Alaska-Info Forum
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           Thema von: Peter_Kamper am 03/25/17 um 20:56:04

Titel: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Peter_Kamper am 03/21/17 um 05:03:41
Einige von euch haben die Frage aufgebracht, wieso heutzutage neue Rassen im Rennsport verwendet werden.
Es wurde auch ueber Mallemuten und die Chukchi Sled Dogs von Mikhail Telpin geredet.
Es waere interessant, dazu eure Meinung und euer Wissen kennen zu lernen. Immerhin hat sich hier ja nun inzwischen eine grosse Menge an Wissen und Enthusiasmus versammelt. :)
Da ich heute abend endlich (!) ein bisschen Zeit habe, fange ich also mal ganz einfach mit ein paar grenzwertigen Ideen an:
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Swabian hatte absolut Recht, wenn er sagte, dass man bei manchen Mallemuten nur mit einem Stueck Holz dazwischen gegen kann. Diese Art von Hund rauft sich viel zu gerne und ist oft zu gross um gehandhabt zu werden. Das mag komisch klingen, aber ich habe das selbe frueher schon in alten Berichten der Postschlitten-Musher gelesen. Abgesehen davon ist der heutige huebsche Mallemut eigendlich aus dem alten Mackenzie River Huskie entstanden.
Irgendwann muss mal jemand gesagt haben: "Das nennen wir als Zuchttier jetzt 'Mallemut'.
Der Mallemut wurde allerdings aus dem Mackinzie River Huskie herausgezuechtet ?
Der Mackinzie war keine Rasse, sondern eine Mischung von verschiedenen Rassen, die zwar in alten Zeiten Beruehmtheit erlangten aber nie wirklich gezuechtet wurden.
Breite Brust, lange Laeufe, dickes Fell und dicker Kopf.
Letzteres galt nicht nur fuer den Kopf sondern auch fuer den Charakter.
https://en.wikipedia.org/wiki/Mackenzie_River_husky
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Vor langer Zeit hatte ich mal einen Gefaehrten dieser nicht festgelegten Rasse.
Er pruegelte sich sehr gerne, lief immer weg um 3 Tage spaeter vergnuegt wieder aufzutauchen (wahrscheinlich auf der Spur von laeufigen Huendinnen) und ich konnte ihn manchmal im Hof beobachten, wie er sich bei -25C im Schnee auf den Ruecken legte und die Laeufe in die Luft streckte um sich den Schnee auf den dicht behaarten Bauch rieseln zu lassen.
Kaelte machte ihm ueberhaupt nichts aus.

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Er liebte Kinder. E war sanft und kuschelig fuer meine kleine Tochter. Sie trank ihr Flaeschchen gerne an seinem Bauch angekuschelt auf dem Boden und liebte es, wenn er ihr das Gesicht ableckte.
Ansonsten pruegelte er sich sich mit grossem Vergnuegen. Wenn ich versuchte einen Kampf zu brechen, sprang ich mit den Fuessen voran rein. Haende waeren, wie Swabian schon sagt, absolut sinnlos gewesen. Er wog ca. 60 kg und machte keinen Hehl draus, dass er alles beherrschen wollte was auf vier Pfoten lief. Es war sein Recht. Es war logisch.

Der Dickkopf und die Ignoranz von Mackenzie River Huskies kennt keine Grenzen, weshalb ich ihn damals 'SirKahn' in Anlehnung an die Geschichte des Tigers im Dschungelbuchers nannte.
Leider wurde er seinem Namen gerecht. Er riss ein paar Schafe und....., naja..., lassen wir es dabei....
Mit Menschen war er sanft wie ein Lamm.
Die heutigen Sleddogs sind psychologisch komplett anders ausgelegt und muessen dies auch sein !
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Hier mal zwei uralte gescannte Photos des alten Recken als ein Beispiel dieser nicht exestierenden Rasse:
SirKahn als 8 Monate alter Welpe 1985 (selbst da gab mir der arrogante Gesichtsausdruck schon zu Denken.... :) ) :



....und Sir Kahn 1988 ausgewachsen.
Ich legte ueber die Jahre ca. 1500 km im Kanu mit ihm zurueck, aber er hoehrte immer nur wenn er Lust drauf hatte obwohl ich eigendlich Jagdhunde in Deutschland seit meinem 8. Lebensjahr trainiert habe. Kein Erfolg mit ihm....



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Wer 10 solcher Rueden oder Huendinnen vor den Schlitten spannen kann ohne staendige ernsthafte Kaempfe zu haben die oft zumindest im Busch zu toedlichen Verwundungen fuehren wuerden, hat meine Hochachtung.
Lass noch eine Huendin im Team laeufig werden und man hat ein Chaos an der Hand.
Gemeinsam kann solch ein Team im tiefem Schnee mit einem erfahrenem Musher in 'single line' (nie zwei Hunde nebeneinander) Trails erzwingen, in denen andere und meist kleinere , freundlichere Hunde hoffnungslos stecken bleiben wuerden.
Die Kaempfernatur dieser Hunde erstreckt sich eben auch auf die Bezwingung fast unmoeglicher Trails.
Unmoegliche Trails gibt es allerdings nicht mehr. Heutige Rennen werden auf vorbereiteten Trails gefahren, die nichts mehr mit dem Zustand der alten Mail-Trails zu tuen haben.
Damit ist diese Rasse, speziell auf Grund ihrer kaempferischen Natur im Schlittenhundesport absolut wertlos geworden.
Mackinzie River Huskies hatten kein Verstaendnis fuer 'Sitz', 'Platz', oder 'Aus' wenn sie ein Problem mit einem anderem Hund im Geschirr hatten
Wenn es soweit kam, war auch SirKahn's Motto: "Wir koennen gleich reden. Gib mir 'ne Minute."
Ich habe hervorragende andere Mackinzie River Huskies gesehen. Alle hatten den gleichen Dickschaedel.
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Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Peter_Kamper am 03/21/17 um 05:05:46
Teil 2:
-
Ich glaube, dass Mallemuten eine etwas freundlichere gezuechtete Art dieser alten Hundemischung sind.
Sie sind nicht was die alten Mackenzie's waren.
Sie sind etwas schneller, etwas kleiner und hoeren dem Besitzer vielleicht ein bischen besser zu.
Aber wir sollten uns ueber eines im Klaren sein:
Die jetzigen 'reinrassigen' Mallemuten sind nicht die Hunde, mit denen frueher Fracht ueber hunderte von Kilometern befoerdert wurden.
Keine dieser Hunde koennen heutzutage noch ein Rennen gewinnen.
Natuerlich koennte man ein Rennen veranstalten in dem man 500 Kilo ueber 500 km befoerdern muesste.
Das waere eine ganz andere Sache.... :)
Aber dann reden wir verstaendlicher Weise wieder ueber Tierquaelerei.
=======
Nur so als Spass und als Diskussion...
Bin mal gespannt...
Peter


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/21/17 um 07:59:22
Ich hab heut Abend weniger Zeit ,deshalb nur ein wenig.
Ich/wir zuechten,arbeiten und leben mit Grioenlandhunden  schon um die 35 Jahre.
Ich habe in den Jahren einige aus Quaanaaq [ bei Thule] geholt.[Freunde leben dort..viel von ihnen gelernt .oder von der Ostcoast.
Ich / Wir fahren 6-8 Groenlandhund Dogteam und
14 Groenlandhund Team.
Jeweils 2 hintereinander Einspannung oder Fan ,die alte originale Einspannart, letztere geht hier halt  nur weit oben im Norden, [Tundra,Coast] .
Natuerlich kann man mit dieser alten Inuit Rasse im Gespann fahren, dies wird seit 1000den Jahren in Groenland ,Sibirien ,  etc,mit can. Inuitdogs gemacht.
Aehm, ich bin klein,zierlich...grad mal 54 kilo. Ich koennte mit Kraft keinen der "14 Kraftmeier Knallkoepfe" vor mir von etwas  "wir machen mal jetzt chaos" abhalten, ich muss sie daher  vom 1.Tag  an  auf mich praegen ,erziehen.
Sie lernen auf meine Stimme zu hoeren.
Ich hab aber auch schon vor vielen Jahren in Europa im Race kraeftige Maenner mit 6-8 Groenlanderdogs vorm Sled gesehen, deren Dogs sich munter pruegelten , und die dazwischen sprangen und nix erreichten,
Diese alten Inuit Rassen hatten wirklich einen schlechten Ruf.Das ist schon besser geworden.

