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   Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtungen
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   Autor  Beitrag: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtungen  (Gelesen: 2141 mal)
 MalamuteLady
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Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtungen
( Datum: Februar 4th, 2022 um 1:19:41pm)
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@ all

Ich möchte die Idee von Husky_Heinz aufgreifen und dem Thema der Gegenüberstellung von Neuzüchtungen von Rennhunden vs. den traditionellen Rassen einen eigenen Rahmen geben.

Dazu möchte ich meinen großen Beitrag in der Willow-Race-Abteilung zu deren Entlastung dort rausziehen und hier einstellen.

Eventl. Diskussionen können dann hier geführt werden.


Grüßle
MalamuteLady

am Februar 2nd, 2022 um 6:35:12pm schrieb MalamuteLady :
Moin alaskadeutscher93,

ich hab' gehört, du magst die norddeutsche Anrede.

Snowdog sagte mir, daß du gern Späßle machst. Ich nehme an die Frage an Husky_Heinz gehört sicher auch dazu.

Bevor ich mich entschloß im Forum selbst zu posten, kannte ich schon seit langem Husky_Heinz' fantastische Bärenfoto- und Canoe-Reportagen. Unter anderem ausgerüstet von Peter Kamper.

Aber zurück zu den Hunden:
Ich muß Heinz in seiner Einschätzung absolut recht geben.
Auf den schönen Fotos v. Willow Race blitzt bei nur wenigen Hunden der ein oder andere Husky noch durch, aber sie sind halt typische Vertreter der neuesten Langstrecken-Rennhunde.

Auch Snowdog und ich sind mit sozusagen Alaskian Huskies oder "Mischhuskies" unsere Langstreckentouren gefahren.

Die sahen aber noch nach belastbaren Schlittenhunden aus und mussten nicht mit Mäntelchen und komplett "gebootiet" zum Start gebracht werden.

Unter der Rubrik Test / Test mit Husky siehst du mehrere Fotos unseres norweg. Husky SPICE.

Spice 2006
Wolfsgroß, bärenstark und trotzdem pfeilschnell. Und alles ohne Mäntelchen und permanente Booties & Gaiters (Gamaschen).

Lt. einer DNA-Analyse hatte er Erbgut vom Sib. Husky, Malamute, Wolfsspitz, Dhoki (Tibetdogge), Korea Jindo Dog (korean. Akita) und Greyhound (wg. der Schnelligkeit).

Du kommst halt aus einer ganz anderen Schlittenhundesozialisation, den Sprintrennen, da sahen die Hunde eben schon früh etwas anders aus.

Ich wollte nur sagen, es gibt eben nicht   d e n   Alaskian Husky !
Auch hier ist die Bandbreite von "huskyähnlich" bis "sieht aus wie ein
hundsgewöhnlicher Mischling" einfach sehr groß.

Und da gibt es ja auch noch Rob Cooke u.a. Musher, die nach wie vor mit "echten" Sib. Husky-Gespannen bei den Rennen starten.
Ich hoffe, sie bleiben uns noch lange erhalten.
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Letzte Änderung: MalamuteLady - Februar 4th, 2022 um 1:21:44pm
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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #1 Datum: Februar 4th, 2022 um 8:05:27pm)
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Gute Idee, ich bin dabei
[aber leider erst zum WE [Arbeit ruft]

Milaq

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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #2 Datum: Februar 5th, 2022 um 8:26:59pm)
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Hallo zusammen,
Ich möchte voraussetzen, daß ich hier lediglich meine Meinung zu den Schlittenhunden schreibe.

Dabei möchte ich niemanden beleidigen oder sonst wie zu Nahe treten. Es ist einfach mein persönliches Anliegen.

Ich beziehe mich hier bei meiner Meinung auf die Bilder vom Start beim Willow 200 / 2022.
Die Bilder sind gut.............!
Ich muss ganz ehrlich sagen, alle Hunde (bis auf zwei oder drei), die ich auf den Bildern gesehen habe, entsprechen nicht meiner Vorstellung eines Schlittenhundes. Für mich sind das "Mischlinge", wenn ich es mal so schreiben darf.
Hunde die nur noch auf Schnelligkeit und Ausdauer gezüchtet werden, während Kältefestigkeit, generelle Robustheit, vor allem in der Fell- und Pfotenqualität zunehmend in den Hintergrund rücken.
Ich finde Sibirien Husky, Malamute und Grönlandhunde, aber auch Samojeden, das sind die alten Schlittenhund-Rassen, die seit seit 1000enden Jahren gezüchtet werden und für mich typische Schlittenhunde sind.

