Alaska-Info Forum
         Yukon Quest [www.yukonquest.info]
           Thema von: admin am 06/29/18 um 18:26:17

Titel: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/24/18 um 23:27:41
Hugh Neff darf nicht beim Yukon Quest 2019 teilnehmen:

http://www.yukonquest.info/news/scarnews.php?sn_show_news=841

admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Peter_Kamper am 04/25/18 um 07:18:49
Die Chef-Tieraerzte des YQ haben inzwischen viel Sagen im YQ Rennen.
Nina Hansen's Team (2018 Chefaerztin des YQ) hat den Hund nicht nur in Hinsicht auf die Todesursache (machte man mal frueher auf die Schnelle) sondern auch auf jegliche andere Probleme obduziert.
Ich finde das toll.
http://www.newsminer.com/news/local_news/hugh-neff-banned-from-yukon-quest-based-on-dog-necropsy/article_6aa70816-47f8-11e8-9697-cbbb72de4523.html
Kathleen McGill, die frueher mal Chefaerztin des YQ war, sitzt nun im 'Rules Committee' des YQ.
Nina und Kathleen sind Beide an nichts anderem als der Gesundheit von Hunden entlang des Trails interessiert.
-
In Hinsicht auf Mushing stehen wir an einem Wendepunkt.
Dies wird sich weiter entwickeln.
Gut so....

Peter


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 04/25/18 um 10:17:14
Guten Morgen Quest-Fans,  selbstverständlich ist die Gesundheit der Hunde sehr wichtig und daher sollten die Tierärzte auch ein großen Einfluss haben. Ich finde es gut, dass die Obduktion so gründlich gemacht wurde. Ich habe zwar pers. NULL Ahnung von Hundepflege und Hundekrankheiten, daher sind für mich Erläuterungen wichtig. Bin gespannt, ob Hugh Neff Einspruch einlegt und über die dann fällige Begründung. Sicherlich wird er jetzt einen Anwalt hinzuziehen und daher ein paar Tage für eine off. Erklärung gebrauchen. Für mich stellt sich auch die Frage, ob Sperren nicht für einen Kennel gelten sollten, denn auch einen Start seiner Frau wäre gegebenenfalls fragwürdig.  Viele Grüße aus dem regnerischen Norddeutschland  Ansgar  PS Gerade das richtige Wetter für "meine"  Windmühle


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/25/18 um 10:19:02
Oje. Danke für die düstere Info, vor allem für den Link mit dem längeren Artikel (aus dem deutschen Artikel geht irgendwie gar nicht hervor, was man Hugh nun genau vorwirft).

Ich kenne mich ja zu wenig aus, aber wenn das Vet Team Boppy schon in Eagle hätte rausnehmen müssen, müssten die entsprechenden Leute ja genau genommen auch irgendwie gerügt werden. Ich meine, was nützt ein Vet am Checkpoint, wenn er seinen Job nicht richtig macht?

Jedenfalls sehr traurig, das Ganze. :'( Oft sterben ja Hunde an etwas, gegen das man nichts machen könnte. Aber Boppy könnte vielleicht noch leben, wenn er die nötige Aufmerksamkeit/Pflege bekommen hätte?
Und Hugh war diesmal noch nicht mal besonders rasant unterwegs, oder könnte das schon damit zu tun gehabt haben?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/25/18 um 10:22:21

[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=0#2 date=04/25/18 um 10:17:14]
Bin gespannt, ob Hugh Neff Einspruch einlegt und über die dann fällige Begründung. [/quote]

Ja, da muss ja irgendwas kommen.


[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=0#2 date=04/25/18 um 10:17:14]Für mich stellt sich auch die Frage, ob Sperren nicht für einen Kennel gelten sollten, denn auch einen Start seiner Frau wäre gegebenenfalls fragwürdig.  
[/quote]

Weiß nicht, ob das so viel Sinn ergeben würde. Eigentlich sollte sich so eine Strafe doch nur auf den involvierten Musher beschränken, denke ich. Denn fahren nicht auch immer wieder Musher mit (teilweise) Hunden aus anderen Kennels?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/25/18 um 10:25:46

aus dem deutschen Artikel geht irgendwie gar nicht hervor, was man Hugh nun genau vorwirf


Dies war die offizielle Presseerklärung des YQ

Zu weiteren Erläuterung:

Vet McGill:
"These were things that were on the interior of the dog, if you will, and pointed to what we feel was lack of dog care, both in the kennel and along the trail," she said.

"This dog had no body fat left on the inside, and that just didn't happen overnight. It just didn't happen at the race. And that was when we felt we needed to take strong action.

admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 04/25/18 um 10:33:08
Hallo,

Zitat "Weiß nicht, ob das so viel Sinn ergeben würde. Eigentlich sollte sich so eine Strafe doch nur auf den involvierten Musher beschränken, denke ich. Denn fahren nicht auch immer wieder Musher mit (teilweise) Hunden aus anderen Kennels?"

Mein Gedanken, war das eine mangelhafte Pflege ja nicht beim Rennen angefangen hätte sondern Zuhause. Im Fall von Hugh Neff will ja evtl. seine Frau im nächsten Jahr vom Quest 1000 starten und da frage ich mich ob eine Kennelsperre Sinn machen würde.

Gruss Ansgar


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/25/18 um 10:33:15
Ausserdem wirft man ihm ja vor, seinen Kennel nicht ausreichend gegen den Wurmbefall behandelt zu haben.

Folge: nun müssen wahrscheinlich alle YQ-Teilnehmer ihre Hunde checken und evtl. untersuchen und behandeln lassen.

Der Quest will in Zukunft nicht mehr nur reagieren sondern präventiv eingreifen.

Mit dieser Strafe wird Neff auch zum Rookie gemacht und muss(!) seine Hunde vor dem Start nun von den YQ-Vets untersuchen lassen. Veteranen können ihre Hunde ja auch einen Tierarzt ihrer Wahl vorstellen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/25/18 um 10:35:11
"Kennelsperre"

Ich glaube nicht, dass dies Sinn macht und ob dies auch überhaupt rechtlich möglich ist. Jedefalls tauschen und leihen sich ja die Musher untereinander ihre Hunde - was soll da eine Kennelverbot gross ausrichten? (siehe North Beitrag)

Die Strafe ist schon hart genug für Hugh Neff.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/25/18 um 10:50:20
Wie jemand in FB richtig angemerkt hat, wird in der Presse-Mitteilung auch die Quest-Regel 43 für den Ausschluss von Hugh Neff herangezogen.

43 Drugs - Erlaubte und nicht erlaubte Substanzen

Warum wurde aber noch nicht erwähnt.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Susanne_B. am 04/25/18 um 12:12:10
Ich habe nur das kurze deutsche Statement gelesen und bin einigermaßen schockiert! Ich habe lange beim Tierarzt gearbeitet und bei einem Hund mit dem Befund, würde ich  von Vernachlässigung ausgehen! Das sind keine Erkrankungen, die von jetzt auf gleich auftreten! Mir ist schon klar, dass Hunde aus einem Kennel mit über 50 oder noch mehr Tieren nicht so gepflegt oder gehätschelt werden, wie ein Schosshund bei uns in Deutschland. Das ein Hund an Erbrochenem erstickt kann passieren - auch bei uns. Aber die Befunde über die Entzündungen und Nekrosen wären nicht aufgefallen, wenn der Hund nicht obduziert worden wäre - der schlechte Allgemeinzustand aber schon! Da muss doch jemand gepennt haben. Und der Wurmbefall ist noch ein Übriges- Ekremente in den Checkpoints und hunderte Hunde die sich infizieren können - sorry, aber in meinen Augen hat Hugh Neff grad ziemlich verk...


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Peter_Kamper am 04/25/18 um 12:21:56
Es wurde hier erwaehnt, dass McGill meinte:
""This dog had no body fat left on the inside, and that just didn't happen overnight. It just didn't happen at the race. And that was when we felt we needed to take strong action."
--
Ich pesoenlich sage hier nichts gegen einen Musher aus, stehe aber auf der Seite der Tieraerzte.
Allerdings werden Hunde am Anfang des Rennens gewogen und mit etwas Aufmerksamkeit sollte man bei der Voruntersuchung das Fehlen von Fett auch innerhalb des Koerpers bei der Voruntersuchung feststellen koennen, oder ? Dies ist meinerseits eher eine Frage als eine Behauptung...
---
Jemand meinte, dass das Problem ja wohl eigendlich der Tierarzt in Eagle war und ob in dieser Hinsicht etwas gemacht wird.
Ich kenne das heutige Quest nicht, aber ich kenne immer noch die leitenden Tieraerzte, die im Bericht erwaehnt werden.
Ich wuerde schaetzen, dass ca. 40 Seiten an E-Mail geschrieben und 12 Stunden an Gespraechen gefuehrt wurden. Ich bezweifel es sehr, dass der 'schuldige' Tierarzt nochmals zum Rennen eingeladen wird.
Falls dies allerdings passieren sollte, wird er wahrscheinlich seine Lehre gelernt haben.
'Bobby', sein Tod und die Offenheit mit der das YQ den Tod untersuchte und die Resultate bekannt gab, koennte eine Lehre fuer alle Schlittenhunderennen sein.
----
Sollte ein gesamter Kennel disqualifiziert werden ?
Meiner Meinung nach nein.
Hugh hat eine Wurmkur vernachlaessigt. Echt schlecht.

Ansonsten sollten Tieraerzte allerdings bei den Voruntersuchungen vor Langstreckenrennen wohl auch sorgsamer untersuchen oder weniger Angst haben ihren Daumen zu senken wenn sie einen Hund nicht zum Rennen zulassen oder ihn aus dem Rennen nehmen wollen.

Frueher mal wurden Tieraerzte in Rennen geruegt wenn sie ihre Meinung kund taten.
Ein paar Jahrzehnte spaeter wurden Tieraerzte dem Race Marshall gleich gestellt; zumindest theoretisch...
Heute kommen wir an den Punkt wo Tieraerzte sich in einer weit machtvolleren Position sehen und ihre Meinung durchsetzen koennen.
Dies mag etwas gewoehnungsduerftig sein.
Mit Sicherheit bedarf es Mut, ... bei -30C im Dunkeln und nach 24 Stunden ohne Schlaf.
Entscheidungen sind schwierig, wenn man dann ein muedes Team mit einer Akte unterm Arm, einem Scanner fuer die Hundenummer, einem Stehtoskop und einer Kopflampe im Tiefschnee mit einem abgezogenem Handschuh zwischen den Zaehnen untersucht.
"Komm, steh mal fuer mich auf, damit ich dich untersuchen kann." - "%^#* you ! Ich muss schlafen."

Ich koennte ein ganzes Buch ueber die Geschichten der Tieraerzte des YQ schreiben. Was ich allerdings hier sagen kann ist, dass sie ihr Bestes tuen aber neuerdings und auch jetzt nach diesem Schritt mehr Recht haben auf ihr Recht zu pochen.
Ich hoffe, dass ihr wisst was ich meine...
----
Bobby's detaillierte Necropsy und die darauf folgende Diagnose war eine Lehre, die zukuenftige Tierarzte entlang der Schlittenhunde-Trails sicherlich vor den Rennen studieren werden.
Es ist ein grosser Schritt vorwaerts auf den ich ehrlich gesagt fuer 20 lange Jahre vergeblich gehofft hatte...

Nur so meine Gedanken,
Peter


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/25/18 um 13:51:05

[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=0#6 date=04/25/18 um 10:33:08]

Mein Gedanken, war das eine mangelhafte Pflege ja nicht beim Rennen angefangen hätte sondern Zuhause. Im Fall von Hugh Neff will ja evtl. seine Frau im nächsten Jahr vom Quest 1000 starten und da frage ich mich ob eine Kennelsperre Sinn machen würde.
[/quote]

Ja, das hatte ich auch so verstanden.
Ich denke nur, dass es dazu ja eine generelle Regelung geben müsste, was evtl. schwierig werden könnte.
Aber warten wir mal ab, wie es weitergeht und was noch dazu rauskommt.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/25/18 um 14:07:29

[quote author=Peter_Kamper link=board=14&num=1524605261&start=0#11 date=04/25/18 um 12:21:56]
Es wurde hier erwaehnt, dass McGill meinte:
""This dog had no body fat left on the inside, and that just didn't happen overnight. It just didn't happen at the race. And that was when we felt we needed to take strong action."
--
Ich pesoenlich sage hier nichts gegen einen Musher aus, stehe aber auf der Seite der Tieraerzte.
Allerdings werden Hunde am Anfang des Rennens gewogen und mit etwas Aufmerksamkeit sollte man bei der Voruntersuchung das Fehlen von Fett auch innerhalb des Koerpers bei der Voruntersuchung feststellen koennen, oder ? [/quote]

Am Anfang schien ja aber wohl noch alles ok, siehe Newsminer-Artikel:
"Neff's dog stood out because it had so little body fat. Boppy was a healthy weight when he started the race. Most dogs lose some weight over the course of running 1,000 miles, but Boppy lost an unhealthy amount of weight."


Jemand meinte, dass das Problem ja wohl eigendlich der Tierarzt in Eagle war


Ja, das hat Nina Hansen laut obigem Artikel gesagt:

"Hansen told radio station KUAC-FM on Tuesday that veterinarians should have pulled Boppy from the race at the Eagle checkpoint.

”It was a failure on the vet team, and I’m going to admit that,” Hansen said, according to the radio station. “That dog was looked at in Eagle, and it was recorded to have a poor body condition. And that was not brought to my attention. It is noted in the vet book. I had left Eagle before Hugh got there, so that it something I need to evaluate on the vet team as well.”
"


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/26/18 um 10:13:38
Gestern gab's von Hugh einen kurzen Kommentar auf FB: Jede Geschichte habe 2 Seiten und er würde sich bald dazu äußern. In den nächsten Wochen werde er Einspruch einlegen.

Also mal sehen.


[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=0#8 date=04/25/18 um 10:35:11]
"Die Strafe ist schon hart genug für Hugh Neff.
[/quote]

Darüber habe ich auch nochmal nachgedacht.
Genau genommen muss ja schon etwas Schwerwiegendes vorliegen (ob es da ausreicht, einfach mal eine Prophylaxe zu "verbummeln"?), um jemanden komplett von einem Rennjahr auszuschließen.
Aber dann noch dieser Zusatz, dass er danach erst wieder "bei Null" anfangen muss, also erst wieder YQ300 zum Qualifizieren etc., das ist doch schon extrem hart. Mir erschließt sich der Sinn da nicht so ganz. Oder ist das einfach immer automatisch so, wenn jemand für ein Jahr ausgeschlossen wird?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/26/18 um 10:50:03

Mir erschließt sich der Sinn da nicht so ganz.


Sehr wahrscheinlich will der Quest ihm genau diesen Veteranen Status nehmen, um dann von ihm als Rookie zu verlangen seine Hunde von den YQ-Vets untersuchen zu lassen. Jedenfalls beim 1000 Meilen Rennen.
Ich weiss jetzt aber nicht welchen Status er hätte würde er 2020 beim YQ300 starten.

------

Ich denke wir müssen in dem Fall klar unterscheiden:

Die Obduktion ergab so viele Hinweise auf eine mangende Hundepflege, dass der Quest die Reissleine gezogen hat und Hugh Neff einen Veteranen(!) aus dem Verkehr zieht/ ziehen möchte.
Die Hinweise beziehen sich auf Zustände oder Versäumnisse vor(!) dem Rennen (Entwurmung, Magenschutz, Nekrose etc)

Dann gab es aber auch offentsichtlich Fehler oder Unterlassungen während des Rennes von beiden Seiten: den Vets und Neff. Wie jemand richtig angemerkt hat, war Neff bei der Untersuchung seiner Hunde in Eagle ja anwesend und wird das Ergebnis auch gegengezeichnet haben. Warum auch immer die Vets und(!) Neff Boppie nicht in Eagle zurück gelassen haben wird halt noch aufzuklären sein.

Der Hund hat diese Fehler mit seinem Leben bezahlt.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/26/18 um 11:53:00

[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=15#15 date=04/26/18 um 10:50:03]


Sehr wahrscheinlich will der Quest ihm genau diesen Veteranen Status nehmen, um dann von ihm als Rookie zu verlangen seine Hunde von den YQ-Vets untersuchen zu lassen. [/quote]

Ah, ok. Klingt plausibel. Obwohl ich es insgesamt dann doch ziemlich hart finde (2019 nix, 2020 maximal YQ300, und somit frühestens 2021 wieder YQ1000). Da könnte man ja auch das eine Jahr dazwischen weglassen und ihn so oder so beim nächsten 1000er zu dem entsprechenden Check zu zwingen. Oder wäre das zu unbürokratisch für die Amis? ;-)




...mangende Hundepflege...
Die Hinweise beziehen sich auf Zustände oder Versäumnisse vor(!) dem Rennen (Entwurmung, Magenschutz, Nekrose etc)

...Unterlassungen während des Rennes von beiden Seiten: den Vets und Neff. ...



Ja, da kommt schon so einiges zusammen. Irgendwie habe ich auch kein gutes Gefühl bei der ganzen Sache. Bin jedenfalls gespannt, wie Hugh sich dazu äußern wird.



Der Hund hat diese Fehler mit seinem Leben bezahlt.



Das ist ja das Traurigste an der Sache.  :'(
Dass man seinen Tod mit der entsprechenden Aufmerksamkeit hätte abwenden können.




Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/26/18 um 15:13:14

Da könnte man ja auch das eine Jahr dazwischen weglassen


Ich bin mir sicher, dass die Entscheidung, Neff erst 2021 den YQ1000 wieder fahren zu lassen, gut überlegt war.

Vielleicht das YQ300 als Bewährung gedacht.

Jedenfalls setzt das YQ nun ein deutliches Zeichen!
Und ich glaube das hat auch ein wenig mit peta und den sozialen Medien zu tun.

Niochmals eine gute Zusammenfassung hier:

http://www.whitehorsestar.com/Sports/neff-responsible-for-dog-care-quest-officials

(Weiss nicht wie lange der Link funktioniert/online ist)

ragnar


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/26/18 um 16:54:40
[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=15#17 date=04/26/18 um 15:13:14]


Und ich glaube das hat auch ein wenig mit peta und den sozialen Medien zu tun.

Niochmals eine gute Zusammenfassung hier:

http://www.whitehorsestar.com/Sports/neff-responsible-for-dog-care-quest-officia
ls

(Weiss nicht wie lange der Link funktioniert/online ist)
[/quote]

Bis jetzt funktionert der Link noch. Hatte den heute auch schon auf FB gesehen und gelesen. PETA teilt da natürlich mal wieder ordentlich aus. Aber das machen die ja immer, daher kann man auf diese Aussagen wenig geben.
Ob die PETA-Aktionen die Entscheidung beeinflusst haben? Ich hoffe nicht. Man sollte ja davon ausgehen, dass die Vets so oder so im Interesse der Hunde handeln und entscheiden, oder?
Wenn es ihnen nur darum ginge, ein Zeichen nach außen zu setzen, wären sie vielleicht doch etwas weniger streng gewesen (z. B. doch nur 1 Jahr aussetzen)? Weiß nicht.
Ich fürchte eigentlich auch, dass Du Recht hast, also dass sie sich das gut überlegt haben. Was leider wirklich kein gutes Licht auf Hugh wirft.

Aber warten wir mal sein eigenes Statement ab.

Edit: Und mal sehen, wie sich ggf. andere Musher dazu äußern (sofern man deren Aussagen trauen kann).


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 04/26/18 um 18:58:48
Peter, Du hast vollkommen recht !
Endlich  werden die Rechte der Vets , wie auch die Rules Seite gestaerkt.
Endlich , und das ist genau der Ausdruck , den ich hier im Moment von allen moeglichen unterschiedlichen Leuten hoere.

Milaq
[schreibe am WE mehr,muss jetzt los]


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/27/18 um 07:50:00
Guten Morgen:
Erste Stellungnahme von Hugh, es soll aber noch ein zweiter Teil folgen:

https://www.youtube.com/watch?v=WRlMhkvhxWw&feature=youtu.be

Ich hoffe, dass er im zweiten Teil endlich auf die Sache an sich eingeht, sonst wird das meiner Meinung nach nix.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 04/27/18 um 09:30:50

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=15#20 date=04/27/18 um 07:50:00]
Guten Morgen:
..............  sonst wird das meiner Meinung nach nix.
[/quote]
Hi North,

es ist ein Beitrag mit guter Eigenwerbung, aber es fehlen wirklich relevante Aussagen zu Sache, ausser das Renndogs oft "skinny" seien.
Das kann ich sogar bestätigen. Als ich meine beiden relativ großen Norweger mit 64 und 66 cm Schulterhöhe nach der Schlittensaison nach D holte, hatten sie 23 und 24 kg.
Heute hat der verbliebene mit 35 kg eine gestandene , aber keinesfalls zu dicke Figur und steht vor seinem 16 Geburtstag.

Dennoch, über "skinny" hinaus muss bei Hugh's genereller Pflege / Haltung etwas nicht optimal gelaufen sein, sonst hätte der Hund nicht diese Ansammlung von Krankheitszeichen aufgewiesen. Da muss schon ein längerer Prozess abgelaufen sein.

Es ist spannend, wie Hugh seinen Einspruch begründen wird. Nur zu sagen, ich liebe meine Hunde und das YQ,  dürfte nicht reichen.

Auch wenn ein Fehler bei den Vets gemacht wurde, geht die Diskussion und die Maßnahmen in die richtige Richtung.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/27/18 um 10:30:25

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=15#21 date=04/27/18 um 09:30:50]


es ist ein Beitrag mit guter Eigenwerbung, [/quote]

Naja, ich würde "gut" mal weglassen....



aber es fehlen wirklich relevante Aussagen zu Sache,



Ganz genau. Was er hier von sich gibt, ist doch klar "Thema verfehlt".



ausser das Renndogs oft "skinny" seien.



Das stand ja auch schon in den Artikeln zu der Sache, also dass es normal ist, dass die Hunde bei solchen Rennen abnehmen, aber eben nicht so extrem viel.




sonst hätte der Hund nicht diese Ansammlung von Krankheitszeichen aufgewiesen. Da muss schon ein längerer Prozess abgelaufen sein.



Ja, darauf muss man nach der genaueren Obduktion wohl leider schließen.
Und genau darauf sollte er eingehen, also auf die Fragen, wie es zu den verschiedenen Zuständen bei Boppy gekommen ist. Das sagt ja zunächst mal nichts darüber aus, wie er insgesamt über die Jahre mit seinen ganzen Hunden umgegangen ist.
z. B. sagt er, die Vets würden etwas beurteilen, über das sie nicht genug wüssten, da sie ja noch nie bei ihm zuhause im Kennel waren. Aber darum geht es doch gar nicht.




Es ist spannend, wie Hugh seinen Einspruch begründen wird. Nur zu sagen, ich liebe meine Hunde und das YQ,  dürfte nicht reichen.




Ja, ich bin auch sehr gespannt.
Wobei ich mich auch frage, wen er denn jetzt genau meint, der nur auf eine Gelegenheit gewartet habe, ihn aus dem YQ raus zu kriegen.
Die Veterinäre?

Ich weiß ja nicht, was genau gelaufen ist, aber komplett erfunden kann das Ganze ja nicht sein.
Eigentlich sollte es in Hughs Interesse sein, aufzudecken, was wirklich falsch gelaufen ist. Und dazu gehört natürlich auch, dass er ggf. das eine oder andere eigene Versäumnis eingesteht (sich und gegenüber anderen).


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/27/18 um 11:32:06
Durch die Aussagen von der ehemaligen Handlerin und Partnerin Hugh Neffs, Nicole Faille in FB bekommt der Fall nun noch eine andere (sehr unschöne / #meetoo) Dimension.

Dazu können wir natürlich hier nicht Stellung nehmen.

admin




Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/27/18 um 11:36:50
[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=15#23 date=04/27/18 um 11:32:06]
Durch die Aussagen von der ehemaligen Handlerin und Partnerin Hugh Neffs, Nicole Faille in FB [/quote]

Oje, und wo genau? Bei Hugh, beim YQ oder sonstwo?


Edit: Ok, hab's gefunden, in der deutschen Hugh Neff-Gruppe.
Ja, in der Tat, das tut hier wirklich nicht viel zur Sache...


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 04/27/18 um 12:58:47
Ich habe Hugh Neff nur mal bei einem Treffen im Harz kennen gelernt und selber hatte ich auch noch nie einen Hund. Daher kann ich mir mein Urteil nur nach den Aussagen von Fachleuten erlauben. Ich erwarte das  in der Erwiderung von Hugh Neff z.B. auch sein Haustierarzt  eine eidesstattliche Erklärung abgibt. Ich habe allerdings keine Ahnung ob es überhaupt "den einen" Haustierarzt von Hugh Neff gibt.  


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/27/18 um 13:13:31
Hier noch ein Artikel von vor ein paar Tagen, mit interessanten Kommentaren darunter (vor allem von Ramy Smyth):

https://craigmedred.news/2018/04/24/musher-suspended/


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/27/18 um 14:01:26
Ich habe nicht alles gelesen, aber die Regel-Idee von Ramey Smyth, bei verstorbenen Hunden halt ich für überlegenswert

Es sollte einfach nicht mehr möglich sein, dass mehrere Hunde aus einem Team (mit dem selben Musher) während eines oder mehrere (daraufolgender) Rennen versterben.

Vielleicht ist sich Hugh Neff auch noch gar nicht bewusst, warum er so (hart) bestraft wird.

admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/27/18 um 19:09:48
Da bin ich mal ein paar Tage nicht im Forum und dann das...

Einiges verstehe ich nicht so ganz - ist zwar hier auch thematisiert worden, aber so richtig verstanden habe ich es nicht:

- Wenn Hughs Hund so abgemagert war, wie konnte er da überhaupt am Rennen teilnehmen, wo doch vorher immer diese Vet Checks sind? Auch wenn er wohl seinen eigenen Tierarzt für die Voruntersuchung wählen durfte? Der Arzt kennt doch die Hunde?

- Ich glaube Peter schrieb, dass Hugh jetzt als Rookie wieder starten muss, damit seine Hunde vorher bei den Vets gecheckt werden - Wäre doch aber logischer, wenn jeder Musher seine Hunde bei Quest-Vets untersuchen lassen würde... Ich meine, so wäre die Offiziellen des YQ auf der sicheren Seite. Vielleicht eine Frage des Geldes?

- Müsste nicht auch der Checkpoint-Arzt eine Mahnung bekommen und/oder eine Erklärung den Verantworlichen gegenüber abgeben? Ich glaube Peter schrieb hierzu, das käme wohl sicher.

- Wenn Hugh Neff jetzt gesperrt ist, könnte theoretisch seine Frau sich für das YQ 2019 melden... Mit den Hunden aus demselben Kennel. North stellte diese Frage ja auch schon. Wenn Hugh Neff seinen Tiere nicht genügend Aufsicht gab, wie könnte da seine Frau mit denselben Tieren starten dürfen?

- Wo Hugh jetzt gesperrt ist, könnte er sich da 2019 z.B. für das Finmarkslopet anmelden? Gilt seine Sperre nur für das YQ oder auch für die anderen Rennen außerhalb Yukon/Alaska?

Viele Fragen...
Ich finde es gut, dass man jetzt bei der Autopsie der Tiere so gut vorgeht und das nicht einfach nebenher macht.
Ein toter Hund ist ein Hund zuviel.

Dennoch war ich sehr überrascht, gerade von H. Neff sowas zu hören...

Ich hatte allerdings noch keine Zeit, seine Mitteilung auf Youtube zu schauen - das mache ich heute Abend.

Entschuldigt, wenn ich ev. Fragen aufwerfe oder wiederhole, die schon gestellt wurden.
Den Artikel zu Anfang werde ich mir auch heute Abend einverleiben.

Bin gespannt, wie die anderen Musher reagieren, wenn sie reagieren.

Und ich bin auch gespannt auf den 2. Teil von Hugh Neffs Mitteilung, denn wenn ich das richtig gelesen habe, ist er im ersten Video wohl nicht richtig auf die Vorwürfe bzw. seine Sperrung eingegangen.

Bootie



Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 04/28/18 um 04:43:40

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=15#26 date=04/27/18 um 13:13:31]
Hier noch ein Artikel von vor ein paar Tagen, mit interessanten Kommentaren darunter (vor allem von Ramy Smyth):

https://craigmedred.news/2018/04/24/musher-suspended/
[/quote]

Zum Teil wirklich interessante Kommentare.
Ich stimme Admin bezüglich des Vorschlags von R. Smyth zu:
auf jeden Fall überlegenswert.

Weiß jemand zu dem Thema mehr ?
Gibt es ausser Hugh Neff, K. Keith, B. Sass und Lance M. noch andere Musher, bei denen über die Jahre eine Häufung von Todesfällen währen der Rennen aufgetreten ist ?
Mir fehlt da etwas der Überblick.

Ohne irgendeine Anschuldigung auszusprechen, wäre es trotzdem mal interessant die Ergebnisse zu sehen.
Bis zu einem gewissen Punkt könnten sie doch Rückschlüsse auf ein generelles Herangehen ans Rennmushing zulassen. Dies umfasst ja nicht nur die Fürsorge während des Rennens, sondern auch die Trainingsbelastung, Ernährung, Medikamentenversorgung (Vorbeugung ??) und Versorgung durch Vets etc..

Apropos Vets. Ich bin der Meinung, dass auch  v o r  dem Rennen die Veteranen ihre Hunde bei den Rennvets vorstellen sollten und nicht bei dem Doc ihrer Wahl.
Ob diese denn dann wirklich die speziellen Erfordernisse für so eine Belastung immer so beurteilen können wie erfahrene Rennvets mag dahin gestellt sein.
Aber auch bei uns hier auf dem Land gibt es leider Vets, die aus langjähriger Bekanntschaft / Verbundenheit manchmal eher wegsehen, wo sie eigentlich tätig werden sollten.  >:(

Deshalb sollte R. Smyth's Vorschlag nicht wieder in der Versenkung verschwinden.

Healthy dogs forever
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 04/28/18 um 08:26:11
Ich denke auch alle Musher sollten ihre Tiere den Rennvets vorstellen. Ich möchte nichts behaupten, aber ein Musher ist sicherlich ein guter Kunde bei seinem Haustierarzt. Dann haben die Rennvets auch die volle Verantwortung was ich für sehr wichtig erachte. Das Quest selber sollte seine Handlungsanweisungen und Regeln auf jeden Fall auf den Prüfstand stellen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/28/18 um 10:31:28

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=15#29 date=04/28/18 um 04:43:40]

Gibt es ausser Hugh Neff, K. Keith, B. Sass und Lance M. noch andere Musher, bei denen über die Jahre eine Häufung von Todesfällen währen der Rennen aufgetreten ist ?
Mir fehlt da etwas der Überblick.

Ohne irgendeine Anschuldigung auszusprechen, wäre es trotzdem mal interessant die Ergebnisse zu sehen.[/quote]

Soweit ich weiß, wird auf die Ergebnisse nicht weiter eingegangen, wenn es sich um etwas handelt, auf das der Musher a priori keinen Einfluss hatte, also wenn er sozusagen nicht Schuld ist.
Gerade die Tage hat jemand auf FB geschrieben, dass bei Hughs Hund Geronimo damals klar herauskam, dass Hugh nichts dazu konnte. Bei Boppy sieht es nun eben anders aus.