Ich habe can.Eskimodogs + Mackenzie im 14 DogTeam /jeweils 2er hintereinander schon gesehen.
Ebenso ein reines Mackenzie Team. Geht gut .

Es ist eine Erziehungssache. Aber nix mal eben so fuer Anfaenger. und ich bin davon ueberzeugt , dass diese Art Dogs nicht einzeln gehalten werden duerfen.
Das wird denen zu langweilig und schon "geht`s up "

Mackenzie ist ebenso ein extrem starkes Rudeltier, im Rudel wird gejagt...und das kann man im Team buendeln , aber auch von klein auf an erziehen, wie und ob gejagt wird.,

Diese Dogs sind hervorragende Polarbaer Hunter.
Und trotzdem kann man sie erziehen ,sie jagen zwar dem Geruch z.B. Elch hinterher , aber ich bestimme wann gejagt wird.Wenn ich sage stay , dann mein ich das.
Aber dazu spaeter mehr.
In Skandinavien , in Germany, Schweiz,Frankreich gab es frueher nur , heute nur noch bei einzelnen Race getrennte Wertungen.
Fuer AH ,Hound , Siberian Husky werden die Racezeiten in einer Kategory abgerechnet , und fuer die Samojeden,Groenlaender Alaskan Malamuten in einer Anderen.

Es gab in den Anfaengen [70-80ziger Jahre] mit den Groenlaendern ein paar kleine Raufereien bei den Races, da hatten sich die damaligen Musher auch mehr als Loewenbaendiger verstanden.
Wie ich schon schrieb, man muss die History , den Hund verstehen und genau kennen, dann kann man ihn erziehen.
Diese Inuitdogs sind extrem starke Rudeltiere und damit faengt die Erziehung an.
Sie sind auch nicht nur langsam,auch mit einem guten Aufbau kann man sie zu mehr Galopp Phasen bekommen.

[ es gibt nur diesen einen Hund in Groenland  =circa um die 20 000 , andere Hunde sind dort verboten, weil im Norden [um Thule  und Osten um Angmassalik diese Dogs immer noch zur Arbeit gebraucht werden.?
und daher der urspruengliche harte Dogtyp erhalten bleiben soll
https://en.wikipedia.org/wiki/Greenland_Dog  


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/21/17 um 08:24:28
bei diesem wikipedia Link ist rechts auf der Seite ein Photo [ das erste] .
Es soll ein Groenlaender sein.
Das ist Quatsch. Irgendein Mix[ Malamute/Husky.
Die Photos darunter ,das sind Groenlaender von der Westcoast.

Bei dem Link ,den Peter zum Mackenzie River Husky reinstellte ,ist der Saarloos Wolfdog und Czechoslovaian Wolfsdog mit aufgefuehrt.
Der gehoert nicht in diese Kategory der alten Inuit Dogs rein.
Er ist voellig neu vor 29 ? oder so Jahren aus einer alten Haushunderasse und Wolf gemixt.

http://www.sleddogcentral.com/mackenzies2.htm  

Aus obigen Artikel geht ein wenig die 1000nde History hervor.
Wanderungen von Siberien ueber Alaska,Canada Groenland.Inuits
,Chukchidogs, Mackenzie River Huskys, can.Escimodogs,Groenlaender sind genetisch verbunden.
Es gab vor ein paar Jahren eine grossangelegte study.
Ich such den Link noch raus.
Da, wo sich die Inuits + Dogs niedergelassen haben , hat sich der ausserliche Dogtyp den Gegebenheiten  angepasst.
Vermixungen haben spaeter mit reingespielt.


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/21/17 um 08:49:47
Die Malamuten wurden nach einen alten Inuitvolk Malemiut genannt, die ihre Dogs  immer sehr freundlich/lieb behandelten, was ja nu wirklich von den anderen Inuits nicht gesagt werden kann.
Im Vergleich Groenland.
Der Groenlaender wird dort nicht aelter als 7 Jahre.
[es gibt selten Ausnahmen]


ach ja, vergass ich vorher
egal ob Chukchi,can.Eskimodog,Groenlanddog oder spaeter der Mackenzie , diese Dogs waren zum Arbeiten da
Dogs ,die nicht hoerten blieben auf dem Ice zurueck.Dogs ,die Trouble machten verhinderten ,dass der Inuit Beute machte.
Keine Jagdbeute , kein Essen fuer Mensch und Hund.
So einfach war das ,solche Dogs konnte man nicht gebrauchen .
d.h. eine gewisse Selektion fand schon statt, den Rest erledigten Inuits mit der Peitsche.
Und zwar nicht "drauf auf den Hund ", sondern daneben.
Der Sound, das       Zischen brachte den erwuenschten Erfolg.
Deswegen stimme ich mit Deiner Angabe , Snowdog  auch nicht ueberein.
Mit einem Holzstick dazwischen gehen, bringt nichts.
Ausser , dass der eine Dog glaubt, dass dieser Schlag vom anderen Dog kommt. Und dann wird`s schlimmer.
[man sollte auf jeden Fall stapel und was zu naehen im Bush,an der Coast mit dabeihaben.... ;D..groehl


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/21/17 um 09:30:31

[quote author=Milaq link=board=15&num=1490069021&start=0#3 date=03/21/17 um 08:24:28]
Bei dem Link ,den Peter zum Mackenzie River Husky reinstellte ,ist der Saarloos Wolfdog und Czechoslovaian Wolfsdog mit aufgefuehrt.
Der gehoert nicht in diese Kategory der alten Inuit Dogs rein.
[/quote]

Ganz sicher gehören Saarloos Wolfshund und Tchechesslowakischer Wolfshund  nicht zu den Zughunden, nordischen Rassen oder gar zu den Inuit Dogs.
Mein großer Oldie aus Norwegen sieht in Größe und Zeichnung sowie Beweggungsbild den beiden oder sogar dem echten Wolf ähnlich.
Er ist vom Charakter her aber ein echter Husky. Wurde bei Tromsoe gezüchtet und hat 8 Jahre wirklich hart auf Gäste-Touren gearbeitet.
Weil ich aber sehr oft auf ihn angesprochen werde,  habe ich einen genetischen Abstammungstest  machen lassen.
Das Ergebnis der DNA Analyse, % nach Wahrscheinlichkeit.

> 80 % sib. Husky und alask. Malamute.
> 50 % Wolfspitz und Dhoky (Tibetdogge)
> 25 %  Greyhound und Korea Jindo Dog (kor. Variante des Akita)

Aufgrund dieser Vielfalt wurde von  Tierarzt in seinem Pass Alaskan Husky eingetragen. Passt immer  :).

Dabei sieht er den in den Rennen verwendeten Hunden überhaupt nicht ähnlich. Er ist viel größer (Schulterhöhe 64 cm) und schwerer.
Sein Arbeitsgewicht war ca 27 kg; heute wiegt er 34 kg.
Aufgrund seiner langen Beine und Greyhounderbes kann er sogar heute noch (15 J.) blitzschnell und sehr wendig sein.

Im Nachbarort hat jemand 2 der o.a. Wolfshunde. Ich habe ihn mal gefragt,  wie es mit dem Ziehen bei Ihnen aussieht.
Die Aussage für   s e i n e  Hunde:
"Guter Begleithund, ziehen eher mau aber am Fahrrad laufen gerne...."

