Bears Checkpoint Manager schon einige in spaeteren Rennen im 1000 Meilen Yukon Quest am Dogdrop Mile 101 wieder getroffen habe.
Dieses Jahr wird es Becca Moore sein, die schon als Jugendliche in Twin Bears eintraf und nun den 'langen' Trail angeht des Quest angeht.
Eigendlich haette ich 'mein' Video Team den Tieraerzten und Mushern am Samstag lieber selbst vorgestellt, aber das Junior Yukon Quest geht vor. Ich hoffe, dass Tania Simpson, die alaskanische Direktorin des Rennens, ein bischen helfen wird um dem Team den Eintritt in die grosse 'Yukon Quest Familie' sowie die ersten Reportagen etwas erleichtert.
Dem Team fehlt vieles an Erfahrung mit Mushern, und sie werden dieses Wissen schnell aufhohlen muessen um sich auf dem Trail zu bewaehren. Allerdings verstand sich Nathan schon waehrend des 'Food Drop' gut mit den alten Hasen unter den Reportern.
Ich hoffe, dass meine junge Crew sich mit den Journalisten befreundet, die das Rennen seit Jahren begleiten. Immerhin studieren die Studenten 'Journalismus' und reden nun mit erfahrenen Trail Reportern. Ich hoffe darauf, dass diese ein paar vaeterliche Gefuehle zeigen.
Da meine Gruppe einen Film schiesst, waehrend die alten Hasen 'live' berichten, hoffe ich auf eine Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Reportern bei der ich mich im Hintergrund halten kann.
(Alte chinesische Schrift/ Die Kunst des Krieges: "Manche Kriege werden gewonnen indem man sich hinsetzt und eine Tasse Tee trinkt.") :