Wir Menschen suchen in unserem Inneren stetig das GEN, immer besser, schneller und kräftiger zu werden. Wir Menschen wollen über die Natur hinaus wachsen.

Nur ein Beispiel: Um 1880 haben die Rinderzüchter festgelegt, das die Büffel in der Prärie den Rindern weichen müssen. Die Büffel wurden dann einfach fast ausgerottet.
Die ansässigen indigenen Völker haben Tausende Jahre von und mit den Büffeln gelebt. Der Boden wurde nicht zertrampelt und die Grasnarben zertreten. Die Rinder haben es fertig gebracht, daß die grüne Prärie immer mehr zur Wüste wurde. Weil durch die Rinderhufe die Grasnarbe zertreten wurde und das Präriegras nicht mehr richtig wachsen konnte.
Nach 100 Jahren hat man dann festgestellt, daß der Bison viel besser für die Prärie geeignet, das Fleisch des Bison viel fettarmer und auch der Gesundheitszustand des Bison viel stabiler ist als der von Rindern.
Also werden jetzt wieder viel mehr Bisons gezüchtet und der Trend geht immer mehr zur Bison- als zur Rinderzucht. Nur mal so als Info.

Kommen wir jetzt zurück zu den Schlittenhunden:
Der Alaskan Malamute ist eine der ältesten arktischen Hunderassen und war bis ins 19. Jahrhundert auch die einzige Hunderasse im nordwestlichen Teil der Arktis. Seit über 2000 Jahren ziehen in dieser Region diese Hunde die Güter und Schlitten der Menschen .

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Alaskan Malamute im Schlittenhundesport populär. Hier wurde dann angefangen, den Malamute "schneller" zu machen. Es wurden Hunde in die seit Jahrtausende reine Malamutezucht der Inuits eingekreuzt um die Hunde schneller zu machen. Sie wurden zu dieser Zeit vermehrt mit anderen Rassen gekreutzt.

Ab 1926 begann man wieder mit der Reinzucht dieser Rasse. Sie ist nach dem Inuitstamm der Malemuten benannt.
Der Alaskan Malamute hat ein wetterfestes doppeltes Fell, wobei das weiche, fettige Unterfell 3–5 cm lang werden kann, das dichte Deckhaar jedoch relativ kurz ist. Der Malamute hat – anders als der Siberian Husky – braune bis schwarze Augen.
Malamutes sind die stärksten und größten aller Schlittenhunde.
Im Gegensatz zum Husky, der besonders auf Geschwindigkeit ausgerichtet ist, wurde der Malamute mehr für das Ziehen schwerer Lasten gezüchtet.

Dies gilt auch für den Siberian Husky und den Grönlandhund.
Beim Grönlandhund wurde beschlossen, daß auf Grönland nur diese Hunde leben und gezüchtet werden dürfen. Diese Hunde sind durch die Jahrtausende auf das freie laufen in der Wildnis geschult und sie registrieren selbst, wenn die Eisschicht auf einem zugefrorenen See nicht stabil genug ist und suchen von sich aus einen sicheren Weg.
Vielen der Neuzüchtungen ist diese Eigenschaft abhanden gekommen.
Das sind für mich die "richtigen Schlittenhunde", auch wenn sie langsamer als die "Alaskan Huskies" sind. Ich habe mal nachgeschaut und habe festgestellt das die Alten Rassen keine "Booties" tragen mussten und auch keine "Mäntelchen", damit der Hund nicht friert oder sich erkältet.
Das brauchen/brauchten die "Alten Rassen" nicht, die haben ein ganz anderes Fell, das viel besser für die Temperaturen geeignet ist und auch die Pfoten sind nicht so empfindlich und deutlich stabiler.