Soweit etwas zu den Wolfshunden. Sie sind wunderschön, charaktervoll, aber ganz sicher keine "echten" Schlittenhunde.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/21/17 um 09:42:02

[quote author=Milaq link=board=15&num=1490069021&start=0#4 date=03/21/17 um 08:49:47]
Deswegen stimme ich mit Deiner Angabe , Snowdog  auch nicht ueberein.
Mit einem Holzstick dazwischen gehen, bringt nichts.
Ausser , dass der eine Dog glaubt, dass dieser Schlag vom anderen Dog kommt. Und dann wird`s schlimmer.
[/quote]

Hallo Milaq,

ich habe hier nur die Erfahrung bzw. Anweisung eines Mushers aus Norwegen wiedergegeben.  Er fährt mit recht ursprünglichen Grönies Gäste-Touren und an jedem Schlitten hängt so ein kurzer Stick.
Ich persönlich bin mit den Grönies, auch bei Raufereien immer ohne ausgekommen.
Kann deinen Einwand daher gut nachvollziehen.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Peter_Kamper am 03/21/17 um 09:46:11
Hm,
dass der Mackinzie River Husky eine generelle Mixtur ist, habe ich ja von vorne herein gesagt.
Auch ist mir klar, dass so ziemlich alle Hunde genetisch vermischt sind.
Also haben wir erst Mal vier (?) Arten von arbeitenden Schlittenhunden ?
Chukchi dog
Greenland dog
Husky
Mallamute
und dann alle Mixturen, die wohl nicht wirklich zaehlen ?
Einschliesslich des modernen Schlittenhundes ? ;D
Cuckchi und Mallemute ist also jeweils ein Stamm von Eingebohrenen.
Ich wundere mich, wie die Hunde ueber 1000ende von Jahren mit all dem Hin und Her so reinrassig geblieben sind ?
Oder hat irgendjemand irgendwann mal 'Stop' gesagt und dann die Rassen bestimmt ?
Danke,
ich lerne dazu...
Bin gespannt auf weiteres.... !
Peter

Wenn in einem Rennen in Alaska reinrassige Hunde gegeneinander oder in einer eigenen Kategorie fahren wuerden, faende ich das Klasse. Aber wer hat schon 14 Huskies..... ??


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/21/17 um 10:56:20

[quote author=Peter_Kamper link=board=15&num=1490069021&start=0#7 date=03/21/17 um 09:46:11]
. Aber wer hat schon 14 Huskies..... ??
[/quote]
Hi Peter,

fuhr nicht Hank deBruin im YQ ein reinrassiges Sib. Husky-Gespann ?
Und wenn ich mich recht erinnere, nahm noch jemand die letzten Jahre mit Sib. Huskies am YQ teil. Er verletzte sich auch einmal und musste aufgeben. Es gab dann eine Spendenaktion im Netz, ..... Mike Ellis ??

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/21/17 um 11:22:54
noe Peter
Ich sehe keine 4 Arten von Schlittenhunden , sondern heute- hier, zaehlen fuer mich als arbeitende Schlittenhunde alle dazu , die die Faehigkeit,das Fell, die Gesundheit die Laufwilligkeit ,Zugwillen ...usw haben. Eben Schlittenhunde ! Punkt.
Hier ging es erstmal nur um die Aufzaehlung der alten Inuitlinie,z.B. der Chukchi die aus Sibirien heraus ihren Weg entlang  machte.aus dem alles entstand.
In einigen vorhergehenden Post wurde auch nachgefragt , dass 1-2 ? hier die Ursprungdogs  nicht  kannten und nachfragten.

"Mixturen" und heutige arbeitende Schlittenhunde ,die wohl wirklich nicht zaehlen ,"???
Wie bitte ?
Das habe ich nicht geschrieben , das sehe ich nicht so.
Ich weiss nicht wie Du darauf kommst.

Ich habe auch geschrieben, dass unterwegs ,waehrend dieser Wanderung  in einzelnen Abschnitten People + Dogs sesshaft wurden und sich ihrer Umgebung anpassten
[tatsaechlich hab ich das vom Mackenzie gedacht ,

Peter , Dein letzter Absatz klingt schon nach Provokation.
Von Reinrassigkeit ist keine Rede.
Aber halt...Du wolltest ja was dazu lernen , es hat tatsaechlich Jemand -Stop- gesagt, allerdings nicht um eine Rasse zu bestimmen ,wie Du es formulierst.
In Groenland durfte, darf bis heute kein anderer Hund reingebracht werden.
Versuch mal in ein Flugzeug nach Groenland einen Hund mitzunehmen.Ab Kopenhagen , Oslo ..usw. sobald es weiter mit der Groenlandair geht . Ist nicht ,nein.
Erst hat das Daenemark erlassen, die heutige groenlaendische Regierung setzt es fort.
Die Sorge war , dass der arbeitende Groenlaenderdog
mit hereingeschleppten Krankheiten nicht umgehen kann. Und dieser Hund wurde zum Lebenserhalt gebraucht.
Irgendwie muss aber dann doch[man vermutet ueber den Schiffsweg] Hunde reingekommen sein.
Resultat:
In den 80ziger hat ein Virus um die  15 bis 20 000 Dogs getoetet.
Der Jammer war riesig. Hunde ,die vorher importiert wurden ,kamen zurueck , Aus DK , Norwegen ,Deutschland ,von Baffin Island. Sie wurden unter Quarantaene gehalten , und es wurde/wird im grossen Stil gezuechtet.
Reinrassig ?



Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/21/17 um 11:46:57
[quote author=Snowdog link=board=15&num=1490069021&start=0#6 date=03/21/17 um 09:42:02]
Hallo Milaq,
Ich habe hier nur die Erfahrung bzw. Anweisung eines Mushers aus Norwegen wiedergegeben.  Er fährt mit recht ursprünglichen Grönies Gäste-Touren und an jedem Schlitten hängt so ein kurzer Stick.
Ich persönlich bin mit den Grönies, auch bei Raufereien immer ohne ausgekommen.
Kann deinen Einwand daher gut nachvollziehen.
[/quote]
@ Milaq

Dennoch möchte ich eine Frage nachschieben.
Wie bekommst   d u   denn die Grönies auseinander, wenn sie mal raufen ?

Reinrassig oder gemixt, was sagt das schon, wenn der Hund, wie du schon richtig sagtest, von Fell, Körperbau und Konstitution den nordischen Erfordernissen gewachsen ist.
Daher fand ich ja die retrospektiven DNA-Analysen meiner Hunde so interessant. (s. Vorpost).
Meine kleine, reinweisse Hündin sieht absolut wie ein zu klein geratener Akita aus (Schulterhöhe 54 cm). Die Analyse ergab aber, dass die einzigen Vorfahren Sib. Huskies und Malamuten sind.
Sie kann heftig arbeiten und übernimmt zeitweise auch Lead-Funktion. Beide ziehen es vor, ganzjährig im Freien zu schlafen.
Bestimmen Sie aber durch eine Hundeklappe selbst.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Bootie am 03/21/17 um 17:11:34
Hallo @alle,

puh, das sind ja viele, viele Infos! Die muss ich erstmal verarbeiten.  ;)
Da denkt man, es gibt ein paar Rassen/Sorten Schlittenhunde und dann diese Fülle an Infos!
Vielen Dank aber dafür!
Da muss man sich aber schon intensiv mit beschäftigen.

@Snowdog: Das war meines Wissens Hank De Bruin beim YQ mit nur Siberian Huskies. Da hatten wir doch drüber diskutiert während des Rennens...?

@Peter:
Der SirKahn ist bzw. aber ein schönes Tier! Richtig hübsch, wenn man das bei einem Hund auch sagen kann/darf! ;-)
Danke für die Fotos.

Bootie


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/21/17 um 17:51:26

[quote author=Bootie link=board=15&num=1490069021&start=0#11 date=03/21/17 um 17:11:34]
@Snowdog: Das war meines Wissens Hank De Bruin beim YQ mit nur Siberian Huskies. Da hatten wir doch drüber diskutiert während des Rennens...?
[quote]

Hallo Bootie,

ja, beim YQ 2017 war das Hank deBruin. Er hat auch 2014 + 2015 teilgenommen. 2014  8. / 2016 gescratcht, wie 2017.

Ein anderes Gespann mit reinrassigen Huskies nahm mit Ausnahme 2013 von 2008 - 2014 regelmäßig am YQ teil.
Es war Mike Ellis, der 3x ankam (2009 8.) und 3x scratchte.
Hier ein Link zu seiner Homepage:

http://www.teamtsuga.com/

Übrigens, ... das hat jetzt nichts mit den Sib. Huskies zu tun, ist aber trotzdem 'ne Info wert.
2011 nahm Wade Marrs auch am YQ teil und scratchte in Dawson.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Peter_Kamper am 03/22/17 um 02:10:44
@ alle:
Die besten reinrassigen (eingetragen und mit Stammbaum verifizierten) Husky Teams der letzten Jahre wurden im ID und YQ von Rob Cook, Hank DeBruin und Mike Ellis gefuehrt.
Mike Ellis (Team Tsuga http://www.teamtsuga.com/ ) behuetet das schnellste Husky-Langstreckenteam Nordamerikas.
Ich habe letztens mit ihm geredet.
Er meinte:
"Peter, .... ich kriege Anfragen von allen Teilen der Welt. Viele wollen meine Hunde kaufen.
Ich verkaufe meine Welpen nicht. Vielleicht an Freunde..., aber ich schicke sie sicherlich nicht in einem Kasten irgendwo an jemanden, den ich nicht kenne. Dafuer liebe ich meine Hunde zu sehr."