Idee von Smyth, dass man ein Rennen nur vollenden kann, wenn das gesamte Team noch am Leben ist, finde ich auch interessant. Dass man dies nicht als selbstverständlich ansieht, liegt wohl an der Tatsache, dass ja auch so gut wie nie das gesamte Team über die Ziellinie läuft, d.h. die zurückgelassenen Hunde zählen dann sowieso nicht mehr; für den Zieleinlauf müssen eine Mindestanzahl an Hunden + 1 Mensch dabei sein - fertig.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/28/18 um 10:39:04

[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=30#30 date=04/28/18 um 08:26:11]
Ich denke auch alle Musher sollten ihre Tiere den Rennvets vorstellen. Ich möchte nichts behaupten, aber ein Musher ist sicherlich ein guter Kunde bei seinem Haustierarzt. [/quote]

Wobei das ja schon wieder potenziell "böse" Absichten seitens des jeweiligen Mushers voraussetzt, was an sich schon sehr traurig ist.
Aber ich stimme Dir und Snowdog natürlich zu, dass es sicher sinnvoller wäre, die teilnehmenden Hunde von Anfang an von zentraler und objektiver Stelle zu untersuchen.




Dann haben die Rennvets auch die volle Verantwortung was ich für sehr wichtig erachte.



Volle Verantwortung: ok, aber doch nicht die alleinige.
Die Musher müssen ja schon auch noch ihren eigenen Teil der Verantwortung tragen.


@Bootie: Hast Du Dich mittlerweile eingelesen?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/28/18 um 19:39:22
@North, ja, danke, ich habe mich inzwischen eingelesen.

Puh, verstehe zwar Englisch, um sich Essen zu bestellen (  ;D ), aber habe nicht alles so richtig verstanden.

Wie gesagt, ich ging bisher davon aus, dass ALLE Musher ihre Hunde zuerst bei den Vets checken lassen müssen - das ist ja nun nicht so, würde ich aber auf jeden Fall befürworten!
Es ist nicht so, dass ich den Mushern nicht traue, aber es könnte ja auch sein, dass die Renn-Vets vielleicht auch mal was entdecken, was der "Haus-Tierarzt" vielleicht übersehen hat. Das sind ja auch nur Menschen.
Klar muss der Musher seine Verantwortung den Tieren gegenüber nachkommen, sonst braucht er sich keine anzuschaffen.
Aber ein generell Check aller Hunde ist meines Erachtens wichtig und nötig.

Die Idee von Smyth finde ich auch gut. Da kann man echt drüber nachdenken.
Ich bin gespannt, ob sich was aus seinem Vorschlag ergibt.

Noch immer weiß ich aber nicht, was ich von der Sache halten soll.
Das Ganze ergibt ja nun wieder viele Spekulationen.

Ich wüsste zu gerne, wie es passieren konnte, dass ein erfahrener Musher wie H. Neff nicht gemerkt hat, wie einer seiner Hunde "dran" ist...

Diese Sache könnte auch die Debatte anfachen, dass die Kennel regelmäßig überprüft (unangemeldet) werden sollten.
Aber das ist oft nur eine Momentaufnahme und setzt auch den eventuelle bösen Willen der Musher voraus. Faule Äpfel gibt es überall und man soll und kann nicht jeden über einen Kamm scheren.

Ich gestehe, mit so einem Autopsie-Bericht habe ich nie und nimmer gerechnet. Ich finde es gut, dass da nichts unter den Tisch gekehrt wird.

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: HeiCa am 04/28/18 um 20:57:38
Hallo Zusammen,

bitte nicht den logistischen Aufwand ausser Acht lassen.
Wenn alle Hunde von den Renn-Vets untersucht werden sollen, reden wir in diesem Jahr von 364 Hunden, die mal schnell an einem Wochenende von einer Handvoll Vets eingehend untersucht werden sollen.
Allein diese Anzahl ist einer der Gründe, warum die Regelung bisher so ist, wie sie ist.

Die Hunde für den YQ 300 sind dabei noch nicht eingerechnet und das sind mindestens noch mal so viele.

Liebe Grüsse
Heidi und Carsten


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 04/29/18 um 01:54:04
@ HeiCa

Da habt ihr schon recht, was die Logistik betrifft.

Es ist aber auch oft eine Frage der Organisation.

Und wenn sich zeigt, saß der bisherige Weg Lücken oder Nebenausgänge hat, ist es zum Wohle der Hunde nur angebracht, auch nach neuen Vorgängen / Veränderungen zu suchen und dann das Beste draus zu machen.

Irgendwie ist es, gelinde gesagt, doch irritierend, daß ein Hund mit so komplexen Krankheitserscheinungen wie Boppy durch die Maschen des Systems rutschen konnte.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 04/29/18 um 02:06:31

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=30#31 date=04/28/18 um 10:31:28]
Soweit ich weiß, wird auf die Ergebnisse nicht weiter eingegangen, wenn es sich um etwas handelt, auf das der Musher a priori keinen Einfluss hatte, also wenn er sozusagen nicht Schuld ist.
Gerade die Tage hat jemand auf FB geschrieben, dass bei Hughs Hund Geronimo damals klar herauskam, dass Hugh nichts dazu konnte. Bei Boppy sieht es nun eben anders aus.
[/quote]

Hi North,

Da ist schon was dran, und dennoch .......

Auch diesmal hätte es heißen können : Aspiration > Pneumonie > Hund tot > Akte zu > Musher aussen vor.

Wir wissen ja nicht, ob die Obduktionen in der Vergangenheit die Tiefe des aktuellen Falles hatten. Möglicherweise wären da auch noch ganz andere Befunde herausgekommen.
Frei nach der englischen Erkenntnis:
"You only get what you measure / you are looking for !

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/29/18 um 10:21:04

[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=30#33 date=04/28/18 um 19:39:22]

Puh, verstehe zwar Englisch, um sich Essen zu bestellen (  ;D ), aber habe nicht alles so richtig verstanden.


...

Ich wüsste zu gerne, wie es passieren konnte, dass ein erfahrener Musher wie H. Neff nicht gemerkt hat, wie einer seiner Hunde "dran" ist...

[/quote]

Ja, das ist die große Frage. Eigentlich sollte man das ausschließen können, weswegen ihm eben mangelhafte Pflege vorgeworfen wird.

Bei dem armen Boppy wurden jedenfalls eindeutig Zeichen/Symptome/Zustände gefunden, die mit anständiger Vorsorge/Pflege hätten verhindert werden können. Und dazu eben die Sache, dass der Zustand in Eagle schon so schlecht war, dass man ihn nicht mehr hätte weiterrennen lassen dürfen. Fehler von dortigem Vet UND Hugh.

Falls Du bei Hughs Video nicht genug verstanden hast: Sei froh! Es ist einfach nur peinlich und grottenschlecht gespielt (vor allem die lächerliche Schluchzszene hätte er echt mal vor ehrlichem Publikum üben müssen). Die anderen sind Schuld und haben es auf ihn, das arme Opfer, abgesehen usw.

Bin jedenfalls gespannt, wann der versprochene zweite Teil kommt. Wartet er nur die Reaktionen auf Teil 1 ab? Vermutlich hat er aber auch einen Anwalt hinzugezogen, der ihn hoffentlich auch dazu anregt, beim nächsten Statement zur Sache zu kommen.

Schade, Hugh war lange Zeit einer meiner Favoriten, aber mittlerweile sieht's echt düster aus...


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/29/18 um 10:24:29
[quote author=HeiCa link=board=14&num=1524605261&start=30#34 date=04/28/18 um 20:57:38]

bitte nicht den logistischen Aufwand ausser Acht lassen.
Wenn alle Hunde von den Renn-Vets untersucht werden sollen, reden wir in diesem Jahr von 364 Hunden, die mal schnell an einem Wochenende von einer Handvoll Vets eingehend untersucht werden sollen.

[/quote]

Danke für den Hinweis, das ist natürlich ein plausibles Argument.

Aber eigentlich heißt das auch nur, dass man eben mehr als eine Handvoll Vets einsetzen muss, vielleicht auch nicht unbedingt alle vor Ort, aber eben solche, die sich irgendwie offiziell dazu verpflichten, die Hunde unabhängig für das YQ zu untersuchen. Oder sowas in der Art...
Und z. B. dass die Musher sich die Ärzte nicht raussuchen könnten, sondern jedesmal neu zugeteilt würden.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/29/18 um 10:35:47

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=30#36 date=04/29/18 um 02:06:31]

Auch diesmal hätte es heißen können : Aspiration > Pneumonie > Hund tot > Akte zu > Musher aussen vor.

Wir wissen ja nicht, ob die Obduktionen in der Vergangenheit die Tiefe des aktuellen Falles hatten. Möglicherweise wären da auch noch ganz andere Befunde herausgekommen.
[/quote]

Da hast Du natürlich auch wieder Recht.
Momentan kann man sich da eben nur an den offiziellen Aussagen orientieren.

Dazu müsste man die Vets der vergangenen Jahre selbst fragen.

Aber vielleicht können unsere Insider wie Peter oder milaq auch noch was dazu sagen? Beide haben ja angedeutet, dass es jetzt endlich in eine richtige Richtung geht, u. a. bezügl. der Position der Vets.

Heißt das, dass man früher zu wenig auf die Vets gehört hat? Oder dass sie zu wenig untersucht haben? Und wurde dann zu wenig obduziert oder doch genug, aber die Ergebnisse wurden "frisiert"?
Ich möchte ja immer noch glauben, dass wenigstens die Obduktionen ehrlich gemacht wurden, denn wenn alle Todesfälle der letzten Jahre auf konkrete Versäumnisse und sonstiges Fehlverhalten menschlicher Art zurückzuführen wären, müsste man sich ja doch schon fast der Forderung von PETA anschließen.
:'(


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/29/18 um 12:20:25

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=30#38 date=04/29/18 um 10:24:29]


Danke für den Hinweis, das ist natürlich ein plausibles Argument.

Aber eigentlich heißt das auch nur, dass man eben mehr als eine Handvoll Vets einsetzen muss, vielleicht auch nicht unbedingt alle vor Ort, aber eben solche, die sich irgendwie offiziell dazu verpflichten, die Hunde unabhängig für das YQ zu untersuchen. Oder sowas in der Art...
Und z. B. dass die Musher sich die Ärzte nicht raussuchen könnten, sondern jedesmal neu zugeteilt würden.
[/quote]

Das wäre auch eine Möglichkeit.
Jedenfalls sollten alle Hunde (wie ich es bisher angenommen hatte) von einem unabhängigen Vet untersucht werden.

Wo sind hier die Versäumnisse? Hugh, der Vet am Checkpoint, der Haus-Tierarzt...
Und wie ihr auch die Frage stellt - wie war das früher mit den Obduktionen... Alles in Eile - Akte zu?

WENN sich herausstellen sollte, dass es effektiv so wahr, ist wohl mehr als nur einiges im Argen im System..
Je nachdem welche Auswirkungen das Ganze hat, könnten auch wieder Sponsoren abspringen, weil man sie jahrelang getäuscht hat...
Wäre ja auch verständlich.
Als Sponsor gehe ich davon aus, dass alles seine Richtigkeit hat und alles, aber auch alles korrekt abläuft.

Gar nicht gut. Keine schöne Sache, aber eine, die von Grund auf geklärt werden muss.

Und Hugh im Video... hm... Naja.

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/29/18 um 12:43:53
Also ich nehme Hugh schon ab, dass er das Quest liebt.
Ob das Schluchzen gespielt war, kann ich nicht beurteilen.

Dass sie sich vor dem Video-Dreh Gedanken gemacht haben - ja: Also, wir drehen vor dem YQ-Banner und dem YQ-Bild im Hintergrund - halt dein YQ-Tattoo auf dem Unterarm in die Kamera... Ok. Das ist dann einfach zuviel und wirkt sehr gestellt - und das sollte es bei diesem Fall und Hintergrund eigentlich nicht.

Ich hoffe es kommt wirklich noch etwas substanzielles von Hugh. Nicht dass das auch im Sande verläuft, wie damals als er die Gründe nennen wollte warum er beinahe beim Iditarod (kurz vorm Ziel) erfroren wäre und warum er das ID anklagen wollte weil sie keine Hilfe schickten....

Hugh hat wo geschrieben oder gesagt, dass Boppy nicht einfach tot umgefallen ist, sondern das er und andere in Clinton Creek sechs Stunden um das Leben des Hundes "gekämpft" hätten. (Niemand vom Quest hätte das erfragt) Ich hingegen frage mich aber wenn es so eng war, warum hat er nicht den Notknopf(SOS-Button) am Schlitten betätigt???
--

Man darf nicht vergessen, dass der Quest eine Non-Profit Organisation ist, die hauptsächlich aus freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern besteht. Ich weiss nicht, wie die Vets bezahlt werden?

admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/29/18 um 13:12:55
Ja, das war auch mein Gedanke - mir war es einfach zu viel... YQ Banner usw.

Das Schluchzen kam mir schon ehrlich vor - er ist ja in keiner schönen Situation. Man hätte es auch rausschneiden können, aber ok. Ich glaube ihm schon, dass es ihm um seinen Hund leid tut. Aber ihm wird wohl auch seine Situation leid tun. Aber wenn er nur schön redet, aber keine Beweise oder handfeste Infos liefert...
Er sagt ja, jede Sache hätte zwei Seiten, dann würde ich gerne seine Version hören.

Ich habe eben gelesen, dass das ID wohl abwartet, wie die Sache ausgeht und dass sie sich an die Standards des YQ anlehnen werde. Das könnte wohl heißen, dass - je nachdem wie die Sache ausgeht - H. Neff auch vom ID ausgeschlossen werden könnte...

Das war ziemlich unten in diesem Artikel zu lesen:

http://www.cbc.ca/news/canada/north/hugh-neff-yukon-quest-appeal-1.4635930

Dass er den SOS-Knopf nicht betätigt hat bzw. wieso nicht, ist auch eine gute Frage von admin.

Vielleicht können uns Peter und Milaq sagen, wie die Vets bezahlt werden oder ob überhaupt?

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: HeiCa am 04/29/18 um 14:07:36
Hallo Zusammen,

nach unserem Wissensstand werden die Vets überhaupt nicht bezahlt, sie machen den Job freiwillig in ihrem Urlaub und bezahlen auch die Flüge selbst.
Nur die Zimmer, sofern vorhanden, werden bezahlt.
Genauso verhält es sich wohl auch mit Laborleistungen.

Liebe Grüsse
Heidi & Carsten


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 04/29/18 um 14:37:41

[quote author=HeiCa link=board=14&num=1524605261&start=30#43 date=04/29/18 um 14:07:36]
nach unserem Wissensstand werden die Vets überhaupt nicht bezahlt, sie machen den Job freiwillig in ihrem Urlaub und bezahlen auch die Flüge selbst.
Nur die Zimmer, sofern vorhanden, werden bezahlt.
Genauso verhält es sich wohl auch mit Laborleistungen.
[/quote]

Wenn dem so ist, daran besteht ja kein Zweifel, dann ist der Schritt der Chef-TÄ um so mehr zu honorieren und sollte wirklich Veränderungen anstoßen.

Alles andere wie z. B. "business as usual" wäre sicher mittel- und langfristig eher kontraproduktiv.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/29/18 um 15:12:34
[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=30#41 date=04/29/18 um 12:43:53]
er und andere in Clinton Creek sechs Stunden um das Leben des Hundes "gekämpft" hätten. (Niemand vom Quest hätte das erfragt) Ich hingegen frage mich aber wenn es so eng war, warum hat er nicht den Notknopf(SOS-Button) am Schlitten betätigt???
[/quote]

Interessante Frage. Hätte das denn was gebracht?
Ok, Clinton Creek ist ja nur ein Dog Drop und somit sind da keine Vets? Mit dem Knopf hätte man relativ schnell einen Arzt zur Stelle bringen können? Oder hätte das dann trotzdem noch ewig gedauert? Wenn nicht, wäre es wohl wirklich sinnvoller gewesen. Zumal Boppy ja schon in einem sehr üblen Zustand gewesen sein muss.
Andererseits ist es auch schwer, das aus der Ferne zu beurteilen. Also wie die Stimmung war, was sie genau gemacht und versucht haben, und wieviel Hoffnung vielleicht doch noch bestand, Boppy doch selbst helfen zu können, ohne auf fremde Hilfe warten zu müssen. Und dann eben auch nicht das ganze Rennen aufgeben zu müssen. In welchem Moment wird einem Musher klar, dass der entsprechende Punkt erreicht ist? Ich stelle mir so eine Entscheidung sehr schwer vor.
Problematischer ist wohl doch eher die Tatsache, dass es mit Boppy überhaupt so weit gekommen war.
Und da haben halt mehrere Leute versagt und die sollten ihren jeweiligen Anteil eben auch zugeben, um dann gemeinsam nach einer besseren Lösung zu suchen. Und nicht die Schuld in der Gegend rumschieben.
Und mit seinem Credo "it's all about putting on a good show" wird Hugh hier nicht weiterkommen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/29/18 um 16:06:41

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=30#44 date=04/29/18 um 14:37:41]
Wenn dem so ist, daran besteht ja kein Zweifel, dann ist der Schritt der Chef-TÄ um so mehr zu honorieren und sollte wirklich Veränderungen anstoßen.

Alles andere wie z. B. "business as usual" wäre sicher mittel- und langfristig eher kontraproduktiv.

Mush on
Swabian Snowdog
[/quote]

Das sehe ich auch so.
Was für eine Sache!


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 04/29/18 um 17:45:45
Ganz ehrlich für mich ergeben sich immer mehr Fragen. Damit wird es für mich immer schwieriger mir  eine Meinung zu bilden.  Ich bin auf fachliche Einschätzungen von Fachleuten angewiesen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Peter_Kamper am 04/30/18 um 00:56:01
Zu einigen der vorhergehenden Posts:
Ein Musher der kein Rookie ist, darf seine am Rennen teilnehmenden Hunde von einem vom YQI zertifiziertem Tierarzt untersuchen lassen.
Der Tierarzt, der Hugh's Hund zum Rennen zugelassen hat, sollte also auch mal ernsthaft angepfiffen werden.
Ich wuerde gerne dessen Notizen ueber den Hund sehen.
Ich will fuer Hugh keine Entschuldigungen machen, aber er ist wahrscheinlich zu solch einem vom YQI offiziell den Regeln nach anerkanntem Tierarzt in Tok gefahren, weil ihm der Weg zum offiziellem Vetcheck in Fairbanks von Tok aus (ca. 325 km entfernt ) zu lang war. Das kann man ihm nicht uebel nehmen.
----
Die Idee, dass ein Musher das Rennen nicht beenden darf wenn ein Hund stirbt, ist nicht neu.
Eigendlich geben alle Musher (wie auch Hugh in diesem Fall) von selbst auf, wenn einer ihrer Hunde verstirbt.
Dies gehoert zum gutem Ton der Rennen.
Dies dann nochmals rechtlich nieder zu schreiben ist also eigendlich keine schlechte Idee.
Wie sollte die Regel aber gelesen werden, wenn ein Motorschlittenfahrer einen Hund ueberfaehrt ? Siehe Aily Zirkel im Iditarod ??
-----
Im Uebrigen ist es mir neu, dass Autopsien so gruendlich duchgefuehrt oder zumindest veroeffentlicht werden.
Die Idee finde ich hervorragend. Allerdings sollte/ muss sich das Quest nun in Hinsicht auf jeden verstorbenem Hund zu diesem Standard halten.
Ansonsten wuerde man zu Recht denken, dass Hugh (wie er selbst behauptet) zum Opfer eines Doppelstandards wurde.
Wie gesagt hoffe ich allerdings, dass alle anderen Rennen im kommendem Jahr dem Beispiel des YQ folgen werden und YQ die sich nun selbst auferlegte Regel beibehaelt.

Peter


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 04/30/18 um 08:37:14
Die Worte von Peter würde ich komplett unterschreiben !!  Gruss Ansgar


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/30/18 um 10:06:55

[quote author=Peter_Kamper link=board=14&num=1524605261&start=45#48 date=04/30/18 um 00:56:01]
er ist wahrscheinlich zu solch einem vom YQI offiziell den Regeln nach anerkanntem Tierarzt in Tok gefahren, [/quote]

Ok, also dann gibt es schon solche vom YQ anerkannten Ärzte, das ist ja schon mal gut. Wobei dieser hier eben doch anscheinend mangelhaft gearbeitet hat.



Wie sollte die Regel aber gelesen werden, wenn ein Motorschlittenfahrer einen Hund ueberfaehrt ? Siehe Aily Zirkel im Iditarod ??


Ja, da wird's schwierig. Denn dann geht es ja schon wieder in die Richtung: Musher Schuld oder nicht? Ich denke wirklich, dass es genügend Fälle gibt, in denen sich diese Frage nicht so klar beantworten lässt.




Im Uebrigen ist es mir neu, dass Autopsien so gruendlich duchgefuehrt oder zumindest veroeffentlicht werden.



Genau das ist eben die Frage: Werden sie erst jetzt so gründlich durchgeführt oder werden sie nur in besonderen Fällen so detailliert veröffentlicht?

Ich denke, das wird die Zukunft zeigen (wenn auch hoffentlich nicht so bald und nicht so oft).




Die Idee finde ich hervorragend. Allerdings sollte/ muss sich das Quest nun in Hinsicht auf jeden verstorbenem Hund zu diesem Standard halten.



Bezweifelst Du das?

Ich bin mir eigentlich immer noch nicht sicher, was sich mit diesem Fall klar geändert hat.
Spricht irgendetwas gegen die Möglichkeit, dass Todesfälleschon immer genau untersucht worden sind?
Um nochmal bei Hughs Hunden zu bleiben: Zu Geronimo wurde damals ausgesagt, Hugh hätte das nicht verhindern können. Auch G. ist auf ähnliche Weise erstickt (wie ich jetzt gelesen habe, scheint das öfter mal zu passieren? Gruslig). Aber er hatte eben ganz offensichtlich nicht die anderen Symptome, die man jetzt bei Boppy gefunden hat.

Oder hat es früher schon mal Fälle gegeben, wo ein Musher wegen eines Hundestodes in irgendeiner Form bestraft wurde, ohne dass die genauen Ergebnisse bekannt wurden?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 04/30/18 um 11:40:28
Hallo North,

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=45#50 date=04/30/18 um 10:06:55]
N) Spricht irgendetwas gegen die Möglichkeit, dass Todesfälleschon immer genau untersucht worden sind?
--------------------------------
S) Wie ich schon schrieb: du misst nur, wonach du suchst !
Wenn es schnell gehen muss, um den Sponsoren, der Öffentlichkeit ein Ergebnis zu präsentieren, kann es durchaus sein, dass man erst gar nicht weiter nach etwas Anderem gesucht hat und schnell die bereits beschriebene Argumentationskette:

Aspiration > Pneumonie > Hund tot  > konnte man nichts dran ändern > Akte zu > Musher   u n d   Organisation aussen vor
gegriffen hat.
Ist ja auch praktisch so.
----------------------------------
N) Um nochmal bei Hughs Hunden zu bleiben: Zu Geronimo wurde damals ausgesagt, Hugh hätte das nicht verhindern können. Auch G. ist auf ähnliche Weise erstickt (wie ich jetzt gelesen habe, scheint das öfter mal zu passieren? Gruslig). Aber er hatte eben ganz offensichtlich nicht die anderen Symptome, die man jetzt bei Boppy gefunden hat.
------------------------------------
S) In der Tat ist Aspiration bei Hunden nicht so selten. Sie wird aber hauptsächlich wohl bei den Hunden gesehen, die permanent (Training/Rennen) bis an ihre Grenzen belastet werden.
Ich selbst habe es auf 14 Touren bei unseren Tourenhunden  nicht  einmal beobachtet. Und auch die mussten immer hart arbeiten, aber eben nicht unter Rennstress.
Ich fand eine der Aussagen unter den Kommentaren zu Hugh's Artikel interessant (R. Smyth ?), nämlich dass Hunde, die permanenter Höchstleistung unterworfen werden, zu gastrointestinalen Problemen bis hin zu Magengeschwüren neigen.
Daher wird zu Vorbeugung den Hunden oft bereits dauerhaft ein Magenschutzpräparat gegeben. Eine med. Studie dazu sagt zum Beispiel, daß Omeprazol einer anderen Substanz überlegen ist.

Ist das schon Doping >:( ?

Ist es hundgerecht  ???  ?

War die Aspiration auch schon zu Zeiten eines Trappermushers wie Ch. Boulding ein so großes Thema ?

Und wieso häuft sich diese bei einigen Mushern so in letzter Zeit ?

Da ist Nachdenken angesagt.
-----------------------------------------------
[/quote]
Gruß
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/30/18 um 12:12:55

[quote author=Peter_Kamper link=board=14&num=1524605261&start=45#48 date=04/30/18 um 00:56:01]
Der Tierarzt, der Hugh's Hund zum Rennen zugelassen hat, sollte also auch mal ernsthaft angepfiffen werden.
Ich wuerde gerne dessen Notizen ueber den Hund sehen.
----
Die Idee, dass ein Musher das Rennen nicht beenden darf wenn ein Hund stirbt, ist nicht neu.
Eigendlich geben alle Musher (wie auch Hugh in diesem Fall) von selbst auf, wenn einer ihrer Hunde verstirbt.
Dies gehoert zum gutem Ton der Rennen.
Dies dann nochmals rechtlich nieder zu schreiben ist also eigendlich keine schlechte Idee.
Wie sollte die Regel aber gelesen werden, wenn ein Motorschlittenfahrer einen Hund ueberfaehrt ? Siehe Aily Zirkel im Iditarod ??
-----

Peter

[/quote]

Ja, diese Notizen sollten sich zumindest die Offiziellen sehr genau durchsehen und auch dem Tierarzt sollte eine Strafe auferlegt werden, dass er z.B. keine Vet checks bei Rennen mehr durchführen darf - mindestens für eine gewissen Zeit.

Zu deiner Bemerkung mit der Regel, dass man aufgibt, wenn ein Hund stirbt:
Ich denke schon, dass man da Ausnahmen festlegen sollte, wie z.B. wenn der Hund durch Fremdeinwirken wie ein Snowmobil oder z.B. durch einen angreifenden Elch stirbt. Vorausgesetzt, der Musher will oder kann dann noch weiterfahren.
Wobei ich mir dann doch immer die Frage stelle, wie man weiterfahren kann, obschon man einen herben Verlust erlitten hat? Aber das ist meine persönliche Meinung und ich will auch niemanden verurteilen.

Irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass es schonmal den Fall gab, dass ein Musher das Rennen weiter gefahren ist, obschon sein Hund gestorben war. Ich bin ja erst seit drei Jahren ungefähr "dabei" und ich weiß noch, dass ich da ziemlich geschockt war, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Musher weiterfährt, obschon ein Teil seines Teams gestorben war.
Ich werde mal am WE schauen, ob ich den Fall finde. Vorausgesetzt, ich habe das nicht geträumt...  ???

Ich glaube, es war jemand, der nicht so bekannt in der Szene war...?
Falls jemand auf Anhieb weiß, wen ich meine, bitte melden!
Ich kann noch nicht mal sagen, ob es YQ oder ID war...  ???

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/30/18 um 12:18:27

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=45#51 date=04/30/18 um 11:40:28]
N) Spricht irgendetwas gegen die Möglichkeit, dass Todesfälleschon immer genau untersucht worden sind?
--------------------------------
S) Wie ich schon schrieb: du misst nur, wonach du suchst !
Wenn es schnell gehen muss, um den Sponsoren, der Öffentlichkeit ein Ergebnis zu präsentieren, kann es durchaus sein, dass man erst gar nicht weiter nach etwas Anderem gesucht hat und schnell die bereits beschriebene Argumentationskette:
[/quote]

Das hatte ich schon so verstanden. Und ich kann mir das auch gut vorstellen. Meine Frage ist aber eher, ob es wirklich konkrete Hinweise darauf gibt, also Fakten, dass bisher nicht gründlich genug untersucht wurde? Oder besteht doch irgendwo Hoffnung (das meinte ich mit "Möglichkeit"), dass bei früheren Fällen normalerweise auch nicht geschlampt wurde, sondern eber nur das jeweils relevante Ergebnis veröffentlich wurde?



S) In der Tat ist Aspiration bei Hunden nicht so selten. Sie wird aber hauptsächlich wohl bei den Hunden gesehen, die permanent (Training/Rennen) bis an ihre Grenzen belastet werden.
Ich selbst habe es auf 14 Touren bei unseren Tourenhunden  nicht  einmal beobachtet. Und auch die mussten immer hart arbeiten, aber eben nicht unter Rennstress.
Ich fand eine der Aussagen unter den Kommentaren zu Hugh's Artikel interessant (R. Smyth ?), nämlich dass Hunde, die permanenter Höchstleistung unterworfen werden, zu gastrointestinalen Problemen bis hin zu Magengeschwüren neigen.
Daher wird zu Vorbeugung den Hunden oft bereits dauerhaft ein Magenschutzpräparat gegeben. Eine med. Studie dazu sagt zum Beispiel, daß Omeprazol einer anderen Substanz überlegen ist.



Wow, ja, das klingt nicht gut. Danke für die Info.
Da stellt man sich schon Fragen.




Und wieso häuft sich diese bei einigen Mushern so in letzter Zeit ?



Weiß jetzt nicht genau, ob das nur bei bestimmten Mushern vorkommt, aber natürlich fällt einem bei sich häufenden Gesundheitsproblem bis hin zu Todesfällen zuerst der Verdacht ein, dass die Betroffenen (also die Hunde) zunehmend unter Druck gesetzt werden und immer mehr leisten müssen. Und dieser Trend ist ja auch beim Menschen nicht gerade gesund...

Es bringt einem schon ins Grübeln...


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/30/18 um 12:22:22

[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=45#52 date=04/30/18 um 12:12:55]

oder z.B. durch einen angreifenden Elch stirbt. [/quote]

Ich meine, gerade zu diesem Beispiel hatte R. Smyth in seinem Kommentar auch was geschrieben. Nämlich dass ein Musher auch in der Lage zu sein hat, so etwas zu vermeiden.




Irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass es schonmal den Fall gab, dass ein Musher das Rennen weiter gefahren ist, obschon sein Hund gestorben war.



Ich glaube, das war Lance beim ID, wo gleich 2 Hunde gestorben sind. Ich fand das damals auch ziemlich krass und dachte, er gibt auf, aber ich glaube, er hat damals seinem Bruder zuliebe weitergemacht, der ja damals quaisi mit ihm zusammen gefahren ist, obwohl er allein eine bessere Platzierung hätte erlangen können.

Aber vielleicht gab's auch noch einen anderen Fall, der mir jetzt aber auch nicht mehr einfällt.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/30/18 um 12:28:44

[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=45#47 date=04/29/18 um 17:45:45]
Ganz ehrlich für mich ergeben sich immer mehr Fragen. Damit wird es für mich immer schwieriger mir  eine Meinung zu bilden.  Ich bin auf fachliche Einschätzungen von Fachleuten angewiesen.
[/quote]

Mir geht es genau so!
Ist Hugh verantwortlich oder nicht?
Wird/Wurde nicht richtig autopsiert vorher oder doch?
Hat man früher eher Dinge zurückgehalten oder nicht?
Haben die vom Quest anerkannten Ärzte öfter nicht richtig geurteilt oder ist das eine Ausnahme?

Ich will niemandem Schuld zuweisen - weil ich einfach nicht die Fakten kenne und es mir nicht zusteht.
Und Schuldzuweisung hilft niemandem, wenn es nicht das auch das bisherige System ändert, wenn es denn im Argen ist.
Ist das hier die Spitze eines Eisbergs oder ein Einzelfall?

Fragen über Fragen und dann noch mehr Fragen...

Mir fällt auf, dass es in den letzten zwei Jahren massiv Kritik an den Schlittenhunderennen gegeben hat (in welche Richtung auch immer) und es immer mehr wird.

Und nun diese Geschichte.