So !
Das sollte erstmal eine "Grundlage" zu einem Austauch zu diesem Thema sein.
Gespannt warte ich jetzt auf eure Meinung dazu.
Ich betone nochmal, dies ist keine Verurteilung der Entwicklung, aber meine ganz persönliche Meinung dazu.

Gruß Husky_Heinz

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Husky_Heinz
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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #3 Datum: Februar 5th, 2022 um 9:22:14pm)
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Super Husky_Heinz

Ich werde dazu noch schreiben, wenn dies YQ hier  aus aus dem Two River Gebiet  raus ist.

Du hast voellig recht, die alten Rassen wie Alaskan  Malamute und Groenlaender tragen weder Booties, noch Maental...bei den Siberien hab ich sie haeufiger gesehen.....aber das ist eine andere story.
Wenn wir mit den Teams mehrere Tage unterwegs waren/sind.....wir haben immer ein wenig Stroh dabei,
just fuer den harten Notfall /Nie gebraucht.
Normal ist, die dogs rollen sich ueber Nacht total ein,Nase-Kopf in die Bauchgegend gesteckt,Hinterbeine drueber und lassen sich so einschneien.
Wenn ich die Hand da rein stecke ist es total warm.
Stehen sie auf , stehen wir immer noch staunend vor einem  Snow geschmolzenen Loch, in dem man sogar ein wenig Gras sehen kann.[nach circa 37 Jahren]
Wir hatten nie,niemals Probleme, und wir achten sehr sorgfaeltig darueber.


u.a. ist es leider auch ein Race Problem, weil die Veranstalter darauf bestehen.
Vor ein paar Jahren hat sich mit viel Ueberredungskunst , und Wahrheiten a.d.Tisch bringen , ein can.Musher hier beim YQ durchsetzen koennen.
Der Kompromiss war, dass er aber jede Menge Booties und einige Maentelchen im Sled haben musste.
Just fuer den Ernstfall.

Damit kann man leben, wenn`s denn sein muss.

liebe gruesse

Milaq
...................
Nachtrag

MalamuteLady

Schon das Photo von Spice sagt hierzu genug aus.
Er hat seine rechte Phote entspannt ueber das Stake out  Stahlseil gelegt.
Das ist normalerweise  sehr kalt.
Also muessen seine Pfoten Ballen sehr kraeftig sein.

Kein Wunder . dass heute wieder einige  Musher in Norwegen/Schweden Groehlis  mal reinzuechten, um bessere Pfoten/Fell wieder zu bekommen.

Milaq

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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #4 Datum: Februar 6th, 2022 um 11:42:59am)
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Hallo zusammen,
wenn man sich die Bilder vom Yukon Quest Rennen anschaut sieht man das jeder Husky Booties trägt. Viele tragen sogar "lange Strümpfe" oder Garmaschen. Nur wenige Teams laufen nur mit Booties ohne "Mantel" und ohne diese Gamaschen.
Mir gefällt das Team von Rob Cooke Nr. 6 sehr gut.
Auf einem Bild kann man das "Dicke" Fell der Huskys sehr gut sehen. Das Fell ist sehr lang, im vergleich zu den Teams deren Huskys dunkles Fell "braun / schwarz" haben. Deren Fell ist viel kürzer und auch nicht so dick. 

Ist meine Meinung...........

 

Gruß Husky_Heinz

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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #5 Datum: Februar 6th, 2022 um 12:33:50pm)
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@ Husky_Heinz

da hast du ganz recht.

Insgesamt schöne Bilder, aber selbst ohne Bildunterschriften, man sieht sofort, welche Bilder von Rob's Team sind. Eben Dogs aus dem:

Shaytaan Siberian Huskies Sled Dog Team !

Grüßle
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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #6 Datum: Februar 6th, 2022 um 1:04:14pm)
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am Februar 5th, 2022 um 9:22:14pm schrieb Milaq :
#...... u.a. ist es leider auch ein Race Problem, weil die Veranstalter darauf bestehen.
Vor ein paar Jahren hat sich mit viel Ueberredungskunst , und Wahrheiten a.d.Tisch bringen , ein can.Musher hier beim YQ durchsetzen koennen.
Der Kompromiss war, dass er aber jede Menge Booties und einige Maentelchen im Sled haben musste.
Just fuer den Ernstfall.
...................