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Re: 2009 - Der lange Weg nach Whitehorse II :
(Antworten #4 Datum: Februar 3rd, 2009 um 7:50:41am)
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Auf jeden Fall werde ich mit der Gruppe am 10.Februar hier in Fairbanks in einen Yukon Quest-Bus steigen, der uns dann nach Whitehorse bringt. Wir werden fuer fast 13 Stunden in diesem Bus sitzen, bevor wir abends an einem nettem Hotel nahe der Startlinie des Rennens abgesetzt werden.
Danach werden wir 4 (!) Tage in diesem Hotel verbringen bevor das Rennen beginnt. VIER TAGE.... !!
Unser weibliches Teammitglied 'Cricket' wird hoechstwahrscheinlich ein Hotelzimmer mit einer Tieraerztin teilen. Dies ist natuerlich brilliant fuer uns alle, da sie damit sicherlich leichter Interviews mit Tieraerzten organisieren kann.
Wir drei Jungs werden uns aus Kostengruenden zwei Doppelbetten in einem Zimmer teilen. Hm...
Ich freute mich sicherlich nicht auf vier Tage in Whitehorse, aber die Goetter sind mir mir diese Woche hold:
Als ich mit Sebastian Schnuelle telephonierte und ihm erklaerte wie ungerne ich meine Zeit in einem kleinem, ueberfuelltem Hotelzimmer mit 22jaehrigen Jungen verbringe, meint er in seiner typischen Art: "Eh, ...., mein Platz liegt direkt auf dem Weg nach Whitehorse,... nur ungefaehr 50 km vor der Stadt. Wieso laesst du dich da nicht einfach rausschmeissen und du verbringst die Nacht bei mir im Schlafsack ? Ich muss am naechsten Tag eh in die Stadt fahren. Dann fahre ich dich nach Whitehorse. Wayne Hall ist auch hier."  
Wayne Hall ist eine Trapper/Musher, die das YQ angehen wieder Mal angeht. Er lebt in Eagle und ich bewundere ihn mehr als einige andere Musher. Seine Trapper-Hunde werden das Rennen definitiv beenden. Allerdings ist dies nicht der wirkliche Grund, wieso ich ihn bewundere. Darueber mehr spaeter....
Ein kleines Teufelchen sitzt auf meiner Schulter und redet mir ein, dass ich die Crew alleine nach Whitehorse fahren lassen kann. Es ist ja nur eine Nacht. Dann werde ich mir allerdings wieder meiner ungewohnten und neuen Verantwortung bewusst. Ich habe nun mal die Crew mit mir. Die Rede des Professors kommt mir in den Sinn: "Du bist fuer die Studenten verantwortlich.
Drei Welpen an der langen Leine. Ich habe selbst zwei Kinder. Ich kann die Crew am ersten Tag nicht alleine lassen. Meine Antwort ist das Echo meiner Gedanken:
"Ich kann die Film-Crew nicht alleine lassen. Ich wuerde drei Studenten mitbringen...".
"Na, dann muesst ihr eben auf dem Boden schlafen, aber das ist doch kein Problem, oder ?"
Je nach Temperatur kann der Boden einer Huette recht kalt werden. Ein etwas verschmitztes Laecheln gleitet ueber mein Gesicht und ich denke nach....:
Hmmmm, ...es waere nicht uebel zu sehen wie die Crew sich vor dem Rennen unter solchen Bedingungen benimmt bevor es Ernst wird. Die 'Schnuelle-Huetten' sind warm und in gutem Zustand, aber ich bezweifele, dass mein Team viel nordische Huettenerfahrung hat.  
Falls Wayne und Sebastian sich interviewen lassen wuerden, waere dies ebenfalls ein unverhoffter Mushing-Kurs fuer die Crew. Auch waere es gut sie mal aus dem Schlafsack rauszuschmeissen um ohne Dusche einer Fuetterung zuzugucken. Ich lache bei dem Gedanken...
"Es sind nur 500 Meter von der Hauptstrasse bis zu meinem Haus. Ich stelle da oben meinen Truck an die Hauptstrasse und lass den Schluessel stecken. Ihr koennt dann mit eurem Gepaeck reinfahren", fuegt Sebastian hinzu.
Im hohen Norden sind Angebote wie 'ich lass den Schluessel stecken' eher normal. Ich denke ueber das Angebot nach und zoegere nicht lange.
Eine Nacht in einem Hotel in Whitehorse oder ein Besuch bei zwei Yukon Quest Mushern und ihre Teams 4 Tage vor dem Rennen ? Die Wahl faellt leicht.
Ich werde gerne zuhoehren, waehrend Sebastian und vielleicht sogar Wayne die Fragen meiner so jungen Crew auf die eine oder andere Art und Weise beantworten. Beide sind professionelle Musher.
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Als ich danach Nathan anrufe um Computer-Programme und 'Video-Uploads' entlang des Trails zu diskutieren, erklaere ich ihm am Schluss, dass wir wahrscheinlich 50 km vor Whitehorse den Bus verlassen werden anstatt in ein gemuetliches Stadt-Hotel zu fahren. Er zoegert fuer den Bruchteil einer Sekunde und meint dann zoegernd: "Ja, ok..?"
Das Fragezeichen in seiner Antwort zeigt erneut, dass die Mitglieder des Teams nicht an Ueberraschungen gewoehnt sind.
Sebastian Schnuelle's Einladung war das Beste, was der Crew passieren konnte. Jetzt muss ich nur noch den Bus dazu bringen irgendwo an der langen Strasse nach Whitehorse im Dunkeln anzuhalten und uns rauszulassen und unser Gepaeck aus dem Stauraum zu zerren. Falls dies klappt, wird uns das sicherlich nicht zu einem der besten Freunde des Busfahrers machen.
Fuer die Studenten wird allerdings spaetestens hier das Abenteuer beginnen....
Hoffen wir, dass man uns bei Sebastian rauslaesst, denn ansonsten werde ich nur ueber die im Winter eher kurze Speisekarte des Hotels in Whitehorse berichten koennen.
Wir werden sehen....
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Vielleicht wird ein weiterer Bericht vor der Abfahrt folgen, aber es gibt vieles zu tuen.
Bis demnaechst,
Peter

