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   Fischen und Jagen in Alaska
(Moderator: admin)
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   Autor  Beitrag: Fischen und Jagen in Alaska  (Gelesen: 5045 mal)
 Dr.Lajos Vaczi
 Gast
 
Fischen und Jagen in Alaska
( Datum: Mai 19th, 2001 um 1:35:19pm)
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Seit zehn Jahre Reise ich regelmäßig nach Alaska.
Mein Sucht nach diesem Land wird immer größer.
Gebe gerne Informationen über Fischen in Kodiak
und Lake Creek Gebiet!
Meine nächste Reise ist am 26.08 01 bis mitte Sept.
Ziel ist Discoverer Bay in Afognak. Suche kompetente
Mitreisende zum Fischen, Jagen und die Natur geniessen!
Kein Luxusreise, nur Wieldniss poor!(Selstversorger!)



Original vom 02 Februar, 2001 um 14:52:54

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 Helmut Springer
 Gast
 
Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #1 Datum: Mai 19th, 2001 um 1:38:28pm)
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Hallo,
würde mich schon interessieren für eine Jagdreise in Alaska. Was kostet so etwas ? Ich selber war schon mehrmals auf der Jagd in den Brooksrange und hatte immer Erfolg. (Elch, Karibu, Dallsheep, Grizzly und Schwarzbär). Zur Zeit bin ich meistens mit dem Kanu in Alaska unterwegs.
Gruß Helmut



Original vom 03 Februar, 2001 um 08:55:57

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 Barbara (Gast)
 Gast
 
Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #2 Datum: Mai 19th, 2001 um 1:39:27pm)
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Auch auf die Gefahr hin, daß ich mir Euren Unmut zuziehe: Wie schmeckt denn Grizzly und Schwarzbär? Oder jagd Ihr "nur so zum Spaß und weil es eben cool" ist? Toll! Hoffentlich beißt Euch mal ein Grizzly in den Hintern!! Und jetzt kommt mir ja nicht mit der billigen Ausrede I H R müßtet in Alaska für das natürliche Gleichgewicht der Natur sorgen! Übrigens: Ich jage auch leidenschaftlich gern, - doch allerdings mit Kamera und Fotoapparat (400er Tele). Und im Gegensatz zu gewissen Leuten achte ich die Kreaturen, zolle ihnen Respekt und betrachte sie nicht nur durch das Zielfernrohr.
Viel Vergnügen!



Original vom 03 Februar, 2001 um 12:55:25

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 Helmut Springer
 Gast
 
Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #3 Datum: Mai 19th, 2001 um 1:41:13pm)
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Hallo,
kaum hat man das Wort Jagd ausgesprochen, schon wird man angemacht. Bekam schon bitterböse E-Mails. Ich persönlich achte wirklich die Kreatur,in Deutschland muß der Jäger tatsächlich für das natürliche Gleichgewicht der Natur sorgen.
z.B.Fuchsbekämpfung (Rückgang des Feldhasen),Probleme mit dem Verbiss im Wald usw...
In Alaska ist die Natur fast noch in Ordnung und da muß es nicht unbedingt sein, aber hiermit können sich die Einheimischen etwas zu ihrem Lebensunterhalt dazu verdienen. Muß ja nicht unbedingt ein Bär sein. Bären sind meine Freunde.
Gruß Helmut