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/30/18 um 13:46:54
Snowdog schrieb:

In der Tat ist Aspiration bei Hunden nicht so selten. Sie wird aber hauptsächlich wohl bei den Hunden gesehen, die permanent (Training/Rennen) bis an ihre Grenzen belastet werden.
Ich selbst habe es auf 14 Touren bei unseren Tourenhunden  nicht  einmal beobachtet. Und auch die mussten immer hart arbeiten, aber eben nicht unter Rennstress.
Ich fand eine der Aussagen unter den Kommentaren zu Hugh's Artikel interessant (R. Smyth ?), nämlich dass Hunde, die permanenter Höchstleistung unterworfen werden, zu gastrointestinalen Problemen bis hin zu Magengeschwüren neigen.
Daher wird zu Vorbeugung den Hunden oft bereits dauerhaft ein Magenschutzpräparat gegeben. Eine med. Studie dazu sagt zum Beispiel, daß Omeprazol einer anderen Substanz überlegen ist.

Ist das schon Doping  ?

Ist es hundgerecht    ?

War die Aspiration auch schon zu Zeiten eines Trappermushers wie Ch. Boulding ein so großes Thema ?

Und wieso häuft sich diese bei einigen Mushern so in letzter Zeit ?

Da ist Nachdenken angesagt.

---------

Das ist schon heftig...
Auch hier wieder: Fragen über Fragen...

Ehrlich gesagt: Wenn ich meinem Hund schon ein Magenschutzpräparat geben muss... Da hört es aber auf!
Entweder der Hund läuft gut und ist in Form, aber vorbeugend was geben?
Wie schriebst du: Ist das hungerecht?

Ehrlich gesagt: Wenn man das so sieht und diese Fragen stellt... da vergeht mir schon die Lust irgendwie...

Ich will, dass ein Hund läuft und es dabei gut hat und er gesund bleibt.
Wie schrieb Milaq in einem früheren Artikel: Meine Hunde brauchten noch nie Booties oder ein Mäntelchen... Gut, ihre Hunde sind nicht die wie in den Rennen, aber es gibt mir immer mehr zu denken...

Bootie



Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/30/18 um 13:52:04

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=45#54 date=04/30/18 um 12:22:22]
(Elch-Attacke)

Ich meine, gerade zu diesem Beispiel hatte R. Smyth in seinem Kommentar auch was geschrieben. Nämlich dass ein Musher auch in der Lage zu sein hat, so etwas zu vermeiden.



Ich glaube, das war Lance beim ID, wo gleich 2 Hunde gestorben sind. Ich fand das damals auch ziemlich krass und dachte, er gibt auf, aber ich glaube, er hat damals seinem Bruder zuliebe weitergemacht, der ja damals quaisi mit ihm zusammen gefahren ist, obwohl er allein eine bessere Platzierung hätte erlangen können.

Aber vielleicht gab's auch noch einen anderen Fall, der mir jetzt aber auch nicht mehr einfällt.
[/quote]

Das würde mich schon sehr interessieren, wie ein Musher eine Elch-Attacke abwehren kann??
Ich dachte immer, die Elche sind vielleicht aufgeschreckt oder aggressiv oder greifen aus Hunger an?
Kannst du nochmal an dieses Passus vom R. Smyth kommen? Wenn es keine Mühe macht.

Stimmt, bei Lance Mackey war das. Danke, North.
Da war ich nämlich sehr überrascht, dass gerade er weiter machte. Ich dachte, puh, er will sicher das Rennen beenden, weil es vielleicht das letzte werden könnte, aber wenn zwei geliebte Vierbeiner sterben... Das fand ich schon heftig.

So ist wohl jeder Mensch anders...

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 04/30/18 um 14:00:34
[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=45#57 date=04/30/18 um 13:52:04]
Das würde mich schon sehr interessieren, wie ein Musher eine Elch-Attacke abwehren kann??
Ich dachte immer, die Elche sind vielleicht aufgeschreckt oder aggressiv oder greifen aus Hunger an?
Kannst du nochmal an dieses Passus vom R. Smyth kommen? [/quote]

Das war in einem dieser Kommentare zu diesem Artikel von Craid Medred: https://craigmedred.news/2018/04/24/musher-suspended/

Ziemlich weit unten.
Relevantes Zitat:
"A death by moose or drowning can usually be avoided by reasonable preparation. Correct firearm for moose . ( they can charge into team unannounced and kill dogs but it’s rare . Usually their is some form of stand off or the moose chases the team for miles at times . "

Am besten noch den Rest lesen, wegen dem Kontext.



Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 04/30/18 um 15:00:01
[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=45#56 date=04/30/18 um 13:46:54]

Ich  will, dass ein Hund läuft und es dabei gut hat und er gesund bleibt.
Wie schrieb Milaq in einem früheren Artikel: Meine Hunde brauchten noch nie Booties oder ein Mäntelchen... Gut, ihre Hunde sind nicht die wie in den Rennen, aber es gibt mir immer mehr zu denken.

[/quote]

Ich gebe da Milaq voll Recht.. Da muss man nicht mal seine Grönies heranziehen. Auf all den vielen Mushingkilometern von uns trug kein Hund ein Mäntelchen und Booties gab es nur bei verletzter oder wunder Pfote.

Mein Großer Norweger schläft selbst heute mit 16 J. noch bei -25 C draussen und hat nahezu uverwüstliche Pfoten.
Er wurde aber auch auf Schnelligkeit   u n d   Robustheit gezüchtet.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/30/18 um 17:30:41

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=45#58 date=04/30/18 um 14:00:34]
Das war in einem dieser Kommentare zu diesem Artikel von Craid Medred: https://craigmedred.news/2018/04/24/musher-suspended/

Ziemlich weit unten.

[/quote]

Danke, North!
Das war ja wirklich weit unten.  ;)
Hatte zwar den Artikel gelesen, aber nicht sooo weit runtergescrollt.
Da gibt's ja auch eine Riesen-Diskussion von "armer Hugh" bis "er hat 'ne miese Hundehaltung"...

???

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 04/30/18 um 17:36:29
[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=45#59 date=04/30/18 um 15:00:01]

Mein Großer Norweger schläft selbst heute mit 16 J. noch bei -25 C draussen und hat nahezu uverwüstliche Pfoten.
Er wurde aber auch auf Schnelligkeit   u n d   Robustheit gezüchtet.

Mush in
Swabian Snowdog
[/quote]

Und diese Schnelligkeit und Robustheit hatte ich mir bisher auch immer bei den Hunden des YQ und ID vorgestellt...  ???

Dass die Hunde bei einem Rennen Booties angezogen bekommen, hatte ich immer so verstanden, dass sie sich nicht wundlaufen (Eisuntergrund usw.) und damit sie geschützt vor Schnee sind, der sich eventuell zwischen ihre Zehen festsetzen und sie am Laufen hindern könnte.

Dass u.a. Milaqs Hunde und die auf euren Touren und garantiert noch Tausende andere Hunde trotz langer Strecken keine Booties brauchen - da hatte ich noch nie drüber nachgedacht. So richtig können die dünnen Stoffdinger ja nicht wirklich schützen... Eine scharfe Eiskante kommt da sicher problemlos durch...

Bootie

PS: Dein "Großer" hat ja auch schon viel mitgemacht - und trotzdem hält er sich tapfer in dem hohen Alter!


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/30/18 um 18:46:07
Die Vets sollen ja Hugh gefragt ob er Magenschutzmittel verabreicht - er hätte es verneint. Es wird von den Vets empfohlen. Dies hat wahrscheinlich auch einen "Minus-Punkt" gebracht - dann noch die (nicht bewiesene!) Tatsache, dass er keine oder unzureichende Entwurmung durchgeführt hat.

Es wurde auch mehrmals darauf hingewiesen, dass Hugh keine Rookie sei - ein lang-erfahrener Veteran.

Ich denke die Aufteilung seiner Hunde auf zwei Teams (YQ300 Ehefrau) war nicht so super geplant und hat evtl.
zu Entscheidungen geführt, die er sonst nicht getroffen hätte.

--
Auch Jeff King hatte letztes Jahr den Vorschlag gemacht, wenn ein Hund während des Rennens verstirbt, den Musher automatisch aus dem Wettbewerb zu nehmen. Er blieb aber die Antwort auf eine Frage schuldig, was geschehen soll wenn zum Beispiel ein betrunkener Snowmobil-Fahrer in ein Team rast und einen oder mehrer Hunde tötet.

Klar ist der Musher voll verantwortlich für sein Team - aber nur in gewissen Grenzen.

Einige Musher sagten ja sie hätten zu Ehren des toten Hundes das Rennen beendet - oder wie in Hughs Fall die Iditarod Teilnahme dieses Jahr damit begründet. Ich denke, dass wir da bald noch strengere Regeln bekommen werden, die vielleicht auch "renn-übergreifend" gelten.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 04/30/18 um 20:07:43
good morning
sorry , dass ich so spaet antworte.
Ich versuch jetzt mal nach und nach es aufzuholen ;)
wo fang ich an ?

das Argument von High Neff , dass Racedogs duenner sind , ist meiner Meinung nach nur die 1/2 Wahrheit.
Normal waere [ und wuenschenswert, denn auch daran wird der spaetere  Award fuer proper care gemessen und gegeben]
Ein gut fressender Dog wird eingesetzt fuer MD /LD Races , kein "maekliger Fresser". Denn der "maeklige Fresser"
kann bei der koerperlichen und mentalen Belastung schnell ein Problem bekommen.
d.h.
der Hund kann beim Start  ruhig ein bisschen mehr auf den Rippen haben,die naechsten 2, 3 Tage verliert er.
Die Kaelte , die manchmal kalten Snacks , keine geschuetzten warmen Huetten, und jede Menge Arbeit.
Dann muss der Musher aufpassen ,dass der Hund das Gewicht nicht nur haelt , sondern vielleicht ein paar gramm mehr drauf bekommt.
Nicht nur die Pfotenpflege auch das Gewicht spielt eine enorme Rolle.
Fett , welches widerum den Energy Aufwand reguliert.
Ein Dog mit guten Gewicht kann besser den unterwegs oft auftauchenden Krankheiten trotzen [wie Flu, Stomach Durchfall ...etc]und das ist schon schwer genug]

Fuer reine Speeddogs sieht das nicht so eng aus, am Ende des Tages sind sie durch mit ihrer Arbeit.

Okay, das ist etwas , was ich schon lange kritisiere.
Die LD Dogs sind keine reinen only Speed Dogs [ oder sollten es zumindest nicht sein.
Denn sie haben viele Tage am Stueck healthy zu arbeiten.
Zu mehr und mehr  ist es aber gegangen [ siehe allein nur  das Losrasen am Start....die zeitlich grosse Trennung zwischen Spitze und Rest des Feldes.
Geht ein Musher sehr serioes und vorsichtig vor, immer den Focus a.d. gesunde Dogteam gerichtet , super.
Siehe Allen Moore beim letzten YQ. Auch so kann man gewinnen. Oder vielleicht gerade deswegen.
Aber das koennen lange Gespraeche werden , deshalb hier nur kurz zusammengefasst.
Zum Thema  Dogtod und sollte der Musher aufgeben. ?
Zwingen kann man Niemanden , oftmals erscheint es auch ungerecht , wenn Andere  z.B. einen Unfall verursachen.
Ich kann nur fuer mich sprechen.
Ich koennte es nicht und wuerde nicht weiterfahren.

Autopsie
Soweit ich es bisher verstanden habe , war der Bobbie soweit  ueberbelastet , dass bei der Autopsie diese unterliegenden Gruende , die schneller zum Zusammenklappen gefuehrt haben , nicht zu uebersehen waren.
Es musste darauf eingegangen werden.
Zumal Autopsie auch nach Ursache/Wirkung angegangen wird.
....gleich weiter


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 04/30/18 um 20:40:39
Wenn ich als Musher mit meinen Dogs zu einem mehrtaegigen Trip in der kaeltesten Zeit des Jahres aufbreche , und nicht merke, dass meine Dogs nicht in Ordnung sind....dann sollte ich vielleicht den Job wechseln und /friseur werden.
Da hilft auch nicht zu sagen ,dass Racedogs duenner sind.

Es ist ja nicht nur Boppie , der von Clinton Creek Hospitality abgeholt wurde.
2 weitere kranke Dogs von Neff wurden gleich mitgenommen , und in Dawson erfolgreich behandelt.

Ich hoffe sehr.dass es in Zukunft von den Vets bei beiden grossen Races so detaliert und offen behandelt wird.
Die Angaben der Pathologen liegen vor, es ist die Frage  was man veroeffentlichen will.
Und deswegen hab ich am Anfang gesagt :
ENDLICH !
Und ich denke mal ,auch Peter hat dies so gemeint. Denn die Vets muessen entscheiden, wenn der Musher es nicht macht.
Und es steht in den Rules.
Diese muessen nicht um weitere Rules aufgestockt werden.
Ich sehe darin auch eine grosse Chance.
Bisher wurde [anscheinend bei beiden grossen Races] nach dem Motto gehandelt , nicht so viel Infos rauszugeben, denn die "Freakshowgruppe" Peta wartet nur darauf , um dies zu benutzen.
Ich kann die Besorgnis verstehen, aber wir koennen doch nach unseren eigenen Rules offen handeln, und selber aufzeigen was wir nicht dulden wollen.
Ich denke , erst diese Ehrlichkeit schreckt nachlaessige Musher auch ab, laesst sie sorgfaeltiger handeln,
nimmt uninformierten Aktivisten die Argumentation weg , und fuellt unsere eigenen  Vorstellungen eine\s sauberen,gesunden Race besser aus.

und wir sind ja gut, wir haben schon einiges erfolgreich umgesetzt, damit gehts jetzt erstmal weiter

mit Dr. Davis



Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 04/30/18 um 21:14:11
Dr.Michael Davis /Prof. von der Purdue University
in Oklahoma Veterinary Medicine,
Director von Equine Athletic Performance Laboratorium
uff....ein ganz netter Mensch

Das Projekt  =gastritis ulcer -  ging DR. Davis im Jahr 2000 hier beim Iditarod an.
Es ging bis circa 2005 .
[und etliche weitere sind schon gelaufen und laufen wohl auch noch]

Bei den 2 grossen Races tauchte bei den Dogs vermehrt gastric ulcer auf.Die Frage war : warum
Stress , Haerte, Kaelte vorhandene Krankheiten..uvm
Dazu begleitete Dr. Davis die Iditarod Teams.
Andere , auch nicht Race fahrende Musher wurden am Projekt beteiligt.
Ein riesiger Frage/Antwort Katalog ueber das/die gesamten Jahre /jegliche Dog Aktivity wurde den Mushern jeweils zum Beantworten  mitgegeben.
Und Dr. Davis , wie auch Helfer begutachteten unterwegs beim Race die teilnehmenden Musher/ Dogs.
Waehrend des Jahres liessen Musher ihr Team auf Laufbaender , um Puls/Herz  usw zu messen.
Wetter, Futter , Koerperbau , Alter und ich kann garnicht alles auffuehren , was auf die Beine gestellt ,was abgefragt  wurde.
z.B. auch careless und very carefull Verhalten des Mushers.
2005 wurden alle Ergebnisse zusammengefasst und ausgewertet.
Nebenbei lief noch ein "Pillenprojekt". Es wurde ausprobiert , welche gaengigen Pillen dies = gastric ulcer = verhindern koennen.
Traurige  Bilanz nach 5 Jahren.
Man weiss es immer noch nicht genau, es soll weiter gesucht werden.
Aber das Pillen Projekt brachte Erfolg.
Es gibt ein Mittel [ nach dem Namen muss ich nochmals fragen]
Diese Pille soll vor dem Race den Dogs gegeben werden.
Jeder hier weiss davon.
Die Veterans, allen voran Martin Buser informiert jeden Rookie vor dem Race darueber, bittet darum , dass diese Musher ihren Dogs diese Pille geben.
Die Veterans nehmen es.
Hugh Neff weiss auch darueber Bescheid,.
Jeder hier weiss es !
Boppie hat keine Pille bekommen.
[und jetzt versuch ich grad rauszubekommen , ob die anderen Faelle ebenfalls keine Pille bekommen haben.]

Als vor ein paar Jahren die Weltmeisterschaft in Sprint hier stattfand , fragte man nach einer moeglichen Teilnahme der MD/LD Teams.
Scott , zu dem Zeitpunkt Sprecher der Musher zu dieser Frage musste leider eine Teilnahme der LD/MDler ablehnen ,
sie hatten nicht rechtzeitig dieses Medicament eingeplant und wollten die Dogs nicht dem Risiko aussetzen.

so hier der link zu diesem Projekt

http://www.vetmed.uedavis.edu/whatsnew/article2.cfm?id=1445    

spaeter mehr



Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 04/30/18 um 21:36:13
Der Link hier funktioniert:

http://www.vetmed.ucdavis.edu/whatsnew/article2.cfm?id=1445

admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 04/30/18 um 21:41:45
Wuerner
ich sehe Wuermer im Kot der Dogs , wenn ich die Zwinger saeubere.
Spaetestens dann, geb ich ein Mittel . Und gerade vor dem Race.
Gut , es gibt Wuermer , die erst wachsen muessen, bevor Stuecke rauskommen.
Aber gerade dann bemerke ich ein ungeheuer vermehrtes Beduerfnis nach Fat/Fleisch....egal was mehr Futter beim Hund.
Ein Wurm frisst eine Menge mit.
Ich glaube auch nicht , dass Vets beim Start gut mitbekommen , ob der Hund dick oder duenn ist.
Stress, Aufregung , Hunde werden angezogen, Maentelchen ist drueber, wie soll man sehen , ob ein Hund dick oder zu duenn ist.
Das alleine muss der Musher wissen. Er kennt seine Dogs am Besten , nicht war ?
Er muesste seine Dogs so gut kennen, dass er mit ihnen dann erst garnicht startet.
Auf jeden Fall kritisiere ich , dass die Vets in Eagle das Team haben fahren lassen.
Aber, und ich will hier nicht nur anklagen, als Musher haette ich in Eagle gewusst wie duenn mein Hund ist und haette ihn gedropt.
Auf gar keinen Fall kann ich dann die Vets nur verantwortlich machen.
Es ist mein Hund und ich muss ihn am allerbesten kennen.
Will sagen , dass Neff da wohl sehr unkonzentriert war. [ uff]

Meines Wissens nach machen die Vets die Arbeit ehrenamtlich , ausser nicht zu verhindernde Spesen.
aber ich frag nochmal nach.
Jetzt brauch ich einen Kaffee, ich habe frei und es schneit und meine Dogs haben sich "verbuddelt" und schlafen.
Sie zeigen tatsaechlich den "Stinkefinger" , nach dem Motto :
7 mon. sind genug , geh wieder rein, lies ein Buch oder sonstwas, lass uns in Ruhe

???


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 04/30/18 um 21:44:44

Danke , statt ucdavis ,hab  ich uedavis  geschrieben.

[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=60#66 date=04/30/18 um 21:36:13]
Der Link hier funktioniert:

http://www.vetmed.ucdavis.edu/whatsnew/article2.cfm?id=1445

admin
[/quote] ::)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 04/30/18 um 22:55:39
Hi Milaq,

sehr anschaulich und detailliert zusammengefasst und erklärt.
Ich kann dem nur in allen Punkten zustimmen ! !

Es ist schon gut, dass man die Hunde mit einen Antiacid schützen kann.
Aber irgendwie stellt sich auch die Frage, ob das noch hundgerecht und natürlich ist.
Trotzdem, ..... besser es wird gegeben als eben nicht.

Ich hatte hier bereits schon mal die folgenden Fragen gestellt:

* Gibt es tatsächlich eine Häufung von gestorbenen Hunden bei einigen bestimmten Mushern wie Lance M., Hugh N., Brent S., K. Keith, Y. Honda (?) und anderen ?

* waren die Aspirationspneumonien auch zu Zeiten der Trappermusher wie Ch. Boulding schon so relativ verbreitet oder kam das erst mit den immer schnelleren Rennzeiten ?

Falls es Antworten gibt, würde ich mich über eine Nachricht, gerne auch als PN an snowdog, freuen.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/01/18 um 09:47:42
hallo Snowdog

Ja, diese Fragen hab ich auch, und werd in den naechsten Tagen mich drum kuemmern.
sobald ich etwas weiss ,werd ich informieren.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/01/18 um 09:52:06
Danke Milaq für fachlichen Infos. Ich bin nur ein Urlaubs-Touristen-Musher. Viele Grüße aus dem herbstlichen Norddeutschland


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/01/18 um 11:07:08
@Milaq: Vielen Dank für die ausführlichen Einblicke!

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=60#64 date=04/30/18 um 20:40:39]

Es ist ja nicht nur Boppie , der von Clinton Creek Hospitality abgeholt wurde.
2 weitere kranke Dogs von Neff wurden gleich mitgenommen , und in Dawson erfolgreich behandelt.[/quote]

Ok, hier müsste man dann aber natürlich fairerweise auch kranke Hunde anderer Teams mit aufzählen, die im Laufe des Rennens abgegeben wurden (über die genauen Gründe erfährt man da ja meistens gar nix).



Die Angaben der Pathologen liegen vor, es ist die Frage  was man veroeffentlichen will.
Und deswegen hab ich am Anfang gesagt :
ENDLICH !



D.h. also bisher wurde schon genauso gründlich untersucht, nur nicht genug veröffentlicht? = Es hat ggf. schon viel mehr ähnliche Fälle gegeben, in denen man aus den Untersuchungen auf eine schlechte Pflege schließen konnte, aber er wurde vertuscht? :'(


[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=60#67 date=04/30/18 um 21:41:45]
Ich glaube auch nicht , dass Vets beim Start gut mitbekommen , ob der Hund dick oder duenn ist.
[/quote]

Boppy wurde ja am Anfang gewogen und das Gewicht soll ok gewesen sein, wie schon in einem der ersten Artikel dazu stand. Dann soll er so krass viel abgenommen haben.

Aber es stimmt natürlich so oder so, dass der Musher seine Hunde am besten kennen muss.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/01/18 um 11:10:34

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=60#69 date=04/30/18 um 22:55:39]
Es ist schon gut, dass man die Hunde mit einen Antiacid schützen kann.
Aber irgendwie stellt sich auch die Frage, ob das noch hundgerecht und natürlich ist.
[/quote]


Ja, das ist echt irgendwie grenzwertig, wenn man ehrlich ist.


* Gibt es tatsächlich eine Häufung von gestorbenen Hunden bei einigen bestimmten Mushern wie Lance M., Hugh N., Brent S., K. Keith, Y. Honda (?) und anderen ?




Dazu müsste man natürlich auch erst mal wissen, woran die einzelnen Hunde jeweils gestorben sind. Es war doch sicher nicht immer durch Aspiration?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/01/18 um 12:37:53
@Milaq

Vielen Dank, dass du dir die Mühe machst uns alles so genau aufzuzeigen! Puh, das sind schon sehr viele Informationen! Das ist gut zu wissen, weil hier in der Ferne bekommen wir das ja alles so nicht mit.
Das waren sehr interessante Einblicke. Von der Studie hatte ich auch noch nie gehört. Hat mich echt überrascht.

Snowdogs Frage zu den anderen Todesfällen finde ich auch sehr interessant.

Admin meinte, ev. habe die Aufteilung der Hunde auf H. Neff und seine Frau auch einiges durcheinander gebracht. Das könnte ich mir auch vorstellen, dürfte einem erfahrenen Musher wie Neff aber nicht passieren.

Die ganze Sache könnte jedenfalls weitreichende Konsequenzen haben - in vielerlei Hinsicht und hoffentlich nur zum Wohl der Hunde!

Viele Grüße - hier haben wir auch fast Temperaturen um den Gefrierpunkt und man denkt, nicht der Frühling steht vor der Tür, sondern der Herbst...

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/01/18 um 12:56:06
Craig Medred soll ja laut seines neusten Artikels die beim UAF beschäftigte VET Nina Hansen versucht haben zu interviewen (gescheitert, keine Antworten + Campus Polizei gekommen)


In the interview that made Hansen uncomfortable, she said almost nothing. She refused to talk about the condition of other dogs in Neff’s team, saying that such information is covered by “client-patient privilege.” She said she could lose her license if she said anything.


Also ohne Hughs Zustimmung werden wir da wohl nichts erfahren.




Gibt es tatsächlich eine Häufung von gestorbenen Hunden bei einigen bestimmten Mushern wie Lance M., Hugh N., Brent S., K. Keith, Y. Honda (?)


Ja. Diese Fälle sind uns ja alle in Erinnerung, weil es mehrere Hunde waren!


A 2008 study of Iditarod dog deaths from 1996 to 2006 found aspiration pneumonia one of the more common causes of death for the 27 dogs that died in that time period.


admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/01/18 um 15:22:56

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=60#73 date=05/01/18 um 11:10:34]
Dazu müsste man natürlich auch erst mal wissen, woran die einzelnen Hunde jeweils gestorben sind. Es war doch sicher nicht immer durch Aspiration?
[/quote]

Hallo North,

wie Admins 2. Einschub zeigt ...... :
"A 2008 study of Iditarod dog deaths from 1996 to 2006 found aspiration pneumonia one of the more common causes of death for the 27 dogs that died in that time period."
...... ist Aspiration eine der geläufigsten Gründe für verstorbene Hunde in der o.a. Studie.

Wenn sich das und andere Gründe dann noch nur bei einigen Mushern häufen, darf man schon darüber nachdenken, warum und wieso ?
Da spielt der Grund des Todes auch keine so große Rolle (Ausnahme Unfälle mit Snowmachines). Lt. R. Smyth kann sich ein verantwortungsvoller Musher sogar vorrauschauend adäquat gegen Moose-Attacks wappnen. Das Ganze deckt somit eine große Bandbreite von Maßnahmen und Einstellungen ab, die einfach unter den Begriff "Dog care" gehören.

Und da das Schicksal alleine ja nicht immer die Gleichen ganz zufällig treffen wird; und wenn sich da dann noch ein Muster abzeichnen sollte, ist wohl "etwas faul im Staate Alaska".

Manchmal ist das herausfinden dieser Frage der Häufung gar nicht so einfach.
Waren es 6 tote Hunde beim ID 2009, verteilten sich diese weitgehend auf Rookies, was zu einer Verschärfung der Rookie-Zugangsregelung beim ID führte.

Manchmal liegen auch lange Zeiträume dazwischen.
Zu meinem eigenen Erstaunen stellte ich fest, dass sowohl Brent S. wie auch Y. Honda bereits beim YQ 2007  schon mal einen Hund verloren haben.

Wenn aus all dem ein besserer Schutz der Hunde folgen würde, wäre ja schon viel gewonnen.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/01/18 um 21:07:22
Für mich wäre/ist es neu, dass Hunde für das Yukon Quest oder ID Medikamente zur Vorbeugung bekommen sollen/sollten. Das ist auch nicht meine Vorstellung von Dogmsuhing. Ausnahme ist selbstverständlich die Wurmbehandlung.  Oder ist es üblich, dass Hunde zur Vorbeugung Medikamente bekommen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/01/18 um 21:46:59
Hallo Lechtinger,

wie lange diese Möglichkeit der Vorbeugung schon benutzt wird, kann ich nicht sagen. Die Studien dazu gibt es aber schon etwas länger.

Wird ja sogar von manchen erfahrenen Mushern (M. Buser) empfohlen.
Wirkt ja auch gut. Warum sollte ein Antazidum nicht auch bei Hunden Stressulcera verhindern helfen ? ?

Ob das aber noch hundgerecht  ist, habe ich ja schon mehrfach in Frage gestellt.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Peter_Kamper am 05/02/18 um 08:38:33
Erst einmal herzlichen Dank an Milaq fuer seinen hervorragend nachgeforschten und wirklich guten Artikel.
Danke !
-----------
Mit gerunzelten Augenbrauen musste ich allerdings fest stellen, dass er ein kleines Problem erwaehnte:
Falls saemtliche Befunde eines Schlittenhundes nach dem Tod veroeffentlicht werden, wird sich 'peta' nicht sofort auf so etwas stuerzen ?
Natuerlich...

Trotzdem sollte diese Sache in Hinsicht auf eine komplett veroeffnetlichte Autopsy von Rennen mit stolz erhobenem Haupt weiter gefuehrt werden.
----
Zu diesem Team hat John Schandelmeier heute (leider in Englisch) auch ein paar Gedanken geschrieben:  
https://www.adn.com/outdoors-adventure/2018/04/29/dog-care-is-back-in-the-news-a
nd-mushers-must-confront-the-issue/  

Nur so...
Peter


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/02/18 um 09:26:52
Hallo Peter,

danke für den Schandelmeier-Link.

Das meiste könnte man ja auch sofort unterschreiben.

Ein Punkt ist mir besonders aufgefallen. Es ist der mit der Unterbringung der Hunde.
*Auch mein  NEIN  zu "prison cells".
*Und Häuschen mit Plattformen, wo die Hunde sich keine Kuhlen graben können:  no way !
Wenn ich sehe, wie unsere 2 Huskies 1000qm Garten nach ihrem Geschmack mit Liegekuhlen versehen haben, weiß ich, wie wichtig Ihnen dieses Graben ist, auch wenn sie manchmal ganz gezielt die harten Steinplatten zu Ausruhen und Schlafen aufsuchen.
* Aber auch  nur Häuschen mit Drehketten zur Langzeitunterbringung hinterlassen bei mir immer einen etwas bitteren Beigeschmack.

Ich habe in Skandinavien große Kennel gesehen, die diese letzte Form mit immer mehr Freilaufzwingern und Wohngemeinschaften von bis zu 6 Dogs mindestens kombiniert haben.

Diese Wohngemeinschaften (3-6 Dogs) haben sich auch in unserer Auffangstation für Nordische seit langen besten bewährt.

Nur wenige Lösungen sind "alternativlos"  >:( .

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/02/18 um 12:06:08
[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=60#74 date=05/01/18 um 12:37:53]
Admin meinte, ev. habe die Aufteilung der Hunde auf H. Neff und seine Frau auch einiges durcheinander gebracht. Das könnte ich mir auch vorstellen, dürfte einem erfahrenen Musher wie Neff aber nicht passieren.
[/quote]

Ja, als Erklärung könnte ich mir das auch gut vorstellen, auch wenn es natürlich nichts entschuldigt. Ich meine, wir sind alle nur Menschen und vielleicht ist Hugh im Eifer des Gefechts irgendwo was versehentlich durch die Lappen gegangen. Also wenn wir jetzt mal hoffnungsvoll davon ausgehen wollen, dass er sich normalerweise besser um die Hunde kümmert. Fehler passieren halt. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dann von ihm auch eine konstruktive Reaktion kommen müsste.


[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=75#75 date=05/01/18 um 12:56:06]
Craig Medred soll ja laut seines neusten Artikels die beim UAF beschäftigte VET Nina Hansen versucht haben zu interviewen (gescheitert, keine Antworten + Campus Polizei gekommen)
[/quote]

Ja, den Artikel habe ich mir auch angetan (https://craigmedred.news/2018/04/30/dogged-journalism/).Ich halte normalerweise nicht viel auf Medreds Ansichten, da ich in der Vergangenheit oft eher krasse Ansichten von ihm gelesen habe, wo er gerne auf einer Seite rumhackt. Dafür gibt's dann oft ganz gute Kommentare und einigermaßen brauchbare kontroverse Diskussionen darunter. Wobei Medred in diesem Fall ja gar nicht so einseitig berichtet, sondern immer mal wieder "die Seiten wechselt", außerdem sind auch einige interessante Infos dabei.



[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=75#76 date=05/01/18 um 15:22:56]

Hallo North,
wie Admins 2. Einschub zeigt ...... :
...... ist Aspiration eine der geläufigsten Gründe für verstorbene Hunde in der o.a. Studie.[/quote]

Alles klar, das ist dann natürlich schon auffällig.


Wenn sich das und andere Gründe dann noch nur bei einigen Mushern häufen, darf man schon darüber nachdenken, warum und wieso ?