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Letzte Änderung: Peter_Kamper - Februar 3rd, 2009 um 8:36:05am
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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #5 Datum: Februar 3rd, 2009 um 3:03:42pm)
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Hallo Peter,

es dauert noch ein paar Tage, bis das Quest startet, und dennoch sitze ich schon jetzt gebannt und fasziniert vor dem PC, um hier in Deinem Blog zu lesen. Bei Deiner Schreibweise hat man das Gefühl, hautnah dabei zu sein. So geht es mir jedenfalls und ich denke, da bin ich nicht alleine. Du solltest ein Buch schreiben über all Deine Erlebnisse!
Ich glaube, Deinen "Jungs an der langen Leine" wird erst viel später aufgehen, welch immenses Glück sie mit der Einladung von Sab haben, auch wenn sie sich zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht keine Nacht im Schlafsack auf dem Fußboden und ohne Dusche vorstellen können. Das geht alles, und wie das geht! Ich kann ein wenig mitreden, hab vor einigen Jahren bei Sab mal eine zweiwöchige Huskytour mit Wildnisübernachtungen gemacht (Übernachtung im Schlafsack mitten auf dem zugefrorenen See, während die anderen es vorzogen, wenigstens ein Zelt über dem Kopf zu haben und vom Yukon-Ofen gewärmt werden wollten...). Es war das Erlebnis meines Lebens!

Ich bin schon höchst gespannt, was wir demnächst hier im Blog von Dir und Deinen Erlebnissen mit Deiner Crew zu lesen bekommen.
Mach Dir mal wegen Schreibfehler und so keine Gedanken. Du weißt doch: Wir sind harmlos und überlesen das einfach!
Meine Nächte werden ab dem 14. auch wieder ziemlich kurz werden (ne, nicht weil ich auf dem Boden schlafen muss oder auf Schreibfehlersuche bin....

Viele Grüße
und schon mal vorab ein großer Dank für Deine ganzen Mühen, uns "Quest-Verrückten" hier in diesem Forum mit den neuesten Nachrichten, Gerüchten, Ergebnissen usw. zu versorgen.

Inge

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 Habicht
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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #6 Datum: Februar 3rd, 2009 um 3:48:39pm)
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Hallo Peter,

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.
Deine Vorstellung deiner jungen Crew hat mich stark an Beschreibungen von Mushern über ihr Hundeteam erinnert
Ich glaube deine "Puppies" wissen gar nicht was für ein Glück sie haben. Mit so einem erfahrenen YQ- Berichterstatter das YQ begleiten zu dürfen! Und ich denke sie sind bei dir in den besten Händen und der Professor braucht sich wirklich keine Sorgen zu machen. Wenngleich ich auch deine Sorgen verstehen kann, das du alle nach 2 Wochen wieder wohlbehalten abgeben kannst.
Ich werde, genau wie viele andere hier auch nach jedem Bericht von dir lechzen und hoffe für dich, dass du trotzdem die eine oder andere Mütze Schlaf erhälst. (Auch unsere Nächte werden in der Zeit wieder recht kurz sein, gell Inge!)
Also bestell deinen Puppies, das viele Menschen hier in Deutschland sie wirklich sehr beneiden.
Und auch viele Grüße an Sab und ein gutes Rennen für ihn und sien Team. Ich drücke ihm wie immer besonders die Daumen

Habt eine schöne Zeit, da oben im hohen Norden
Liebe Grüße aus dem Münsterland
Renate

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Liebe Grüße
Renate


Was uns mit Hunden verbindet, ist die Tatsache, dass sie nichts an uns auszusetzen haben.
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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #7 Datum: Februar 3rd, 2009 um 7:08:10pm)
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Hallo Peter

So jetzt melde ich mich auch einmal.
Kann mich meinen Vorredner nur anschliessen. Ich finde auch, dass die 3 ein grossen Glück haben mal hautnah dabei zu sein. Und wenn sie schon Journalisten werden wollen, werden sie vielleicht mal später härtere Bedinungen erleben als auf dem Fussboden zu übernachten. Das Ganze ist sicher auch eine Erfahrung mehr die sie mit auf dem Weg nehmen (natürlich nicht nur auf dem Fussboden übernachten  ).
Ich freue mich auf jedenfall auch schon auf die tollen Berichte und möchte mich auch für all die tollen Beitrage, Berichte, Bilder bedanken. Ob mit Schreibfehler oder nicht egal - hauptsache (und dank dir) bekommen wir hier auch was mit.