Original vom 03 Februar, 2001 um 17:35:55

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 Peter Kamper
 Gast
 
Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #4 Datum: Mai 19th, 2001 um 1:43:45pm)
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Auf die Frage wie Baer schmeckt:
Schwarzbaer schmeckt im allgemeinen ausgezeichnet,hat allerdings recht dunkles und "schweres" Fleisch,das lange im Magen liegt und am besten mit schwerem Rotwein zu geniessen ist.
Ebenso hat es der Idee der Athabaskaner und Inuit (im allgemeinen von uns als Indianer bezeichnet)nach spirituellen Inhalt.
Hunde duerfen es nicht fressen,weil es sie wild macht und schwangere Frauen duerfen es nicht verzehren,weil es die Kinder engstirnig und trotzig macht.
Dies sind Regeln,die seit Jahrhunderten gegolten haben.Frauen ohne Schwangerschaft sowie Maenner haben das Fleisch immer geehrt.
---------------
Schwarzbaer ist im allgemeinen als Braten in Speck gewickelt und mit Sahnesosse sehr bekoemmlich.
Der Trick sind zwei Lorbeerblaetter und etwas Muskatnuss sowie Sahne fuer die Sosse.Im allgemeinen sind Baeren im Fruehling besser im Geschmack als diejenigen,die im Herbst geschossen werden und zu viel Fisch gegessen haben.
Grizzlies wird nachgesagt,dass ihr Fleisch meist ungeniessbar ist,und in der Tat versuchen viele Leute das Fleisch loszuwerden.
Waehrend Grizzly in der Tat einen schwereren Wildgeschmack traegt sind die Hinterkeulen,eingerieben mit Pfeffer,Salz und Rotwein....dann heiss geraeuchert,eine Delikatesse die eigendlich nur dem Jaeger zukommen sollte oder denen,die er als Freunde betrachtet.
Vorderschultern sind immer noch hervorragend als Gulasch,und je nach den Gewuerzen der Marinade und Marinierzeit sind selbst die Rippen ein kleines Fest wert.
Wenn also jemand sagt,dass er nur das Fell eines Grizzlies verwehrten koennte da das Fleisch schlecht ist,dann luegt er.
---
Ich will keinen beleidigen und weiss,dass jeder in dieser Diskussion das beste im Sinne hatte.
Jedoch lebe ich seit 18 Jahren in Alaska und jage jeden Herbst um meine Tiefkuehltruhe zu fuellen waehrend meine inzwischen 9-jaehrige Tochter und mein 4-jaehriger Sohn helfen.
Ich habe nur einen Baeren in meinem Leben geschossen,und da es sich nicht richtig anfuehlte,
leben wir seitdem in Frieden mit den Baeren.
Ich entwickelte die oben erwaehnten Rezepte mit dem Fleisch von Leuten,die es nicht essen wollten.
Trotzdem ist die Jagd und die Wildnis ein Teil meines Lebens.
Ich ehre das Wild,das ich jage und kann in einem einsamen Tal neben meiner Beute sitzen und sie schweigend ehren.
Ich hebe das Glas Rotwein nicht zu meinen Ehren,sondern zu Ehren des Wildes.Und ich ehre das Wild mit den Mahlzeiten,die ich bereite.
Auch weiss ich,dass das isolierte Ideal von Gaensebluemchen und gemaehtem Rasen nicht die Natur ist,deren Essenz wir in unseren Herzen tragen.
Alaska ist heil,und wird es unter dem Schutz von "Fish & Game",der hiesigen Foersterei ohne Zweifel bleiben.
Wie jeder andere Alaskaner darf ich dieses Jahr zwei Schwarzbaeren und einen Grizzly schiessen.
Allerdings bevorzuge ich Karibou und Reh.....
----
Ich verabscheue Trophaehenjaeger.
Jedoch hatte ich nicht den Eindruck dass irgendein Teilnehmer dieser Diskussion in diese Kategorie gehoehrte.
Auch moechte ich sagen,dass deutsche Jaeger,
denen die Pflicht auferlegt wird ihr Wild zu hegen und zu pflegen und Geld dafuer ausgeben um einen gesunden Wildbestand erhalten,einer Oeffentlichkeit gegenueberzustehen scheinen,die ihr Fleisch abgepackt und frisch wollen,Wildnis im Wohnmobil geniessen und ansonsten mit dem Finger zeigen.
Eine Jagd in Deutschland zu erhalten ist weit mehr Arbeit als Jagd,und weit mehr Leben erhalten als toeten.
-------
Fischen und jagen in der Wildnis hat seit Jahrtausenden einen spirituellen Aspekt,der zu tief ist um hier erklaert zu werden.
Ohne Zweifel halte ich es allerdings fuer unfair einem Mann,der Selbstversorger sein will um die Regenwaelder nordoestlich von Kodiak zu geniessen zu wuenschen vom Grizzly gebissen zu werden.
Herr Springer sagte selbst (genau wie ich),dass er keine Baeren schiessen mag.
Auch glaube ich nicht,dass Herr Vaczi dies angedeutet hat.
Aber da es Kodiak war,musste die Jagd ja auf die weltberuehmten Kodiakbaeren gehen....
Nun ja,....so weit zu jedermanns Phantasie.
==========
Es gibt einige Huetten nordoestlich von Kodiak und die Regenwaelder mit ihren uralten Baeumen sind etwas,das ich nie vergessen werde.
Herr Vaczi....,ich habe auf Afognak oft gejagt.
Natur pur waere Marmot Island,nicht Afognak.
Aber das ist eine andere Geschichte....
-------

http://www.angelfire.com/de/kanualaska/



Original vom 08 Februar, 2001 um 12:10:14

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 Debbie Siebert
 Gast
 
Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #5 Datum: Mai 19th, 2001 um 1:45:38pm)
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Hallo Angler, Jäger und Fotografen,

mmmh, da muss ich Helmut zustimmen: Kaum erwähnt man das Wort "Jagd"...