Stimmt.
Ich meinte eben nur, dass es ja sicher hin und wieder auch andere Umstände gibt, unter denen Hunde während eines Rennens sterben. Und bei Boppy lag das Problem, wegen dem Hugh jetzt bestraft wird, ja auch nicht einfach nur in der simplen Todesursache, sondern eben in dem desolaten Gesamtzustand und den anscheinend nachweislich verpassten Vorsorgemaßnahmen.


Da spielt der Grund des Todes auch keine so große Rolle (Ausnahme Unfälle mit Snowmachines). Lt. R. Smyth kann sich ein verantwortungsvoller Musher sogar vorrauschauend adäquat gegen Moose-Attacks wappnen. Das Ganze deckt somit eine große Bandbreite von Maßnahmen und Einstellungen ab, die einfach unter den Begriff "Dog care" gehören.


Aber ich würde einen Elchangriff auf einen kerngesunden Hund schon etwas anders bewerten als eine Krankheit. Aber ich denke, ich weiß schon, was Du meinst. Bzw. auch was Smyth mit der Sache wohl ausdrücken wollte. Bei ihm ging es allerdings nur um die Frage, ob das Team das Rennen überhaupt zu Ende fahren dürfen soll, wenn ein Mitglied unterwegs stirbt. Er sagt aber nicht, dass ein Musher wegen einem Hundetod durch Elchangriff auch für 1-2 Jahre danach gesperrt werden soll.



Und da das Schicksal alleine ja nicht immer die Gleichen ganz zufällig treffen wird; und wenn sich da dann noch ein Muster abzeichnen sollte, ist wohl "etwas faul im Staate Alaska".



Ja, das denke ich prinzipiell auch. Wobei ich z. B. diese Hochrechnerei in Craig Medreds Artikel doch auch wieder etwas heikel finde.


Zu meinem eigenen Erstaunen stellte ich fest, dass sowohl Brent S. wie auch Y. Honda bereits beim YQ 2007  schon mal einen Hund verloren haben.


Wieso Erstaunen? Bezüglich der Leute oder bezüglich des Jahrs?
Zu Brent ist mir aufgefallen, dass Medred ihn gar nicht erwähnt hat.
Allerdings hat dieser sich ja auch wegen diverser Teamprobleme (war das nicht die Sache, so die Hunde nicht mehr laufen wollten?) erst mal bis auf Weiteres aus den großen Rennen zurückgezogen, um innerhalb des Teams Diverses besser auf die Reihe zu kriegen (kenne jetzt auch keine näheren Details, aber auf FB postet er öfter mal Bilder usw. von den Hunden), was meiner Meinung nach - also soweit ich das als Laie beurteilen kann - sicher eine sehr weise und reife Entscheidung war. Er hat gesehen, dass was nicht stimmt, und hat daraus Konsequenzen gezogen.


Wenn aus all dem ein besserer Schutz der Hunde folgen würde, wäre ja schon viel gewonnen.



Das kannst Du laut sagen!
:)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/02/18 um 12:15:31

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=75#78 date=05/01/18 um 21:46:59]
Warum sollte ein Antazidum nicht auch bei Hunden Stressulcera verhindern helfen ? ?

Ob das aber noch hundgerecht  ist, habe ich ja schon mehrfach in Frage gestellt.

[/quote]

Ja, die Frage ist wirklich berechtigt. Allerdings könnte man sich bezüglich "hundegerecht" dann auch noch viel mehr Fragen stellen.
Ist es hundegerecht, für eine andere Tierart (Mensch) als Nutztier (Schlitten ziehen) tätig zu sein?  usw.


[quote author=Peter_Kamper link=board=14&num=1524605261&start=75#79 date=05/02/18 um 08:38:33]

Falls saemtliche Befunde eines Schlittenhundes nach dem Tod veroeffentlicht werden, wird sich 'peta' nicht sofort auf so etwas stuerzen ?
Natuerlich...

Trotzdem sollte diese Sache in Hinsicht auf eine komplett veroeffnetlichte Autopsy von Rennen mit stolz erhobenem Haupt weiter gefuehrt werden.[/quote]

Ich denke auch. Wie Milaq schon schrieb: "...erst diese Ehrlichkeit ...nimmt uninformierten Aktivisten die Argumentation weg..-"



Zu diesem Team hat John Schandelmeier heute (leider in Englisch) auch ein paar Gedanken geschrieben:  
https://www.adn.com/outdoors-adventure/2018/04/29/dog-care-is-back-in-the-news-and-mushers-must-confront-the-issue/  



Danke, interessanter Artikel.


[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=75#80 date=05/02/18 um 09:26:52]

Wenn ich sehe, wie unsere 2 Huskies 1000qm Garten nach ihrem Geschmack mit Liegekuhlen versehen haben, weiß ich, wie wichtig Ihnen dieses Graben ist, auch wenn sie manchmal ganz gezielt die harten Steinplatten zu Ausruhen und Schlafen aufsuchen.

[/quote]

Das klingt gut, aber es sind eben auch nur zwei Hunde. Und keine 70 oder so…


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/02/18 um 14:31:17

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=75#82 date=05/02/18 um 12:15:31]
Gut, aber es sind eben auch nur zwei Hunde. Und keine 70 oder so…
[/quote]

Hi North,

Das war auch nur als Beleg dafür gedacht, wie wichtig graben von eigenen Liegekuhlen für viele Hunde ist.

Für größere Mengen an Hunden habe ich deshalb die Freilaufflächen-Zwinger in Skandinavien angeführt.

In unserer Auffangstation gibt es 5 Freiläufe von ca. 10 x 10 m und in der Mitpte davon jeweils 4 Hundehäuschen mit Terasse auf einer etwa 20 cm hohen Plattform auf Pfählen. Das bietet Platz für eine Wohngemeinschft von bis zu 6 Hunden.

Für 6 Hunde an 2 m Drehketten mit jeweils eigener Hütte wäre der Platzbedarf eher größer ca. (12x12 m), aber billiger zu erstellen.

Die ganze Freilaufläche bei uns ist fein gekiest und lässt sich gut sauberhalten. Muss aber hin und wieder ergänzt werden.
Die Hunde lieben es, in selber angelegten Gruben am Zaun (mit Untergrabeschutz), unter den Stelzenhäuschen oder darin zu schlafen.

Unser Großer hatte in Norwegen seine Drehketten-Hütte auch zur Hälfte untergraben und schlief lieber in dem Loch als in der Hütte.

Ausserdem finde ich bei 2 m Drehkette eine Bewegungskreisfläche von 4 m im Durchmesser auch nicht gerade als hundgerecht für ein Bewegungstier, wie es Huskies nun mal sind.

Sicher gibt es Raufer unter den Hunden, die man nicht gleich oder gar nicht in eine Wohngemeinschaft eingliedern kann. Dann kann oder sollte diese Haltung als Ausnahme ok sein.

Aber der Hund hat an der Drehkette ja durchaus Abwechslung: er kann sich jeden Tag aussuchen, ob er 200 x rechts- oder linksrum läuft ....... Ironie Ende.

Ist halt meine persönliche Einstellung dazu, deshalb fiel mir die Passage bei Schandelmeier auch gleich auf.

Anderer Punkt:
Du stellst in deinem Post auch folgende Frage:
"Ist es hundegerecht, für eine andere Tierart (Mensch) als Nutztier (Schlitten ziehen) tätig zu sein?  usw."

Ok, das kann man sich generell so fragen, aber dann kommen ja auch ganz viele andere Tiere/ Lebewesen in Frage:
Pferde, Esel, Wasserbüffel und, und und ......
Selbst Bienen arbeiten ja mit ihrem Honigsammeln für uns.

In der Bibel steht wohl irgendwo folgendes:
" ..... gehet hin und machet euch die Erde untertan "

Damit war sicher nicht die Ausbeutung aller Resourcen bis zum bitteren Ende gemeint.
Aber solange der Mensch mit dem Tier mit gegenseitigem Respekt (z. B. Rückepferdarbeit) und einem Gefühl für die Würde jedes Tieres mit ihm zusammenarbeitet, ist meiner Ansicht nach daran nichts verwerfliches.

Wenn aber allgemein (nicht Hugh speziell) Kommerz vor Tierwohl, in unserem Fall bei Schlittenhunderennen vor Dog Care geht, wird es wohl schwer sein, den Geist wieder in Flasche zu bekommen.

Aber ........ versuchen muss man es !

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/02/18 um 14:46:01
[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=75#83 date=05/02/18 um 14:31:17]

Für größere Mengen an Hunden habe ich deshalb die Freilaufflächen-Zwinger in Skandinavien angeführt.

In unserer Auffangstation gibt es 5 Freiläufe von ca. 10 x 10 m und in der Mitpte davon jeweils 4 Hundehäuschen mit Terasse auf einer etwa 20 cm hohen Plattform auf Pfählen. Das bietet Platz für eine Wohngemeinschft von bis zu 6 Hunden.

...[/quote]

Wieviele Hunde hast Du eigentlich insgesamt? Und wie groß ist Dein Grundstück? ;D

Ich will damit nichts rechtfertigen, in AK ist ja sowieso mehr Platz, und wer sich's nicht leisten kann, sollte halt auch nicht so viele Hunde haben, aber ich könnte mir eben schon vorstellen, dass es schwierig ist, so viele Hunde, wie ein Profi-Musher eben normalerweise hat, ähnlich "idyllisch" unterzubringen, oder?



Du stellst in deinem Post auch folgende Frage:
"Ist es hundegerecht, für eine andere Tierart (Mensch) als Nutztier (Schlitten ziehen) tätig zu sein?  usw."

Ok, das kann man sich generell so fragen, aber dann kommen ja auch ganz viele andere Tiere/ Lebewesen in Frage:
Pferde, Esel, Wasserbüffel und, und und ......
Selbst Bienen arbeiten ja mit ihrem Honigsammeln für uns.



Ganz genau, darauf wollte ich auch hinaus.
Keine Angst, das sollte jetzt kein genereller Vorwurf sein, ich trinke selbst auch Unmengen Kuhmilch ;-) , was eigentlich auch nicht so ganz ok ist. Aber wo zieht man die Grenze?




In der Bibel steht wohl irgendwo folgendes:
" ..... gehet hin und machet euch die Erde untertan "



Ja, den Spruch kenne ich und finde ich grauslig. Diese gruslige Einstellung ist eines der größten Elende seitens der Menschheit.




Aber solange der Mensch mit dem Tier mit gegenseitigem Respekt ... und einem Gefühl für die Würde jedes Tieres mit ihm zusammenarbeitet, ist meiner Ansicht nach daran nichts verwerfliches.



Im Prinzip nicht, wobei hier bestimmt auch jeder ein bisschen seine eigene subjektive Definition hat.
Was ich persönlich nicht mag, ist wenn der Mensch sich pauschal als über dem Rest der Tierwelt stehend begreift. Aber das ist jetzt doch schon wieder ein anderes und zu komplexes Thema...




Wenn aber allgemein (nicht Hugh speziell) Kommerz vor Tierwohl, in unserem Fall bei Schlittenhunderennen vor Dog Care geht, wird es wohl schwer sein, den Geist wieder in Flasche zu bekommen.



Jep. Ich bin jedenfalls wirklich gespannt, wie das noch weitergeht.

Dieser Artikel war hier wohl auch noch nicht verlinkt worden:
http://www.newsminer.com/mushing/yukon_quest/neff-will-protest-yukon-quest-ban-w
ith-help-of-lawyer/article_4475412c-4d79-11e8-9975-d7b25aad2108.html


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/02/18 um 16:26:47
Puh, da kommen ja immer mehr Sachen ans Tageslicht.
Ich bin gespannt, wann man nochmal von des Quest-Offiziellen eine Stellungnahme hört sowie von den ID-Offiziellen...
Und natürlich von H. Neff!
Das wundert mich, dass er sich doch noch bedeckt hält... Strategie?

Fragen über Fragen.

Generell denke ich, dass man schon einige Hunde halten kann, ohne sie unbedingt anzuketten.
Eine Frage der Erziehung? Des Geldes?
Natürlich ist das "einfacher". Aber jeder Hund sollte die Gelegenheit haben, sich regelmäßig austoben zu können.
Aber ich verstehe auch noch zu wenig von der ganzen Sache...

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/02/18 um 17:33:02

[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=75#85 date=05/02/18 um 16:26:47]
Ich bin gespannt, wann man nochmal von des Quest-Offiziellen eine Stellungnahme hört sowie von den ID-Offiziellen...
Und natürlich von H. Neff!
Das wundert mich, dass er sich doch noch bedeckt hält...
[/quote]

Naja, vom YQ kam ja die Entscheidung, die wir alle kennen. Und das ID guckt sich die Sache anscheinend erst mal nur von Weitem an.
Weitere Reaktionen sind vermutlich erst zu erwarten, wenn Hugh sie dazu auffordert.
In dem newsminer-Artikel steht ja, dass er jetzt einen Anwalt und einen Veterinär hinzugezogen hat. Klingt eigentlich erst mal gut. Mal abwarten, was dann kommt.
Unter dem Artikel gibt es schon einen Kommentar, dass jemand erfolglos nach dem von Hugh genannten "Veterinary Visions Service" aus Oklahoma gegoogelt hat.  ::) ???


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/02/18 um 21:56:11

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=75#84 date=05/02/18 um 14:46:01]
Wieviele Hunde hast Du eigentlich insgesamt? Und wie groß ist Dein Grundstück? ;D
[/quote]

Hallo North,

Wir haben 2 eigene Huskies. Du kannst sie im Thread TEST des Forum sehen.
Den Großen habe ich 2010 8jährig mit seinem Bruder in Norwegen vor dem Erschießen gerettet. Als der Bruder an Krebs starb, wollte der Verbliebene auch nicht mehr und hat 1 Woche fast nichts mehr gefressen. Erst als die damals noch recht junge Hündin aus einem hiesigen Tierheim dazukam, faste er wieder Lebensmut.
Heute ist er 16 und sie 9 Jahre alt.

Das Grundstück auf dem sie leben, ist ca. 1000 qm groß. Das spielt aber keine so große Rolle. Auf unseren Wohwagengrundstück in Norddeutschland mit 150 qm fühlen sie sich genau so wohl.
Zu Hause haben sie eine chipgesteuerte Hundetüre in der Terrassentür und können rund um die Uhr selber entscheiden, ob und wann sie draussen oder drinnen sein wollen. Das gleiche auf dem Feriengrundstück: das Vorzelt steht Ihnen immer offen.

Dazu kommt ein Morgenwalkie (45 Min.), nachmittags ca. 90 Min. und spätabends nochmal 35 Min.
So sind die Hunde immer ausgelastet und zufrieden. Sie haben nie versucht den Zaun (1,75 m hoch) zu überspringen oder zu untergraben.

Ich finde diese Unterbringung durchaus nicht "idyllisch",  sondern einfach nur hundgerecht, zumal ich die Möglichkeit (speziell für Huskies) dazu habe. Das ist halt der Vorteil des Landlebens  ;) .
--------------------------------
Wenn ich von unserer Auffangstation spreche, ist eine Station des folgenden Vereins gemeint:

https://www.polarhunde-nothilfe.com

Hier engagieren sich meine Frau und ich wegen der Erfahrung in Norwegen, weil hier wirklich alle Nordischen in Not aufgenommen werden:
Ob alt, ob jung, ob freundlich oder schwierig.
Wir sind der Meinung, daß jeder von Ihnen eine Chance verdient hat und die Erfolge geben uns recht. Kaum eine andere Organisation bringt noch so viele alte Hunde ans neue Frauchen / Herrchen wie die Polarhunde-Nothilfe.
---------------------------------
Auch die skandinavischen Kennel mit den Gemeinschaftsausläufen sind alles Profikennel, die Touren, aber auch Rennen (s. Finnmarksløpet), fahren.
Genug Platz sollten die alle dafür haben, ob in Sápmi oder Alaska / Yukon etc.

Hast du mal eine Huskyanlage mit ca.120 - 150 Drehkettenhäuschen gesehen ? Dann weißt du, was ich mit Platzbedarf meine.
Ich habe ja aufgezeigt, saß der Platzbedarf für eine Zwingeranlage mir großen Ausläufen und für eine entsprechende Drehkettenanlage in etwa gleich ist.
Nur die Kosten und der Arbeitsaufwand sind es nicht.
Macht halt beim Säubern, Hunde aneinander gewöhnen und Instandhalten "etwas" mehr Arbeit.
Ist das aber ein Grund, es nicht zu tun ? ?

Hundeschlittenfahren ist, egal ob mit eigenem Gespann oder gemietet, einfach keine billige Sache. Und da es ja um Lebewesen geht, sollte man sich gut überlegen, ob man so was anfangen will und auch bereit ist den Preis für Qualität in jeder Hinsicht zu zahlen, ........  oder man sollte es lassen.

Mush on
Swabian Snowdog

P. S.
Die Geschichte meiner 3 Huskies ist im Jahrbuch 2017 des Nothilfevereins erschienen. Da geht es u. a. auch um huskygerechte Erziehung.
Wenn Interesse besteht, kann ich sie als Email zusenden.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/03/18 um 09:36:38
Hallo Snowdog,  ich habe zwar noch nie einen Hund besessen und plane auch keine Hundehaltung weil ich gerne verreise. Deine Hundehaltung scheint mir aber viel artgerechter als die Drehketten im Yukon und Alaska zu sein. Ich denke darüber sollten mal alle Musher dort nachdenken. Seit 1996 habe ich ein paar Mushingtouren in Alaska und im Yukon gemacht und die Hunde wurden und werden dort im Drehkettensystem gehalten. Ich dachte eine Haltung im Rudel mit Freilauf wäre nicht möglich. Ich wäre auch bereit ein paar Dollar mehr zu bezahlen, wenn es für das Wohl der Hunde wäre. Ich hoffe durch das Verfahren von Hugh Neff werden viele Punkte angesprochen. Nur durch möglichst viel Informationen/Offenheit wird das Yukon Quest langfristig erhalten bleiben. Viele Grüße aus Norddeutschland


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/03/18 um 10:31:05

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=75#87 date=05/02/18 um 21:56:11]



Wir haben 2 eigene Huskies. Du kannst sie im Thread TEST des Forum sehen.[/quote]

Ach, die kenne ich ja schon. :D

Ich war mir nur nicht sicher, ob Du zusätzlich zu den 2 genannten doch noch mehr Hunde hast.

Den Link zur Hundehilfe kannte ich schon.
Auf jeden Fall eine feine Sache.




Hast du mal eine Huskyanlage mit ca.120 - 150 Drehkettenhäuschen gesehen ?



Ich bin mir nicht sicher - mit ganz so vielen vielleicht noch nicht.



Ich habe ja aufgezeigt, saß der Platzbedarf für eine Zwingeranlage mir großen Ausläufen und für eine entsprechende Drehkettenanlage in etwa gleich ist.
Nur die Kosten und der Arbeitsaufwand sind es nicht.



Ich muss zugeben, dass ich mir das Ganze etwas schwer bildlich vorstellen kann. Hast Du vielleicht den einen oder anderen Link mit entsprechenden Bildern zur Hand?



Hundeschlittenfahren ist, egal ob mit eigenem Gespann oder gemietet, einfach keine billige Sache. Und da es ja um Lebewesen geht, sollte man sich gut überlegen, ob man so was anfangen will und auch bereit ist den Preis für Qualität in jeder Hinsicht zu zahlen, ........  oder man sollte es lassen.



Genau.


[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=75#88 date=05/03/18 um 09:36:38]
ich habe zwar noch nie einen Hund besessen und plane auch keine Hundehaltung weil ich gerne verreise. [/quote]

So geht's mir auch in etwa.




Ich hoffe durch das Verfahren von Hugh Neff werden viele Punkte angesprochen. Nur durch möglichst viel Informationen/Offenheit wird das Yukon Quest langfristig erhalten bleiben.



Denke ich auch. Und anscheinend viele andere Leute auch, wenn man sich so die Diskussionen im Netz anguckt.


Übrigens ist der newsminer-Artikel siehe weiter oben mittlerweile ergänzt worden. Auch interessant...


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/03/18 um 10:37:36
Hier noch ein Artikel mit Video:
http://www.webcenter11.com/content/sports/Former-Yukon-Quest-Hugh-Neff-gives-his-side-of-the-controversybegins-appeal-process-481582561.html


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/03/18 um 15:33:48
Jetzt spricht er selbst:

https://craigmedred.news/2018/05/03/fair-or-unfair/

admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/03/18 um 18:28:33

[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=90#91 date=05/03/18 um 15:33:48]

https://craigmedred.news/2018/05/03/fair-or-unfair/

[/quote]

Wow, sehr interessant. Und hier wird auch der neue Vet namentlich genannt, der sich die Sache jetzt anguckt.
Bin erst mal auf die weiteren Kommentare gespannt, die auf der Seite bestimmt noch kommen werden.
Und irgendwie wird das YQ dann auch darauf reagieren müssen.
Auch wenn ich mir immer noch nicht vorstellen kann, dass es da wirklich jemanden geben soll, der extra was gegen Hugh unternehmen wollte (siehe auch der ergänzte Newsminer-Artikel auf der vorigen Seite).


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/03/18 um 18:53:23
@Admin und North

Zwei sehr interessante Links.

Beim Lesen gehen die Emotionen hin und her, was denn jetzt wahr oder nicht wahr ist.

Und trotzdem ........ mich plagt ein dejá vu !

Auch bei seiner Eskapade  auf dem Norton Sound waren lt. Hugh die ID-Offiziellen Schuld.

Sie haben nicht schnell genug reagiert. Sie schickten keine Hilfe.
Sie wollten ihn erfrieren lassen usw..

Er werde seine Sicht später noch darlegen. Darauf wartet die ID-Welt heute noch.

Andere Stimmen beurteilten die Lage auch durchaus different. Sab erzählte mir, das er in dieser Nacht auch gefragt wurde, ob er mit der Snowmachine rausfahren und suchen könne. Die Wetter-/Sturmbedingungen seien aber so kathastrophal gewesen, dass dies einem Selbstmordversuch gleich gekommen wäre.
Die Situation besserte sich erst zum Morgen hin.

Soweit ich mich erinnere, stellte sich später dann heraus, dass Hugh schlecht ausgerüstet (unpassender Schlafsack/zu kleiner Schlittensack) zu unpassender Zeit (aufziehendes Unwetter) in ein Gebiet aufgebrochen war, wo selbst Jeff King das Rennen unterbrochen und Schutz gesucht hatte.
In seiner durch die extreme Kälte und Wind verursachte Bewusstseineintrübung hatte er dann wohl auch noch den falschen Knopf auf dem Hilfegerät gedrückt.
Einige behaupten sogar, saß seine Hunde die Arbeit verweigert hätten.

Sab. S. hatte dann dazu einen Facebook-Beitrag über "responsible racing/verantwortungsvolles Rennmushen" geschrieben. Dieser wurde dann zwar in einigen Kommentaren zerlegt, aber von noch mehr anderen gelobt.

Warum kann ich mich nach dem Lesen der Links heute nur einfach nicht auf Hugh's Seite stellen   ??? .

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/03/18 um 19:02:54
@ North

Zum Thema Auslaufzwinger habe ich leider keine eigenen Bilder parat.

Schau dir aber mal diesen Link an .......

http://www.akaskero.com/200_camp_de.html

........ vielleicht gibt er dir eine Vorstellung davon, was ich meine.


Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/03/18 um 19:17:25

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=90#93 date=05/03/18 um 18:53:23]

Auch bei seiner Eskapade  auf dem Norton Sound waren lt. Hugh die ID-Offiziellen Schuld.

Sie haben nicht schnell genug reagiert. Sie schickten keine Hilfe.
Sie wollten ihn erfrieren lassen usw..[/quote]


Ja, an diese Sache hat es mich auch etwas erinnert.
Obwohl das jetzt natürlich nix heißen muss.




Warum kann ich mich nach dem Lesen der Links heute nur einfach nicht auf Hugh's Seite stellen   ??? .



Tröste Dich, ich kann es auch (zumindest bisher noch) nicht.
Warum?
- Weil die Aussagen der YQ-Vets glaubwürdig klingen.
- Wegen Hughs Art, darauf zu reagieren. Nicht nur in dem ersten Video, sondern auch danach, in den letzten Artikeln. Es dreht sich immer wieder um Vendetta, "witch hunt", die (wer noch mal genau?) haben's auf ihn abgesehen, etc.
- Meines Wissens hat sich bisher kein anderer Musher auf seine Seite geschlagen. Ich weiß, dass das kein verlässlicher Gradmesser ist, aber es fällt irgendwie schon auf. Bei Dallas Seavey (auch wenn es eine andere Problematik war) haben sich damals ratzfatz mehrere Musher hinter ihn gestellt. Obwohl Dallas mit seinen vielen Erfolgen sicher auch Neider hat. Gut, dort ging es u.a. auch um die zweifelhaften Regel-Änderungen beim ID. Sowas betrifft ja dann auch alle. Aber betrifft die Möglichkeit einer Sperre, wie Hugh sie jetzt beim YQ bekommen hat, nicht auch potenziell alle Musher? Wieso scheint da niemand empört zu sein? Oder habe ich da doch irgendwas Wichtiges verpasst?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/03/18 um 19:23:22

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=90#94 date=05/03/18 um 19:02:54]

Schau dir aber mal diesen Link an .......

http://www.akaskero.com/200_camp_de.html

........ vielleicht gibt er dir eine Vorstellung davon, was ich meine.

[/quote]

Ja, in etwa, danke!
Die laufen also nicht den ganzen Tag an ihr Häuschen gekettet rum, richtig?
Das sieht schon wirklich besser aus.
In Nordfinnland ist natürlich auch Platz, aber in AK eben auch.
Vielleicht könnte man ja mal einen separaten Thread zum Thema Kennel-Gestaltung öffnen, damit das hier nicht in diesem unschönen Thema untergeht? Also falls Du noch weitere Infos dazu zum Teilen hast?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/03/18 um 22:07:13

But then Boppy vomited or coughed up some food, and things started to go downhill from then on. Five to eight hours after bringing Boppy into the cabin, Hugh said, he was dead.


Nochmals kommt mir dann die Frage: Warum drückt er nicht den Hilfe-Button an seinem GPS-Spot-Gerät ?


He thought it might be old girlfriend Nicole Faille with information about the bill for Boppy’s cremation.


Also so wie sich Fr. Faille über Hugh in der FB-Fan-Gruppe über ihn geäußert hat  - würde ich sie nicht Freundin nennen. Aber dies ist eher unwichtig.

Aber die YQ-Vets sollten jetzt auch mal den oder die verantwortliche Tierarzt benennen, der in Eagle war. Es kann ja nicht sein, dass da nur in einer Richtung gemaßregelt wird und in dieser nicht!

ragnar


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/04/18 um 13:57:03

[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=90#97 date=05/03/18 um 22:07:13]
Nochmals kommt mir dann die Frage: Warum drückt er nicht den Hilfe-Button an seinem GPS-Spot-Gerät ?

Also so wie sich Fr. Faille über Hugh in der FB-Fan-Gruppe über ihn geäußert hat  - würde ich sie nicht Freundin nennen. Aber dies ist eher unwichtig.

Aber die YQ-Vets sollten jetzt auch mal den oder die verantwortliche Tierarzt benennen, der in Eagle war. Es kann ja nicht sein, dass da nur in einer Richtung gemaßregelt wird und in dieser nicht!

ragnar

[/quote]

Diese Frage stelle ich mir auch. Der SOS-Button wird ja wohl funktioniert haben... Und wenn Hugh schon nicht den SOS-Knopf drücken wollte - er war ja nicht alleine mit dem Hund in der Hütte - da hätten auch die anderen irgendwas in die Richtung sagen können/müssen/sollen.

Den Kommentar von der Ex-Freundin kenne ich ja nicht.
Aber vielleicht sieht Hugh gewisse Dinge auch anders als wir...?

Was mich auch an den letzten Artikeln stört, ist seine Haltung - "alle wollen ihm was"...
Das kann doch nicht seine einzige Verteidigung sein?

Auch wenn er in einem der beiden letzten Artikel anführt, es sei sehr kalt gewesen - bis minus 50 Grad. Diese Temperaturen hatten die anderen Musher auch und auch deren Hunde... Das ist für mich jetzt keine Entschuldigung, dass Boppy so viel Gewicht auf kurze Zeit durch die Kälte verloren hat...

Wie North und Snowdog schreiben: Irgendwie kann ich mich nicht auf Hughs Seite stellen.
Ich hatte immer den Eindruck, dass er seine Hunde wirklich mag - und das glaube ich auch immer noch. Aber: Wenn man ein Tier hat, ist man auch verantwortlich, das kann man nicht "nur" lieben.

Ich liebe z.B. auch nicht meinen Hund oder Katze , aber füttere das Tier quasi zu Tode (hart ausgedrückt), weil es mich doch immer bei Tisch so traurig anguckt und ganz sicher großen Hunger hat und ich ihm immer wieder von meinem (für Hunde) ungesunden Essen abgeben "muss"...

Da sind mir noch zu viele Fragen offen und ich hoffe auf ein vernünftiges Statement von Hugh.

Ich glaube, hier wurde auch geschrieben, dass es doch komisch scheint, dass kein anderer Musher sich hintr H. Neff gestellt hat. Das wundert mich auch. Das ist doch eine Gemeinschaft und sie halten doch meist zusammen...

Wieder Fragen über Fragen...

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/04/18 um 14:05:10

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=90#94 date=05/03/18 um 19:02:54]
@ North

Zum Thema Auslaufzwinger habe ich leider keine eigenen Bilder parat.

Schau dir aber mal diesen Link an .......

http://www.akaskero.com/200_camp_de.html

........ vielleicht gibt er dir eine Vorstellung davon, was ich meine.


Mush on
Swabian Snowdog
[/quote]

Ich gucke mal am WE, ob ich noch andere Bilder vom Muktuk-Kennel habe.
Da sind es auch um die 120 Hunde, die in Ketten um ihre Hütten laufen können.

Das war mir schon ein Stich im Magen als ich das sah.
Die Hunde waren ausnahmslos seeeehr freundlich und friedlich und ließen sich unsere Streicheleinheiten gefallen.

Die Leute dort erklärten uns, dass es zwar nicht schön aussieht, wenn sie an so kurzer Leine liegen, aber manche würden sich nicht vertragen und jeder Hund würde jeden Tag Auslauf haben.
Wir haben auch gesehen, dass da um die 10-12 Hunde "abgeholt" wurden und die Betreuer liefen mit ihnen an den Fluss und in den Wald.
Sie waren jedenfalls sehr gut genährt und dösten viel bedingt durch die Wärme, die an dem Tag herrschte.
Jedes Tier hatte wohl frisches Wasser und die Hunde wurden nach und nach gekämmt, um das dicke Winterhaar schneller zu verlieren.
Auch essen gab es genug.
Einige Hunde liefen frei herum - die Welpen konnten in einem großen Zwinger herumlaufen.

Alles machte einen sauberen Eindruck und die Hunde kamen auch mit den Betreuern sehr gut aus.
Ich würde jedenfalls nochmals dahin fahren, wenn ich in die Ecke komme.
Man konnte dort auch übernachten und Touren mitmachen.

Nur ein bisschen traurig machte es mich trotz des guten Eindrucks der Hunde, dass sie eben angeleint waren.
Aber ich habe auch noch nie mit so vielen Hunden gearbeitet...
Wie gesagt, ich hatte eine sehr guten Eindruck vom Muktuk-Kennel und würde jedem empfehlen sich das mal anzugucken.

Allerdings würde ich auch mal gerne einen Kennel sehen, wie Snowdog es im Link zeigt.

Es hat alles zwei Seiten im Leben...