@snowdog:
Mike Ellis fuhr in 2012 die steile Abfahrt des Eagle Summit Richtung Central runter und stuerzte. Dabei verletzte er seine Schulter.
Er musste damals in Central Checkpoint aufgeben.  
http://whitehorsestar.com/News/musher-distraught-after-forced-exit
----
Ueber die genetische Forschung deines Hundes muss ich wirklich den Hut abziehen.
Danke fuer das Info !!! Klasse, ... und es gibt zu denken....
===========
@Milaq:
Bitte, ...
sehe nichts was ich schreibe als Provokation.
Du bis einer der Leute, die Klarheit in solch eine Diskussion bringen koennen.
Ich wollte mich sicherlich nicht streiten, sondern versuchte nur eine Frage zu stellen.
===========

Danke,
Peter


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/22/17 um 09:32:20
[quote author=Peter_Kamper link=board=15&num=1490069021&start=0#13 date=03/22/17 um 02:10:44]
1) Ich verkaufe meine Welpen nicht. Vielleicht an Freunde..., aber ich schicke sie sicherlich nicht in einem Kasten irgendwo an jemanden, den ich nicht kenne. Dafuer liebe ich meine Hunde zu sehr."

2) @snowdog:
Mike Ellis fuhr in 2012 die steile Abfahrt des Eagle Summit Richtung Central runter und stuerzte. Dabei verletzte er seine Schulter.
Er musste damals in Central Checkpoint aufgeben.  

3) Ueber die genetische Forschung deines Hundes muss ich wirklich den Hut abziehen.
Danke fuer das Info !!! Klasse, ... und es gibt zu denken....
[/quote]
Hallo Peter,

Zuerst einmal danke für die Bilder von ShirKan. Du kannst dich glücklich schätzen, deine Zeit mit so einem tollen Vierbeiner geteilt zu haben. Seine Beschreibung ....... einfach köstlich.  :D

Zu 1 + 2) Eine super Einstellung von Mike Ellis. Passt einfach zu ihm.
Ich hatte mich damals auch aktiv an der Spendenaktion beteiligt. Einfach weil ich ihn und sein Gespann aus der Ferne sympathisch fand.

Zu 3) Ja, ich war selbst erstaunt, was für eine "Wundertüte" er ist.
Es hat mir aber, besonders auch mit meiner Hündin gezeigt, wie äußere Merkmale täuschen können. Jeder, selbst die im Tierheim, woher sie kam, sagte, da ist ein Akita drinnen und dann........nix Akita, nur Sib. Husky + Malamute.

Mush on with loved dogs
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Bootie am 03/22/17 um 11:28:12
Oh, diese Aussage (Welpen) macht mir den Mike Ellis noch sympathischer.

Ich habe noch eine Frage, die nicht so ganz zum ursprünglichen Thema hier gehört:

Wäre ich ein Musher und hätte Grönländer - dann könnte ich doch theoretisch (und praktisch?) am YQ teilnehmen? Dann wären die Hunde auf den schnelleren Strecken langsamer und würde diese Zeit wohl bei den Steigungen aufholen können? Ein Sieg wäre möglich?

Und: Jeder Musher muss Booties für seine Hunde dabei haben. Diese Hunde sind nach euren Aussagen nicht kälteempfindlich und bräuchten weder Mäntelchen noch Booties zu tragen.
Wäre das dann ein Regelverstoß (in Sachen Booties)? Weil man die Hunde eigentlich vor dem Eis schützen soll?

Bootie


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/22/17 um 12:15:25
Hallo Bootie,


ich denke, theoretisch könntest du teilnehmen. Dir würde es aber gehen wie dem norwegischen Musher beim FL 1000.
Du würdest ankommen, wenn das Ziel schon verlegt oder abgebaut wurde. Auch Checkpoint-Crews warten nicht ewig auf den Letzten.

Die Kompensationsmöglichkeiten (Ebene vs. Berg) reichen nicht.
Die heutigen Renn-Huskies sind einfach   z u   schnell und klettern auch sehr gut.

Was die Booties anbetrifft, haben wir diese, selbst in den norw. / schwed. Bergen eher selten gebraucht und hatten dennoch keine Verletzungen.
Erst bei meinem YQ-Trip mit Sab's Renn-Huskies über den Eagle Summit haben wir regelmäßig Booties angezogen.

Mein großer Oldie oder Björn's Grönies haben nie ein Mäntelchen getragen, selbst in der Nacht bei > -30°C nicht. Sie haben sich ein Schneeloch gegraben oder  komplett einschneien lassen.
Sie haben halt ein sehr dickes Fell, was aber bei höheren Temperaturen auch die Gefahr der Überhitzung verstärkt.

Aber daraus generell zu schließen, dass die modernen Renn-Huskies überempfindlich sind, wäre sicher zu weit her geholt.
Die Einsatzzwecke und die Ausrichtung der Hunde darauf sind einfach zu unterschiedlich.

Ich kann mir keinen Grönländer vorstellen, der mit seinem 16/18 Hunden im Fächergespann zur Jagd fährt und ihnen allen vorher Booties anzieht.

Aber Milaq kann da sicher mehr dazu sagen; er ist ja der Experte in Sachen Grönies.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Bootie am 03/22/17 um 17:46:07

[quote author=Snowdog link=board=15&num=1490069021&start=15#16 date=03/22/17 um 12:15:25]
Hallo Bootie,
ich denke, theoretisch könntest du teilnehmen. Dir würde es aber gehen wie dem norwegischen Musher beim FL 1000.
Du würdest ankommen, wenn das Ziel schon verlegt oder abgebaut wurde. Auch Checkpoint-Crews warten nicht ewig auf den Letzten.
Mush on
Swabian Snowdog
[/quote]

Vielen Dank, Snowdog!
Ehm, ich würde auch mit den super schnellen Renn-Huskies im Ziel ankommen, wenn alles schon verlassen ist...  ;D ;D

Bootie


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/22/17 um 18:44:11
========================
@ Milaq , du schriebst in einem Post:

"Deswegen stimme ich mit Deiner Angabe , Snowdog  auch nicht ueberein.
Mit einem Holzstick dazwischen gehen, bringt nichts.
Ausser , dass der eine Dog glaubt, dass dieser Schlag vom anderen Dog kommt. Und dann wird`s schlimmer."


Ich schrieb in einem meiner Posts:

"Dennoch möchte ich eine Frage nachschieben.
Wie bekommst   d u   denn die Grönies auseinander, wenn sie mal raufen ?"
==========================
Hallo Milaq,

ich sehe gerade, dass du eingeloggt bist.

Die o. a. Frage zu dem Trennen von raufenden Grönies interessiert mich wirklich.
Ich würde mich freuen, wenn du sie noch beantworten könntest.

Besten Dank im Voraus
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/22/17 um 19:22:38
Ich versuche hier schon ueber 2 Stdn. meinPost abzuschicken, es verschwindet im ....ja wohin...
naechster Versuch


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/22/17 um 19:37:07
[quote author=Milaq link=board=15&num=1490069021&start=15#19 date=03/22/17 um 19:22:38]
Ich versuche hier schon ueber 2 Stdn. meinPost abzuschicken, es verschwindet im ....ja wohin...
naechster Versuch
[/quote]

Der obige Post ist angekommen.
Vielleicht ist der andere zu groß ?? Eventl. hilft teilen ?