Ich wünsche dir jetzt schon viel Spass und Glück mit deiner jungen Crew.
Corinne

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 Nordmann
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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #8 Datum: Februar 3rd, 2009 um 7:17:17pm)
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Hallo Y.Q. Freunde
Peter, deine Junghündchen wissen bestimmt nicht was sie da für ein Angebot bekommen haben?! Aber lass Ihnen die Zeit in die ganze Sache reinzuschnuppern und ich denke nach der Nacht bei Sab werden sie solch  ein Angebot in Zukunft zu schätzen wissen.Dann ist ja dieses Jahr richtig was los am Trail und auf dem Trail?! Carsten mit dem NDR, Du mit deinen drei Studenten und Ich werde Dir auch ab und zu auf die Pelle rücken um das ein oder andere Gerücht oder vieleicht sogar mal die Wahrheit zu erfahren.Freue mich auf Euch und wenn alle Flieger pünktlch sind dann treffe ich am 10.02.09 mitten in der Nacht in Whitehorse ein. Zeit genug bis zum Start noch das ein oder andere Bierchen  mit Dir zu schlürfen und über Gerüchte zu diskutieren?!
Gruss Sui

Viva Colonia

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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #9 Datum: Februar 3rd, 2009 um 9:31:02pm)
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Hallo Peter und alle YQ Freunde,

da hast Du uns wieder einen schönen Bericht geliefert und alle in den Bann gezogen. Also so richtig beneiden kann ich dich um die Verantwortung des dir auferlegten Teams nicht. Hoffentlich geht dies alles gut und deine Nerven werden nicht zu sehr strapaziert und das wichtigste, das du noch genug Zeit und Muse für unsere Forumgemeinde findest. Bei Sab werden sie ja gleich richtig eingestimmt. Ich wünsche Dir und deinem jungen Team alles Gute auf dem Trail, das das Wetter immer annehmbar ist und gute Bilder in den Kasten oder auf den Chip kommen.
Die Zeit bis zum Start wird nur langsam vergehen und dann wenn es soweit ist, ist es wieder viel zu schnell vorbei. Alles gute für Dich.

Gruß

Christian

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 Peter_Kamper
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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #10 Datum: Februar 4th, 2009 um 1:35:17pm)
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Vielen Dank fuer die Kommentare.
Natuerlich gibt es mir mehr Antrieb zum Schreiben. Erinnert ihr euch aber an das eher tolle Mile 101 Blog, das im entscheidendem Augenblick ausfiel weil wir den Satelitten nicht in die Schuessel kriegten ? (Kein Internet in 101 )
Naja, hoffen wir, dass es diesmal anders kommt.
Ach so, .... habe ich erwaehnt, dass ich nur schreiben kann wenn ich Zeit habe ?
==========================
Das Telephon hat heute fasst den ganzen Tag lang geklingelt, aber vieles davon hatte mit dem Junior Quest zu tuen, das kommendes Wochenende stattfinden wird. Ich will damit keinen Langweilen, aber ich habe in dieser Hinsicht noch einiges zu tuen.

Nach einer langen Nacht am Computer bringe ich meinen Sohn Lukas morgens um 8 Uhr zum Schulbus und gehe nochmal schlafen. Das Telephon klingelt und Carsten Thies' tiefe Stimme klingt mir ins Gehoehr: "Bist du wach ?"
Natuerlich bin ich wach, ansonsten haette ich den Anruf nicht beantworten koennen. (Hust... )
Wir vereinbahren, uns gegen 16 Uhr zu treffen nachdem ich meinen Sohn von Schulbus abhohle.
Ich setze mich mit einem Kaffee an meinen Computer und lese die Bemerkungen durch, die Leser hier im Forum hinterlassen haben. Fast jeder raet dazu, bei Sebastian anzuhalten und ich stimme zu.
Wie stoppt man einen Reisebus auf einer Landstrasse in den Yukon Territories im Dunkeln an Sebastian Schnuelle's Einfahrt ? Hmmm....
Ich gucke durch die an meine Wand geklebten Zettel und finde Tania Simpson's (Race Director) Handy Nummer. Sie ist fuer die Busfahrt verantwortlich. Ich erreiche nur ihren Anrufbeantworter:
"Hi Tania, gibt es eine Moeglichkeit uns 60 km vor Whitehorse abzusetzen ?"
Sie ruft mich kurze Zeit spaeter zurueck: "Ich habe eine E-Mail an die Bus Company geschickt. Muessen wir von der eigendlichen Strecke abweichen ?"
Ich rufe Sebastian an: "Gilt das Angebot der Uebernachtung noch ?" - Ja ,klar !"
"Muss der Bus von der eigendlichen Route abweichen ?"
'Was ? Lass den bloss nicht in meine Einfahrt reinfahren." Er klingt eher schockiert.
Ich lache und habe ein Bild vor mir in dem der Yukon Quest Bus samt Race Marshal und Tieraerzten fuer 24 Stunden in Sebastian Schnuelle's Einfahrt stecken bleibt.
"Nein, nein... , wir lassen uns an der Strasse absetzen."
Tja, jetzt muessen wir nur den genauen Platz finden, an dem seine Einfahrt liegt. Das wird im Dunkeln interessant werden.