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/04/18 um 20:34:39
okay,nun sind wir wieder bei Eric Jayne.
Die Welt ist klein, speziell hier. ;)
Da die Craig Medred Links  nicht mehr funktionieren , muss ich etwas aus dem Gedaechtnis schreiben, & ueberseh vielleicht Anderes.
Ich denke mal ,dass Eric hier noch ein "persoenliches Huehnchen " mit den hiesigen Vets zu klaeren hat , von daher passt es.
Damit meine ich die hier niedergelassenen Vets und nicht die angeheuerten YQ Vets.
Wer hier  praktizieren will , muss eine Lizenz vorzeigen , die regelmaessig erneuert werden muss.egal ob Arzt ,Nurse,Socialworker, careperson...etc.
Will man sich dann selbstaendig machen , kommen nach meinem Wissensstand auch ein paar Empfehlungen , Auflagen dazu. Wie z.B. eigene Praxis mit  noetigen Inventar um gut arbeiten zu koennen.
Und diese hat Eric nach Meinung der Vets nicht erfuellt. Darum ging der Streit zwischen Eric und Einigen [nicht Allen ] im  Vet Board .
Fuer die Villagepeople ausserhalb Fairbanks sind diese Trips to Town [Airplane]kaum finanzierbar, die Preise im Vet Office sind ebenfalls hoch, der ganze Kram muss bezahlt werden ,der Trip hier runter ist lang/aufwendig und kann dem Tier mehr schaden als nutzen.
So , Eric travelte zu den Villages, behandelte die Animals  fuer almost nothing oder ganz wenig Geld.
Well ,und wenn er in Town war, haben sich Animal Owner auch an ihn gewandt, er war mehr als aeusserst guenstig.
Ob er gut war , weiss ich nicht .Ich nehme es an.
Nur nahm er damit den hiesigen niedergelassenen Vets einiges an Patienten weg.
Eric hat recht , man hat ihn hier sehr [wie ich finde ] auch unfair bedraengt , so dass er aufgab und wegging/flog , whatever.
Eric hat dann auch eine Zeit in Eagle gelebt/gearbeitet.
Bei meinem gestrigen Anruf in Eagle konnte man sich nicht an ein Bacteria [?] erinnern , der evnt. auch zu Boppys Tod gefuehrt haben koennte [ laut Eric]
Dafuer  , dass Eric 2 Jahre dort gelebt hat , sich sehr gut in und around Villages auskennt , passt seine Aussage nicht so ganz :
zitat
"in  "diesem" Jahr [ Race YQ 2018] war es sehr kalt in Eagle zu Dawson.dann haben Neff`s Dog ein sehr duennes Fell, Bacteria.."zitatende.
Jeder hier weiss JEDES JAHR um diese Zeit ist die Area von Central AK zu Dawson YU ein saukaltes Gebiet mit normalerweise um die -40 bis in die -50 C.
Gerade in und um Fairbanks herum [ speciell auch Tok] ist fuer dieses Kaelte Training hervorragend geeignet , denn wir haben hier around this time zum Teil fast gleiche Temperaturen.
Also , das kann es nicht sein , sind die Dogs gesund ,und  ist der Musher carefull.
Und das weiss Eric auch.
Und ebenfals Hugh Neff, er hat die Strecke oft genug gefahren.
Sich darauf zu reduzieren , dass er den Boppy in Eagle gelassen haette, wenn der Tierarzt es ihm gesagt haette , ist nicht nur fuer mich hier aeusserst mager.
H. Neff sollte es besser wissen.und er weiss es auch .
Und das beantwortet auch ein wenig Deine Frage Bootie. Warum sich nicht grad viele Musher positiv zur Streit Situation  aeussern.
sorry , es ist schon wieder lang geworden.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/04/18 um 20:44:04
sorry , ich muss los.
Morgen Abend muesste ich mehr wissen.


Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/04/18 um 22:06:52
Danke für deine Einsichten. So ganz unpersönlich scheint die ganze Sache also nicht zu sein oder zu werden...

Tja, wie überall halt ;)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/04/18 um 22:34:21

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=90#100 date=05/04/18 um 20:34:39]
okay,nun sind wir wieder bei Eric Jayne.
Die Welt ist klein, speziell hier. ;)[/quote]

Ja, dass zu ihm die Meinungen auseinandergehen, habe ich auch schon gelesen.



Da die Craig Medred Links  nicht mehr funktionieren



Wieso denn?
Der hier geht doch noch:

https://craigmedred.news/2018/05/03/fair-or-unfair/#comments

Hier sind nun auch ein paar Pro-Hugh + Anti-YQ-Kommentare dazugekommen.

Wieder andere Kommentare und Diskussionen gibt's zu demselben Artikel auf C. Medreds FB-Seite:
https://www.facebook.com/craig.medred


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/05/18 um 08:19:53
Danke North !

Als ich die Links heut mittag probierte , klappte es nicht.
Aber vielleicht lag es an mir. Ich bin technisch voellig unbegabt /notorisch ungeduldig.
Danke fuer den facebook link, but no thanks.
Sicher verpass ich manches , aber nicht ein Facebook User zu sein , halte ich fuer richtiger.
[hab mir hier die 3taegige Anhoerung von Zuckerberg im Capitol angetan, well ,dies hat meinen Entschluss/Einstellung dazu nochmals bestaerkt]
Aber trotzdem : Danke nochmals  ;)



Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/05/18 um 10:16:03

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=90#104 date=05/05/18 um 08:19:53]
Danke fuer den facebook link, but no thanks.
[/quote]

Ich weiß halt nie genau, wieviel man da ohne FB-Anmeldung sehen kann. Einige Unternehmen verwenden FB ja auch als (zusätzliche) Webpräsenz, solche Sachen müssten eigentlich für alle zu sehen sein.
Bei anderen scheint man einfach ein FB-Login zu brauchen, bei wieder anderen muss man mit der Person/Seite/Gruppe explizit verbunden sein (bin ich mit Medred nicht  ;D ).

Dachte nur, dass die Diskussion dort von Interesse sein könnte.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/05/18 um 19:07:42
ups North

das "no thanks " gilt nur fuer mich.
Und ich kann  damit leben :D

Ich bin sicher , dass viele interessante Angaben von anderen People dort zu lesen sind , viele infos  die man sonst nicht bekommt.
Das Du den Link reinsetzt ist absolut richtig.
So, noch einen schoen Samstag

Milaq 8)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/07/18 um 11:07:27
So,
wir hatten hier bei uns zwar einen gemuetlichen Abend, aber ich musste einsehen ,dass ich vor Ablauf der Widerspruch Frist [Neff] zum 25.Mai keine  Infos bekomme.
Es ist diesmal wirklich mit viel mehr Oeffentlichkeit an die Situation herangegangen worden,
daraus resultierend wird sich viel/einiges aendern muessen,
als Ergebnis muessen auch ueber weitere Dinge gesprochen werden,
aber
H.Neff hat jetzt bis zum Ablauf der Widerspruchfrist eine grosse Chance etwas zu veraendern.
Er sollte sie nutzen. Es kann so nicht mehr weitergehen.



;) schon mal drueber nachgedacht , dass ein Autopsie Bericht des Pathologen nur einem anderen certified Pathologen,oder dem Auftraggeber [YQ Vet ] uebergeben wird. [ mein Wissensstand]
Da wunder ich mich , dass so viele ueber den "kompletten Bericht" reden/schreiben/ urteilen koennen.
Eric Jayne ist kein certified Pathologe,
irgendwelche Blogger ebenfalls nicht.....mhhh

Eigentlich kann ja nur ueber die Ban Begruendung gesprochen werden ,nicht wahr ?


;)schon mal drueber nachgedacht , dass exact fuer 2019 nur das YQ 300 als Quali Race fuer das 1000
YQ Race angegeben wird ? Kein Anderes .
Neff als Rookie wieder anfaengt , d.h. auch ,[nach den bestehenden Rules neu bewertet wird.
Es wird ernst,
und meine [ just meine] persoenliche Meinung ist , dass seit 2001 er viele gut gemeinte Chancen ungenutzt laufen liess.
uvm /

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/07/18 um 14:05:07
@ Milaq

Du schreibst:
"...... und meine [ just meine] persoenliche Meinung ist , dass seit 2001 er viele gut gemeinte Chancen ungenutzt laufen liess."

Dem kann ich meiner (ebenfalls sehr persönlichen) Ansicht nach durchaus zustimmen.

Auch wenn wir vielen Hugh N. Fans dabei etwas vor den Kopf stossen.

Aber seitdem ich Hugh 2007 persönlich kennen lernte und seine Startvorbereitunge beim YQ beobachten konnte, verließ mich über all die Jahre ihn betreffend nie ein gewisses flaues Gefühl im Magen.

Als Vortragsreisender ist er gesellig und kann seine Zuhörer begeistern, aber das ist eben eine andere Sache als "real responsible racing".

Hoffen wir, daß sich insgesamt aus der ganzen Sache doch noch positive Änderungen, vor allem für die Hunde, ergeben.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/07/18 um 15:26:46

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=90#100 date=05/04/18 um 20:34:39]
Und ebenfals Hugh Neff, er hat die Strecke oft genug gefahren.
Sich darauf zu reduzieren , dass er den Boppy in Eagle gelassen haette, wenn der Tierarzt es ihm gesagt haette , ist nicht nur fuer mich hier aeusserst mager.
H. Neff sollte es besser wissen.und er weiss es auch .
Und das beantwortet auch ein wenig Deine Frage Bootie. Warum sich nicht grad viele Musher positiv zur Streit Situation  aeussern.
Milaq

[/quote]

Ja, das sehe ich auch so. Ich interessiere mich ja noch nicht lange für den Sport, aber ich hatte bisher den Eindruck, dass H. Neff eine gute dog care betreibt und bin da echt sehr überrascht/entsetzt, dass das nicht der Fall ist. Er musht ja nicht er seit heute, wie du auch schreibst, und darum finde ich das umso schrecklicher.
Ich empfand ihn bisher als "liebenswerten Chaot" und habe ihn auch mal als "Schlitzohr" bezeichnet - als er in einem Bericht, den ich gesehen hatte, einfach beim YQ den Highway statt der richtigen Spur benutzt hatte, um eben schneller zu sein als die anderen Teams. Gut, dachte ich, versuchen kann er es - seine Schuld, wenn es rauskommt (was auch der Fall war). Alles in allem hätte ich ihm das nun nicht zugetraut...

Und wie du auch schreibst, das erklärt wohl, dass andere Musher sich nicht auf seine Seite stellen. Also scheint dann dieses Problem schon länger bei den anderen bekannt zu sein...?

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/07/18 um 15:34:47
[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=105#107 date=05/07/18 um 11:07:27]
H.Neff hat jetzt bis zum Ablauf der Widerspruchfrist eine grosse Chance etwas zu veraendern.
Er sollte sie nutzen. Es kann so nicht mehr weitergehen.

;)schon mal drueber nachgedacht , dass exact fuer 2019 nur das YQ 300 als Quali Race fuer das 1000
YQ Race angegeben wird ? Kein Anderes .
Neff als Rookie wieder anfaengt , d.h. auch ,[nach den bestehenden Rules neu bewertet wird.
Es wird ernst,
und meine [ just meine] persoenliche Meinung ist , dass seit 2001 er viele gut gemeinte Chancen ungenutzt laufen liess.
uvm /

Milaq
[/quote]

Hallo Milaq,
wie immer vielen lieben Dank für deine "Insider-Mitteilungen"!  ;) Das hilft uns hier "draußen" sehr!!

Wie meinst du das, dass H. Neff jetzt noch Zeit hat, seine Chancen zu nutzen? Was kann er denn tun? Proaktiv auf die Mitteilung reagieren und ev. seinen Fehler (?) zugeben?

Das mit dem einzigen Qualifikations-Rennen für das YQ hatte ich so gar nicht mitbekommen...
Das gibt natürlich auch zu denken...

Und wieso meinst du, dass er seit 2001 viele Chancen ungenutzt gelassen hatte?
Gab es denn mehrere Vorfälle??

Sorry für die vielen Fragen...

Gruß
Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/07/18 um 15:41:42

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=105#108 date=05/07/18 um 14:05:07]
@ Milaq

Du schreibst:
"...... und meine [ just meine] persoenliche Meinung ist , dass seit 2001 er viele gut gemeinte Chancen ungenutzt laufen liess."

Dem kann ich meiner (ebenfalls sehr persönlichen) Ansicht nach durchaus zustimmen.

Auch wenn wir vielen Hugh N. Fans dabei etwas vor den Kopf stossen.

Mush on
Swabian Snowdog
[/quote]

Also ich weiß an Negativem von H. Neff bisher "nur" von der Sache als er gerettet werden musste vor Nome und eben der jetzt mit dem armen Boppy.

Hast du denn da noch mehr Beispiele?

Ehrlich gesagt, mir kam er immer sympathisch rüber und ich habe es schon mehrmals geschrieben, es schockt mich, dass gerade er es ist dem "sowas passiert" ist (um es nett auszudrücken). Weil er eben erfahren ist und nicht sei vorgestern Rennen fährt.

Dass keine vernünftige Reaktion von ihm kam bisher, lässt mich aber auch an seiner Unschuld zweifeln.
Wie Milaq schon schrieb, dass H. Neff sagt, er hätte Boppy aus dem Rennen genommen, wenn der Tierarzt vor Ort es gesagt hätte... das ist ja seeehr mager und als für seine Hunde Verantwortlicher hätte er schon sehen müssen, was war...

Warten wir also ab, wie seine nächste Reaktion aussehen wird...

Mush on (aber bitte fair und gesund!)
Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/07/18 um 16:07:16

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=105#107 date=05/07/18 um 11:07:27]

;)schon mal drueber nachgedacht , dass exact fuer 2019 nur das YQ 300 als Quali Race fuer das 1000
YQ Race angegeben wird ? Kein Anderes .
Neff als Rookie wieder anfaengt , d.h. auch ,[nach den bestehenden Rules neu bewertet wird.
[/quote]

Das habe ich jetzt nicht richtig verstanden.
???

Zu Hughs Hundepflege allgemein:
Unter dem letzten Medred-Artikel hat sich mittlerweile Schandelmeier besänftigend gemeldet (nach dem Motto: Boppy hatte vor seinem Tod immerhin ein gutes Leben).
Wobei ich da nicht so ganz zustimmen kann.
Es muss ja gar nicht sein, dass Hugh seine Hunde seit eh und je grottenschlecht behandelt, das wäre ja richtig ganz schlimm.
Aber bei Boppys Obduktion kam nun mal heraus, dass da Einiges nicht richtig gemacht wurde.
Ob man daraus jetzt auf seinen allgemeinen Umgang mit Hunden schließen kann, sei erst mal dahingestellt. Es könnte genauso auch einer von wenigen Ausnahmefällen sein. Er hat aus irgendwelchen Gründen "geschlampt", was weiß ich. Die Teilnahme seiner Frau wurde hier schon erwähnt, durch die es wohl eine Umverteilung der Hunde gab usw. Das ist alles keine Entschuldigung, aber so könnte man es sich wenigstens versuchen zu erklären.
Aber dass Hugh sich jetzt so dagegen sperrt, auch nur den geringsten eigenen Fehler einzugestehen, macht ihn eben erst so richtig verdächtig.

Bei den FB-Kommentaren wurde übrigens mehrfach darauf hingewiesen, dass man mal andere erfahrene Musher fragen müsste, ob sie es für möglich halten, dass man die Vorzeichen bei einem eigenen schwächelnden Hund so lange übersehen kann.

Was es mit den ungenutzten Chancen auf sich hat, würde mich auch interessieren.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/07/18 um 16:25:06

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=105#112 date=05/07/18 um 16:07:16]

Zu Hughs Hundepflege allgemein:
Unter dem letzten Medred-Artikel hat sich mittlerweile Schandelmeier besänftigend gemeldet (nach dem Motto: Boppy hatte vor seinem Tod immerhin ein gutes Leben).
Wobei ich da nicht so ganz zustimmen kann.

Aber dass Hugh sich jetzt so dagegen sperrt, auch nur den geringsten eigenen Fehler einzugestehen, macht ihn eben erst so richtig verdächtig.

Bei den FB-Kommentaren wurde übrigens mehrfach darauf hingewiesen, dass man mal andere erfahrene Musher fragen müsste, ob sie es für möglich halten, dass man die Vorzeichen bei einem eigenen schwächelnden Hund so lange übersehen kann.

[/quote]

Was Schandelmeier das sagt - huch... Glaubt er das wirklich?
Auch wenn Boppy ein schönes Leben vor seinem Tod hatte, aber der Tod hätte hier ja anscheinend vermieden werden können.
Das heißt doch, dass man ruhig sterben kann, wenn man ein gutes Leben hatte...  ???
Oha.

Genau das macht ihn mir auch verdächtig, dass er nur "Verschwörungstheorien" verbreitet ("man hat es auf mich abgesehen" usw.), aber nichts konkret aussagt.
Er könnte doch auch sagen (und beweisen), dass Boppy z.B. eine Wurmkur bekommen hat, dass er seinen schlechten Zustand bemerkte im Rennen und dass er eben diesen fatalen Fehler gemacht hat, ihn weiter im Rennen zu lassen.
Mit seinem jetzigen Verhalten suggeriert er schon, dass da wohl öfter was "nicht gut lief" bei ihm...

Und er hat auch nicht hunderte Hunde in seinem Kennel - also müsste er theoretisch seine Hunde doch besser kennen als jemand, der viel mehr Hunde hat und der sich möglicherweise auf seine Handler verlassen muss...
Fragen über Fragen...

Diese Frage, die man den Mushern stellen könnte, finde ich auch sehr interessant. Die Antworten würde mich auch interessieren.

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/07/18 um 17:12:51
@ North

Hallo,

zu einigen deiner Fragen habe ich dir gerade eine PN geschrieben.

Grüße
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/07/18 um 21:26:26
Ich erwarte von Hugh Neff jetzt Antworten die mit Fakten und Aussagen von Fachleuten untermauert werden. Die bisherigen Bilder, Videos gefallen mir nicht so richtig, als Antwort auf eine Sperre.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/08/18 um 10:19:25

irgendwelche Blogger ebenfalls nicht.....mhhh


Ich habe mich auch gewundert, dass Schandelmeier behauptet hat, er hätte über den Autopsie-Bericht geschaut.

Noch mehr habe ich mich über seinen letzten Kommentar (bei C.Medred) gewundert. "Boppy hatte ein gutes Leben..." -  ?  Naja-

Jeff King hat bei FB dies gepostet; (!)


Preamble to the Quest rules: "Code of the Trail: Competitive efforts in the spirit of the Yukon Quest are only valid if dog care is implemented at the highest level. A dog musher recognizes and accepts that honor on the trail is only achieved through the constant respect and care for the dogs. It is on this the mushers will be judged."


Bis jetzt 172 Likes darunter viele Musher.


admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/08/18 um 11:34:53

[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=105#116 date=05/08/18 um 10:19:25]

Jeff King hat bei FB dies gepostet; (!)

Preamble to the Quest rules: "Code of the Trail: Competitive efforts in the spirit of the Yukon Quest are only valid if dog care is implemented at the highest level. A dog musher recognizes and accepts that honor on the trail is only achieved through the constant respect and care for the dogs. It is on this the mushers will be judged."

Bis jetzt 172 Likes darunter viele Musher.


admin
[/quote]

Das ist genau meine Einstellung dazu! Genau das, was J. King gepostet hat, macht meine Liebe zu diesem Sport aus!
Mir hat bisher immer imponiert, dass die Musher sich in Notsituationen helfen, auch wenn sie einen Nachteil dadurch haben und eben diese Verantwortung und Liebe zum Hund.

Wenn du kannst admin, bitte auch von mir "liken"!
Danke!

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/08/18 um 12:28:50

[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=105#116 date=05/08/18 um 10:19:25]


Noch mehr habe ich mich über seinen letzten Kommentar (bei C.Medred) gewundert. "Boppy hatte ein gutes Leben..." -  ?  Naja-

[/quote]

Da sind jetzt doch nochmal mehr Kommentare dazu gekommen, hier nochmal der Link:

https://craigmedred.news/2018/05/03/fair-or-unfair/



Jeff King hat bei FB dies gepostet; (!)



Jep, denselben Text habe ich jetzt an verschiedenen Stellen auf FB gesehen, von anderen Leuten auf der YQ-FB-Seite, auf der Medred-FB-Seite, und von Jeff auf seiner eigenen FB-Seite (nur den Beitrag mit den 172 Linkes habe ich noch nicht gefunden, muss nochmal woanders sein  ;D ).


@Bootie: "Liken" = "gefällt mir" klicken, das kann man nur, wenn man angemeldet ist, und dann nur einmal pro Beitrag.  ;)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/08/18 um 16:17:57

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=105#118 date=05/08/18 um 12:28:50]
Da sind jetzt doch nochmal mehr Kommentare dazu gekommen, hier nochmal der Link:
https://craigmedred.news/2018/05/03/fair-or-unfair/

@Bootie: "Liken" = "gefällt mir" klicken, das kann man nur, wenn man angemeldet ist, und dann nur einmal pro Beitrag.  ;)
[/quote]

Danke für den Link - guck' ich mir jetzt mal an.
(Aber ob man wirklich alles lesen will...)

Zu "Liken" - oh, schade... Siehste, dass ich mich da gar nicht auskenne...  ;D
Ich dachte, da kann man mehrmals drauf klicken...
;D

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/08/18 um 21:30:25
Bootie

mit Chancen nutzen  meine ich , dass H.Neff darauf eingehen sollte , seinen Widerspruch zu begruenden ,sich mit den Officiellen an einen Tisch zu setzen und die Zukunft nicht nur zu besprechen ,
Sonst geht dies alles womoeglich irgendwann so weit , dass endgueltige Barrieren nicht mehr ueberwunden werden koennen, dies ist hier keine "Beziehungskiste", wer ist der bessere YQ Darsteller.
wem gehoerty das YQ ?
Ein Hund ist tot, because......?

anstatt nur alle Anderen verantwortlich zu machen.
Das sind sie nicht, [ Neff managed seinen Kennel.]

Anstatt nur die Schuld bei Anderen zu suchen .
Natuerlich hatte man nach den Vorfall 2001 ein "Auge" auf ihm. Mal mehr , mal weniger.

Ich hatte eigentlich damals damit gerechnet , dass es `ne lifetime Sperre gibt.
Er hat danach  ja auch mal mehr / mal weniger weiteren Anlass gegeben.



Jeff King ist mir zuvorgekommen.
Ich wollte schon  gestern den = code of the trail = posten.
Der sagt alles aus, wofuer der Grossteil der Musher hier steht, und worauf sich die danach aufgefuehrten Rules beziehen.
Klasse !!!!

Und worauf sich die Ban Begruendung fuer H.Neff zuallererst bezieht, und dann folgend in den Rules.

Mein pers. Punkt ist , wenn Musher sich fuer die Races einschreiben, akzeptieren sie die gesetzten Rules.
Wenn sie im nachhinein meinen , die sind  nicht akzeptabel fuer sie, dann sollten sie gehen.oder sie befolgen und nach dem Race sich fuer Aenderungen einbringen.
Wir hatten das mit Hans Gatt, der den Eagle Trail aendern wollte.
Nach dem Race brachte er dies zur Sprache.
Das YQ Buero liess alle beteiligten Musher darueber sprechen/nachdenken/abstimmen.
Hans Gatts Vorschlag wurde abgelehnt.
So funktioniert es fuer Alle.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/08/18 um 21:47:08
Schandelmeiers Kommentar zu Boppy wird hier "erstaunt aufgenommen," ..."was hat der denn geraucht", bis hin zu :
"der Anlass ist mehr als schlecht , das muss mit Neff geklaert / von Neff veraendert  werden ,
aber da haben wir wieder Ursache = Wirkung.
Und dabei hat  Schandelmeier auch recht."
Die Wirkung ist / sind  Dallas , Neff und Andere, oder so ausgedrueckt. Schlechte Beispiele fuer Junge Nachwuchsmusher die  rasen , und die Dogs sehen nicht gut im Zieleinlauf aus. Dafuer hat man [vielleicht ] den persoenlichen Record gebrochen.
1 Stdn. weniger / jetzt 40 min. weniger / naechstes Jahr ist noch Einer schneller , und irgendwann geht es um wenige Min.
Dann wird es das schnellste , laengste Sprintrace der Welt.

Und die Ursache ist genau das, darueber muss gesprochen werden, das muss veraendert werden.
In dem Punkt - find ich - hat Schandelmeier durchaus recht. :P
Aber dazu ist es im Moment noch ein klein wenig zu frueh, vorliegende Probleme muessen geklaert werden.
Aber , genau diese umfassende Diskussion muss spaeter - meiner Meinung nach - gefuehrt werden.
Das vergangene und grade das bestehende Theater sind genau die Anlaesse dafur.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/08/18 um 22:10:36
schon wieder ich , aber das muss ich klarstellen, weil die Meisten die vorOrt Situation nicht kennen.

Es wird oft von Vielen angefuehrt , dass Neff [ich glaube es war 2016] ? einen schnelleren Trail genommen hatte , um sich Vorteile zu verschaffen.
Das sehe ich nicht so, und moechte dies erklaren.

Es handelt sich um die Gravel Road von Central nach Hot Springs.5 miles lang.
Links von der Road ist ein kleiner Graben , dahinter die Powerline [ sehr eng] d.h. das ist der zu befahrene Trail.
Trail und Road sind circa 4-5m auseinander. Haengt von dem jaehrlichen Buschwuchs ab.
So:
Man kommt raus aus Central und faehrt einige meter auf dieser Gravelroad, in einem fast 180 Grad Schwenk ist im Gebuesch ein klitzekleiner Busch ueberwachsender ,schmaler Eingang a.d. Trail, der nun straight neben der Road herlaeuft.
Den sieht man mit viel Glueck zufaellig , wenn man schon vorbei ist , machmal auch nicht.
Der laeuft dann exact genau neben der Gravelroad , um dann kurz vor Ende wieder buschbehangen eine scharfe Linkskurve Richtung Medicine Lake, den weiterfuehrenden YQ Trail nimmt.
Ich kann nicht zaehlen, wie oft ich es schon gesehen habe. Viele Musher enden ploetzlich a.d. Road und koennen sich nur aergern, denn :  die ist schlecht.
Gravelroad im Winter bei nicht so guter Schieberei und viel Kaelte/Ice  ist oftmals "bumping, besser formuliert : schlecht.
Dagegen der Trail wird von Snowmobilern oft mehrmals taeglich benutzt.
Ein guter Trail Untergrund fuer die Dogs.
Wenn man also a.d. Road landet , hat man es schlechter getroffen.
Tada ! der Vorteil ist der Trail spart 5 m Mushing .
Der Nachteil Road ? naja , eben 5 m mehr Mushing.
Da ist nix mit Vorteil.
Wenn man auf der Road gelanded ist , wird es immer schwieriger zum Trail rueber zu wechseln, da Buschmaessig total zugewachsen.
So sagt sich der Musher, verdammt , ich bin hier a.d. Road gelandet und hab es jetzt schlechter, naja ist ja nur noch 2-3 miles.

so hat Neff nur gemacht , was sehr viele Musher gemacht haben,durch Graben und Buschwerk haette es nur schlecht fuer Dogs/Sled/ fuer ihn ausgesehen, also Augen zu und weiter , in 2-3 miles ist es ja vorbei.
Ich habe bisher nichts davon gehoert , dass andere Musher deswegen kritisiert wurden.
Richtiger waere, den Traileingang  mehr ersichtlich zu machen.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/08/18 um 22:26:30
sorry , das ich so viel  Platz  jetzt hier wegnehme, aber es war so viel zu schreiben.
Zu North und Bootie`s Frage , was denn jetzt so anders ist , wenn er erst das  [ und nue das ] YQ 300 Qualirace fahren muss.
Hugh Neff wird dann , und so wurde es auch von den Officiellen geaeussert als Rookie behandelt.

Und da haben sich die Rules bei beiden grossen Races in den letzte4n Jahren aufgrund schlechter Vorfaelle veraendert.
Vorab :
Rookies muessen ihre Dogs  vor dem Race den officiellen YQ Race Vets vorstellen, und koennen nicht wie die Veteran zum eigenen Vet gehen.
Ist der Musher mit seinen Dogs schon "auffaellig" geworden, denk ich mal wird sehr gruendlich geguckt.
Aber nicht nur das : auch um sich selber zu schuetzen und nicht womoeglich u.a. einen  zu duennen Hund  zuzulassen.

Aber most importend die Aenderung , dass Rookies  
1 oder 2 [?] Veteran Musher und/ oder YQ Vets ihre Faehigkeiten beurteilen muessen, und empfehlen oder ablehnen.
Da all dies  nun bisher "passiert" ist , die gesamte History nicht gut ist ,wollen die YQ Vets beurteilen , deshalb die Einschraenkung auf das YQ300 als Quali.

Well , das ist heftig. Und so stell ich mir die Frage , was im Necropsy Report steht , warum H.Neff sich gegen ein Meeting wehrt.
Es ist keine Frage , das H.Neff so ein Race handeln kann, na ja  - manchmal nicht.
Ach Gott , ist das alles schlecht. Sorry

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/09/18 um 00:12:34
Hi Milaq,

kein Grund zur Sorge.

Es war nicht zu viel geschrieben, dafür aber aufschlußreich und spannend.

Wieder mal volle Zustimmung meinerseits.

Hugh's so genannter Vorteil auf der Strasse war 2009, als Sab  Schnuelle das YQ mit ca. 4 Minuten Vorsprung auf Hugh gewann.

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist deine Beschreibung des fraglichen "Vorteilstückes" von HN.

Ich war ja in 2014 von Fairbanks kommend auf dem YQ-Trail.
Das Rennen von 2009 lief aber in umgekehrter Richtung.

Laut meiner Erinnerung kommst du ja in Rennrichtung auf dem Birch Creek von Circle herauf und musst dich dann bei den Hot Springs je nach ausgelegtem Trail etwas rechts in Richtung Flugplatz halten um dann an die Strasse zwischen den Springs und Central zu gelangen. Auf bzw. neben dieser geht es dann nach Central hinein.

Meinst du dieses Wegstück ?
Da war die Strasse zumindest in 2014 topfeben (kein Gravel) und mit echt gutem, festgefahrenem Schnee bedeckt. Da wäre es in 2014 auf jeden Fall ein Vorteil gewesen, auf der Strasse zu fahren.

Um dann weiter von Central in Richtung Eagle Summit zu fahren, geht es ja erst etwas parallel zum Steese Highw. entlang und dann seitlich in den Busch. Hier aber liegt der fragliche Abschnitt wohl nicht, oder .... ?

Sorry der Nachfrage, aber ich versuche eben einfach mein Kopfkino mit deiner Beschreibung zu synchronisieren.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/09/18 um 07:57:19
@Milaq:

Danke für Deine Ausführungen.
Was war denn eigentlich 2001? Da war ich noch nicht "dabei".


[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=120#120 date=05/08/18 um 21:30:25]

wenn Musher sich fuer die Races einschreiben, akzeptieren sie die gesetzten Rules.
Wenn sie im nachhinein meinen , die sind  nicht akzeptabel fuer sie, dann sollten sie gehen.[/quote]

Das ist klar, aber Hugh wird ja auch nicht behaupten, dass diese Regeln, oder zumindest vor allem dieser Code of the Trail, für ihn nicht akzeptabel ist. Er behauptet ja, dass er seine Hunde immer ausnahmslos vorbildlich behandelt und pflegt.
Problematisch sind jetzt eben nur diese Obduktionsergebnisse, die eine etwas andere Sprache sprechen.