##  Schon das Photo von Spice sagt hierzu genug aus.
Er hat seine rechte Phote entspannt ueber das Stake out  Stahlseil gelegt.
Das ist normalerweise  sehr kalt.
Also muessen seine Pfoten Ballen sehr kraeftig sein.

Kein Wunder . dass heute wieder einige  Musher in Norwegen/Schweden Groehlis  mal reinzuechten, um bessere Pfoten/Fell wieder zu bekommen.
Zitierten Beitrag lesen

Hallo Milaq,

# die Tatsache, daß eine Ausnahme gemacht wurde, stimmt so.
Aber es war kein can. Musher, sondern der dt. Musher Hendrik Stachnau mit seinem Malamute Team. Er fährt im Moment das Femundsløpet 650, sicher ohne Mäntelchen & wahrscheinlich ohne Booties.

## vielen Dank zu den Ausführungen zu SPICE.
Das mit der Pfote stimmt genau.
Am Anfang hatten wir die Befürchtung, daß er Durchblutungsstörungen an den Pfoten hat. Seine Pfoten waren oft sehr kalt.

Erst etwas später erfuhren wir, daß er noch eine Eigenschaft der ganz ursprünglichen Schlittenhunde besaß.
Diese können an den Pfoten einen Shunt, eine Art Blutumleitung aktivieren, der zu den Pfoten nur noch das unbedigt notwendige Blut durchlässt und die Masse des warmen Blutes vorher zurückleitet.

So sparen diese Hunde jede Menge Energie, die sie nicht über die Pfoten an den kalten Grund verlieren.

Auch SPICE, SNOW & JENNIS schliefen gerne in der von dir beschrieben Weise im Schnee.

Grüßle
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Letzte Änderung: MalamuteLady - Februar 6th, 2022 um 1:07:55pm
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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #7 Datum: Februar 6th, 2022 um 1:35:56pm)
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@ all

Ich möchte einen Gedanken teilen, der Snowdog und mich bei diesen Bildern umtreibt.

Können diese aufwändig zu pflegenden neuen Rennhundezüchtungen nicht auch gefährlich für die Mushenden werden ?

Wie denn das ?
Booties, Gaiters, Coats müssen neben den üblichen Pflege- und Fütterungsmaßnahmen aus- & angezogen, bzw. rennfertig gerichtet werden.

All das braucht seine Zeit und für Erholung und Regeneration der Mushenden selbst bleibt in den Pausen, gerade bei den Langstreckenrennen, immer weniger davon übrig.

Es ist ja durchaus so, daß durch Übermüdung (sleep deprivation) schon einige Unfälle passiert sind. Siehe Brennt Sass, R. Beattie u.a. .

Was meinen die Foristen (spez. Milaq) dazu ?

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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #8 Datum: Februar 6th, 2022 um 5:09:39pm)
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## vielen Dank zu den Ausführungen zu SPICE.
Das mit der Pfote stimmt genau.
Am Anfang hatten wir die Befürchtung, daß er Durchblutungsstörungen an den Pfoten hat. Seine Pfoten waren oft sehr kalt.

Erst etwas später erfuhren wir, daß er noch eine Eigenschaft der ganz ursprünglichen Schlittenhunde besaß.
Diese können an den Pfoten einen Shunt, eine Art Blutumleitung aktivieren, der zu den Pfoten nur noch das unbedingt notwendige Blut durchlässt und die Masse des warmen Blutes vorher zurückleitet.

So sparen diese Hunde jede Menge Energie, die sie nicht über die Pfoten an den kalten Grund verlieren.

Da kann man sehen was die Natur so alles zustande bringt was wir nicht hinbekommen.
Wieder etwas dazu gelernt.
Danke MalatuteLady.
Gruß Husky_Heinz

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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #9 Datum: Februar 6th, 2022 um 9:23:01pm)
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am Februar 6th, 2022 um 1:04:14pm schrieb MalamuteLady :
Hallo Milaq,

# die Tatsache, daß eine Ausnahme gemacht wurde, stimmt so.
Aber es war kein can. Musher, sondern der dt. Musher Hendrik Stachnau mit seinem Malamute Team. Er fährt im Moment das Femundsløpet 650, sicher ohne Mäntelchen & wahrscheinlich ohne Booties.


