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   Grüße aus "Neuwolfsland"
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   Autor  Beitrag: Grüße aus "Neuwolfsland"  (Gelesen: 728 mal)
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Das sind keine Hundehaare, das ist Husky Glitter !
     

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Grüße aus "Neuwolfsland"
( Datum: Oktober 28th, 2022 um 12:31:41pm)
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Wölfe spielen in der Natur Alaskas und des Yukon seit jeher eine bedeutende Rolle.

Seit Ende der '90er / Anf. der 2000er Jahre breiten sie sich von Nord-/Mitteldeutschland her auch immer mehr in D aus.

DIE WÖLFE





bilden also die Klammer zwischen D & Alaska/Yukon für diesen Post.

Die Schwäbische Alb war bisher nur "Wolfserwartungsland", aber mittlerweile mehren sich die Anzeichen, daß in der Region Nordschwarzwald/Westalb mindesten 2 Einzelwölfe sich als "Residents" dauerhaft aufhalten.

Ein Rudel gibt es bisher nicht.
Der Rüde, der mehrfach in unserer Gemeinde gesichtet wurde, konnte durch eine genetische Kotuntersuchung geburtsmäßig einem Rudel in der Lbg. Heide zugeordnet werden.

Ich versichere, ich habe ihn nicht von dort mitgebracht !    

Ganz in der Nähe unseres Campingplatzes/Ferienappartements ist auch das (berühmt-berüchtigte) "Rodewaldrudel" beheimatet.
Der Anführer wurde als "Schadwolf" eingestuft und ausnahmsweise zum Abschuß freigegeben.
1 1/2 Jahre hat man dies erfolglos versucht, jetzt ist wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt.
Das Rudel ist noch vorsichtiger geworden und die betroffenen Weidetierhalter haben gelernt, ihre Tiere besser zu schützen.

Ich persönlich kann beide Seiten verstehen.
Zum einen finde ich, daß Wölfe faszinierende, elegante & sehr soziale Wildtiere sind.
Aber ich habe auch über 10 Jahre 1-2 x im Jahr eine gekoppelte Herde (250 Schafe / 50 Ziegen) betreut und war immer froh, wenn ich sie morgens unversehrt vorfand.

Ich will auf beide Punkte im Folgenden gesondert eingehen.

Zur Einstimmung des Schäferteils hier nun der Link zu einem Video, das eine uns befreundete Schäferin bei der Arbeit zeigt und wie unser ital. Gastronomfreund von ihrer Arbeit profitiert.

https://youtu.be/2-q4I7H9ySs

Wird mit einem Schafs- & Wolfsteil fortgesetzt !


Swabian Snowdog

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Letzte Änderung: Snowdog - Oktober 29th, 2022 um 1:15:04am
 Snowdog
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Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #1 Datum: Oktober 28th, 2022 um 2:30:04pm)
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Was Wölfe für Weidetierhalter bedeuten !

Auf jeden Fall eine durchaus ernst zu nehmende Bedrohung & einen immensen Mehraufwand bei Arbeit und Kosten.

Das fängt schon beim Koppelbau an, egal ob nur Nachtkoppel oder längerfristige Großkoppel.
Es ist wahnsinnig aufwändig, einen Zaun "wolfssicher" aufzustellen.
Bei jeder noch so kleinen Bodenwelle muss er dem Boden folgen, bzw. daran befestigt werden.
Wer je einen 1,5 - 2 oder mehr km langen Zaun gebaut hat, weiß wovon ich rede.

Aber ein Zaun, egal ob mit Elektro oder egal wie hoch, hält die cleveren Wölfe auf Dauer nicht draussen.

Da helfen dann meist nur noch Herdenschutzhunde.
Bevor ich die aber vorstelle, kommen erstmal die Schafe dran, die diese beschützen sollen.

In unserer Region gibt es noch 3-4 Wanderschäfer (s. Link) und eine Menge kleiner, mittlerer und großer Herden auf Großkoppeln.
Deren Zäune können oft 1-3 km lang sein.
Beherbergen tun sie weitgehend 3 Schafrassen :

Das Merino-Schaf
 

Das dt. Bergschaf - eine gefährdete alte Haustierrasse
 

Das Texelschaf - ein Schaf von der gleichnamigen holländischen Insel
 

Vereinzelt finden sich auch Herdwick-Schafe
 

Die Vermarktung der Wolle der Schafe spielt nur noch eine untergeodnete Rolle.
Es gibt nur noch wenige lokale/regionale Abnehmer, die sie zu Jacken, Westen & Accessoires verarbeiten.
Die Haupteinnahmequellen für die Schäfer sind Gelder aus dem Naturschutzprogramm und der Fleischverkauf.