Carsten kommt bei mir um genau 16:00 Uhr die Einfahrt heruntergelaufen. Ich setzte alle meine Uhren gleich und mag  Puenktlichkeit. In Hinsicht auf Puenktlichkeit schlaegt er mich allerdings immer noch.
Ueber ein paar Tassen Kaffee diskutieren wir den langen Trail, fachsimpeln ueber Musher und wundern uns ein bischen ueber die Webseite des Rennens auf der keine Neuigkeiten erscheinen sowie die politische Seite des Yukon Quest.
Mein Herz haengt am Rennen, und auch das seinige. Wir haben beide mehr politische Spiele der Direktoren des Rennens miterlebt als uns gut tut.
Wir verabschieden uns spaeter mit den kurzen Worten, die Maenner austauschen wenn sie sich ohne viele Worte verstehen. Alles war gesagt worden.
Wir werden uns in Whitehorse sehen.....

Ich denke nach. "Meine Welpen..."
Zuerst hatte ich diesen Kommentar scherzend geschrieben.
Ueber die naechsten 24 Stunden wurde mir dann erst meine wirkliche Verantwortung bewusst.
Wie jeder Welpe werden auch die meinigen unter der richtigen Handhabung wachsen und mit falscher Fuehrung verkuemmern. Letztes waere fuer mich als Vater ein erschreckender Gedanke.
Ich werde mich zurueck halten muessen waehrend sie ihre scharfen Zaehne an mir ausprobieren.
Ploetzlich wird mir klar, dass dies weit mehr ein Test fuer mich als fuer die Studenten werden koennte.
Ich lache.
Vielleicht wollten es die Goetter so....

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 Peter_Kamper
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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #11 Datum: Februar 4th, 2009 um 3:11:52pm)
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Am Abend bekomme ich eine E-Mail von Eric Cosmutto, der im Augenblick an unserem Dogdrop Mile 101 arbeitet:
"Hi Boss,
da oben ist alles klar. Ich habe nochmals eine Ladung Feuerholz entlang der Strasse geschlagen und der Trail zwischen Rosebud und Eagle Summit ist ok."
Es wird mir ploetzlich klar, dass ich zwischen meinen 'Welpen an der Leine' (Video), Twin Bears fuer's Junior Quest und Dog Drop Mile 101 einen viel zu grossen Bissen im Maul habe. Ich bin ploetzlich ein bischen unsicher.
'Worauf habe ich mich eingelassen ?'
Nachdem ich die E-Mail lese rufe ich Eric an.
Das Telephon klingelt und er nimmt ab. Eine Stimme sagt:
"Iditarod Headquarters. Mit wem wollen sie verbunden werden ?"
Natuerlich kann Eric auf seinem Handy sehen, wer anruft.
Ich habe keine intelligente Antwort auf seinen Witz, schwoere mir allerdings meine gerechte Rache spaeter zu nehmen.
"Wie sieht's in Mile 101 aus?", frage ich.
"Hey, Boss..., ach du bist es." Der verdammte alte Hase zeigt sich unschuldig:
"Der Trail ist ok und wir sollten fast genug Holz haben um alle Huetten waehrend des Quest zu beheizen."- "Echt ?", frage ich.
".... falls Temperaturen nicht auf -40 C sinken werden," fuegt er hinzu.
Ich weiss, dass Mike Bowman eine Woche vor dem ersten Musher Mile 101 'eroeffnen' wird und mehr Holz schlagen kann.
Wir lassen Scherze beiseite und reden ueber Tatsachen:
"Ich hatte letztes Wochenende ein Rudel von zumindest 12 Woelfen um die Mile 101 Huetten. Du kannst nicht glauben, wie toll sich das Geheul angehoehrt hat," meint Eric.
Ich runzelte die Stirn: "Was machen die denn da oben ohne Baum und Strauch ?" - "Den Trail, den ich fuer's YQ gesetzt habe wird im Augenblick von den Karibous benutzt.
Wir haben mehrere kleine Karibou-Herden in den Bergen um 101. Die Woelfe sind ihnen gefolgt und sind am jagen. Den Spuren nach ist es ein recht starkes Wolfsrudel."
Ich beneide ihn ein bischen, aber mit all der Arbeit, die er entlang des Trails leistet, hat er sich seine Erlebisse verdient.
Natuerlich folgen die Rudel den Karibous um die schwaechsten Tiere der Herden zu verzehren. Es ist die natuerlichste Sache der Welt. 'Homo sapiens' hat es fuer Jahrtausende genauso gemacht.