Grüßle
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........................

hallo MalamuteLady

nicht so ganz..aberr das konntest Du nicht wissen.

Vor etlichen Jahren[7-8-..?] war es ein anderer Musher als Hendrik, der diesen Kompromiss hier erreichte.
Seitdem hat Niemand mehr danach gefragt.

Hendrik war hier mit seinem Groenlandhundteam vor 1-2 Jahren [ ich finde  die Jahreszahl im Moment nicht.]
Ich bin mir nicht sicher, ob er auch Malamuten drin hat...da ich wenig Zeit hatte vorbei zu fahren.
Er startete in Germany mit Malamuten...dann kamen die Groehlis dazu.

Ich hatte kurz zuvor eine Freundin in Germany angerufen und sie gebeten [ sie war die letzten Jahre bevor er endgultig  nach Scandinavien zog, seine Zwinger Abnahme ...usw Club relatet Frau , ihn darueber zu informieren ,so dass er sich ,wenn er zum  hier startet , darauf berufen kann.

Hat wohl geklappt.
Ich hab ihn hier nur mit 1 Groehli /Maentelchen  fuer eine sehr ganz kurze Strecke gesehen.Es muss einen Healthgrund gegeben haben...war auch nur kurz.

Von Hendrik hab ich auch nichts anderes erwartet.
Seine Groehlis sahen gut aus,und brauchen diese Ausruestung nicht.

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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #10 Datum: Februar 6th, 2022 um 10:02:47pm)
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am Februar 6th, 2022 um 9:23:01pm schrieb Milaq :
.... .nicht so ganz..aberr das konntest Du nicht wissen.

Vor etlichen Jahren[7-8-..?] war es ein anderer Musher als Hendrik, der diesen Kompromiss hier erreichte.
Seitdem hat Niemand mehr danach gefragt.

Hendrik war hier mit seinem Groenlandhundteam vor 1-2 Jahren [ ich finde  die Jahreszahl im Moment nicht.]
Ich bin mir nicht sicher, ob er auch Malamuten drin hat...da ich wenig Zeit hatte vorbei zu fahren.
Er startete in Germany mit Malamuten...dann kamen die Groehlis dazu.

Ich hatte kurz zuvor eine Freundin in Germany angerufen und sie gebeten [ sie war die letzten Jahre bevor er endgultig  nach Scandinavien zog, seine Zwinger Abnahme ...usw Club relatet Frau , ihn darueber zu informieren ,so dass er sich ,wenn er zum  hier startet , darauf berufen kann.

Hat wohl geklappt.
Ich hab ihn hier nur mit 1 Groehli /Maentelchen  fuer eine sehr ganz kurze Strecke gesehen.Es muss einen Healthgrund gegeben haben...war auch nur kurz.

Von Hendrik hab ich auch nichts anderes erwartet.
Seine Groehlis sahen gut aus,und brauchen diese Ausruestung nicht.
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OK ! Danke für den Hinweis !

Da war ich von Snowdog anders informiert, aber Hauptsache, die Traditionalisten müssen ihre Hunde nicht unbedigt mit für die Doggies ungewohnten, eventl. unbequemen Zubehör "quälen".


Grüßle
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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #11 Datum: Februar 7th, 2022 um 2:41:00am)
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MalamuteLady

Ach, zu bloed.
Bin grad erst wieder hier reingekommen, und wollte
eigentlich meinen Beitrag loeschen.
War wirklich nicht so wichtig zu diesem thema.

tut mir leid.
Bis spaeter

Milaq

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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #12 Datum: Februar 12th, 2022 um 10:15:36pm)
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am Februar 6th, 2022 um 1:35:56pm schrieb MalamuteLady :
@ all
====1===
Ich möchte einen Gedanken teilen, der Snowdog und mich bei diesen Bildern umtreibt.

Können diese aufwändig zu pflegenden neuen Rennhundezüchtungen nicht auch gefährlich für die Mushenden werden ?