Grüße
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/22/17 um 20:04:18
Das ist mir sehr unangenehm , ich versuch jetzt weiter , werde alles neu schreiben und vorsichtshalber teilen.
[wird wohl an mir liegen, bin z.Zt. hier "on call " im Job und versuch nebenbei...
Entschuldigung !! ??? das chaos meiner Groehlis faerbt langsam auf mich ab
Milaq


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Boemby am 03/22/17 um 20:09:12

[quote author=Milaq link=board=15&num=1490069021&start=15#19 date=03/22/17 um 19:22:38]
Ich versuche hier schon ueber 2 Stdn. meinPost abzuschicken, es verschwindet im ....ja wohin...
naechster Versuch
[/quote]
Manchmal ist eine Formatierung Schuld das ein Post nicht funktioniert. Auch Links können manchmal das Abschicken verhindern.
Schreib mal in Klartext.
Bilder können zu groß sein? Schon mal daran gedacht.


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/22/17 um 20:10:03
Zitat: .......das chaos meiner Groehlis faerbt langsam auf mich ab -
========================

Hi Milaq,

nicht hetzen, wir warten gerne  :D

Grüße
Swabian Snowdog  


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/22/17 um 20:37:57
ich fang jetztganz von vorn mit abtippen an....damned,damned ;D

Bootie  , auch kenne ich  keine Groehlileute die ihren Dogs Booties oder Maentelchen anziehen muessen.
Ebenfalls bei anderen Inuitdogs , ob bei meinem Freund in Eagle , oder auf den Trails einen Winter in whitehorse , die can. Eskomodogs hatten ebenfalls keine 'Klamotten" an.
Am Anfang der Zucht gab es in der Rangerstation im Denali , oder auch bei einem Musher an der Stampederoad ein paar Mackenzie River Huskys.
Keine Booties oder Maentelchen. [ ich glaube bei der Rangerstation hat es sich aus Versicherungsgruenden im Laufe der Jahre etwas veraendert.
Vor einigen Jahren hat sich ein YQ Musher aus Canada geweigert seinen sehr urspruenglichen Dogs Booties anzuziehen.
Rules sind aber Rules, und haben oft eine sehr sinnvolle Begruendung.
Egal, man fand einen Kompromiss.
Er muss sie den Hunden nicht anziehen, muss die erforderliche Menge aber mitfuehren.
Fein.
Die Begruendung des Mushers war , seine Dogs haetten hervorragende ,  starke dichte Hornhaut an den Ballen/ Er haette nie Verletzungen und will durch die staendig nass werdenden Booties die
pfoten seiner Dogs nicht versauen.
Lieber faehrt er das YQ nicht. Wow
Besser kann ich ,  oder viele Inuitdog  Musher  es nicht formulieren.
Wir hatten auch nie Verletzungen. In Groenland gibt es keine Booties fuer die Dogs. Die gleichen Gruende.
Wir, wie auch in Groenland haben aber immer 1-2 feste Lederbooties dabei.
Just fuer den Fall , dass die Dogs sich mal am Ice schneiden. Guute Salbe auf den Ballen , den Lederbootie an und ab in den Sled, zwischendurch immer wieder ein Stueck mitlaufen lassen.
Wir haben den Lederbootie noch nie gebraucht.
geht weiter , ich teile jetzt gnadenlos


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Peter_Kamper am 03/23/17 um 01:58:20
Wie Milaq schon sagte: "Rules sind rules....".
Du musst die Booties eben einfach mitnehmen. So viel Gewicht ist es nicht und jeder Musher muss sie eben einfach mitnehmen. Ob er sie seinen Hunden anziehen will ist den Mushern selbst ueberlassen.
Booties haben auch nicht unbedingt mit harten oder weichen Pfotenballen zu tuen.
Manchmal muessen Hunde durch Wasser (Overflow) laufen und danach gleich wieder auf manchmal tiefem Schnee den Schlitten ziehen.
In diesem Falle kann sich Schnee mit Wasser bei -30C schnell in Eisstuecke tief zwischen den Ballen entwickeln wogegen auch der tollste Pfotenballen ueber die naechsten 50 km nicht gewachsen ist. Eventuell wird die Pfote wund gerieben.
Natuerlich kann man allerdings nach einer feuchten Ueberquerung von Overflow anhalten und alle Pfoten untersuchen und saeubern.
Dies kostet Zeit.
Auch sind manche der heutigen Trails so hart und rauh, dass Booties manchmal helfen.
----
Fazit:
Keiner sagt, dass ein Musher seinen Hunden Booties anziehen muss. Man muss sie nur dabei haben. Auf Grund dieser Regel ein Rennen nicht mitmachen zu wollen finde ich.... aehm.... eher dumm.
Das einzige was sich sonst dazu sagen laesst ist, dass Tieraerzte die Pfoten von Hunden in vorher designierten Checkpoints genau untersuchen. Wenn dann irgendwo ein Hund mit blutigen Pfotenballen steht, wird er von ihnen eben einfach sofort aus dem Rennen genommen.
Ich sehe wirklich keinen Grund, wieso man gegen eine Regel sein sollte, die fuer jeden Musher eine Pflichtanzahl an Booties vorschreibt....
Wie gesagt, .... kein Musher ist verpflichtet diese jemals zu benutzen. Sie/ er muss sie nur mitnehmen. Das ist alles....
Peter


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/23/17 um 02:33:50

[quote author=Peter_Kamper link=board=15&num=1490069021&start=15#25 date=03/23/17 um 01:58:20]
In diesem Falle kann sich Schnee mit Wasser bei -30C schnell in Eisstuecke tief zwischen den Ballen entwickeln wogegen auch der tollste Pfotenballen ueber die naechsten 50 km nicht gewachsen ist. Eventuell wird die Pfote wund gerieben.
Natuerlich kann man allerdings nach einer feuchten Ueberquerung von Overflow anhalten und alle Pfoten untersuchen und saeubern.
Dies kostet Zeit.
[/quote]
Hallo Peter,

Diese Situation kenne ich auch. Dann aber kommt der Unterschied von Rennen- oder Touren-Fahren ins Spiel. Wir haben uns immer die Zeit nehmen können, nach so etwas die Pfoten in Ordnung zu bringen.
Auch bei jeder Ganganomalie wurde angehalten und die Schneebollen zwischen den Pfotenballen entfernt.

Im Rennen kostet dies aber immer wertvolle Zeit und über 1000 Meilen summiert sich da schon ganz schön was zusammen.

Wenn aber nur das Mitführen, nicht aber das Anziehen vorgeschrieben ist, ........ so what  ?
Das sollte wirklich kein Kriterium für oder gegen eine Rennteilnahme sein.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/23/17 um 08:18:49
Das sehe ich genauso.
Auch unsre Dogs haben nach Overflow Eisstueckchen zwischen den Ballen.
Die dazwischen wachsenden Haare sind in solchen Faellen nur bedingt helpfull.
Als Musher sieht man es sofort,der Lauf des oder der Dogs ist nicht mehr fluessig.
Anhalten und warten ,unsre Dogs legen sich hin und knibbeln/lutschen es raus, danach gucken wir und weiter gehts.
Aber das kostet wirklich viel Zeit .
Nach wie vor glaub ich nicht an den Sinn der Booties.
Wir sind oft nach den Quest auf den Trail.....etc
Wenn ich sage, wir finden 100te Booties auf den Trail mit und ohne Loecher, dann untertreibe ich noch.
Auf harten Trails brauchen wir keine, die Pfoten sind gut gepolstert.
Milaq


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/23/17 um 08:32:32
Snowdog hat recht.
Bei dem Fell der Inuitdogs muss man eher auf eine Ueberhitzung achten.
Sie haben unter dem Deckfell eine dichte , oelige Unterwolle. Bei den Groehlis , ist ueber den Schultern ein 3. kleiner Halbkreis dickes,haerteres Fell.Sieht aus wie ein Ulu [ Inuitfrauen Messer ]
[vermutlich bei den anderen Inuitdogs auch ]

Sie schlafen trotz schoen  gebauten Huetten lieber davor in einer Schneemulde. Morgens kann ich oft den Grasboden drunter sehen, soviel Koerperwaerme geht durch ,  sie sind oben oft eingeschneit .
Maentel brauchen sie nicht, kennen sie nicht.