Spätestens hier sollte sich der interessierte Verbraucher fragen, ob er ein etwas billigeres Lammfleisch aus Neuseeland mit einem riesigen CO²-Abdruck kauft, oder ob er einen dt. Schäfer unterstützen möchte.

Denn das alles macht sie nicht reich und die Kosten für ein Rudel Herdenschutzhunde sind trotz staatlicher Unterstützung sehr hoch.
Denn es sind große Hund mit entsprechendem Appetit und als ausgebildete Hunde auch sehr teuer in der Anschaffung !

Es finden sich überwiegend 3 Herdenschutzhundrassen auf süddt. Koppeln :

Der Maremmen-Abruzzen-Hund
 


Der Pyrenäenberghund
 

Der Kuvasz Hund
 

Hier 4 Schutzhunde bei der Arbeit in einer Koppel


Diese Anweisungen sollte jeder Passant einer bewachten Koppel im eigenen Interesse beachten


Dieses Schild zeigt aber auch ein Dilemma auf, das die Schäfer selbst betrifft.

Herdenschutzhunde und Hütehunde vertragen sich nicht !
Die Maßnahmen der Hütehunde werden von den Schutzhunden als "Angriffe" gewertet und sie reagieren entsprechend aggressiv & abwehrend darauf.

Das heißt, die Schäfer müssen zwei strikt getrennte Hunderudel halten & versorgen.

Die meistgebrauchten Hütehunde auf der Alb sind die altdeutschen Hütehundrassen Gelbbacke und Strobel.

Die Gelbbacke
 

Der Strobel
 

Diese Trennung macht die Arbeit mit den zwei Rudeln sehr arbeitsintensiv und zeitraubend.
Dabei gibt es mit den Herdenschutzhunden nicht mal eine 100%tige Erfolgsgarantie !

Mittlerweile haben einige der cleveren Wolfsrudel herausgefunden, wie man die Herdenschutzhunde austricksen kann :
Man schickt auf der einen Seite der Koppel einige Youngsters zu einem Scheinangriff vor, die Schutzhunde versammeln sich zu Abwehr, ...... und auf der Rückseite gehen die Chefjäger rein und machen Beute.
Sie ignorieren auch den Stromschlag, denn sie wissen, danach gibt's was Leckeres und Weiches.

Damit wären wir jetzt auch beim nächsten Kapitel, den Wölfen.


Im nächsten Post geht's weiter !
Swabian Snowdog
       

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Letzte Änderung: Snowdog - November 1st, 2022 um 8:35:45am
 Snowdog
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Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #2 Datum: Oktober 28th, 2022 um 7:48:46pm)
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Das Faszinosum WOLF !


Wölfe faszinieren mich !

Ihr Gang, ihre Eleganz & Leichtigkeit, ihr soziales "Familienleben", ihre Cleverness & Effizienz ........... einfach Klasse !

Ich fürchte mich nicht vor Wölfen !

Ich habe in Alaska draussen bei meinen Hunden im Schlafsack gelegen und ein Rudel Wölfe in ~100 m Entfernung heulen hören.

Da war null Besorgnis, nur Bewunderung für das selten so nah hörbare Ereignis.

Auch bei dem berüchtigten "Rodewaldrudel" in der Lbg. Heide haben wir uns wenig  Sorgen gemacht.
Nur einmal waren Spice & Jennis bei einem späten Walkie vor dem Ort in ihrem Verhalten sehr auffällig :
Sehr aufmerksam nach allen Seiten sichernd und deutlich reduziert in ihrer Aktivität.

Spice hatte da wohl noch sehr viel von den ursprünlichen Instinkten in sich und fühlte sich als Eindringling in einem fremden (Wolfs-)Revier.

Spice




Er war einer von wenigen Hunden, der den swingenden, leichten Wolfsgang und -trab perfekt beherrschte.

Auch seine Pfoten waren so ausgebildet, daß man   k e i n e n   Unterschied zu einer Wolfsspur feststellen konnte.