Bei den Diskussionen zum Medred-Artikel (weiß nicht mehr, ob auf seiner Website oder auf FB) wurde auch diskutiert, ob Hugh nun wegen Boppys Tod oder wegen seinem schlimmen Zustand bestraft wurde.
Wegen dem Tod: Wieso dann nur er und nicht auch andere Musher mit Todesfällen?
Wegen dem sonstigen Zustand: Das wäre ja ohne Tod gar nicht rausgekommen.
Was natürlich stimmt.
Darüber hatte ich auch schon mal nachgedacht: Wenn Boppy mit Ach und Krach überlebt hätte, wäre nichts passiert. Wie viele andere Hunde werden krank abgegeben und niemand guckt näher hin, warum der jeweilige Hund in diesem Zustand ist und ob da was falsch gemacht wurde?


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/09/18 um 11:40:25

Wegen dem Tod: Wieso dann nur er und nicht auch andere Musher mit Todesfällen?


Das wurde in der HN-FB-Gruppe auch ständig gefragt.

Also wenn der Quest jetzt entschieden hat genauer hinzuschauen und sich noch mehr für die Hundepflege einsetzt - proaktiv, dann müssen sie ja irgendwann damit anfangen auch Konsequenzen zu ziehen. Da hilft dann auch die Frage nicht, warum nicht Yuka Honda oder Brent Sass vor Jahren. Wir sind halt im hier und jetzt. Bei Gesetzesänderungen gibt es ja auch einen Stichtag.

Die Frage ist eher wurde eine strengere Regelauslegung vom Yukon Quest kommuniziert?

Da habe ich nicht soviel mitbekommen.

...


@Milaq

Du kannst gerne noch mehr Platz einnehmen. Wir bekommen durch dich wertvolle Einblicke, die sonst nicht möglich wären. Danke!!

Ich erinnere mich, dass Gerry Willomitzer damals, Hughs Ausflug auf die Strasse, öffentlich auf der Yukon Quest Seite (war wie ein Blog) sehr deutlich und scharf kritisiert hat, es sei ein eindeutiger Regelverstoss.

Ich schaue mir das jetzige Regel-Kommittee an;

Dr. Kathleen McGill, DVM Chair
Bruce Lee Vice Chair
Joan Hardesty Secretary
Eric Buetow Member
Frank Turner Member
Gerry Willomitzer Member
Karen Ramstead Member

Vielleicht haben wie da einen Kandidaten, den Hugh Neff meint, der ihm nicht so wohlgesonnen sein könnte?

Hier mein Artikel von 2009:
http://www.yukonquest.info/news/scarnews.php?sn_show_news=359

admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/09/18 um 11:59:28
[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=120#126 date=05/09/18 um 11:40:25]

Das wurde in der HN-FB-Gruppe auch ständig gefragt.

Also wenn der Quest jetzt entschieden hat genauer hinzuschauen und sich noch mehr für die Hundepflege einsetzt [/quote]

Das könnte ein Grund sein. Ich war allerdings auch davon ausgegangen, dass bei anderen Todesfällen nicht so verheerende Ergebnisse herauskamen. Es hieß ja auch immer wieder, Boppys Tod sei "preventable" gewesen. Und das hat meines Wissens den Ausschlag gegeben.




@Milaq

Du kannst gerne noch mehr Platz einnehmen. Wir bekommen durch dich wertvolle Einblicke, die sonst nicht möglich wären. Danke!!



Da schließe ich mich an.



Ich erinnere mich, dass Gerry Willomitzer damals, Hughs Ausflug auf die Strasse, öffentlich auf der Yukon Quest Seite (war wie ein Blog) sehr deutlich und scharf kritisiert hat, es sei ein eindeutiger Regelverstoss.

Ich schaue mir das jetzige Regel-Kommittee an;

...

Vielleicht haben wie da einen Kandidaten, den Hugh Neff meint, der ihm nicht so wohlgesonnen sein könnte?



Interessanter Gedanke.

Andererseits hat Hugh doch damals (2009) zugegeben, dass er Mist gebaut hat.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/09/18 um 20:26:00
North

es wurde von den Vets , wie auch vom YQ Sprechern staendig gesagt, dass Der Ban fuer H.Neff nicht wegen Boppys Tod erfolgt , sondern wegen der Verletzung und Nichteinhaltung des "code of the Trails" , mit anschliessenden Hinweis auf die detalierten Rules bei dem es eindeutig im Verstehen dessen heisst :
der Musher wird dafuer verantwortlich gemacht , wenn diese nicht eingehalten wird.
Die Vets haben mehrfach ausgefuehrt , dass der Hund in einem ausserst schlechten zustand war, der absolut nicht "mal eben" waehrend des Races entsteht .Diese schlechten Vorraussetzungen , die sie benennen , beziehen sie auf die Hundehaltung vor dem Race.Das Drama  , dass durch die "schlechten Vorraussetzungen " auch vermutlich der Tod von Boppy beeinflusst wurde , kommt spaeter dazu.
Diese schlechten Vorraussetzungen waren bei den frueheren verstorbenen Hunde anderer Musher nicht gegeben , bzw. sind nicht aufgefallen.

Ich persoenlich glaube nicht , dass
"wenn Boppy mit Ach und Krach ueberlebt haette, waere nichts rausgekommen".
Die Kritik an Manchen , an bestimmten Ablaeufen , ja auch  die Aussagen , dass Herangehensweisen veraendert/mit anderen Augen gesehen werden muessen, ist um sehr viel groesser in der letzten Zeit geworden.
[es wird haeufiger angesprochen [ siehe auch Schandelmeier ] so kann es nicht mehr weitergehen,
sei es ,dass die Geschwindigkeit , Anzahl der Dogs in der Gangline reduziert werden muss, die kleinste Zahl der Dogs mit denen man nach Abgaben noch weiterfahren darf..uvm, zeigt auch auf , dass man nicht so weitermachen will.
Ich will die Hintergruende jetzt garnicht alle auf einmal auffuehren Sponsoren , schlechtes Images ??
auch H.Neff hat hier nicht den Ruf , den ich oft von ihm aus Germany gehoert habe.
Es wurde Zeit , Konsequenzen zu ziehen.
Man kann viel sagen
"der Musher wird bei dies ,das oder jenem zur Verantwortung gezogen."
Macht man es nie, verliert man die Glaubwuerdigkeit schneller als man denkt , und es aendert sich nichts .

ja , ich versteh , warum H.Neff damals bei der Road Geschichte seinen Fehler zugegeben hat.
Weil es eigentlich wirklich unbedeutend ist.
Er hat sich keinen Vorteil verschafft, er war einfach "braesig".
Trotzdem falsch. Rules sind Rules. [ ich kann nicht glauben , dass ich das schreibe]

Du siehst,  Andere , die auch die Road gefahren sind[ und immer noch fahren] sagen nichts.


:o
Milak


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/09/18 um 20:56:55
admin

"wuerde eine strengere Regelausfuehrung vom YQ kommuniziert ?"
nicht officiell, aber sehr oeffentlich.
Aber die entwicklung war zu hoeren in der Mushing Gemeinde.
Auch unter uns fielen oft Sprueche wie :
"da tut sich etwas ,jetzt ist die oder der mit dabei"

Weisst , wir sehen uns ja staendig, auf Veranstaltungen auf dem Trail ,im Supermarkt , wo es dann heisst :
"Ja sag mal, warum aendert ihr dies und dies nicht..z.B.
Fairbanks ist klein, die Mushing People sehen sich a.d.Trails.
Und natuerlich wird ueber die eigenen Belange gesprochen.Egal ,ob officiell Fahrende oder nicht officielle Musher.
Es ist Bewegung .
Ja, ich kann mich auch noch an Gerry Willomitzers klare Worte erinnern.
Ja, er hatte ja recht. Rules ist Rules. Und fuer manche Leute sollten dann auch klare Linien als solche zu sehen sein.
Das schien bisher bei Manchen wohl nicht so klar, wieso sonst lehnen sie jede Verantwortung ab,
wieso sonst werden sie grad deswegen seit Jahren kritisiert.
Meine pers. Meinung ist , dass durch mehr Power fuer die Vets Dinge ins Rollen kommen.
auch das Sponsoren abspringen koennen [wie  der big Bank Sponsor beim Iditarod , u.a. auch weil kein sauberes Bild mehr zu sehen ist.]  uvm.

Dr.Kathleen McGill DVM Chair , die  ihren Job sinnvoll /verantwortungsvoll ausfuellen will.
Auch
Frank Turner
Bruce Lee
Gerry Willomitzer haben klare Vorstellungen von Anstand und sauberen Sport.
Und Karen Ramstead [ god , ich mag die Frau] ;D
sie hat schon frueh angeregt im Iditarod vielleicht unterschiedlich zu bewerten, um die "alten Rassen" nicht endgueltig zu verdraengen.
Es geht natuerlich nicht .
Geht es nicht ?
Michael Telpin hat das Gegenteil bewiesen.
Da sitzt viel Gespraechsbedarf.
[z.B. muss es kein Zeit Limit geben, wie kann man es anders loesen ?]

Dann ist da u.a. natuerlich im Dir.Board auch noch Scott Chessny.
Langjaehriger Musher [ over 30+++ Jahre]
Er ist das Iditarod Serum Run gefahren .
MD hier ist er gefahren , u.a.wie das Denali
Wir, seine Dogs und unsere Dogs sind viel in der Wildnis zusammen getravelt.
Auch er hat sich in der Race Scene umgesehen , und hat seine Kritik an den "Birne zu und Rasen , statt Racen" [ das ist jetzt mein Ausdruck , nicht seiner] :P
geaeussert.
Entwicklungen sieht man lange nicht , aber sie entwickeln sich.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/09/18 um 21:39:43

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=120#128 date=05/09/18 um 20:26:00]


Ich persoenlich glaube nicht , dass
"wenn Boppy mit Ach und Krach ueberlebt haette, waere nichts rausgekommen".
[/quote]

Naja, wenn Boppy überlebt hätte, wäre er ja nicht obduziert worden.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/09/18 um 21:53:39
jah,
aber man haette trotzdem weitere Untersuchungen gemacht.
[siehe den Vermerk von Dr.K.McGill , die ihn in Dawson rausgenommen haette, d.h. auch untersucht haette ] [ der Vermerk im Vet Book von diesem Vet in Eagle ,dass der Hund zu duenn ist.]
Und ja, Maentelchen ab, ups
Bloodabnahme...etc
Die Dogs verlieren Gewicht durch die Arbeit , aber so viel ?  Nein , da steckt etwas anderes dahinter.
Und der Vet in Eagle hat nicht verantwortungsvoll gehandelt, aber das Gegenteil waere in Dawson passiert.
Man vermutet  dann schon viel dahinter liegendes, auch wenn man den Hund nicht kennt]
und geht dann weiter.
Man muss dann weitergehen, sonst faellt es auf den Rest der Vets zurueck.
Und so wird [hoffentlich] nur Einer gekuendigt. Der aus Eagle.

Milaq



Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/09/18 um 22:04:58
Ich denke die Tierärzte müssen ein max. an Macht haben und es muss auch genügend Geld für diesen Bereich vorhanden sein.  Wie wäre es mit max. Gewichtsverlust während des Rennens und ein minimal Gewicht für den Start? Tierärzte nicht nur an den off. Checkpoints? Mehr Zwangspause? Wege das Rennen langsamer zu machen mit größeren Hunden?  Mein Eindruck die Hunde sind zwischen 1996 und heute kleiner und leichter geworden.  Ich denke die Musher und das Quest sollten sich zusammensetzen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/09/18 um 22:14:43
Snowdog
oh ja , ich war unaufmerksam.Du hast recht.

Ich meine nicht den Trail am Fuss des Eagle .Rechts ,der Steese Highway [ Highway ist gut ;D ]
Ist der Trail nicht furchtbar , ich find in immer wieder verwirrend.'
Nein ,der Trail neben der Road zwischen Central und den Hot Springs meine ich.
Du fuehrst das richtig aus Deiner Erinnerung auf.
Umgekehrter We
Circle , dann aud den Birch Creek
Hot Springs etwas rechts vom Flugplatz halten.
[wenn wir hier ueber diese Richtung sprechen/schreiben sagen wir immer Richt. Medicine Lake, weil der liegt weiter hinter, aber umfasst in unserem "Heimkino" den gesamten Trailverlauf.
Das kam von mir wohl verwirrend rueber. Sorry !
Auch hab ich noch mal meine nicht vorhandenen
"Rechenkuenste" ueberprueft.
Richtig , es ist vollkommen gleich , ob Trail oder Road.
Von Central kommend ,die Road fahrend , heisst
5m mehr beim Abbiegen zum Trail.
Von Circle kommend das Gleiche ,nur  umgekehrt.

Da die Hot Springs total verkommen ,wir in den letzten Jahren kaum dort oben waren, wenn dann gleich die Road nach Circle   Abzweig Birch Creek nahmen .
ich hoerte , dass die Road/ Hot Springs   jetzt asphaltiert sei.
Dann ist sie schnell  geworden.

Aber schnell genug ? 4 min. eigentlich ja , aber von da nach Fairbanks kann viel passieren.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/09/18 um 22:17:46

[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=120#132 date=05/09/18 um 22:04:58]
Ich denke die Tierärzte müssen ein max. an Macht haben und es muss auch genügend Geld für diesen Bereich vorhanden sein.  Wie wäre es mit max. Gewichtsverlust während des Rennens und ein minimal Gewicht für den Start? Tierärzte nicht nur an den off. Checkpoints? Mehr Zwangspause? Wege das Rennen langsamer zu machen mit größeren Hunden?  Mein Eindruck die Hunde sind zwischen 1996 und heute kleiner und leichter geworden.  Ich denke die Musher und das Quest sollten sich zusammensetzen.

[/quote]

Ja ! ;D


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Susanne_B. am 05/09/18 um 22:52:35
Ich bin zur Zeit leider nur mit Tablet im Internet und habe deshalb nicht alle Artikel und Videos gesehen. Aber ich habe meine Meinung ganz am Anfang der Diskussion gebildet (H.Neff hat zumindest diesen einen Hund massiv vernachlässigt und gehört bestraft) und sehe auch keinen Grund, das zu revidieren! Mir stellt sich vielmehr die Frage ob eine tierärztliche Kontrolle des gesamten Cannels ansteht? Boppie wird ja wahrscheinlich nicht der einzige Hund von H.Neff sein, der nicht regelmässig entwurmt wurde und Magen-Darmgeschwüre mit deutlichen Symptomen hat. Wäre schon ein grosser Zufall...


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/10/18 um 02:11:39
[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=120#133 date=05/09/18 um 22:14:43]
Ich hoerte , dass die Road/ Hot Springs   jetzt asphaltiert sei.
Dann ist sie schnell  geworden.
Milaq
[/quote]

Hi Milaq,

Danke für deine Konkretisierung.

Yepp, in 2014 war die Road asphaltiert. Ob sie es 2009 auch schon war, weiß ich nicht.

But never the less, Hugh ist und bleibt ein Schlitzohr (...... und mehr).

Ich teile deinen Optimismus, daß die Verhältnisse  sich  jetzt ändern können / müssen.

Als ich bei Sab mushte, war ich doch überrascht, wie klein und leicht, aber auch zugkräftig einige der Hunde waren.

Aber solange Mike Ellis oder Tom Schonberger noch mit ihren reinen Huskygespannen dabei sind, sollte es auch Wege geben, wieder mehr ursprüngliche, robuste Rassen zu integrieren.

Mein alter Norweger ist mit 64 cm Schulterhöhe ein eher großer Hund (du findest Spice in Forum Thread  TEST  mit Bild).

Weil er trotzdem sehr schnell, ausdauernd und sehr robust war/ist (Mäntelchen? Booties? was ist das?), habe ich einen Abstammungs-Gentest machen lassen.

Er hat in seinen Vorfahren:
1. Linie:    Sib. Husky, Alask. Malamute
2. Linie:    Wolfsspitz und Do Khi (Tibetdogge)
3. Linie:    Korea Jindo Dog (kor. Akita) und Greyhound

Hört sich vielleicht sehr seltsam an, aber das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie.
Gerne hätte ich mal die Leistungsfähigkeit einer ganzen Gang dieser Art nach entsprechendem Training im Rennen ausprobiert.
Leider habe ich aber nur Spice und seinen Bruder (+ 2011) kennengelernt  Nächste Woche feiern wir seinen 16. Geburtstag.

Hoffen wir also, daß sich doch einiges positiv verändert, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mush on
Swabian Snowdog

P. S.     @ SusanneB.
Stimme dir voll zu.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/10/18 um 10:21:03

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=120#131 date=05/09/18 um 21:53:39]
jah,
aber man haette trotzdem weitere Untersuchungen gemacht.
[siehe den Vermerk von Dr.K.McGill , die ihn in Dawson rausgenommen haette, d.h. auch untersucht haette ] [ der Vermerk im Vet Book von diesem Vet in Eagle ,dass der Hund zu duenn ist.]
[/quote]

Ok, also weil man Boppy, auch wenn er überlebt hätte, doch von außen schon angesehen hätte, dass da was oberfaul ist?
Ist das also allgemein üblich, dass Hunde, die irgendwan ge"dropped" werden, weil sie nicht mehr fit genug sind, schon prinzipiell genau untersucht werden? Das würde mich ja etwas beruhigen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/10/18 um 10:57:36
Ja North ,ich denke schon  [auch grad in diesem Fall]

Dogs werden aus unterschiedlichen Gruenden gedropt.
z.B.
= Junghunde, die von vornherein schon nur fuer eine bestimmte Anzahl miles eingesetzt werden.
Die sehen ok aus, benehmen sich gut , es wird kurz geguckt .Man weiss auch, warum sie gedropt werden.
-Dogs , die Verletzungen haben wie Verrenkungen,Schulter Probleme...etc, bis hin zu schweren dingen ,uvm , denk nur an Unfaelle ,die von aussen rankommen ,natuerlich muss man da untersuchen .
Die dogs muessen behandelt werden, die bleiben da nicht einfach liegen, warten ueber lange Stdn. a.d. Abflug/Abfahrt um Tage spaeter dem eigenen Vet vorgestellt zu werden.
und wenn Dogs derartig abmagern wie Boppy , die  Anfaelle bekommen ,
wir haben hier ueber das nachlaessige, falsche Verhalten des Vet in Eagle gesprochen, gerade so laeuft es nicht /soll es nicht laufen .

und Du hast `ne mail

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/10/18 um 12:38:58


PN beantwortet. :D

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=135#138 date=05/10/18 um 10:57:36]Die dogs muessen behandelt werden, die bleiben da nicht einfach liegen, [/quote]

Ja, klar.  ;D
Ich dachte nur, dass manche Dinge, die nun bei Boppy rauskamen, vielleicht am lebenden Hund gar nicht so gut hätten festgestellt werden können.
Aber stimmt natürlich, bei so viel Gewichtsverlust usw., da muss man schon näher hingucken.

Übrigens nochmal zu den Diskussionen im Netz:
Auf Hughs FB-Seite hat sich jetzt ein Musher namens Chad Shouweiler quasi voll hinter ihn gestellt, also sinngemäß: Wenn Hugh seine Hunde immer misshandeln würde, dann hätte er doch nicht so viele 1000 Meilen-Rennen beenden können. Und die bösen anderen Musher (inkl. armchair), die sich jetzt das Maul im Internet über Hugh zerreißen, während sie selbst schon etliche Probleme mit eigenen Hunden hatten usw. (Mob, selbstgerecht, heuchlerisch etc.).
Wen er damit meint?
Hughs Antwort: "They are what they are".


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/11/18 um 15:05:45
@Milaq

Nein, deine Beiträge sind nicht zu lang. ;D
Da du selbst Musher bist und die "Szene" kennst, bekommen wir hier gute Einblicke in den Mushing-Sport und das ganze Drumherum.
Also bitte gerne weiter so!
Ich habe schon viel dadurch erfahren und das "befeuert" ja auch unsere Diskussionen, so dass wir mitreden und uns eine Meinung bilden können.

Ich fasse mal in meinen Worten zusammen, was ich so herausgelesen habe aus all den letzten Informationen:

-      Durch den Tod von Boppy ist so einiges "auf die Tapete" gekommen, was vorher nur hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde – dass es also wohl Musher gab und gibt, die sich nicht an gewisse Regeln (u.a. Hundepflege vorher und während des Rennens, ...) halten bzw. gehalten haben. Bei Boppy war dies durch die Autopsie deutlich geworden. Bei anderen Hunde-Toden könnte es in der Vergangenheit auch so gewesen sein, aber da war wohl der Allgemeinzustand des gestorbenen Hundes besser und man konnte dem Musher nichts "nachweisen".
-      Bei H. Neff ist wohl erwiesen (durch den Autopsie-Bericht), dass da wohl bei seinen Hunden was im Argen ist, da er wegen eines "normalen Hundetodes" (sofern man den Begriff normal benutzen kann...) nicht vom nächsten YQ ausgeschlossen worden wäre.
-      Die Offiziellen wollen nun endlich Nägel mit Köpfen machen und solche Todesfälle zukünftig ausschließen. Endlich!!
-      (Gewisse) Musher und die Quest Vets sind auf jeden Fall (auch schon länger) dafür und den Vets sollen mehr Möglichkeiten zugestanden werden, dass sie bei auffälligen Zeichen schneller und eigenständiger reagieren können.
-      Natürlich ist dies auch ein Zeichen an die Sponsoren, die ja einen sauberen Sport unterstützen wollen.
-      Die Idee, dass man die Rennen langsamer machen soll, finde ich auch gut! Ein Hund ist ein Hund und sollte (meine Meinung!) nicht überzüchtet werden. Auch nicht für einen Langstreckenrennen.
-      Ich stimme Milaq zu, dass die Langstreckenrennen nicht zu puren "schnellen Rennen" ausarten sollen. "Long distance race" ist eben kein "sprint race" und sollte es auch nicht werden.
-      H. Neff hat bisher noch keinen Einspruch eingelegt, will es aber. Bisher kamen wohl nur "die wollen mir was", aber keine eindeutigen Beweise, dass er alles für die "dog care" gemacht hat.
-      Die Offiziellen sind sich aber durch die Autopsie ganz sicher, dass er Boppy vernachlässigt hat und darum greifen sie hart (gerecht) durch, um eben eine Grenze zu setzen und das gilt wohl auch als Warnung für die anderen Musher.
-      Ich glaube, North hat gefragt, ob man auch darüber nachdenkt, den ganzen Kennel von H. Neff zu prüfen? Fände ich gut.
-      Ich fände es auch gut, wenn die Kennel aller teilnehmenden Teams stichprobenartig und ohne Ankündigung überprüft würden – schade, dass man sich sowas wünscht, aber anscheinend gibt es da ja einige gravierende Probleme... Aber: wer bezahlt das...?
-      Ich habe verstanden: H. Neff hat also Mist gebaut (um es nett auszudrücken), wird zu Recht (!) bestraft, sieht sich aber verfolgt und nun warten wir auf seine Verteidigung.

Keine schöne Sache.

Laut Norths letztem Beitrag scheint ja jetzt Bewegung in die Sache zu kommen, da sich einige Musher auf H. Neffs Seite stellen...

Könnte mir vorstellen, dass da noch viel schmutzige Wäsche gewaschen wird, bevor die Sache ausgestanden ist...

Bootie
(tut mir leid, jetzt hab ich viel geschrieben...  ::) )


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/11/18 um 15:41:05

[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=135#140 date=05/11/18 um 15:05:45]
Laut Norths letztem Beitrag scheint ja jetzt Bewegung in die Sache zu kommen, da sich einige Musher auf H. Neffs Seite stellen...[/quote]

Naja, "einige" ist wohl übertrieben. Das war jetzt so einer ehemaliger ID-Teilnehmer, der aber meiner Meinung nach auch nix besonders Hilfreiches geschrieben hat. Einfach auf den anderen Mushern und sonstigen Leuten mit kritischen Stimmen rumhacken, bringt die Sache auch nicht weiter.



Könnte mir vorstellen, dass da noch viel schmutzige Wäsche gewaschen wird, bevor die Sache ausgestanden ist...



Ja, manchmal geht's schon so ein bisschen in Richtung Schlammschlacht.

Ich vermisse nach wie vor eine sachliche Stellungnahme von Hughs Seite. Statt dessen redet er jetzt weiter drum herum. Auf seiner FB-Seite hat er jetzt Verbesserungsvorschläge für die Organisation des YQ genannt, z. B. einen zusätzlichen Dog drop bei Clinton Creek. Und/oder 40 mile cabin.
Hat er das Problem der Autopsieergebnisse nicht kapiert oder tut er nur so?  ::)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/11/18 um 19:09:25
Bootie
Du hast das besser zusammengefasst , als ich es koennte.
Ein Punkt moecht ich gern ergaenzen ;)
Es sieht fuer mich auch so aus, als ob man den Vets mehr Verantwortung und Spielraum [?] gibt.

Ich find es gut , wie diesmal zwischen Alaska und Yukon und den Vet`zusammen gearbeitet/ kommuniziert wurde. Heraus kam ein gemeinsames Statement.

Der Weg fuer die Vet`s ist :
Was sie sehen - kritisieren -anregen , [natuerlich mit nachweisbaren Hintergrund]
wird dem Rules Board in Alaska und  dem Yukon Board vorgelegt .
Und dann gibt es ein gemeinsames Statement , bzw. die weitere Herangehensweise wird von allen 3
gestuetzt.
Liegen sie total falsch [ kann ja auch vorkommen]
gibt es die Kontrolle ueber den Widerspruch.

Und Widerspruch kann ja auch massiv kommen.
Ein gutes ,total anderes Beispiel dafuer ist , was ich vorher schrieb.
Gatt wollte den Trail ueber Eagle geaendert haben, und beantragte dies.
Ein enormer ,oeffentlicher Widerspruch seitens der Musher ging los,endete in einer Abstimmung ,die den Eagle Trail bestaetigte.

Was ich meine ist, was dann zaehlt sind die Fakten , und das miteinander Agieren fuer gemeinsame Schritte.

huch , das klingt "dramatisch"

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/11/18 um 19:57:32
Ich hatte bisher immer gedacht die Tierärzte hätten immer die Macht gehabt auch gegen den Willen des Mushers einen Hund aus dem Rennen zu nehmen. Unangemeldete Kontrollen eines Kennels halte ich für eine sehr gute Idee.  Weitere tote Hunden könnten das komplette Rennen beerdigen, daher ist die Tiergesundheit einer der wichtigsten Punkte bei der Rennorganisation. Wenn nicht sogar der wichtigste Punkt.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/11/18 um 20:43:37


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/12/18 um 20:40:25
Sorry, ein Lama kam vorbei, und wollte sich bei meinen Dogs vorstellen ,und da war riesiges "Hallo" vor dem Haus.
Dabei muss ich wohl `nen falschen Button[oder mehrere ?] gedrueckt haben.
::) kein Joke, mein Nachbar hat  Lamas , die manchmal Nachbarschaftspflege machen.Sie sind sehr social.
so :
Lechtinger
Zwei Herangehensweisen dazu.
1.
Du hast recht , die Vet`s haben die Moeglichkeit und die Pflicht ,auch gegen den Willen der Musher 1 oder ++++ Dog aus dem Rennen zu nehmen.
Nicht aus "Boeswilligkeit", sondern wenn gesundheitliche Probleme , ernste Sorgen um den Hund da sind.
Dies begruenden sie dann gegenueber den Race Marshall und Beide vertreten dies in der Oeffentlichkeit.
Diese Gemeinsamkeit muss mit einem Officiellen abgestimmt werden, denn es kann ja auch womoeglich schlimmer kommen. Sehr selten.vielleicht weil sich ein Musher falsch einschaetzt
z.B. der Musher kann aufgefordert werden, bitte das Race zu beenden zum Wohle seines gesamten Teams.
Macht er das nicht , dann muss der Race Marshall ihn disqualifizieren, nicht die Vet`s , sie liefern die Fakten.

:-[
2.
Etwas Anderes ist , wenn sich wie z.B. bei einem Todesfall [Autopsie]im Nachhinein Dinge herausstellen die den Musher belasten,
so dass ueber eine Raktion, "Bestrafung" des Musher gesprochen werden muss.
Da geht es um die Verletzung der Rules ; die Dogs liegen dann schon [ hoffentlich] zufrieden in ihren Huetten.
Da ist die Action , ein gemeinsames Statement  von den Rules Board in Alaska und Yukon gefragt.
Die berufen sich a.d. Fakten , die von Pathologen/Racevets und weitere vor Ort Officielle geliefert worden sind.
Man macht es sich nicht leicht , und "schluddert" mal eben weitreichende Massnahmen dahin.
Das ist die Theorie .

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/12/18 um 21:28:25
Hallo Milaq,  
erst mal möchte ich mich für deine sehr fachkundigen Infos bedanken. Ich bin auch davon überzeugt das die Tierärzte nur zum Wohl der Hunde arbeiten.
Des weiteren denke ich das die Race-Verantwortlichen sich Ihre Entscheidungen nicht leicht machen. Von Hugh Neff erwarte ich dringend Fakten von anerkannten Fachleuten.

Glück zu
Ansgar der Lechtinger


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/13/18 um 13:03:12
@North
Oh, dann hatte ich das mit den "einigen" Mushern, die sich hinter H. Neff stellen, falsch verstanden... Sorry!
Und wie du schreibst, nur über de anderen schimpfen, bringt die ganze Sache nicht weiter.
Auch wenn er jetzt Vorschläge macht mit einem zusätzlichen Dog drop - was hätte das jetzt in seiner Sache geändert...?

Das mit der Autopsie bzw. deren Ergebnisse scheint er wohl echt nicht zu kapieren...?

Genau wie du (und Lechtinger und die anderen) erwarte ich von H. Neff endlich Fakten und nichts als Fakten.
Er kann die Sache noch so lange hinziehen wie er will - ohne Fakten von Fachleuten läuft nichts.
Er muss Beweise bringen, dass es ein Einzelfall war oder was auch immer.

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/13/18 um 17:37:31
@Milaq

Das mit den Lamas find ich jetzt klasse!!  ;D

Dachte zuerst, ich hätte mich verlesen. Lamas!? Hallooo?  ;D
Ihr habt ja eine coole Nachbarschaft!  ;D
Das ist Alaska! ;-)

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/13/18 um 18:30:27

[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=135#147 date=05/13/18 um 13:03:12]
Auch wenn er jetzt Vorschläge macht mit einem zusätzlichen Dog drop - was hätte das jetzt in seiner Sache geändert...?[/quote]


Eben. Er geht nach wie vor nicht auf den Fall Boppy ein. Wieso war Boppy in genau diesem Zustand? Wieso hat er so viel mehr abgenommen als ein "normaler" Schlittenhund? Dass Hugh die Sache so abtut, als sei da was passiert, was eben hin und wieder passiert, spricht nicht gerade für seine verantwortungsvolle Hundepflege.




Er muss Beweise bringen, dass es ein Einzelfall war oder was auch immer.



Ja, das wäre der günstigste Fall. Also wenn er erklären könnte, warum es ausnahmsweise bei Boppy so schlimm war. Aber da er sich gar nicht ernsthaft zu dem speziellen Fall äußert, macht er sich doch erst recht einer größeren Sache verdächtig. Nämlich eines allgemeinen Missstands.
Ich weiß nicht, was von ihm noch kommen wird. Derzeit scheint er nur auf Ablenkung zu setzen. Auf FB werden z. B. alte Sachen von seiner Teilnahme beim Finnmarksløpet gepostet, und sonstiger Kram über die Hunde, tralala. Als wäre nix gewesen.