Die Inuit in Quaanaaq [noerdlich v. Thule und Nordeast Coast bevorzugen Dogs mit beigen , oder sehr hellen Fell ,durchaus dann mit dunklen Flecken.
Ich seh dies auch bei meinen jetzigen Dogs ,[ Importe und 1.2. Generation ] sie haben weniger Probleme.
Dagegen fuer meine schwarze Huendin ist der etwas waermere Maerz schon etwas schwerer.
Wir muessen oefter anhalten ,


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/23/17 um 09:10:41

[quote author=Milaq link=board=15&num=1490069021&start=15#28 date=03/23/17 um 08:32:32]
Bei den Groehlis , ist ueber den Schultern ein 3. kleiner Halbkreis dickes,haerteres Fell.Sieht aus wie ein Ulu.
Sie schlafen trotz schoen  gebauten Huetten lieber davor in einer Schneemulde.
[/quote]
Hallo Milaq,

Erstaunlich, obwohl mein Oldie kein Grönie-Blut in sich hat, verhält er sich weitgehend identisch, was das Schlafen anbetrifft.

Auch er trägt über Schultern und bis auf die Brust eine Lage dickeres Fell. Diese "Löwenmähne" schützt ihn ausgezeichnet bei Beißereien und vor Kälte, macht ihm aber bei den mitteleuropäischen Sommern manchmal etwas zu schaffen.
Ich denke, dass das noch ein Erbe irgendwelcher Dohky-Urururvorfahren ist, für die die Mähne ja typisch ist.

Happy Dogs
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/23/17 um 09:32:58
Zu Deiner Frage , Snowdog. Ich koennte viele Seiten schreiben ,da viel in dem Rudel  Verhalten der Groehlis begruendet liegt.
Werde wahrscheinlch bald unterbrechen und morgen Frueh weiterschreiben  es ist nach Mitternacht .Ich versuch es kuerzer zu fassen , und wenn es Euch auf den Keks geht, lasst es mich wissen.
Ich habe tatsaechlich sehr selten Pruegeleien. Ich glaube , die Letzte liegt mehr als 2 Jahre zurueck.
Das ist jetzt nicht arrogant gemeint , ich hab einfach , wie viele andere Groehli Musher in Europa auch, ein anderes System in der Herangehensweise und Haltung , eins ,dass den "Chaoskoeppen "mehr entspricht.

Meine Dogs leben frei im Familyrudel in einem grossen Gehege , Quer durch haben wir ein paar Zaeune gezogen , Tueren drin .Die Tueren sind immer offen.
Sollte es mal notwendig  werden , kann man schnell fuer den Moment trennen.Tuer zu , bis das sich eine Situation beruhigt.

Mein erster Trumpf ist der Rudelboss.
Gehen mal die Gemueter hoch [2 Jahre alt und dann viele Jahre erst spaeter ] springt der Rudelboss, manchmal # 2 auch mit rein ,und beendet einen Fight , dank seiner Autoritaet schnell.
Es hoert sich furchtbar laut an, es sieht aeusserst heftig aus , und ich bin in Gedanken schon beim Wunden stapeln.........sie haben nichts, noch nicht mal ein klitzekleines Loch , nur nasses Fell.
Sie haben eine dicke Show geliefert und scheinen froh zu sein ,dass Jemand mit Plan sie unterbricht.
Man wedelt sich zoegernd an , der Einzige ,der voellig atemlos fertig  ist - bin ich.

es gibt noch mehr Moeglichkeiten , dies aber morgen frueh - ich muss schlafen
Ach ja Snowdog , meinst Du Bjoern Klauer ?

Milaq


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/23/17 um 10:58:22
Hi Milaq,

wie kommst du denn auf die Idee, du könntest uns auf den Keks gehen. Wenn ich auch nur 2 nord. Fellnasen beherberge, ist es  doch spannend, einen Einblick in die Haltung eines Grönie-Rudels zu bekommen.

Meine Hochachtung dafür, wie du dein Rudel hältst. Es ist für mich die wahrscheinlich beste Art, dem Rudelverhalten von Hunden gerecht zu werden. Ich habe immer etwas Bauchweh, wenn ich die Drehketten-Haltung im großen Stil sehe.

Glücklicherweise gehen auch hier in Deutschland immer mehr Musher zu deiner Art über bzw. müssen es wohl so machen, da die Kettenhaltung in D wohl verboten ist.
 Mein Freund M. Ruoff macht es mit seinen 20 Renn-Huskies so und Nature Trails von S. Richter auch.
Ich klinke mal einen Link zu einem Video von ihm ein:

https://youtu.be/qSM_ecDijV8

Und um deine letzte Frage zu beantworten, ja, ich meine Björn Klauer. Sein langjähriger Partner Johnny Gunnberg war sowas wie mein Ausbilder und "Doktorvater"  ;D in Sachen Touren-Mushing.
Am Yukon war das dann hauptsächlich "Bushman" Trevor Braun, ein YQ-Veteran aus Whitehorse, den man aber heute hauptsächlich in Kanu antrifft.


Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/23/17 um 19:06:16
hallo Snowdog,
ich fragte nach B. Klauer , weil die Groehli, Malamuten Leute in Germany kennen sich , oder wissen voneinander.
Mit den alten Inuitdogs fing ja alles an.Von Scandinavien bis runter nach Frankreich.
Die Schweiz hatte  auch auf dem Eiger Gletscher eine grosse Kolonie [ aber davon vielleicht spaeter }
Dort hatten die Groenlaender den Anteil ueberhaupt , dass die Bahn hoch zum Eiger gebaut werden konnte..
Heute , gibt es sie nicht mehr. Die restlichen Groehlis sind [hoffentlich gut ] unter Liebhaber verteilt.
Mit den mehr professionellen  Rennen ging die Anzahl dieser urspruenglichen Dogs zurueck, oder mehr in den Tourenbereich.
Und in Deutschland hatten die Groehlis einen sehr schlechten Start, bedingt durch Unwissen versuchten sich ein paar an ihnen und spielten mehr den Loewenbaendiger.
Bis in die 90ziger hatte der Groehli - und auch der Malamute einer "sich durch alles pruegelnden Wilden "
Ruf.
Es hat uns  viel Aufklaerungsarbeit und sogenanntes " mit guten Beispiel voran gehend " gekostet.
Und hat sehr lange gedauert.
Heute fahren die schoenen, grossen und kleinen Gespanne  gut erzogen mit.
Trotzdem sind sie nicht so fuehrig wie die moderneren Schlittenhunde. Man muss schon wissen , wie man macht und wie. Fuer Anfaenger oft schwer.
Will man ein Comic malen saehe es so aus :
Rennen , Trail friedliebende Schlittenhunde laufen um Plaetze, und tada:
es kommt mit Getoese Malamuten und Groenlaender Gespanne angetobt. [ auf der Suche nach Streit]
Die friedliebenden , wohlerzogenden anderen Schlittenhunde stoppen , graben sich schnell in den Boden und warten , dass diese Schlaeger vorbei sind.


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/23/17 um 19:24:59
zurueck zur Frage :
Braucht der Rudelboss menschliches Eingreifen ,
komme ich sehr laut tobend aus dem Haus gerannt.
Die sensiblen Groehlis [ erst auf den Putz hauen ,dann denken, die Malamuten denken viel differenzierter ]
sind von diesen Anblick schon oft so geschockt, dass sie auseinandergehen, der rudelboss macht den Rest.
Wir gehen sehr ruhig in normal lauten tonfall mit ihnen um, so ist ein tobender Musher schon eine seltene Ausnahme. Das wirkt..wirklich.
8)
und dann hilft oft die Zeitung.Sie liegt immer im Flur griffbereit , ich hab staniol streifen drumrum/drauf geklebt und die klatsche ich dabei in meine Hand - aua - an den Zaum , auf die ersten Huetten und finaly auf die Nase der sich pruegelnden.
Das wirkt.
Es ist das Geraeusch [ ich glaube , aehnlich wie bei den Inuits mit der Wip]
Diesen Schockmoment nutzte ich , um Einen zu greifen , in den abgetrennten Teil zu ziehen=Rudelboss schnappt sich den Anderen. Tuer zu
Wie gesagt, so kennen sie mich/uns nicht , und so etwas bringt so schnell aus dem Konzept , dass der winzige Ueberraschungsmoment die Chance zum trennen ist.
Und dann muffelt man ein bischen vor sich hin , mit nassen Fell, vielleicht ein kl. Loechlein und spielt wieder miteinander ???