Ich erklaere Eric, dass ich auch kommendes Wochenende NICHT nach 'Mile 101' kommen kann um ihm zu helfen, da ich den 'Twin Bears Checkpoint' fuer das Junior Quest leite.
"Alles ist in guter Hand," versichert er mir.
Er wird allerdings nochmals den Trail zwischen Eagle Summit und Rosebud Summit abfahren.
Waehrend ich schreibe, muss ich lachen.
Als ich in 1995 zum ersten Mal 'Dogdrop-Manager' war, hatte ich einen kleinen Datsun, der es ueber 160 km kaum durch den neugefallenen Schnee bis nach Mile 101 schaffte.
Meine damalige Partnerin und ich stapften mit unserer 5-jaehrigen Tochter auf meinen Schultern ueber 100 Meter durch den typischen Wind der Gegend zur Huette, die damals 'Mile 101' war. Gluecklicher Weise hatte jemand Feuerholz hinterlassen...
Heute habe ich Maenner wie Eric Cosmutto, Mike Bowman, Kevin Abnett und Brad Brooks an meiner Seite.
Sie sind nach all den Jahren Veteranen des Rennens die den Dogdrop sicherlich ohne mich handhaben koennen.....

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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #12 Datum: Februar 4th, 2009 um 9:43:52pm)
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Hallo Peter,

So, jetzt hab ich mal Zeit gefunden Deine Berichte zu lesen, so langsam steigt die Spannung und Aufregung noch 1 ½ Wochen ....

Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und mich für Deine Aufopfernde Arbeit für "uns" bedanken.

Ich wünsche Dir recht viel Spaß beim YQ, freue mich über weitere Berichte und den ein oder anderen Clip.
Und immer schön die "Welpen" im Auge behalten....


Gruß
Dieter

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Gruß Dieter

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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #13 Datum: Februar 5th, 2009 um 8:49:58am)
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Hallo Peter,

möchte Dir einen kleinen Tipp geben, wie Du die Abfahrt zu Sab findest. Bin da schon lang gefahren, habe aber leider vergessen, die Koordinaten auf meinem GPS Gerät zu speichern.
Meine aber bei Google Earth die richtige Abfahrt erkannt zu haben und dort folgende Koordinaten abgegriffen:

60° 50’ 29,06’’ N   und 135° 52’ 56,58’’ W

Da „Deine“ Studentin Cricket sich offensichtlich mit dem GPS auskennt, dürfte dies kein Problem sein. Nehme auch an, dass sie auf ihrem GPS die Top-Karten von YQ Teil geladen hat. Vielleicht kann ja noch mal einer hier im Forum die Koordinaten bestätigen.
Aber ich nehme doch an, dass Sab seinen Truck erkennbar abstellt.

Ich wünsche Dir und selbstverständlich auch unserem Nordmann alles Gute auf dem Trail.
Wir freuen uns alle schon auf Eure spannenden Reportagen.
Bleibt gesund und viel Spaß wünscht Euch

  Christian

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Re: 2009 - A Yukon Quest Trail Blog:
(Antworten #14 Datum: Februar 6th, 2009 um 7:30:47am)
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Hi Peter,
Was ist eigentlich der Grund, warum auf der offiziellen YQ Seite die Temperaturen aus Fairbanks und Skagway angezeigt werden? Anstelle von Skagway gehoert doch wohl Whitehorse dahin!!??
Scheinen sich wohl nicht so richtig lieb zu haben, die Organisatoren aus Alaska und Whitehorse...
Vielleicht weisst du ja etwas genaueres.

Gruss, Bon

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