Hier eine kleine Hilfe zur Unterscheidung von Hunde- & Wolfsspuren :
 

Wie ich Anfangs sagte, ist die Alb "Wolfserwartungsland".
Sie könnte aber in Zukunft mit ihren offenen Flächen und lichten Mischwäldern eine wichtige Schlüsselposition für die europäische Wolfspopulation einnehmen.
Denn hier könnten sich zum ersten mal Exemplare der norddeutschen Rudel (auf Zuzug aus dem Osten basierend) mit Wölfen aus den ital./schweirerisch/französischen  Linien aus Südeuropa kreuzen.
Dies wäre ein riesiger Gewinn zur genetischen Gesunderhaltung der europäischen Wölfe.

Ich freue mich darauf, mit dem ersten Schnee auf Spurensuche zu gehen.

Fazit :
Wölfe und Menschen können eine Koexistenz führen !

Eine panische "Rotkäppchenangst" ist völlig unangebracht !

Es ist wie mit Heinz' Bären, gegenseitiger Respekt, etwas Achtsamkeit und eine gewisse gedankliche Vorbereitung können unangenehme Situationen von vorne herein verhindern.


Grüße
Swabian Snowdog

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Letzte Änderung: Snowdog - Oktober 30th, 2022 um 6:54:39pm
 alaskadeutscher93
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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #3 Datum: Oktober 30th, 2022 um 5:44:19pm)
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Moin,

an dieser Stelle möchte ich dem Snowdog/Jürgen ganz herzlich für seinen offenen Berichten Sachen Wölfe in der BRD danken. Auch bei uns in Ostfriesland sind des öfteren jetzt Wölfe, aber immer nur auf der Durchreise. Ich habe auch keine Angst vor ihnen.In den 90-zigern hatte ich ein ähnliches Erlebnis in Alaska wie Snowdog. Ich muss sagen das
eine Elchkuh mit Caves immer gefährlicher ist, als ei Wolf, wenn man direkt auf sie trifft. Aber selbst dann ist der sog. Bärenmarder/Vielfrass wesentlich gefährlicher.
Wenn ich in Zukunft etwas zum Thema Wolf in Ostfriesland. sehe oder höre, gebe ich das sofort ans Forum weiter. Bis dahin...
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 Habicht
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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #4 Datum: Oktober 31st, 2022 um 11:09:29am)
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Vielen Dank @Snowdog für deinen seeeehr informativen Bericht  

Mir geht es da ähnlich wie dir.
Zunächst habe ich mich einfach nur gefreut, dass diese wunderbaren Tiere wieder zurück in Deutschland sind, aber ich kann mittlerweile auch die Nutztierhalter sehr gut verstehen.
Auch bei uns hat es schon den ein oder anderen Wolfsriss von bisher nur durchwandernden Einzelwölfen gegeben.

Es gibt da ja wirklich keine 100% Sicherheit, egal welche Massnahmen ergriffen werden, die klugen Wölfe finden einen Weg.
Was mich manchmal erschreckt ist, das sie manchmal richtige Massaker anrichten, ohne das Fleisch anschließend zu fressen  

Und was mich auch erschreckt ist wie schnell sich die Wölfe vermehren, ich denke auf Dauer kommen wir nicht drum herum da einzugreifen. Unser Land verfügt halt nicht über so viel unbewohnte, unbewirtschaftete Flächen wie in den nordischen Ländern.

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Liebe Grüße
Renate


Was uns mit Hunden verbindet, ist die Tatsache, dass sie nichts an uns auszusetzen haben.
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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #5 Datum: Oktober 31st, 2022 um 12:49:39pm)
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am Oktober 31st, 2022 um 11:09:29am schrieb Habicht :
Was mich manchmal erschreckt ist, das sie manchmal richtige Massaker anrichten, ohne das Fleisch anschließend zu fressen  
Zitierten Beitrag lesen

Hallo Habicht,

dafür gibt es eine ganz natürliche Erklärung !

Der Wolf ist ein Beutegreifer/-jäger und reagiert reflexhaft auf sich bewegende/flüchtende Beutetiere.

In der Natur siehst du solche Massaker nicht. Wölfe sind sehr auf Effizienz und Kräftesparen bedacht. Sie jagen und schlagen nur das, was sie im Moment brauchen.

Dringt/dringen jetzt ein Wolf/mehrere Wölfe in eine (sehr) dicht besetzte Koppel ein, geraten die Schafe in Panik und rennen kopflos umher ohne wirklich weg zu können. Das wiederum triggert den Jagdinstinkt der Wölfe und sie schlagen zu, bis sich nichts mehr bewegt oder sie erschöpft sind.