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/23/17 um 19:48:17
funktioniert ein Rudel ist eine ernste Situation schnell vorbei.
Wenn nicht , warten wir und bei der ersten Ermuedung greifen wir zu und trennen.
Das sind oft nur wenige Min.
Greift man vorher zu , ist nur die Gefahr groesser , dass man beim Auseinanderzerren die  Wunden erst reisst.
Wir entscheiden flexibel aus der Situation.
Den Ernstfall  - gottseidank - kam  bei uns in allen den Jahren sehr ,sehr selten vor.
Insgesamt hatte ich Glueck , ich war nicht allein zuhause [ selbst dann haett ich bei Ermuedung handeln koennen...aber
Jeder fasst hinten die Hinterbeine eines Dogs, und gleichzeitig reissen wir sie an den Beinen hinten hoch.
Sie koennen sich vorne nicht mehr festbeissen , die Schnauze oeffnet sich , und wir haben sie auseinander.
Trennen und abwarten.
Aber , das ist eine ernste Situation. Es endet meist in den Aufbau eines 2. Rudels.
Bei der gemeinsamen Arbeit vor dem Sled ist erst ein wenig Gebrummel, aber unsere Konsequenz und immer gleiche ,klare Ansage hat bisher immer geklappt.
Sie trennen klar. Bei der Arbeit wird gearbeitet.
Zum ernsthaften Streit kam es , weil Manche ja ihr eigenes Rudel aufbauen wollten....und das haben sie.
Wenn Bjoern es noch so macht wie vor 20..25 .?...Jahren , wir machen  es ebenso.
Waehrend Wintertraveling,
[ im Sommer sind wir viel mit Backpack Hiking [ jeweils 4- 5 freilaufende Dogs unterwegs]
haben wir oft die Tueren in den einzelnen Gehegestuecke geschlossen.
Einfach um das gemeinsame Arbeiten vor dem Sled nicht zu gefaehrden.
Dabei sind immer mehrere in einem Abschnitt untergebracht , und diese routieren im Wochentakt.
Der Gedanke dahinter ist , dass sich einzelne Paare [ und es gibt ja "Verliebte" ] nicht drauf einschiessen und ein neues Rudel starten.  Klappt bisher ganz gut.
Es ist immer Action und das lieben sie.
2 Inuitdogs halten ist einfacher.
Kommt ein 3. dazu , beginnt schon die Rudelstruktur, und dann wird es erst etwas schwierig.
Diese Inuitdogs sind reine Rudeltiere , mit leichten Abweichungen im Verhalten der einzelnen Arten.



Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/23/17 um 20:01:44
Wir sind hier - und machen es immer noch - mit vielen AH Mushern getravelt.
Dabei sind es unsere "Caterpillardozer" , die den Trail oft brechen, oder die einfahrt in das Camp.
Im Gegenzug profitieren wir von der Schnelligkeit der AH`s.
Unsere haengen sich dran ;D
um dann nach ein paar Meilen zurueckzubleiben.
Aber immerhin geht`s dann der Nase entlang.
Nur fuer ein heutiges Race  , dass sich fast nur noch auf  , immer schneller , bezieht , dafuer sie sind absolut ungeeignet.
Die Groehlis sind schnell , aber wenn wir sie "puschen" wuerden , verweigern sie. Gut so.
Bei den Siberian, den Inuitdogs ist eine Bremse im Kopf .Sie gehen nicht an ihr Limit, sie stoppen vorher.
Durch guten Aufbau, Food und Training kann man viel - auch mehr erreichen, aber es reicht eben nicht .
Ist fgine mit uns , das gemeinsame Traveln mit den AH`s ist auch schoen
;D
Milaq


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Snowdog am 03/23/17 um 20:01:58
Hi Milaq,

ganz herzlichen Dank für die sehr detailreichen Antworten.

Für mich ist jetzt euer Führungskonzept ganz klar erkennbar.
Super !!! Es entspricht sehr meinen persönlichen Vorstellungen von heutiger Hundeerziehung.

Ich kann heute überhaupt nichts mehr mit den oft noch üblichen Trainings-Methoden, ich nenne sie >> rechts rum, links rum Kynologie << anfangen.

Ich weiss nicht, ob du die Autoren Günther Bloch und Elli Radinger kennst ? Sie haben Ihre Jahrzehnte schon andauernde  Freilandbeobachtungen von Wölfen in verständliche Erziehungskonzepte für Hundehalter umgesetzt.
Von ihnen inspiriert, konnte ich alle meine Huskies zu Freiläufern  erziehen,  die sich sogar von fliehendem Wild abrufen lassen.

Mush with happy dogs
Swabian Snowdog

P. S. Ob Björn seine Sticks heute immer noch am Schlitten hat, weiss ich nicht. Ich meine sie vor 7 Jahren noch gesehen zu  haben. Allerdings wird er bei seinen Weiterzüchtungen sicher versucht haben, ein etwas weniger "Kunden erschreckendes Raufverhalten" zu etablieren. In der Haltung fährt er z. Zt. eine Mixtur eures Konzeptes und der Drehketten-Haltung.


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/23/17 um 20:06:38
Danke , fuer die netten Worte.
Ja , kenn ich.

Ich muss zur Arbeit , schreibe heut Abend dazu.
Wir hatten letzte Woche ein Erlebnis der anderen Art.
:o
Bei einem overnighttrip isrt auf dem rueckweg eine nervoese , genervte Elchkuh in die Mitte der Gangline gesprungen.
Hab ich eine panische Angst bekommen.!!
Alles gut, die konsequente erziehung , und die nette einsichtige Elchkuh machte einen guten Ausgang moeglich ;D
und ich hab Polarbaer Hunter vor dem Sled. ;D


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Peter_Kamper am 03/24/17 um 04:19:23
Hi :)
Ich wuerde noch mal gerne eine alte Frage aufgreifen.
@Milaq:
Du hast geschrieben:
"Vor einigen Jahren hat sich ein YQ Musher aus Canada geweigert seinen sehr urspruenglichen Dogs Booties anzuziehen.
Rules sind aber Rules, und haben oft eine sehr sinnvolle Begruendung.
Egal, man fand einen Kompromiss.
Er muss sie den Hunden nicht anziehen, muss die erforderliche Menge aber mitfuehren.
Fein.
Die Begruendung des Mushers war , seine Dogs haetten hervorragende ,  starke dichte Hornhaut an den Ballen/ Er haette nie Verletzungen und will durch die staendig nass werdenden Booties die
pfoten seiner Dogs nicht versauen.
Lieber faehrt er das YQ nicht. Wow
Besser kann ich ,  oder viele Inuitdog  Musher  es nicht formulieren."
==================
Milaq,
verzeih mir, aber die Regel die du erwaehnst hat weder beim ID noch beim YQ nie exestiert.
Ansonsten hast du Recht. Wieso sollte man gezwungen sein, seinen Hunden Booties anzuziehen.
==================
@alle
Es sollte klar gestellt werden, dass Musher zwar eine gewisse Anzahl an Booties beim YQ mitnehmen mussten, allerdings die freie Wahl hatten, diese zu benutzen.
Falls ein Musher also dachte, dass seine Hunde auf dem gesamtem oder auf gewissen Strecken des YQ- Trails keine Booties brauchten, war ihnen diese Entscheidung selbst ueberlassen.
Die ca. 1.5 kg an Booties mussten sie allerdings mit sich tragen.
Es ist meiner Ansicht nach eine faire Regelung.
-
Manche Hunde muessen selbst bei -30C entlang der 1600 km Trails durch Gewaesser, nasse Fluesse oder Pfuetzen laufen. Dies nennt sich 'Overflow'.
Oft sammelt sich dann Wasser zwischen Pfoten, Schnee mischt sich dazwischen und Eis baut sich danach zwischen den Pfotenballen auf.
Das Eis scheuert zwischen den Ballen und fuehrt ueber die naechsten 50 km zu Blutungen
Die schnellen harten Trails der Neuzeit fuehren ueber 1600 km ebenfalls manchmal zu Problemen mit Pfoten.
Ein Tierarzt, der solche eigendlich unnoetigen Probleme im naechstem Checkpoint fest stellt, wird den Hund sofort aus dem Rennen nehmen.
Booties haetten geholfen....
-
Ich denke, dass die 'Bootie-Regel' ihren Sinn hat.
Wer immer zu stolz ist um solch einen Pfotenschutz fuer seine Hunde auf einem 1600 km Trail mitzunehmen, erscheint mir... hm... ueberheblich ?
Hundepflege sollte #1 sein.
--
Tieraerzte haben oft Hunde vom Yukon Quest und Iditarod Rennen disqualifiziert (dem Musher abgenommen), weil diese blutige Stellen zwischen den Pfotenballen aufwiesen.
Ich denke, dass dies auch richtig ist.
Wie Milaq sagte, gehoert Pfotenpflege auf langen Strecken neben der Waesserung eines Teams zu einer der hoechsten Verantwortungen des jeweiligen Mushers.
-
Lance Mackey sagte frueher einmal in einer Ansprache drei Monate vor einem Rennen zu einer Versammlung von Rookies:
" If the paws go, the team goes. I cannot stress this enough !!! Love your dogs but most of all take care of their paws !"
In Deutsch:
"Wenn die Pfoten kaputt sind ist das Team kaputt. Es ist etwas, das ihr euch wirklich einpraegen muesst !! Liebt eure Hunde, aber passt (neben allem anderem) auf deren Pfoten auf !"
Er sprach ueber Salben und Pfotenpflege, die Milaq oben angesprochen hat.
Lance Mackey sprach allerdings auch ueber Booties, ueber deren Wichtigkeit und wie man sie einsetzen sollte.
-
Booties haben ohne Zweifel ihren Platz in jedem Schlittenhunde- Rennen.
Ob und wann man sie benutzen will, ist eine Frage, die sich jeder Musher selbst stellen muss.
Es kommt auf's Wetter und die jeweilige Gegend, die Temperatur, die Schaerfe der Eisschollen und die Konsistenz des Schnees an.
--
Nur so zum Nachdenken ...