Also hier in Deutschland haben viele Nicht-Jäger sicherlich nicht mehr den Bezug zu Natur und Wildtieren und Jagd, schliesslich ist Deutschland im Laufe der Jahrhunderte dichter und dichter besiedelt worden und, klar, da passt das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur nicht mehr. Das Jagen in Deutschland und auch anderswo hat Tradition und sicherlich kommen da einige (ich sag jetzt mal was "böses") "Städter" nicht so gut mit klar... so das ganze Drumrum bei der Jagd.
In Alaska gründet sich (geschichtlich betrachtet) das Jagen weniger auf Tradition, als auf Selbstversorgung und natürlich auch das Verkaufen von Fellen. Es ist gut das Thema "Jagd" auch mal kritisch zu betrachten, schliesslich sind zu Zeiten als die Herren Baranov und Co. in Alaska waren, Tiere wie Seeotter beinahe ausgerottet worden. Heute achtet man (auch in Alaska) auf einen "geregelten" Tierbestand - Fish & Game erteilt heftigste Strafen für illegale Abschüsse oder zuviel gefischten Lachs. Im allgemeinen haben viele Alaskaner aber ein anderes Bild vom "Jagen und Fischen" als wir hier in Deutschland - meiner Meinung nach eine gesündere Einstellung. Ist ja auch kein Wunder, denn dort ist die Natur noch (fast) intakt.
Wenn nun Jäger und Angler aus Deutschland einen "Abschuss kaufen", z.B. für einen Elch, so sicherlich wegen des einmaligen Jagderlebnisses und nicht (allein) wegen des Fleisches. Als Nicht-Jäger kann man das nicht verstehen - doch da möchte ich empfehlen mal die Alaskanische Seite kennenzulernen und dann noch mal zu beurteilen.
Wie gesagt: gut auch mal kritisch hinzugucken; doch die Natur-Gegebenheiten in Deutschland und Alaska sind nicht zu vergleichen! Also ein bißchen differenzieren muss man da schon.

Ansonsten, für alle Fotografen mit 400 mm Objektiven:
für eine Grossaufnahme eines Grizzlys ist diese Brennweite nicht ausreichend, denn dann wäre man zu nah dran... also nicht in den "Hintern beissen lassen"! ; )

Macht´s gut, paßt schön auf Euch auf und natürlich: "nutze die Natur, aber beute sie nicht aus".
Bis zum 12. März. - Ätsch, ich haue nämlich am Freitag ab und fliege nach Alaska!!!
P.S.: Mit Fotocamera bewaffnet!

Eure Debbie



Original vom 05 Februar, 2001 um 12:57:59

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 Dirk
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Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #6 Datum: Juni 7th, 2001 um 8:52:06pm)
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Hallo Alaskafreund,
ich wäre unbedingt an Informationen über Kodiak interessiert. Preise, Reisezeit zum Silverfischen,Unterkünfte usw. Bitte melde Dich doch mal bei mir oder Antworte hier.
Gruß Dirk

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Dirk
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Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #7 Datum: Juni 27th, 2001 um 1:42:50pm)
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hallo zusammen,
ich bin auch ein naturfreund.
ich hab da mal ein paar fragen an den helmut:
warum musst du als deutscher jäger einen bären in alaska schiessen? du hattest bestimmt keinen "bärenhunger" so daß  du deine kühltruhe füllen musstest. das hätt ich noch einigermassen verstanden, also warum?
ist es das "mächtige" gefühl, das bei peter dann auch ausgeblieben ist?
was musst du dir damit beweisen?
daß du ein ganzer kerl bist.
was hast du mit den bären gemacht?

an debbie
welche brennweite wäre ist die richtige debbie
welches objektiv verwendest du?
hoffe du hattest einen schönen aufenthalt

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Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #8 Datum: Juni 28th, 2001 um 12:09:14am)
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Hallo,

Jagen ist natürlich ein kontroverses Reizthema,
aber ich bitte zu beachten, dass ihr bei allem Engagement nicht persönlich werdet!

Ich stehe der Jagd auch etwas skeptisch gegenüber,
kann aber die Kritik an Alaskanern die jagen nicht nachvollziehen. Gerade wenn sie von Mitteleuropäern
kommt. Ich glaube wir, die mit unserem massenhaften Fleischkonsum dazu beitragen, dass Tiere durch halb Europa gekarrt werden, die dann elendlich verrecken um auf unseren Tellern als billiges (mit Medikamenten verseuchtes) Steak zu landen, haben wenig Legimation die Jagd in Alaska zu verurteilen.
Ich glaube, dass die meisten Alaskaner ein gesunderes Verhaeltnis zur Natur und der Tierwelt haben, als "wir" (Europäer) . Wir überlassen den Job des Tötens den Metzgern, die Alaskaner legen oftmals selbst Hand an und das ist ganz normal.