Ist die angegriffene Koppel aber sehr groß, so daß sich die Schafe ausser Sicht der Wölfe retten können, finden diese Massaker dort eher selten statt und es bleibt meist bei 1-2 erbeuteten Schafen/Ziegen.
Aber auch das ist ja schon schlimm genug.

Aber wir kennen diesen Effekt auch, wenn ein Fuchs in ein Hühnergatter eindringt und dort alle umbringt.

Inwiefern es zu einer Überpopulation von Wölfen kommt, mag ich nicht beurteilen.
Wir sind es einfach nicht mehr gewohnt, so (relativ) dicht mit einem großen Beutegreifer zusammen zu leben.
Länder wie Italien, Ungarn oder Spanien haben da ein anderes Verhältnis, dort war der Wolf nie weg.

Aber dort sind die Weidetierhalter in der Wolfsabwehr einfach auch routinierter.

Wenn man sich in der dt. Jagdszene umsieht, gibt es dort Vorgaben zum Abschuß von Reh- & Rotwild zum Schutze des Waldes. Stichwort = Verbiss v. Jungbäumen.

Diese Quote wird Jahr für Jahr  n i c h t  erreicht !
Es gibt Untersuchungen, daß der Wald in Wolfsgebieten deutlich gesünder ist, als anderswo.
Zitat : "Der Wolf ist des Försters Freund !".

Das mit der Gesundheit trifft auch auf die Beutetiere dort zu > Es überleben nur die Fittesten, da Wölfe sich bevorzugt kranke oder schwache Tiere als Beute aussuchen.

Fazit:
Futter wäre mit Reh-, Rot- & Schwarzwild also genügend vorhanden.

In Fachkreisen gibt es durchaus Befürchtungen, daß, wenn regulierend in den Wolfsbestand eingegriffen wird, es letztendlich zu einen Teufelskreis kommt.
Mehr Abschüsse = mehr Nachkommen als Ausgleich.

Übrigens : Der Wolf besitzt EU-weit die höchste Schutzstufe.


Grüße
Swabian Snowdog


P.S.  in eigener Sache
Ich versuche, die Situation so objektiv zu bewerten, wie es mir Aufgrund von Erfahrungen, Fakten & Berichten möglich ist.

Was ich hier auf jeden Fall nicht möchte, ist eine ausufernde Diskussion (Kampfschriften) von "Wolfsstreichlern" vs. "Wolfshassern".

Ich hoffe, es halten sich alle daran !
Danke !

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Letzte Änderung: Snowdog - November 1st, 2022 um 8:46:36am
 BeateR
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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #6 Datum: Oktober 31st, 2022 um 5:33:19pm)
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Gerade kam im Radio die Meldung, dass Bayern jetzt einige Gebiete auf Almen ausgewiesen hat, in denen die Besitzer Regressansprüche haben, wenn Weidetiere angegriffen wurden. Und das auch, wenn der Grundbesitzer keine Vorkehrungen zur Sicherung der Tiere und zur Wolfabwehr getroffen hat, weil diese Vorkehrungen angeblich nicht ökomomisch machbar sind.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/woelfe-in-bayern-viele-alpen-und-almen-nicht-zu-schuetzen,TLr251k

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 Milaq
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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #7 Datum: Oktober 31st, 2022 um 9:35:56pm)
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hi
interessant...sehr sogar.
Ich meld mich spaeter,. mein Computer spinnt

milaq

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Re: Grüße aus
(Antworten #8 Datum: November 1st, 2022 um 12:08:05am)
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Neueste Nachrichten :

Heute Abend teilten die SWR TV-Nachrichten mit, daß ~8 km von uns entfernt ein Wolf in eine Foto-Falle getappt ist.

Sie werden häufiger und kommen näher, die Burschen !


Grüße
Swabian Snowdog


P. S.
Bei den Schafen & Herdenschutzhunden gab es oben noch ein paar Updates !

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Letzte Änderung: Snowdog - November 1st, 2022 um 3:18:55am
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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #9 Datum: November 1st, 2022 um 9:06:40am)
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am Oktober 31st, 2022 um 5:33:19pm schrieb BeateR :
Gerade kam im Radio die Meldung, dass Bayern jetzt einige Gebiete auf Almen ausgewiesen hat, in denen die Besitzer Regressansprüche haben, wenn Weidetiere angegriffen wurden. Und das auch, wenn der Grundbesitzer keine Vorkehrungen zur Sicherung der Tiere und zur Wolfabwehr getroffen hat, weil diese Vorkehrungen angeblich nicht ökomomisch machbar sind.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/woelfe-in-bayern-viele-alpen-und-almen-nicht-zu-schuetzen,TLr251k
Zitierten Beitrag lesen

Hallo Beate,

danke für den Post !
Ja, das offene Almensystem ist ein echter Problembereich.