Wie denn das ?
Booties, Gaiters, Coats müssen neben den üblichen Pflege- und Fütterungsmaßnahmen aus- & angezogen, bzw. rennfertig gerichtet werden.

All das braucht seine Zeit und für Erholung und Regeneration der Mushenden selbst bleibt in den Pausen, gerade bei den Langstreckenrennen, immer weniger davon übrig.

Es ist ja durchaus so, daß durch Übermüdung (sleep deprivation) schon einige Unfälle passiert sind. Siehe Brennt Sass, R. Beattie u.a. .

Was meinen die Foristen (spez. Milaq) dazu ?

Grüßle
MalamuteLady
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Hi   MalamuteLady
Du hast recht, ich habe all die Vorfaelle hier in den Jahren nicht gesammelt...aber sie reichen von uebermuedeten Mushern, die irgendwie losgingen , und leichte Halluzinationen zeigten...bis hin zum einschlafen a.d.Sled...,  auch konnte man Verhaltensweisen registrieren, die  zeigten, dass  der Stress ueberhand nimmt.
Viele derjenigen  sind aber meist bezogen auf  die vorderen Musher, die um die ersten Plaetze "kaempfen",
Ab der Mitte sieht man ein mehr  ruhigeres Vorgehen.
Aus diesem Grunde haben Musher weltweit [ auch wir in Germany] gegen z.B. die Zeitbeschraenkung im Race rebelliert.
Sie setzt mehr die Musher, und damit ebenfalls die Dogs unter Druck.
Manch Einer kann damit nicht umgehen...haben wir ja Alle erlebt...bis dahin, dass z.B. YQ ein Musher fuer das YQ gesperrt wurde.

Aber auch [gottseidank] das Gegenteil.

Ich erinnere an Michael Telpin aus Russland  beim YQ vor ein paar Jahren.
Mit seinen Inuit Dogs war er natuerlich langsamer, viel langsamer  , und er setzte seine Dogs nicht unter Druck ,
So kam , was kommen musste.
Er hatte mehr als die Haelfte des YQ hinter sich, kam nach Dawson -auf den Weg zu Whitehorse - genau an diese Zeitschranke an.
Ein Musher machte den Race Marshall  Hans Oettlie darauf aufmerksam....[ ich vergess diesen Satz nicht..unglaublich]
zitat
..."
Telpin muss jetzt das Race abbrechen....dies ist letztendlich ein Race ."
Alle Musher protestierten dagegen, ebenfalls der Race Marshall.
Hans suchte nach Loesungen ,Kompromissen,, um diesen Schritt nicht gehen zu muessen.
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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #13 Datum: Februar 12th, 2022 um 10:27:31pm)
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===2===

Unter dieser Zeitregulierung faellt ja auch die Zeit , die die Helfer stehen.
D.h.
Alle Race Helfer, egal ob an der Strecke beteiligt....in den CP , Ziel...usw.
geben einen sehr grossen Teil ihrer Freizeit/ von ihrem
Arbeits Urlaub auf.
Nur um zu helfen , dabei zu sein.
Das sind feste Zeiten, die man dann schlecht einfach ueberziehen kann.
U.a. ist es dann auch ein Versicherungs Problem.
So haetten fuer Michael Telpin die weiteren CP  weiter belegt sein muessen, die Tieraerzte haetten ebenfalls dort bleiben muessen, ebenfalls Voluntaere....die Zielgerade haette so stehen bleiben muessen, auch hier Voluntaere....und so viel mehr.
Das koennen oft Alle dann nicht mehr bringen.

So, Hans fand trotzdem eine Loesung.
Er sprach mit Einigen  diesen weiteren Zeit Ablauf ab....quasi ..dass die  People  ohne Versicherung, auf
"eigene Faust " weitermachen, bis dass Telpin im Ziel ankommt.

Es hat geklappt.
Wir waren happy, so auch eine Menge der Musher[
Leider hat man fuer die Zukunft diese bloede Zeitregelung belassen.
In den naechsten CP fand Telpin  Proviant, Holz ...etc vor,
ein paar Leute konnten auf ihn warten...und so schaffte er es  zur Finish Line.