Also vielleicht beim nächsten Einkauf auch mal darüber nachdenken, woher das Schnitzel kommt.

Mahlzeit ähh
Gruss Ragnar

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Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #9 Datum: Juni 28th, 2001 um 7:42:07am)
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hi zusammen,
hat sich vielleicht etwas hart gelesen.
ich kritisiere auf keinen fall einen alaskaner.
was ich nicht mag sind schießwütige europäer
und tiertransporte mag ich auch nicht.

deswegen esse ich auch kein fleisch aus dem
supermarkt.
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Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #10 Datum: Juni 29th, 2001 um 10:08:25am)
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am Juni 27th, 2001 um 1:42:50pm schrieb led :
hallo zusammen,
ich bin auch ein naturfreund.
ich hab da mal ein paar fragen an den helmut:
warum musst du als deutscher jäger einen bären in alaska schiessen? du hattest bestimmt keinen "bärenhunger" so daß  du deine kühltruhe füllen musstest. das hätt ich noch einigermassen verstanden, also warum?
ist es das "mächtige" gefühl, das bei peter dann auch ausgeblieben ist?
was musst du dir damit beweisen?
daß du ein ganzer kerl bist.
was hast du mit den bären gemacht?

an debbie
welche brennweite wäre ist die richtige debbie
welches objektiv verwendest du?
hoffe du hattest einen schönen aufenthalt

led

Hallo Led,
bin ein großer Fan von Alaska und dem Yukon und Bären jage ich schon lange nicht mehr. Bären sind mittlerweile meine Freunde und ich wäre entäuscht gewesen, wenn ich auf meinen Kanutouren keine Bären gesehen hätte. In meinem jungen Jägerjahren war ich natürlich auf Jagdreisen in Alaska und auch einmal in diesem Land zu jagen war schon immer ein Traum von mir. Welcher Junge hat nicht einmal davon geträumt ? Diese wilde Zeiten sind aber jetzt vorbei.
Deswegen sollte man die Jagd in Alaska nicht verdammen und die Einheimischen in Alaska haben da eine gesündere Einstellung als die Europäer.
Sie haben auch sehr strenge Jagdgesetze, was ich auch für richtig halte.
Beweisen wollte ich mir damit garnichts, aber das kannst Du vielleicht nicht verstehen !
Das ganze Leben besteht eigentlich nur aus der Jagd,
ob im Berufsleben oder Privat.
Gruß Helmut
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 Ripley
 Gast
 
Re: Fischen und Jagen in Alaska
(Antworten #11 Datum: Juni 29th, 2001 um 1:47:28pm)
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Hallo zusammen,

ich habe natürlich, wie fast alle Natur- und Tierfreunde, ein eher gespaltenes Verhältnis zur Jagd. Doch für mich ist es wichtig, nicht generell alles zu pauschalisieren.
Ich hatte das Glück im Yukon zwei Jäger zu begleiten, die ihren Wintervorrat angelegt haben. Ein Elch für 2 Familien. Diese Form von Jagd ist für völlig normal und ist ein Teil der Kultur solcher Länder. Ich würde mich doch für sehr vermessen halten darüber zu urteilen.

Aber ich habe in Alaska auch die andere Seite erlebt. Wir hatten unser Lager ca. 250 km südöstlich von Fairbanks eingerichtet, direkt an einem Fluß. Kurz vor der Abenddämmerung kamen sie dann, mit Motorbooten, in Tarnanzügen, mit Nachtsichtgeräten und Waffen die schon kriegähnlich aussahen. ca. 10 Boote voll besetzt mit Männern in Kriegsbemalung. Am nächsten Morgen kamen sie dann mit ihrer Jagdtbeute an uns vorbei. Aber nur mit den Geweihen und den Fellen, kein Fleisch!

Ich habe große Probleme mit dieser Art von Tiertötung und wenn es um die Tötung von Wölfen geht bin ich für keinerlei rationaler Argumentation mehr zugänglich.

Ich persönlich habe übrigens die Erfahrung gemacht das in Kanada der Wildtierschutz wesentlich restriktiver durchgesetzt wird als in Alaska. Leider drängt sich bei mir ein bisschen die Vermutung auf, daß noch nicht alle Menschen dort die Bedeutung ihrer noch fast intakten Natur realisiert haben. Aber es viele positive Tendenzen.
Ergo...grundsätzliches Ablehnen und Verdammen ist genauso an der Realität vorbei wie nur der Lust nachzugehen viele Tiere zu töten.

Grüße

Nicole


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