In der Schweiz wurden hier schon viele Erfahrungen gesammelt.

Gerade Herdenschutzhunde sorgen in diesem Gelände für eine z. T. gefährliche Situation. Wander- & Gebirgspfade führen offen durch das Weidegelände.
Die Herdenschutzhunde bewerten selbst, was sie als zu große Nähe oder Angriff werten. Zumal viele Wanderer/Touristen sich nicht an die veröffentlichen Verhaltenshinweise halten (s. Schildfoto Schutzhunde oben).

Das hat schon zu einigen unliebsamen Ereignissen geführt und ist natürlich schlecht für's Tourismusgeschäft.

Im Herdenschutz geht eben nichts einfach & schnell !


Grüße
Swabian Snowdog

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Re: Grüße aus
(Antworten #10 Datum: November 2nd, 2022 um 9:45:07am)
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am November 1st, 2022 um 12:08:05am schrieb Snowdog :
Heute Abend teilten die SWR TV-Nachrichten mit, daß ~8 km von uns entfernt ein Wolf in eine Foto-Falle getappt ist.
Zitierten Beitrag lesen


Nach dieser Meldung rumort es in der Lokalpolitiker-Szene.
Viele haben was  mitzuteilen.

Für mich erstaunlich :
Die sonst so liberale & freiheitsliebende FDP argumentiert sofort für scharfe Regelungen contra Wolf, während sich die konservative CDU für eher 'abwarten' & beobachten ausspricht.

Ich bin froh, daß ich z. Zt. keine Verantwortung für Schafe mehr übernehmen muß.


Grüße
Swabian Snowdog

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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #11 Datum: November 4th, 2022 um 2:34:02am)
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hi....1...

das wird schwierig.
Den Hinweis von snowdog , dass sich jetzt bitte nicht
"Wolfshasser und Wolfsliebhaber" zanken sollen [ meine uebersetzten Worte   find ich gut....und schon sortiere ich meine Worte...die ansonsten gekommen werden.

Ich will mit einer kleinen persoenlichen Story anfangen.
Wir haben hier  1 grosses und 2 kleinere Wolfsrudel in unserm Backcountry, manchmal sind sie da, manchmal woanders...aberhier sind sie irgendwie immer.
D.H. auch hier oben an meinem Dog Gehege.
Man begruesst sich...die schlauen Woelfe haben schnell mitbekommen, dass ein Zaun drum herum ist.
Sie gucken manchmal nur....man kennt sich inzwischen.
Von uns aus geht es in die Wildnis.
Zig Trail haben unterschiedliche Leute angelegt, zum hiken, Sleddogteams fahren,Snomobiler..usw.
Es ist viel Platz Berge von uns zum Yukon River hoch..

Wir fuhren mit 2 Teams ruhig vor uns her, da blieb plotzlich das 1.Team verduzt stehen.
Ein riesiger schwarzer Wolf [die kommen von 40 mnile River] stand vor den Bueschen am Wegrand. Wir standen auch circa 10 m entfernt.
Dieser wunderschoene Wolf "tanzte " langsam von rechts nach links ueber den Trail ..sah uns an , und bliebt dort stehen - beobachtete uns.
What nu ?
das 1.Team fuhr langsam an, unsre Dogs hatten den
Focus  geradeaus, ich mit meinem Team hinterher.
Es passierte nichts.
Dann sahen wir  Spuren von Woelfen [ueber  12  ]
in den frauffolgenden Wochen haeufiger.
Dann waren Spuren oben am Berg in der Naehe unseres Geheges.
Alles wurde ueberprueft.

Seitdem "treffen" wir uns haeufiger , ein Scout [Wolf] kommt ,manchmal vorbei.

Wir leben miteinander/nebeneinander.....geht gleich weiter

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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #12 Datum: November 4th, 2022 um 2:41:04am)
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...2,,,
Nach dem1.Treffen auf den Trail ,
Wir hoeren oft Nachts die Woelfe heulen,sie singen.
Unsre Groelis sind ganz still...kein Laut .