Aber :
Die Enttaeuschung ueber die gegensaetzlichen  Meinungen waren denn  doch gross.
Hans  ist nicht mehr dabei.[ er war jahrelang Alaskan Malamuten Musher.
[ Snowdog , Du hast ihn kennengelernt . Ich hatte Dir seinen Laden genannt, als Du in Canada warst.


geht weiter


Milaq

Wie bei jeder Sportveranstaltung, es wird immer schneller.
So hatten wir in Germany 2 Categorien .
Categorie 1 starteten die Siberien Huskys sie waren die Schnelleren + Categorie 2 starteten die Malamuten,Groenlaender,Samojeden.
Cat. 2 war langsam und wenige Gespanne
Cat. 1 war schnell und viele Gespanne.
Unterschiedliche  Bewertungen
Bei manchen Race kamen wir auch schon zusammen auf [um die ] 50 Gespanne.

Da wir 2 TG. hintereinander Race hatten, lebten wir die Zeit eben Tag und Nacht zusammen auf einem grossen Platz, in Zelten Wohnwagen ...
Es war guter Sport, aber eben auch gutes Zusammensein von 100ten Dogs am Stakeout und vielen sehr guten mushern.
Das ging [ungefaehr ] von Okt.  bis Ende Feb.

Und dann tauchten die Norweger mit ihren "ersten Zuechtungen auf[ Jagdhund-Siberien Husky]
Mein Guete waren die schnell....
Es dauerte nicht lange , und es ging nur noch um schnell,noch schneller,reinzuechten.
Es wurden die ersten Jagdhunde,Pointer..aus Alaska die AH geholt , und da waren die Sibs auf einmal viel zu langsam...von Cat. 2..nix mehr.
Darueber ist alles kaputt gegangen/
wir haben uns restlos verzankt, Freundschaften zerbrachen......es wurde ueber eine lange  Zeit sehr haesslich und brach auseinander.

Alles wegen  "wer ist schneller?
Entsprechend knapp die Pausen...der Stress stieg.

Heute nach mind. 15 Jahren hat man wieder eine Zusammmenarbeit gefunden...einerseits
Andrerseits..es gibt noch die "eingefleischten Musher/Dogs, es sind sehr Wenige..."

Es ist mehr , Fahrrad -2 Dogs davor und auch ein paar wenige Dogteams, man troedelt so zusammen.

Ein guter Sport ist dort [meine Meinung ] an den paar Minuten schneller  , kaputt gegangen.
Aber wenigstens sind die Musher nicht uebermuedet, dafuer sind die Strecken zu kurz, bei  mindest 2 Tg. Race.
Ich habe inzwischen den Eindruck ,dass - immer schneller- leider auch manchmal  nicht so gute Ablaeufe mit sich bringt....wie in anderen Sportarten auch.., die Unterwolle,Pfoten "verzuechtet.......
aber , ich will nicht nur rummeckern.
Es gibt ja auch noch sehr gute Ablaeufe.
Milaq

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Letzte Änderung: Milaq - Februar 13th, 2022 um 11:48:58am
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Re: Schlittenhunde / neue vs. traditionelle Züchtu
(Antworten #14 Datum: Februar 13th, 2022 um 9:11:03am)
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am Februar 12th, 2022 um 10:27:31pm schrieb Milaq :
Snowdog , Du hast ihn kennengelernt .
Ich hatte Dir seinen Laden genannt, als Du in Canada warst.
Zitierten Beitrag lesen

Hi Milaq,

jepp, wir waren ja auch dort.
Es waren unterhaltsame und informative 2 Std. mit diesem symphatischen & authentischen Menschen.

Ich finde seine gefundene Lösung für Telpin ganz toll. Auch ich habe damals mit Michael Telpin "gefiebert".

Später wurde ich durch H. Stachnau beim YQ wieder etwas an Telpin erinnert.

Aber......, jetzt kommt die große Frage: Könnte man mit den heutigen Verantwortlichen solch eine Oettli-Lösung noch einmal durchziehen ?

Es waren doch viele für's YQ (und dessen Geist) brennende Freiwillige dabei, ..... sind die heute auch noch zu finden ?

Grüße aus dem Off
Swabian Snowdog


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