Peter



Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Habicht am 03/24/17 um 21:48:54
Milaq, Peter und Snowdog, habe eure Berichte und Diskussion mit großem Interesse hier verfolgt.
Schon eine etwas andere Art der Hundehaltung wie unsereiner das kennt und so viel was man wissen und beachten muss um ein einigermassen friedvolles Hunderudel zu führen!

milaq schrieb:

Den Ernstfall  - gottseidank - kam  bei uns in allen den Jahren sehr ,sehr selten vor.
Insgesamt hatte ich Glueck , ich war nicht allein zuhause [ selbst dann haett ich bei Ermuedung handeln koennen...aber
Jeder fasst hinten die Hinterbeine eines Dogs, und gleichzeitig reissen wir sie an den Beinen hinten hoch.
Sie koennen sich vorne nicht mehr festbeissen , die Schnauze oeffnet sich , und wir haben sie auseinander.
Trennen und abwarten.



Dann hast du aber einen 24 Std. Job! Was ist, wenn mal gerade niemand bemerkt was abgeht???



Wir hatten letzte Woche ein Erlebnis der anderen Art.



Uih, da hast du aber Glück gehabt, dass das gut ausgegangen ist  :o

Würde gerne mal ein paar Fotos deiner Dogs sehen, hast du eine Webseite oder kannst du hier mal welche posten? Das wäre Super  :)

@Peter, dein Shirkan war ja wirklich ein imposanter Hund, da warst du ja immer gut beschützt. Wie lange hat er dich denn begleiten dürfen (weiß nicht wie lange man für 1500 km im Kanu braucht  ;))?

@Snowdog, bin noch nicht ganz eingeschlafen, nur wenig Zeit im Moment  ;D Buch ist unterwegs!
Finde ich super interessant die Ahnenforschung bei deinen Hunden  8)


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/25/17 um 20:17:21
;D


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/25/17 um 20:27:41
der letzte Punkt ist noch ein paar Worte wert.
Wir sind auch mal fuer ein paar Tage weg.
Morgens und Abends kommt ein Musherfreund [ can.Eskimodogs ] vorbei zum Fuettern/Waessern usw., /er bleibt dann natuerlich ein wenig da,just  ueberpruefen ob alles in Ordnung ist.
Er muss sie oft ein paarmal rufen , bis das sie rauskommen.
Also Wachhunde sind sie mit Sicherheit nicht. Wir sind nicht da , also erstmal gucken , wer da so kommt.

Nach 2 Tagen haben sie es endlich kapiert  ::)
und begruessen ihn schon lautstark.

Fotos
Ja klar , kann ich reinstellen , bzw. reinstellen lassen [ ich kann dies naemlich nicht ]

Milaq


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/25/17 um 20:31:29

[quote author=Milaq link=board=15&num=1490069021&start=30#40 date=03/25/17 um 20:17:21]
Habicht
entschuldigung , dass ich erst jetzt antworte.Ich hab im moment ein wenig Zeitstress.

="dann hast Du aber einen 24 Stdn.Job ! Was ist, wenn mal gerade niemand bemerkt was abgeht "=

Noe , warum sollte ich. Ich hab ja geschrieben, dass ich ein ueber Generationen aufgebautes rudel habe.
Das funktioniert in der Arbeit, im Rudel.
Die wenigen Momente , 1-2 mal  [eventuell ] im Leben eines Groehli,die wirklich ernst werden koennen  , nun ja , wenn ich nur ein wenig in diesen vielen Jahren gelernt habe reicht es inzwischen aus, die Anzeichen rechtzeitig zu erkennen.
Ansonsten, die Groehli`s , can. Eskimodogs , sind "crazy Chaoten " fuer jeden feinsinnigen Siberian Husky ;D ,
Quasselkoeppe , die immer irgendwie ihren Senf dazugeben muessen , auch mal "lautstark" mit Anrempeln ,aber in einer guten Rudelstruktur mit gleichen Traditionen in Zucht und Benehmen  eigentlich einfach zu handeln sind.
Bei ruhiger Ansage , zuverlaessigen gleichen Sicherheiten und Ablaeufen ist [ fuer mich ] das Leben mit ihnen einfach gut
Ich hab waehrend meiner Abwesenheit - glaub ich - nie einen Fight gehabt. Und wenn doch ? Dann hat der Rudelboss gute Arbeit geleistet.
[/quote]


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Habicht am 03/25/17 um 20:39:57
Dank  Milaq und viel Spaß noch mit deinen wunderbaren Hunden. Das mit dem Wachen kenne ich von unseren Entlebucher Sennenhunden auch. Immer große Klappe, aber wenn sie alleine waren, nix ::) Warum auch, ist ja keiner da dem man melden muss  ;D

Fotos wären toll!


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/25/17 um 20:41:18
uiui , da hab ich etwas vermixt.
Die letzten beiden Post [#51] muessen genau andersrum gelesen werden. also der Kleine vor dem Grossen Beitrag ::)

Peter ,ich seh es immer noch etwas anders  ;D
Spaeter dazu, bin grad etwas knapp mit der Zeit.

Entschuldigung
Milaq


Titel: Re: Mackenzie River Dogs, Mallemuten, Huskies ?
Beitrag von: Milaq am 03/25/17 um 20:56:04
oh je ,schon wieder etwas vergessen.
Man sieht , dass die Groehlis und ich anscheinend zusammenpassen. ::)

Hier 2 links

ngm.nationalgeographic.com/2012/01/sled-dogs-/finkel-text  

https://de.wikipedia.org/wiki/Sirius-Schlittenpatrouille    


Natuerlich ist der heutige Grund fuer die Sirius Stationierung ueberfluessig. Es wird aber aus Tradition
von der daenischen , wie auch der groenlaendischen Seite daran festgehalten.
Nur der Auftrag ist ein wenig veraendert.
Entlang der Route werden auch wissenschaftliche  Beobachtungen ueberprueft/festgehalten.
Ebenfalls sind  aus der Vergangenheit einige Huts/Shelter vorhanden, die  repariert und erweitert werden.
Das Ganze ist ein Riesen Nationalpark geworden.
Gute Shelter sind lebenswichtig, sollte mal Jemand vorbeikommen ?? ???

Ich kenne eine Handvoll ehemaliger daen. Siriusleute.
Von Einem hab ich meinen =Milaq= uebernommen.
Auch sind einige von den ehemaligen Siriusleuten mit ihrer Rueckkehr  nach Daenemark von den Groehlis so infiziert gewesen, dass sie dort gleich weiter mit diesen Dogs lebten.

Milaq