Luft Linie ein paar wenige Miles weiter lebt ein Musherpaar.
Circa 40 Dogs /vielleicht mehr , ich weiss es nicht genau.
Sorgfaeltig an Ketten befestigt sitzen ihre Sleddogs da rum.

Eines Nachts war Gelaerme  draussen,  Der Mann schaute raus, sah aber nichts, man vermutete einen Elch.
Das kommt hier oft vor, es ist keine Gefahr.
Es war dann auch schnell Ruhe.
Am naechsten Morgen fanden sie eine leere Kette, bzw. ein paar kleine Dogreste hingen da noch.
Das war natuerlich furchtbar, und schlug hier grosse Wellen.
Ist hier hinten schon haeufiger auch bei anderen passiert.

Es boten sich Trapper an, die Fallen ringsrum um die Dogs legten. [furchtbar diese Herangehensweise
Diese   Ketten, die zuschnappen.  Es hat schon viel Aerger deswegen gegeben.

Dort tauchten die Woelfe nun jedenfalls nicht mehr auf, dafuer bei Anderen.

.................

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Letzte Änderung: Milaq - November 4th, 2022 um 7:51:42am
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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #13 Datum: November 4th, 2022 um 2:43:19am)
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Hi Milaq,

schön, daß du auch von euren Begegnungen mit Wölfen berichtest.

So kommt noch etwas mehr Alaska-Feeling in den Thread.

Freue mich auf die nächsten Teile !


Grüße
Swabian Snowdog

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Re: Grüße aus "Neuwolfsland"
(Antworten #14 Datum: November 4th, 2022 um 2:56:14am)
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...3...

Was klappte bei uns und bei den Anderen nicht ?

Schon frueh haben wir  haben einen grossen Zaun ringsrum gezogen.
Es ist ein grosses Dog Grundstueck, das hinten bergab runter geht [ ich meine damit, dass wir nicht sehen,ob
"da hinten" Gefahr besteht.
Aber , das war es uns wert, dass wir viel Geld fuer den Zaun ausgaben.
Es ist hier nie etwas passiert, obwohl [und da komm ich wieder auf den schwarzen Wolf - und sein grosses Rudel zurueck ] sie durchaus mit viel Gebuddel vielleicht sogar `ne Chance des Einbrechens gehabt haetten. [vielleicht]
Der  Dog  ,von dem ich vorher schrieb, hatte keine Chance.Er hing an der Kette ,konnte nicht weg
Kein Zaun, keine  Absicherung...es war leicht fuer den Wolf.

Mein boeser Kommentar war....
Merkt Ihr was ? ......"Ihr lebt hier nicht in New York,Ihr lebt in der  Wildnis.
Es nuetzt nichts.

Die Woelfe  - so lernte ich auch an anderen Beispielen, bei anderen Leuten  - sie sind zwar sehr intelligent, und entwickeln Plaene, um etwas zu erreichen.....gehen aber genauso gern viel Arbeit aus dem Weg.
Und buddeln ist Arbeit .

Wir treffen sie nach etlichen Jahren immer noch, sie verbrachten eine Nacht in unsrer Naehe, die wir im Zelt unterwegs verbrachten, auf einem laengeren Trip mit den Dog Teams.

Wir rannten um die Wette am naechsten Morgen aus lauter Spass, wir kamen uns nicht zu nahe.

Es gibt Moeglichkeiten, will ich damit andeuten.
Vielleicht nicht immer, aber es ist ein Versuch wert.
Die eigenen Tiere durch Zaeune beschuetzen, das waere der 1.Schritt fuer mich anstatt
Entweder  Die oder Wir.

Es hat 3 Jahre gedauert , bis das unsre Dogs in das naechtliche Wolfs Heulen einfielen.
Wir haben sie oft monatelang nicht gesehen,gehoert , und ploetzlich hoerten wir sie Nachts[ die Groehlis fielen ein.
Wir  trafen  dann auf den Trails  an den Bueschen 1-2-3  vom Rudel ,wir fuhren dran vorbei .
Man kannte sich.
Man nennt dies  in der Tier Verhaltensforschung, wenn es um Woelfe oder Dingos geht ,
"befreundetes Rudel "
Und so kam mir hier das Verhalten zwischen den Grohlies und dem Wolfsrudel vor.


Soweit erstmal.

Morgen weiter

Milaq

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Letzte Änderung: Milaq - November 4th, 2022 um 8:09:59am
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