Aber wer weiß, vielleicht kommt ja vor Ablauf dieser 30 Tage doch noch irgendwas von ihm.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Peter_Kamper am 05/14/18 um 00:31:52
Als Hugh damals die übrigens schön flache aber auch heute immer noch ungeteerte ‘Hotsprings-Strasse’ vom Medicine Lake Richtung Central fuhre, ergab dies einen Vorteil. Der Trail daneben ist schwierig zu fahren, weisst viele Hubbel (Bumps) auf und ist mit Sicherheit langsamer. Ich war dabei, als die Strafe im Nachhinein von Rennrichtern in Mile 101 nochmals diskutiert wurde.
Eine Strafe musste den Regeln nach ganz klar verhängt werden, da Hugh ganz klar mehrmals die Möglichkeit hatte seine Hunde zurück auf den neben der Strasse liegenden Trail Trail zu führen. Die Rennrichter wurden übrigens auf den Vorfall erst aufmerksam, als ‘Touristen’ ihnen davon erzählten und die Richter darauf hin Hugh’s Schlittenspuren folgten.
Waren zwei Stunden Strafe angemessen ? Ich denke, dies ist nicht der Fall. Rennrichter entschieden allerdings, dass Hugh wie gesagt jeder Zeit hätte zurück zum ein paar Meter entferntem Trail finden können und (wie soll ich’s sagen) seine Absichten damit kein Unfall sondern eine bewusste Entscheidung gleich der Suche nach einem unerlaubtem Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten war.
Ich denke, dass Hugh da eben leider als Präzedenzfall hinhalten musste.
Die Meinungen über die Strafe bleiben bis heute geteilt…
———-
In Hinsicht auf Hundeuntersuchungen hätte Hugh Neff wahrscheinlich die ‘Sawatzki- Methode’ benutzen können.
In 2001 gab Sawatzki (ich glaube, so wird der Name geschrieben) am Eagle Summit auf, fuhr mit den Hunden zur Strasse und hielt ein Auto an um seine Handler in Central zu informieren, dass er an der Strasse abgeholt werden wollte.
In Cental scratchte er dann.
Andere Musher erzählten damals in Mile 101, dass er einen toten Hund hatte, was nicht wahr sein muss.
Allerdings wurden seine Hunde nie untersucht oder von einem Tierarzt gesehen. Manche Tierärzte waren damals darüber sehr empört, aber es bestand keine Regel, die besagte, dass Hunde nach einem ‘Scratch’ untersucht werden müssen/ dürfen.
Ich glaube, diese Regel gibt es bis heute nicht ?
———
Insgesamt denke ich, dass Hugh sich ehrenhaft verhalten hat.
Auch geht es hier eigentlich nicht um ihn, sondern um die Verschärfung von Untersuchungen, denen ich voll zustimme.
Dass auch Hugh nun zum zweiten Mal als Präzedenzfall hinhalten muss ist ein bisschen traurig.
——
Milaq hat uebrigens Recht:
Hugh Neff fuhr sein erstes Rennen in 2001 und wurde von Tierärzten/ Race Marshall gezwungen zu scratchen, weil er zu wenig Futter in den Checkpoints hatte.
(Es kann sein, dass er sich weigerte und darauf hin disqualifiziert wurde, bin mir aber nicht sicher).
Nach dem ‘Scratch’ hatte er damals in Checkpoints Zugang zu Dropbags anderer Musher, die schon lange vor ihm aufgeben hatten und nicht da waren um ihre Dropbags abzuholen. Er beendete sein erstes YQ-Rennen inoffiziell (!) mit seinen Hunden dann mit dem extra Futter trotzdem in Fairbanks.
——
Ich persönlich denke, dass es hier nicht um Hugh sondern um den Schlittenhundesport als solchen geht.
Einzelne Musher, die plötzlich als Präzedenzfall an den Pranger gestellt und mit der Lupe untersucht werden, tuen mir ehrlich gesagt ein bisschen Leid.
Man zerfleischt einen Einzelfall und den Musher, der dahinter steht. Man regt sich ueber ein allgegenwaertiges Symptom auf ohne wirklich auf die Krankheit einzugehen. Hugh Neff ist eigendlich ein hervorragender Musher und nicht das eigendliche Problem.
-
Wie John Schandelmeier schon sagte, ist es nicht der einzelne Musher (und jeder begeht mal Fehler) das Problem.
Das wahre Problem sind die Richtlinien und Regeln des Sportes sowie die Hundepflege von Schlittenhunden an sich, die hier befragt, überdacht und verbessert werden sollten.
In dieser Hinsicht, so denke ich, sind wir allerdings endlich auf einem gutem Weg.

Peter


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/14/18 um 10:52:38
Hi Peter

ich seh es auch so ,dass H.Neff mit der 2 Stdn.Zeitstrafe
zu heftig bestraft wurde, deshalb schrieb ich auch ,dass ich andere Musher die Road [Central-Hot Springs ] und nicht den Trail hab fahren sehn.
Da hatte Jemand wirklich an Neff einen Praezedenzfall
schaffen wollen.
Aber noch etwas.
H.Neff hat 2000 sein 1.YQ gefahren. Finish :13.Platz.
2001 war tatsaechlich sein 2.YQ , und in Eagle wurde er disqualifiziert.
[ich hab grad nochmal bei der YQ Seite nachgesehen,
Sie schreiben ," scratchen".]
Hab nochmals bei mir nachgesehen :
es war wegen bad Paws.
Vo dort ist er dann nach Circle.
Ich weiss auch noch ,wie wuetend ich darueber war.

Ich weiss noch ,wie der newsminer fast taeglich 2001 darueber schrieb, wie Snowmobiler ihn suchten.
Auch jetzt in den actuellen Artikel am April 25. erwaehnen sie exact genau dieselbe story. Bad Paws /Disqualification.

Kann es sein ,dass Du das mit Vanier verwechselst /
Vanier  [ ich weiss nicht mehr ,welches Jahr das war] musste scratchen , ich glaube es war kurz vor Fairbanks   {Food Probleme ] und fuhr trotzdem mit Food von Anderen [?] weiter bis Fairbanks.

Ich finde auch .dass es um den Schlittenhundesport als Ganzes geht , Du hast da voellig recht , auch Schandelmeier.
Allerdings glaub ich auch ,dass einige Musher ihre Herangehensweise ueberarbeiten muessen, denn auch sie sind u.a.mit ein paar Gruende ,dass der Schlittenhundesport officiell so nicht mehr weitermachen kann.
Und das muss man benennen ,denn sie sind es ,die das Race fuellen.
Und es gibt viele gute Ideen und Ansaetze.

Milaq
Sommer ist here
Erst heute ist der letzte "Berg Schnee" vor dem Dog Gehege verschwunden. ;D

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/14/18 um 11:51:05
@Peter: Vielen Dank für Deine diversen Einschätzungen und Infos zum Thema.


[quote author=Peter_Kamper link=board=14&num=1524605261&start=150#150 date=05/14/18 um 00:31:52]
aber es bestand keine Regel, die besagte, dass Hunde nach einem ‘Scratch’ untersucht werden müssen/ dürfen.
Ich glaube, diese Regel gibt es bis heute nicht ?[/quote]

Das ist natürlich wirklich nicht so toll. Siehe etwas weiter vorne in der Diskussion hier. Milaq schrieb, dass z. B. Boppy schon untersucht worden wäre, wenn er nicht gestorben wäre, aber ihm ging's ja auch sichtbar schlecht. Wie ist es, wenn man dem Hund auf den ersten Blick nichts ansieht?



Auch geht es hier eigentlich nicht um ihn, sondern um die Verschärfung von Untersuchungen, denen ich voll zustimme.



Eben. Das scheint wirklich nötig zu sein.



Ich persönlich denke, dass es hier nicht um Hugh sondern um den Schlittenhundesport als solchen geht.


Genau. Aber erkläre das mal Hugh.



Einzelne Musher, die plötzlich als Präzedenzfall an den Pranger gestellt und mit der Lupe untersucht werden, tuen mir ehrlich gesagt ein bisschen Leid.



Heißt das also, dass Du die jetzige Strafe für Hugh doch für zu hart hältst?




Das wahre Problem sind die Richtlinien und Regeln des Sportes sowie die Hundepflege von Schlittenhunden an sich, die hier befragt, überdacht und verbessert werden sollten.



Ja, sicher. Aber dazu sollten nun auch mal mehr oder weniger harte Strafen bei Nichtbeachtung gehören.
Wenn es früher ähnlich gravierende Fälle wie Boppy gab und nicht untersucht/aufgedeckt wurden und Hugh nun zufällig der erste Musher ist, der damit konfrontiert wird, ist es natürlich schon unschön für ihn (wenn auch weniger schlimm als für Boppy selbst), aber irgendwo muss man halt mal anfangen, so etwas zu ahnden.

Mit meiner vermutlich etwas sehr romantisierten Sicht würde ich eigentlich gerne davon ausgehen, dass die allermeisten Musher ihre Hunde auch ohne strengere Regeln anständig behandeln und pflegen würden. Aber ok, ich weiß, die Welt ist kein Paradies.... :-/


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Peter_Kamper am 05/16/18 um 02:50:08
@ Milaq,
echt ? Hugh fuhr sein erstes Rennen in 2000 ? Na, dann habe ich ihn damals in Mile 101 nicht bemerkt. :(
Die ‘offizielle’ Disqualifikation wegen ‘bad paws’ kannte ich damals gar nicht und habe in Mile 101 auch keine Zeitung oder Internet gehabt.
Ich weiss nur, was ich damals von Tierärzten hörte während wir in unserer zugigen Hütte zusammen sassen und einfach so unter uns Musher diskutierten.
Ich habe mir die alten Mile101- Videos, die ich damals filmte, nochmal angeguckt. Ich denke also, dass ich einiger Massen richtig liege.
Lass uns aber aus reinem Spass einfach sagen, dass ich falsch liege und die offizielle Version der Zeitungen richtig ist.
Wahrscheinlich war es eine Mixtur aus Beidem.
Mit dem gutem Futter aus den Dropbags anderer Musher sind die Pfoten der Hunde auf dem Weg nach Fairbanks im Yukon River Eis anscheinend sehr gut abgeheilt, hm ? ;)
Ich sollte eh aufhören darüber zu reden was irgendwann mal früher hinter der Bühne geschah. Es verwirrt nur, ist aber einer der Gründe wieso ich die neue Transparenz der Rennen mit dem gleichem (wenn nicht mehr) Enthusiasmus sehe, als die meisten der hier anwesenden Mitglieder.
-
Übrigens werden Musher erst disqualifiziert, wenn sie auf Forderung von Tierärzten und Rennmarshall nicht ‘Scratchen’.
‘Scratch’ hört sich viel schöner an als ‘disqualified’.
Ich habe es eigentlich nie gesehen, dass ein Musher disqualifiziert wurde ohne vorher gefragt zu werden ob er ‘scratchen’ will.
Naja…., wenn man zu störrisch ist um zu ’scratchen’ (eher ehrenhaft) um seinen eigenen Namen zu retten (“Hey du, lass uns die Geschichte vergessen, …. geh einfach nach Hause), dann wird man eben disqualifiziert.
Basta, aus. Selber Schuld.
Es ist auch nicht so, als würden jedes Jahr irgendwelche Rookie-Tieraerzte das Rennen begleiten. Manche der Tierärzte arbeiten seit über einem Jahrzehnt entlang des YQ-Trails. Sie kennen die Kandidaten und wissen eigentlich wer welche Fehler ‘am liebstem’ macht.

Natürlich weiss ich nicht, welcher Tierarzt sich in Hinsicht auf Boppy jetzt selbst jeden Tag ohrfeigt, aber ich bin sicher, dass er oder sie es tut. Obwohl die eigentliche Verantwortung bei den Mushern liegt, habe ich für lange Zeit mit erlebt wie ernst diese Ärzte ihre Aufgabe nehmen.

Über Hugh will ich ansonsten nicht weiter reden.
Er ist ein guter Musher und hat über die Jahre ohne Zweifel viel dazu gelernt.
Aber ‘lernen’ hört eben nie auf.
Ich will ihn weder entschuldigen, noch ihn von Schuld frei sprechen.
Lassen wir das einfach mal so stehen…
=====
@North:
Die wichtigste Frage, die du an mich gestellt hast ist wohl:
“Heisst dies also, dass du die Strafe für Hugh doch für zu hart hältst ?”
Das kommt darauf an, ob wir uns grade am Anfang eines neuen Zeitalter des Schlittenhundesports befinden ( was ich sehr begrüßen würde), oder ob dies ein Einzelfall und eine Einzelstrafe ist, die in der kommenden Rennsaison nicht grundlegend weiter durch geführt wird.
Wie schon gesagt, betrachte ich die Strafe für Hugh als einen Präzedenzfall für zukünftige Rennen.
Dies heisst, dass falls der Hund bei einer Obduktion tatsächliche Mängel anzeigt die auch schon vor dem Rennen und mit dem wahrscheinlichem Wissen des Mushers bestanden, der Musher bestraft werden sollte.
Wer sonst könnte einen Hund so gut beurteilen als der Musher selbst ?
-
Im Prinzip hätte ich es für besser befunden, wenn Hugh wieder am YQ 1000 hätte teilnehmen können.
Ich hätte geurteilt, dass er wie jeder Rookie zumindest zwei Qualifikationsrennen vor dem YQ hätte absolvieren müssen und hätte mich während dessen mit den Tierärzten der jeweiligen Rennen in Verbindung gesetzt, damit sein Team und die Pflege seiner Hunde genauer beobachtet wird.
Allerdings weiss ich nicht, ob Tierärzte eines Rennens Informationen legal an Tierärzte eines anderen Rennens weiter geben dürfen.
Falls dies nicht erlaubt ist, ist meine Theorie natürlich wertlos und würde die Entscheidung des YQ ein bisschen einleuchtender machen.
Vergesst nicht, dass das Regel-Komitee des YQ neuerdings von einer Tierärztin des YQ geführt wird, die knappe 15 Jahre auf dem Trail des YQ und zahllosen anderer Schlittenhunderennen in der USA und auch Australien verbracht hat.
Die harte Entscheidung des YQ wurde sicherlich nicht ohne Bedacht oder die Einschaetzung von Dr. McGill getroffen.
So wie ich Frau Dr. McGill auf dem Trail als Tieraerztin frueher kennen lernte, ist sie Hunden gegenüber genauso sorgsam wie sie Mushern gegenüber gnadenlos ist:
“Mein Job sind die Hunde. Mushern stehe ich gerne mit Rat beiseite, aber ich bin für die Hunde hier. Wer gewinnt, interessiert mich herzlich wenig. ”
Frau Dr. Hansen, die diesjaehrig führende Tierärztin des YQ, war für mehrere Jahre McGills Studentin entlang des Trails.
—-
Wie du, North, so schön sagst…:
“Irgendwo muss man anfangen !”
Dies ist eben nun hoffentlich getan worden.
Nun müssen wir eben abwarten, ob dies auch Regelgetreu weiter gemacht wird.

Happy Trails,
Peter


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/16/18 um 12:19:16

[quote author=Peter_Kamper link=board=14&num=1524605261&start=150#153 date=05/16/18 um 02:50:08]
@North:
Die wichtigste Frage, die du an mich gestellt hast ist wohl:
“Heisst dies also, dass du die Strafe für Hugh doch für zu hart hältst ?”
Das kommt darauf an, ob wir uns grade am Anfang eines neuen Zeitalter des Schlittenhundesports befinden ( was ich sehr begrüßen würde), oder ob dies ein Einzelfall und eine Einzelstrafe ist, die in der kommenden Rennsaison nicht grundlegend weiter durch geführt wird.
Wie schon gesagt, betrachte ich die Strafe für Hugh als einen Präzedenzfall für zukünftige Rennen.
Dies heisst, dass falls der Hund bei einer Obduktion tatsächliche Mängel anzeigt die auch schon vor dem Rennen und mit dem wahrscheinlichem Wissen des Mushers bestanden, der Musher bestraft werden sollte.
Wer sonst könnte einen Hund so gut beurteilen als der Musher selbst ?
-
Im Prinzip hätte ich es für besser befunden, wenn Hugh wieder am YQ 1000 hätte teilnehmen können.
Ich hätte geurteilt, dass er wie jeder Rookie zumindest zwei Qualifikationsrennen vor dem YQ hätte absolvieren müssen und hätte mich während dessen mit den Tierärzten der jeweiligen Rennen in Verbindung gesetzt, damit sein Team und die Pflege seiner Hunde genauer beobachtet wird.
Allerdings weiss ich nicht, ob Tierärzte eines Rennens Informationen legal an Tierärzte eines anderen Rennens weiter geben dürfen.
Falls dies nicht erlaubt ist, ist meine Theorie natürlich wertlos und würde die Entscheidung des YQ ein bisschen einleuchtender machen.
[/quote]

Ok, danke.
Ja, ich meinte natürlich nicht als Einzelstrafe, sondern als Strafe, die ab sofort bei allen vergleichbaren Fällen verhängt werden sollte.
Ob das mit dem Austausch unter Tierärzten gehen würde, ist eine gute Frage.  ???


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/16/18 um 20:05:11
hi Peter

okay
da ich Tranzparenz mag ,lass mich einfach aus reinem Spass antworten.


H.Neff erstes Race war 2000
wenn Du also Neff 2000 in Mile 101 nicht gesehen hast, dem newsminer nicht so glaubst [ ich uebrigens auch nicht immer/ueberpruefen ist da besser]

geh zur offiziellen Webseite from YQ
click YQ 1000 Mile
Past Results
unter before 2001
geh zu 2000Race Result , dann FINAL STANDING
da steht :
Hugh Neff, Place 13 in 12-00-57 Time
er bekam den Award : Challenge of the North

Da ich History mag ,und keine Spassbremse sein will, hab ich dann noch zusaetzlich in der YQ Cabin nachgefragt, ob sie vielleicht mit ihren Past Results sich "vertan" haben.
Kann ja sein.
Nein, mir wurde muendlich
1.Race 2000 ebenfalls bestaetigt .:P


bleibt noch nachzutragen :
Unter Past Result haben sie 2001 aufgefuehrt [2.Race]
Results by Musher
H.Neff  scratched in Eagle.

Du schreibst :
"mit dem guten Futter a.d.Dropbags anderer Musher sind die Pfoten der Hunde a.d.Weg nach Fairbanks im Yukon River Ice anscheinend sehr gut abgeheilt..hm "
Peter please , dass hab ich nicht geschrieben.
stattdessen
Er fuhr ohne Dog Food von Eagle ueber den Yukon River Richtung Circle.
Und da geh ich jetzt nicht weiter,denn da ging mir damals schon der Spass floeten.


Nichts fuer ungut Peter , wir sollten uns nicht zanken
:P

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/16/18 um 21:19:25
Also ich habe auch nochmal nachgeschaut. Ich weiss, dass nicht viele Musher disqualifiziert wurden. Aber Hugh Neff war definitiv dabei. Ich habe ihn in meinem Archiv immer schon 2001 als disqualifiziert stehen.

Noch dazu hat Peter oder ich folgendes auf der Alaska-Dogmushing Seite damals geschrieben:


Zwei weitere Musher mussten das Quest vorzeitig beenden; Connie Frerichs gab auch in Dawson auf und Hugh Neff wurde, aus noch unbekannten Gruenden, in Eagle von der Rennleitung, disqualifiziert.
Waehrendessen ist das 'Vierer-Team' von, Tim Osmar, William Kleedehn, David Sawatzky und Andrew Lesh in Slavens Cabin angekommen und fuehren somit das Feld an.
Die Tieraerzte des Yukonquest halten David Sawatzky nicht fuer den Tod seines Hundes verantwortlich, und so darf er das Rennen fortsetzten.
++ Ein zweiter Hund ist verstorben; Carrie Farr aus Nenana kam mit einem toten Hund in ihrem Schlitten in Eagle an. In Dawson wurde an dem Hund schon eine leiche Bronchitis festgestellt - trotzdem erlaubte die Rennleitung, das Farr das Rennen fortsetzten darf ++



Bin jetzt aber mehr über die zwei toten Hunde damals überrascht und krame besser nicht weiter...

Link: http://www.alaska-info.de/dogmushing/yukonquest/alaska_yukonquest_report_countd.
html

Hier dann der Grund:


Hugh Neff wurde disqualifiziert, da er sich ueber eine Anweisung der Rennleitung und der Tieraerzte hinweg setzte; er sollte in Eagle laenger Rast machen, damit sich seine Hunde besser erholen koennten. Neff wollte aber nicht laenger warten ausserdem haette er nicht genug Proviant obwohl er dann von einem ausgeschiedenen Hundeschlittenfueher Nahrung bekam. Nun setzt er das Rennen trotzdem fort auf eigene 'Faust' - gegen die Rennleitung!


2011 habe ich drei Disqualifizierungen in meinen Aufzeichnungen stehen - dies ist aber nicht richtig und muss ich korrigieren - es müsste "withdrawn" sein

2000 war Hughs erstes Rennen.

Hier noch ein Zitat aus der AP Meldung 2001:


Veterinarians in Eagle disqualified Hugh Neff of Fairbanks on Monday after deciding his team was not fit to continue. Neff was the race's first disqualification.*


*1997 wurden N.Vanier und J.Elomaa disqalifiziert

ragnar


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/17/18 um 00:41:31
[quote author=admin link=board=14&num=1524605261&start=150#156 date=05/16/18 um 21:19:25]
*1997 wurden N.Vanier und J.Elomaa disqalifiziert
ragnar
[/quote]

Hallo Ragnar,

Gerade deine Fußnote zeigt mir, wie unterschiedlich doch die Sicht mancher Musher (auch HN ?) auf die gefühlte und die tatsächliche Wahrheit ist/sein kann.

Im seinem Buch zum YQ 2015 erklärt NV seine Disqualifikation mit den vertauschten Futtersäcken von ihm und seinem Freund Trevor. Nun ist dieser Trevor seit 2007 + 2008 aber auch ein Freund von meiner Frau und mir.
Er war unser Guide auf Touren in den Coastal Mountains und 
auf den südlichen Teil des YQ-Trails.

Ich habe Anfang Dez. 2017 mit ihm telefoniert und ihn nach der 
damaligen Geschichte gefragt. Er würde sich nicht gerade als 
einen Freund von NV bezeichnen, meinte er, und die Sache mit 
den Futtersäcken als Disqualifikationsgrund sei zwar eine nette 
Geschichte, aber nicht der Hauptgrund. Da habe es wohl auch 
damals am letzten Kontrollpunkt Ungereimtheiten (Trouble oder 
verbotene Hilfeleistung ?) mit/von Volunteers gegeben. 
Außerdem habe er (Trevor) NV, soweit   e r   sich erinnern könne, 2015 nicht in der Funktion eines Rennrichters in Two Rivers getroffen, so wie es in dem neuen Buch geschildert wird.

Na gut, lassen wir das mal als schriftstellerische Freiheit 
durchgehen, um diesen Part elegant in das Gesamtgeschehen 
des Buches einzubetten. 

Das alles ist zwar jetzt nicht direkt relevant zu den in Diskussion stehenden Dog-Care-Aspekten, gibt mir aber dahin zu denken, wie sich so mancher seine eigene Wahrheit zurecht zimmert, um vor sich (und anderen) zu bestehen.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Peter_Kamper am 05/17/18 um 02:33:25
@ Milaq,
ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich habe mich wohl etwas komisch ausgedrueckt.
Ich hatte dir natuerlich geglaubt, dass Hugh 2000 gefahren ist (wieso auch nicht ?), ihn aber wirklich nicht bemerkt. Ich wollte aber mit der Bemerkung nur meinen Fehler zugeben, nicht dir wiedersprechen.
Also Schwamm drueber. :)
2000 war in Mile 101 eh ein Chaos. In unserer Huette stand 30 cm Wasser (Overflow) und alle Teams mussten knappe 300 Meter entfernt im Gebuesch parken. Es war nicht grade das gemuetlichste Jahr da draussen.
Streiten will ich mich mit dir uebrigens ganz sicher nicht. Du bist viel naeher an der ganzen Szene dran und hast inzwischen auch mehr Durchblick als ich. Also danke fuer deine Beitraege. Ich finde sie Klasse ! :)

@Snowdog:
Vanier wurde im damals exestierendem Dogdrop 'Northpole' kurz vor der Ziellinie in Fairbanks disqualifiziert weil er Freiwillige anbruellte, dass man ihm Wasser fuer seine Hunde geben sollte.
Dogdrops geben Mushern allerdings normaler Weise kein Wasser (ausser wir in Mile 101, aber dies auf freiwilliger Basis fuer alle Musher) und Dogdrop Northpole war dafuer nicht eingerichtet (musste auch nicht sein).
Schlechtes Benehmen gegenueber Freiwilligen des Rennens kann zur Disqualifikation fuehren, obwohl ich ausser dem Fall Vanier keinen anderen Fall kenne in dem dies zur Disqualifikation fuehrte.
Dies ist auf jeden Fall die offizielle Version des YQ.

Wie schon erwaehnt sind die offiziellen Gruende allerdings nicht immer diejenigen, die solchen Geschichten wirklich zu Grunde liegen.

Peter ;)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/17/18 um 07:12:18
Zu Nicolas Vanier: Das mit den Futtersäcken hatte er ja auch beim Banquet 2015 erzählt. Und auch, dass er aus Trotz kurz vor der Ziellinie ewig gerastet hatte, weil er die Sache noch vor Ende des Rennens klären wollte (ich glaube, das steht auch im Buch). Von irgendeinem Streit in North Pole hatte er auch was erzählt, aber nix von dem Wasser, wobei mir das auch etwas merkwürdig vorkommt. Also ich kenne Vanier ja auch als jemanden, der sich selbst gerne als Helden hinstellt, und so manche Sachen sind mir da schon etwas unglaubwürdig vorgekommen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie Sache mit den Futtersäcken völlig frei erfunden ist, denn das ließe sich ja zu leicht von diversen Anwesenden von damals widerlegen. Dass er das Ganze irgendwie literarisch abrundet (bzw. auch schon für die Banquet-Rede damals entsprechend vorbereitet hatte) - davon gehe ich auch aus.   ;D

-- Ende off-topic --


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/17/18 um 11:04:01
admin schrieb:

Zwei weitere Musher mussten das Quest vorzeitig beenden; Connie Frerichs gab auch in Dawson auf und Hugh Neff wurde, aus noch unbekannten Gruenden, in Eagle von der Rennleitung, disqualifiziert.
Waehrendessen ist das 'Vierer-Team' von, Tim Osmar, William Kleedehn, David Sawatzky und Andrew Lesh in Slavens Cabin angekommen und fuehren somit das Feld an.
Die Tieraerzte des Yukonquest halten David Sawatzky nicht fuer den Tod seines Hundes verantwortlich, und so darf er das Rennen fortsetzten.
++ Ein zweiter Hund ist verstorben; Carrie Farr aus Nenana kam mit einem toten Hund in ihrem Schlitten in Eagle an. In Dawson wurde an dem Hund schon eine leiche Bronchitis festgestellt - trotzdem erlaubte die Rennleitung, das Farr das Rennen fortsetzten darf ++
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Meine Meinung:
Ich kann nicht nachvollziehen, wie ein Musher (hier Sawatzky) weiterfährt, obschon eines seiner Teammitglieder gestorben bist – auch wenn die Tierärzte bestätigen, dass er nicht Schuld am Tod seines Hundes war. Ist aber meine persönliche Meinung.
Dass man bei einem Hund eine Bronchitis feststellt und ihn weiterfahren lässt, ist ja schon fahrlässig – die Gesundheit der Tiere geht vor!


Weiter schrieb admin:
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Hugh Neff wurde disqualifiziert, da er sich ueber eine Anweisung der Rennleitung und der Tieraerzte hinweg setzte; er sollte in Eagle laenger Rast machen, damit sich seine Hunde besser erholen koennten. Neff wollte aber nicht laenger warten ausserdem haette er nicht genug Proviant obwohl er dann von einem ausgeschiedenen Hundeschlittenfueher Nahrung bekam. Nun setzt er das Rennen trotzdem fort auf eigene 'Faust' - gegen die Rennleitung!
------------

Da finde ich die Strafe vollkommen gerechtfertigt! H. Neff hin oder her.
Wenn ich als Musher nicht merke, dass meine Hunde zu müde sind, man mir das aber sagt und mich bittet, länger zu rasten und ich fahre dennoch weiter, habe ich nichts anderes als Disqualifikation verdient.
Entschuldigt bitte, dass ich das hier so offen schreibe.

Da kann ich – ehrlich gesagt – schon die Strafe, die man ihm jetzt verhängt hat, verstehen. Wenn man sich schon einmal über die Anweisung der Tierärzte oder der Rennleitung hinweggesetzt hat, hat man wohl einen schlechten Ruf... Und wenn sich dann herausstellt, dass einer seiner Hunde im diesjährigen Rennen nicht genug "dog care" erhalten hat, dann beginnt man doch zu zweifeln...

Natürlich kann ich mir auch vorstellen, dass man – wie Peter er schreibt – mit der Strafe an H. Neff beginnen will, solche traurigen Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Ihn hat es getroffen, weil mit Boppy eben leider nicht alles so war, wie es sein sollte.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man diese Strafe verhängt hätte, wenn bei der Autopsie nicht herausgekommen wäre, dass Boppys Zustand sehr schlecht war. Die Rennleitung wird schon Beweise haben.

Peter schrieb:
Die harte Entscheidung des YQ wurde sicherlich nicht ohne Bedacht oder die Einschaetzung von Dr. McGill getroffen.
So wie ich Frau Dr. McGill auf dem Trail als Tieraerztin frueher kennen lernte, ist sie Hunden gegenüber genauso sorgsam wie sie Mushern gegenüber gnadenlos ist:
“Mein Job sind die Hunde. Mushern stehe ich gerne mit Rat beiseite, aber ich bin für die Hunde hier. Wer gewinnt, interessiert mich herzlich wenig. ”
Frau Dr. Hansen, die diesjaehrig führende Tierärztin des YQ, war für mehrere Jahre McGills Studentin entlang des Trails.
----------

Das ist doch eine klare Aussage von Dr. McGill!
Diese beiden Sätze sagen genau das aus, wie ich über Schlittenhunde-Rennen und die Arbeit der Tierärzte dort denke.


Snowdog schrieb:

Hallo Ragnar,
Gerade deine Fußnote zeigt mir, wie unterschiedlich doch die Sicht mancher Musher (auch HN ?) auf die gefühlte und die tatsächliche Wahrheit ist/sein kann
......
Das alles ist zwar jetzt nicht direkt relevant zu den in Diskussion stehenden Dog-Care-Aspekten, gibt mir aber dahin zu denken, wie sich so mancher seine eigene Wahrheit zurecht zimmert, um vor sich (und anderen) zu bestehen.
___________

Dem kann ich nur zustimmen. Das gibt zu denken.

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/17/18 um 14:30:55
Vanier hat sicherlich vor dem YQ damals schon einen Vertrag für sein Buch unterschrieben - und das muss ja dann gefüllt werden - so oder so ;)

Bei allen Meldungen und Berichten war ich immer vorsichtig, besonders wenn ich einen Teil übersetzt, zitiert habe oder eine Zusammenfassung geschrieben habe.

Es existieren halt immer so viele Wahrheiten, wie Beteiligte es gab. Wir bekommen immer nur einen Ausschnitt des Geschehens präsentiert.

In Hugh Neffs Fall ist es mir aber persönlich zu wenig, wenn ich von ihm lese, "ich dachte (Boppy) wäre in Ordnung gewesen". (Angesprochen auf das Gewicht des Hundes)   Dies zeigt aber auch, dass er sich höchstwahrscheinlich keiner (Mit-)Schuld bewusst ist, was natürlich auch gefährlich für kommende Rennen sein könnte.

Man kennt sich ja beim Yukon Quest


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/17/18 um 21:19:41
Hallo Mushingfreunde,  die Information das Hugh Neff bereits einmal gezwungen werden musste das Rennen abzubrechen ist für mich neu gewesen. Diesmal geht es wieder um die Hundepflege und damit um einen Wiederholungsfall. Bisher habe ich von Hugh Neff nicht eine fachlich untermauerte Stellungsnahme gelesen. Fachlich ist für mich eine Stellungnahme von einem allgemein anerkannten Fachmann.  ich denke das Yukon Quest muss zu Yukon Quest 2.0 werden, denn es eine Zukunft haben soll. Dabei muss das Thema Hundepflege absoluten Vorrang haben.



Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Peter_Kamper am 05/18/18 um 07:34:40
So wie ich es sehe, hat das Quest  eigendlich 'nur' einen historisch notwendigen und in gewisser Hinsicht auch von vielen Mushern geforderten Schritt in ein neues und besseres Zeitalter des Sportes getan.
-
Es geht also nicht um Yukon Quest 2.0, sondern um Schlittenhundesport 2.0.
In dieser Hinsicht hat das Yukon Quest einen mutigen Schritt gemacht der sicherlich auch andere Rennen zukuenftig beeinflussen wird.
Ich finde das Klasse !

Peter ;)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/18/18 um 09:18:53

[quote author=Peter_Kamper link=board=14&num=1524605261&start=150#163 date=05/18/18 um 07:34:40]
Es geht also nicht um Yukon Quest 2.0, sondern um Schlittenhundesport 2.0.
....................
Ich finde das Klasse !
Peter ;)
[/quote]

Hallo Peter,

Dein obiges Zitat trifft es genau.

Es bleibt nur zu wünschen, daß die notwendigen Konsequenzen auch weiterhin bei allen Rennen / auf allen Ebenen beibehalten werden.

Dann finde auch ich diesen ersten Schritt   r i c h t i g    Klasse.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/18/18 um 19:24:30
Hi Peter
prima , dass wir das klaeren konnten.
;D
2000 war wirklich ein heftiges Jahr.
Ich hab noch ein Photo von der alten fast "versunkenen"
Mile 101 Cabin, umgeben von Ice/Overflow gemacht.


Den Vorfall Vanier im CP kann ich bestaetigen.
Ich war dort. Es war insgesamt ,nicht nur das Wasser bringen ,ein sehr haessliches Verhalten  gegenueber den inzwischen uebermuedeten Volontaeren,die ihren Jahresurlaub dort einsetzten.




Milak


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/19/18 um 01:23:14

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=165#165 date=05/18/18 um 19:24:30]
Den Vorfall Vanier im CP kann ich bestaetigen.
Ich war dort. Es war insgesamt ,nicht nur das Wasser bringen ,ein sehr haessliches Verhalten  gegenueber den inzwischen uebermuedeten Volontaeren,die ihren Jahresurlaub dort einsetzten.
[/quote]

Danke Milaq,

das bestätigt meinen Kumpel als seriöse Quelle.
Es ist schon erstaunlich, was alles zu einer Disqualifikation führen kann und wieder ein gutes Beispiel für gefühlte vs. tatsächliche Wahrheit.

Mush on
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/19/18 um 11:11:03

[quote author=Snowdog link=board=14&num=1524605261&start=165#166 date=05/19/18 um 01:23:14]

Es ist schon erstaunlich, was alles zu einer Disqualifikation führen kann [/quote]

Aber die Disqualifizierung war ja schon ursprünglich wegen dem ominösen Futtersack-Diebstahl, oder? Nicht NUR wegen des darauffolgenden Danebenbenehmens.
Naja, wenn man's genau wissen wollte, müsste man vermutlich das YQ direkt kontaktieren, die das ja noch irgendwo aufgezeichnet haben müssen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 05/19/18 um 12:55:51
@ North

So genau weiß ich das jetzt nicht.
Aber selbst Trevor als Futtersack-Betroffener meint, daß das Benehmen von NV am CP wohl der entscheidende Grund wahr.

Die Sacksache sei eigentlich vorher schon geklärt worden.

Grüße
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/23/18 um 10:09:40

[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=150#162 date=05/17/18 um 21:19:41]
Hallo Mushingfreunde,  die Information das Hugh Neff bereits einmal gezwungen werden musste das Rennen abzubrechen ist für mich neu gewesen. Diesmal geht es wieder um die Hundepflege und damit um einen Wiederholungsfall. Bisher habe ich von Hugh Neff nicht eine fachlich untermauerte Stellungsnahme gelesen. Fachlich ist für mich eine Stellungnahme von einem allgemein anerkannten Fachmann.  ich denke das Yukon Quest muss zu Yukon Quest 2.0 werden, denn es eine Zukunft haben soll. Dabei muss das Thema Hundepflege absoluten Vorrang haben.

[/quote]

Da stimme ich dir vollkommen zu.

Und auch was admin schrieb "mir persönlich ist es zu wenig was von Hugh kommt ("Ich dachte Boppy wäre ok")", sehe ich genau so.

Nun ist ja bald schon der 25. Mai und meines Wissens läuft die Frist für H. Neffs Einspruch ab.
Da müsste doch jetzt langsam was Handfestes kommen. Alles andere würde mich enttäuschen, um es nett zu sagen.

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/27/18 um 08:34:27

[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=165#169 date=05/23/18 um 10:09:40]

Nun ist ja bald schon der 25. Mai und meines Wissens läuft die Frist für H. Neffs Einspruch ab.
Da müsste doch jetzt langsam was Handfestes kommen. Alles andere würde mich enttäuschen, um es nett zu sagen.
[/quote]

Jep, die Frist ist wohl rum und man hat nix mehr gehört. Es sei denn, es gab was hinter den Kulissen, also irgendein Schreiben von seinem Anwalt, das noch keiner ausgeplaudert hat.
Es kann aber eben auch genauso gut sein, dass es keine brauchbaren Argumente gab, um den Beschluss anzufechten.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/27/18 um 13:12:16

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=165#170 date=05/27/18 um 08:34:27]

Jep, die Frist ist wohl rum und man hat nix mehr gehört. Es sei denn, es gab was hinter den Kulissen, also irgendein Schreiben von seinem Anwalt, das noch keiner ausgeplaudert hat.
Es kann aber eben auch genauso gut sein, dass es keine brauchbaren Argumente gab, um den Beschluss anzufechten.
[/quote]

Tja, wir können ja wieder nur mal spekulieren, was da los ist bzw. was sich tut - oder auch nicht tut...
Hat jemand irgendeine Info? Vielleicht von H. Neffs FB-Seite?
Oder sonstwie...?  ???

Auf der YQ-Seite ist noch alles ruhig... keine Mitteilung - nada - nichts...
Da müsste jetzt aber langsam was kommen...
Ich gebe zu, ein statement von H. Neff habe ich mit Spannung erwartet.

Schönen Sonntag an alle
Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 05/27/18 um 16:32:11
Hallo, ich habe gerade mal auf die FB-Seite von Hugh Neff geschaut. Dort gibt es nur über den Mist die Raben auf seinem Grundstück machen. Langsam vermute ich Hugh Neff hat keinen Einspruch eingelegt, denn warum sollte er keine Presseinfo rausgeben darüber das er einen Widerspruch eingelegt hat.  Noch einen schönen Sonntag


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/27/18 um 18:33:03
Genau, auf Hughs FB-Seite gab's in letzter Zeit gar nix mehr zu der Sache.
Ich habe ja auch den Eindruck, dass da nix mehr kommt (weil die Strafe eben doch gerechtfertigt war?).
Es könnte höchstens noch sein, dass ihm sein Anwalt dazu geraten (und auch das YQ darum gebeten) hat, den aktuellen Stand vertraulich zu behandeln, damit sich nicht wieder alle im Internet die Mäuler zerreißen.
Naja, irgendwann würden wir das dann aber auch erfahren.
Momentan würde ich trotzdem eher davon ausgehen, dass Hugh nun eben wirklich nächstes Jahr nicht teilnehmen wird.

Interessant wäre jetzt natürlich noch die Haltung vom ID.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/28/18 um 10:49:40
Komische Sache...

Wie ihr schon schreibt, Lechtinger und North, normalerweise hätte H. Neff doch mindestens eine Mitteilung auf FB oder seiner Webseite gemacht, dass er Einspruch eingelegt hat. Auch wenn der Inhalt effektiv vertraulich behandelt werden sollte in einer ersten Phase. Das könnte ich ja noch verstehen. Da müssen vielleicht Dinge nachgeprüft werden.

H. Neff sollte doch daran gelegen sein, dass seine Fans (zumindest diese) wissen, dass er seine Unschuld beweisen will/kann.

Da nun aber nichts zu kommen scheint...
Nur aussitzen bringt in dieser Sache absolut nichts.
Und bekräftigt seine Schuld...

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 05/28/18 um 23:22:35

Champeval told the meeting Neff has submitted a request in writing for an “informal hearing” before a review board, in accordance with his right under the rules of the organization ...

Under the rule, the door is open for Neff to bring forward evidence to show why he believes the suspension should be reversed.

Haltrich said .... hoping to have the matter wrapped up by the end of June.



http://www.whitehorsestar.com/Sports/quest-organization-ends-another-year-with-the-books-in-the-black

admin


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/29/18 um 07:28:12
Danke für den Link!

Dann gedulden wir uns mal noch einen Monat.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/29/18 um 10:46:17
hi
ich mach ganz schnell, wir haben hier Computerprobleme und werden schnell  aus jeder webpage rausgeschmissen.  [? ]
Vor 2 Tagen hab ich tel.nachgefragt und da gab es hier noch keine Info , es sah aber [ rein gefuehlsmaessig  fuer mich] in den Antworten so aus ,als ob man noch ein paar Tage warten will.
Zusaetzlich gab es die info , dass man nun nach Ablauf der Widerspruchsfrist  ein Meeting haben  muss, bei dem der Ban endgueltig festgeschrieben wird ,dies ginge dann zum IDI , weil die auch in ihrer Zeitabfolge bleiben meussten.
Das hab ich nun nicht so recht verstanden, deswegen fahr ich Morgen noch zur YQ Cabin.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/29/18 um 14:11:14
@admin
Danke für den Artikel.
Warten wir also mal Ende Juni ab.


@Milaq
Danke für deine Recherche. Ist ja schön, wenn jemand vor Ort Infos einholen kann.
Dann viel Erfolg in der YQ Cabin!  ;)

Viele Grüße
Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/30/18 um 19:49:41
Good Morning !
Hier also die letzten news  mit dem " zu erwartenden  
charming Chaos" aus Fairbanks .  8)
Es wird langsam waermer , die Sonne kommt raus , der Sommer ist kurz, und Fischen,Hiking,Arbeiten, Hundehuetten/Kennel haben Fruejahrsputz, Dogs sind genervt und buddeln sich Erdloecher, [man will ja schliesslich auch Spass haben , wenn Musher stolpern - mit vollen Futterbowls...etc. der naechste Winter ist schnell hier.

Sorry, ich start besser mit dem Anfang.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/30/18 um 20:24:15
1.
oh je , zu warmes Wetter.
Ich drueck a.d. Antwort Button , bevor ich ueberhaupt die letzten news geschrieben habe.

Also - jetzt bekommt mal der Newsminer die Schuld. 8)

Die Widerspruch Frist fuer Hugh Neff  ist 1. 1/2 Mon.lang.
Nicht 25. May , sondern Mitte Juni.
Der Newsminer hatte sich vertan/vertippt/ war Fischen ;D...und dann wurde es wohl vergessen zu berichtigen.

Also, Hugh Neff hat Zeit bis Mitte Juni, bis dahin muss er  Widerspruch einlegen, und mit der Ankuendigung von Details und Leuten[ Vet,Anwalt...etc] eine offene Anhoerung/Meeting sofort am Besten ,beantragen.
Es reicht nicht , mal eben zu schreiben :
"das stimmt nicht"
"ich habe Kontakt zu Anwaelten aufgenommen', oder aehnliches ,wie : " ich werde aber nicht vor dem YQ Board aussagen " , wie es bisher von HN kam.

Beweise sollen vorgelegt und aufgezeigt werden
Es muss gleichzeitig Widerspruch mit qualifizierten Angaben , und warum deshalb die Disqualification falsch ist , Namen von Anwalt , oder Leuten , die engen Kontakt zu seinen Hunden haben und nachweislich beweisen koennen/ wollen, dass man Hugh Neff Unrecht zufuegt - vorgelegt werden.

Das kam bisher nicht ,
So wird gewartet bis Mitte Juni, ha , und dann wird es schon eng.

Naemlich , eine Menge an Board Direktoren ,Member , Vets von Alaska,Yukon [und wo manch Einer  wohnt[ z.b. Anchorage]muessen sich auf einen Tag gemeinsamer Arbeit einigen und zusammen setzen
ich vermute , es wird Ende Juni , und dann wird es schon verdammt knappp.
 einen gemeinsamen Termin zu finden, um entweder ,falls noch etwas Sinnvolles von Hugh Neff kommt , einen Tag mit Anhoeren/Beweisen/Gegenreden [ sich in den Arm fallen oder auf die "Muetze hauen"] :o
oder es kommt nichts , dann muessen die Officiellen trotzdem arbeiten und ein  endgueltiges Statement verfassen.

Remember , es ist Fishing Season/


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/30/18 um 20:53:27

2.
und nun zu dem Hinweis Iditarod, den ich nicht verstand.
okay
YQ kann den IDI Leuten ja nicht sagen ;
" wir machen es soundso , deswegen muesst Ihr das auch machen.
Noehh, der ganze Zeitsalat geht dort weiter , falls es bei der Disqualification bleibt.

Angenommen das final YQ Meeting findet irgendwann bis Ende Juni statt.
Disqualification wir bestaetigt.
Dann muss sofort das IDI informiert werden, denn die Anmeldung zum Iditarod 2019 startet
Samstag ,den 30.Juni.
Falls Hugh Neff sich sofort anmeldet ,
koennen sie ebenfalls sich auf das YQ Resultat berufend Hugh Neff die Teilnahme verweigern,
HN kann dann dort Widerspruch einlegen.


oder das YQ Buero hat es nicht geregelt bekommen , rechtzeitig Time Limits fuer das final Meeting zu setzen ,
dann kann, dann muss , bzw. kann das IDI Buero in Bezug auf das noch zu erwartende YQ Meeting Hugh Neff vertroesten,oder ihn zulassen.

Eine bloede, ich finde unnoetig entwuerdigende Situation fuer alle Beteiligten.
[ voellig egal , welche persoenliche Einschaetzung ich hab]
Und deshalb hoert man hier permanent im YQ Buero
"Wir muessen ein Termin finden , Zeit wird knapp"

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/30/18 um 21:11:54
3.

Ich moechte nochmal auf folgendes hinweisen.
Dieser Vorwurf , der zu Hugh Neffs Disqualification gefuehrt hat ,
wird belegt durch Fakten.
es geht jetzt nicht um das Versagen des Vets in Eagle, diese story hat auch Konsequenzen]

sondern um nachweisbare Fakten :
==durch medical Vet  Record Paper[Eagle]
==durch mangelnde eigene Einschaetzung des eigenen Hundes
==durch den Bericht der Pathology.

Das ist etwas voellig Anderes als emotionale Statements [wo manch Einer vielleicht berechtigt ist]

Das sind Fakten,
die widerlegt werden muessen.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/30/18 um 21:49:45
@Milaq: Danke für die Info bezüglich der Frist.

Zu Punkt 3: Ganz genau.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/30/18 um 22:08:13
Laut FB (deutscher Hugh Neff-Fanclub) ist für nächste Woche ein entsprechendes "Treffen" angesetzt.
Hugh bittet nun Freunde und Fans, Videos über ihre eigenen Erfahrungen mit Hugh und den Hunden zu posten.
???
Vielleicht habe ich was falsch verstanden, aber für mich liest sich das so, als wollte er seinen Einspruch mit Fanaussagen begründen. Öhm...  :-/


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 05/31/18 um 10:16:03

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=180#184 date=05/30/18 um 22:08:13]
Laut FB (deutscher Hugh Neff-Fanclub) ist für nächste Woche ein entsprechendes "Treffen" angesetzt.
Hugh bittet nun Freunde und Fans, Videos über ihre eigenen Erfahrungen mit Hugh und den Hunden zu posten.
???
Vielleicht habe ich was falsch verstanden, aber für mich liest sich das so, als wollte er seinen Einspruch mit Fanaussagen begründen. Öhm...  :-/
[/quote]

@North:
Danke für die Info. Also WENN das wirklich so ist, wie du verstanden hast, wird es eng für H. Neff - das ist mir zu wenig! Ich will Beweise sehen.

@Milaq
Punkt 3. von dir sehe ich auch so.
Vielen Dank, dass du dich umgehört hast!
Dann wird es aber echt knapp mit der Zeit. Es wäre doch auch in H. Neffs eigenem Interesse gewesen, wenn er sich schon früher mit Beweisen gemeldet hätte...

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 05/31/18 um 11:20:25

[quote author=Bootie link=board=14&num=1524605261&start=180#185 date=05/31/18 um 10:16:03]


@North:
Also WENN das wirklich so ist, wie du verstanden hast, wird es eng für H. Neff [/Quote]

Mittlerweile hat sich das bestätigt: Die wollen ernsthaft so ein Video zusammenstellen und das dann dem Comitee vorlegen.


das ist mir zu wenig!



Zu wenig? Es ist GAR nichts, es ist zu viel des Falschen. Was stellen sich manche Leute eigentlich vor? Eine Facebook-isierung der Justiz? So nach dem Motto: Der Angeklagte ist bei der Tat gesehen worden (seine Fíngerabdrücke sind überall usw.), aber da er eine bestimmte Anzahl an "Likes" überschritten hat, wird er freigesprochen?
Mann o Mann.  ::)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 05/31/18 um 19:29:06
Das "Treffen" naechste Woche ist nicht das angekuendigte Meeting, es ist just Vorbereitung .

Ich moechte mal auf etwas aufmerksam machen.

Die Rules , die bei Races  die Vorraussetzung zur Teilnahme und Durchfuehrung regeln , sind nicht nur eine  "Empfehlung".
Sie sind alle auch juristisch abgesichert , um in irgendeinem extremen Fall  die weiteren Schritte darauf beziehen und absichern zu koennen .

Dieses Recht steht beiden Seiten zu.

Und da wird auch kein Video dieser Art helfen.
Das sollte HN als Veteran wissen , starte ich bei dem Race , erklaere ich mich damit einverstanden.
tue ich das nicht ,kann ich ja privat fahren und Nordlichter gucken.

So wird es nur ein populistisches ,unwuerdiges Schauspiel , dass ihn mehr beschaedigen als helfen wird.


Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 06/01/18 um 16:54:12

[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=180#186 date=05/31/18 um 11:20:25]


1) Mittlerweile hat sich das bestätigt: Die wollen ernsthaft so ein Video zusammenstellen und das dann dem Comitee vorlegen.


2) Zu wenig? Es ist GAR nichts, es ist zu viel des Falschen. Was stellen sich manche Leute eigentlich vor? Eine Facebook-isierung der Justiz? So nach dem Motto: Der Angeklagte ist bei der Tat gesehen worden (seine Fíngerabdrücke sind überall usw.), aber da er eine bestimmte Anzahl an "Likes" überschritten hat, wird er freigesprochen?
Mann o Mann.  ::)
[/quote]

Zu 1)
Oh weh...

Zu 2)
Da gebe ich dir Recht!

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Bootie am 06/01/18 um 16:55:22

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=180#187 date=05/31/18 um 19:29:06]

Und da wird auch kein Video dieser Art helfen.
Das sollte HN als Veteran wissen , starte ich bei dem Race , erklaere ich mich damit einverstanden.
tue ich das nicht ,kann ich ja privat fahren und Nordlichter gucken.

So wird es nur ein populistisches ,unwuerdiges Schauspiel , dass ihn mehr beschaedigen als helfen wird.

Milaq

[/quote]

Das sehe ich auch so.

Bootie


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 06/26/18 um 21:35:17
War ja nicht anders zu erwarten: Der Einspruch hat nix gebracht:

http://yukonquest.com/news/final-decision-hugh-neff%E2%80%99s-yukon-quest-censure


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 06/27/18 um 11:32:18
hi

Ja,
es war leider so , wie erwartet. Zu HN dringt der eigentliche Grund nicht durch.
ich wollte  etwas zur Besetzung schreiben, aber Namen sollen nicht genannt werden,es waren unabhaengige Leute, die alle Gegen Argumente aufnahmen Fragen/Erklaerungen usw, und zum Board weitergaben.
Ich fahr Morgen mal zur Cabin runter.
Dann schreib ich weiter.
Olivia hat schon angekuendigt, dass sie dann auch nicht mehr faehrt.  ??? na ja , erstmal abwarten.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 06/27/18 um 17:48:05

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=180#191 date=06/27/18 um 11:32:18]
Olivia hat schon angekuendigt, dass sie dann auch nicht mehr faehrt.  
[/quote]

Irgendwie kindisch, aber wenn sie meint.
Ich kenne sie nicht persönlich, aber auf FB teilt sie ständig ziemlich unsachlich aus. Einiges wurde dann auch wieder gelöscht (von ihr selbst der vom YQ). Auf Hughs FB-Seite hat sie nun irgendwelche Screenshots von Chat-Unterhaltungen zwischen Hugh und Hansen veröffentlicht, ist allerdings nicht alles gut lesbar.
Aber es ändert ja auch nix. Ja, von der Vet-Seite wurde auch geschlampt, aber die Obduktion hat ja eindeutig ergeben, dass da noch mehr im Argen war.
Irgendwo schrieb jemand, durch die Strafe würde eine Karriere ruiniert, oder dass sein Ruf dadurch ruiniert wird. Aber ich finde, dass er für seinen Ruf ganz allein verantwortlich ist. Sein bisheriger Umgang mit der Sache ist da nicht gerade förderlich. Er hat Mist gebaut, sowas passiert, aber er sollte dazu stehen und versuchen, alles daran zu setzen, dass sowas in Zukunft nicht mehr passiert. Sich mal selbst in Frage stellen, um daran zu wachsen.
Dazu fiel mit wieder Brent Sass ein. Er hat - wenn auch auf andere Weise - vor ein paar Jahren auch Mist gebaut, wodurch sein Team quasi gestreikt hat. Seine Reaktion darauf war aber kein Runterspielen, sondern er hat erkannt und zugegeben, dass was nicht stimmt, und beschlossen, sich für eine Weile zurückzuziehen, um sich wieder besser um sein Team zu kümmern, es neu aufzubauen usw. (oder so ähnlich).
Ich gehe mal davon aus, dass Brents Ruf als guter Musher daher unter der Sache nicht groß leiden wird.
Hugh ist von einer solchen Haltung leider bisher Lichtjahre entfernt.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 06/27/18 um 19:08:39
North
zu Brent geb ich Dir absolut recht.
Er wird vielleicht wiederkommen ,
Brent`s Ruf hat nicht gelitten, ganz im Gegenteil.
 er hat hier Support und wird fuer seine Herangehensweise sehr respektiert.
Ich versuche in 2 Stdn.  ein paar mehr infos zu bekommen.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 06/27/18 um 19:32:24
@Milaq: ja, wäre interessant, noch etwas dazu zu erfahren.

Ich habe mir die Sache auf FB nochmal genauer angeguckt, also diese Sache mit Nina Hansen. Man sieht dort, dass Hugh mehrere Angaben zum Zustand seines Hunds gemacht hat, Hansen aber erst über 4 Std. später geantwortet hat, da sie nur über wlan ins Netz kam. Dabei sei sie nicht allzu weit weg gewesen. Fazit: Boppy könnte noch leben, wenn Hansen "richtig" reagiert hätte...
Natürlich gibt es dann auch Kommentare von Leuten, die diesen Unsinn kritiklos schlucken.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Susanne_B. am 06/27/18 um 21:12:37
Was mich wirklich stört, ist dass scheinbar keine Kennelcontrolle bei HN veranlasst wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hopps der einzige vernachlässigt Hund dort war...


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 06/27/18 um 21:37:32
Hallo, die Frage ist doch ob das Quest Office überhaupt das Recht hat einen Kennel zu kontrollieren. Ich denke die Musher im Allgemeinen sollten mal über eine andere Haltung als an den Ketten nachdenken, wenn der Sport überleben soll.
Viele Grüße aus Norddeutschland.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 06/27/18 um 22:18:16
Susanne _B.
Rule35,43,44 zusammengenommen, und jetzt kommt es :
bezogen auf
zitat
"pertaining to sled dog care in reference to the FINAL NECROPSY REPORT of Boppy "

Das ist der springende Punkt , um den sich hier alles dreht.
HN hat nicht den ban bekommen , weil Boppy wegen "schlechter Haltung"  gestorben ist, sondern
i[nochmals] in reference to the final necropsy report.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Jemand , der seinen Hund mit diesen Vorbedingungen an schlechter Haltung zu so einem Race einsetzt , handelt verantwortungslos.
Wenn Du das nicht vorher bei deinem Hund siehst, ist Deine Haltung nicht in Ordnung, oder du hattest keine Zeit deinen Hund zu sehen...oder,oder.

well, die Vets/Snowmobiler haben ja dann nicht nur den toten Poppy mitgenommen, sondern noch 3 andere , die sehr schlecht aussahen.
Die sind in Dawson dann aufgepaeppelt worden.
Und trotzde, Vets oder YQ Offizielle haben die rechtliche Power spaeter den Kennel zu ueberpruefen.
Es muss eine offizielle Anzeige vorliegen, oder es muss [ wie die neuen Rules beim IDI] durch Unterschrift vorher vereinbart werden.
Aber damit erfuellst Du nicht den code , der zu den Rules fuehrt.
Es ist genau das , was HN die ganze Zeit unter`m Tisch fallen laesst ,, es geht nicht darum , dass Bobby gestorben ist. Es geht darum ,was bei der necropsy herausgekommen ist , die Vergangenheit , die eventuell zu dem Tod beigetragen hat.
Nur wenn der necropsy Befund diesen schrecklichen Zustand des Hundes nicht an` s Tageslicht gebracht haette waere ueber HN kein ban gesetzt worden.
Auch andere Dogs sind mit dem gleichen med. Hintergrund beim IDI /YQ gestorben.die necropsy hat aber nicht den gleichen Befund wie bei Boppy gebracht. Deshalb haben diese Musher keinen Ban bekommen.

Und nein, als Musher seh ich das vorher,wenn ich offen fuer den Zustand meiner Hunde bin.

Lechtinger , Susanne_B.
Voellig richtig
Offizielle vom YQ haben nicht die Berechtigung den Kennel zu ueberpruefen.[aus diesem fatalen Grund bei aehnlichen Faellen zieht ja das IDI die Konsequenz sich das vorher von Mushern unterschreiben zu lassen.
anyway
Susanne_B. , es haette auch nichts genutzt. Weil, es geht nicht /oder ging im Falle Boppy nicht darum , wie HN seinen Kennel haelt.Boppy ist tot.
Es geht hierbei um den ganzen Mist ,warum der arme Kerl keine Chance hatte. Vielleicht  wegen der Vorbedingungen.
Stell Dir vor , wie Boppy das ueberhaupt bis dahin ueberstanden hatte.....mit no Fat in seinem Body, nichts an den Knochen,Muskeln..usw.
Darum und nur allein darum geht es.
Waere dieser necropsy Befund nicht , waere trotz Tod von Boppy wahrscheinlich nichts gewesen , ausser , dass man endlich fuer die Zukunft die Rules etwas anzieht.
Das hat man die ganze Zeit versucht HN zu erklaeren , zu vermitteln. Trotzdem, er will es nicht so sehen.
Ich weiss , es haengt auch eine Menge davon ab und mir waere es lieber, wirklich lieber - dies waere nicht so.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 06/27/18 um 22:55:17
okay North , das faellt mir im Moment nicht leicht zu beantworten.
Ich versuch es mal, muss aber offen lassen , dass ich  eventuell falsch liege .
Wenn es darum ging , das Vet Hansen auf dem Weg zu Dawson -von Eagle kommend - war. Das wuerde zu den 4 Stdn. passen , die man fuer die Strecke vielleicht braucht.
In der Kaelte, dick eingewickelt durch das 40 mile River Country fahren, Man kann wirklich nicht grad mitbekommen, wenn das Phone klingelt.
Sollte sie geflogen sein, auch dann kann sie erst ihr Phone nach der Landung Dawson benutzen.
Das wuerde die 4 Stdn. erklaeren.
Auch allerdings  hat der Vet in Eagle einen nicht zu gut machenden Fehler gemacht.
Wuerde Boppy noch leben, haette er sich durchgesetzt ? Ich weiss es nicht.
Dieser Vet wird ,so hoerte ich , jedenfalls nicht wieder beim YQ eingesetzt.
Auch hoerte ich , dass er HN sagte , er soll Boppy in Eagle lassen.HN verneinte.[aber , das hab ich nur gehoert , also mit Vorsicht zu geniessen, ich habe nicht zusaetzliche Infos]
okay , das ist der Mist ,dass Hunde,Cats etc immer noch nicht rechtlich geschuetzt sind.
Boppy war das "Property" von HN, der Vet haette es allein ohne offiziellen Beschluss von Race Marshall ,Head Vet garnicht gegen HN durchsetzen koennen,
Aber trotzdem, nimm diese Antwort von mir als "eventuell", ich bin nicht sicher .

Milaq

Lechtinger
ich geb Dir recht.
Es ist fast ueberall hier verboten, nur Alaska hat eine extra Erlaubnis zur Kettenhaltung.
Begruendung ist der Sport/  1 .offizieller Alaska Sport.

Wir halten [ und nicht nur wir , es gibt Einige ] unsere Dogs im grossen Prison , so nennt Zoya de Nure es ja.
;D

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Snowdog am 06/28/18 um 02:13:59

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=195#198 date=06/27/18 um 22:55:17]

Es ist fast ueberall hier verboten, nur Alaska hat eine extra Erlaubnis zur Kettenhaltung.
Begruendung ist der Sport/  1 .offizieller Alaska Sport.

Wir halten [ und nicht nur wir , es gibt Einige ] unsere Dogs im grossen Prison , so nennt Zoya de Nure es ja.
;D

Milaq
[/quote]

Hallo Milaq,

Du erwähnst es bereits mehrfach, dass die Haltung der Hunde an Drehketten in Europa und auch jenseits des Atlantik verboten sei.

Ich kenne aber viele Kennel in Skandinavien und auch in Canada (Whitehorse) , die ihre Hunde auf diese Art halten.
Sind die wirklich alle "Gestzesbrecher" oder verstoßen sie "nur" gegen Empfehlungen zur Hundehaltung ?

Ich mag diese Art der Haltung überhaupt nicht und habe schon an anderer Stelle im Forum über von mir geschätzte Alternativen berichtet.

For the health of the dogs
Swabian Snowdog


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 06/28/18 um 08:02:20
[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=195#197 date=06/27/18 um 22:18:16]

Das ist der springende Punkt , um den sich hier alles dreht.
HN hat nicht den ban bekommen , weil Boppy wegen "schlechter Haltung"  gestorben ist, sondern
i[nochmals] in reference to the final necropsy report.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Jemand , der seinen Hund mit diesen Vorbedingungen an schlechter Haltung zu so einem Race einsetzt , handelt verantwortungslos.
[/quote]

Ganz genau.
Deshalb ist auch die neueste Idee, Hansen für Boppys Tod verantwortlich machen zu wollen, völliger Humbug. (zu den mehr als 4 Std: so lange hat sie gebraucht, um auf seine Nachrichten überhaupt zu antworten. Und angeblich war sie nur ½ oder 1 ½ Std. entfernt). Erstens ist Hansen meines Wissens nicht die Notrufnummer des YQ (hierbei fällt mir wieder die Frage ein, die hier mal am Anfang gestellt wurde: Wieso hat Hugh nicht den Emergeny Button gedrückt, oder hätte das auch nix gebracht?) Zweitens ging es eben genau nicht nur um den plötzlich aus unerklärlichen Gründen sich verschlechternden Zustand Boppys, sondern um seinen allgemeinen Zustand schon zu Beginn des Rennens.


https://abload.de/img/hugh-hansenn0snj.jpg

Ob man daraus auf allgemein schlechte Hundepflege schließen kann? Klar kommt der Verdacht auf, aber a priori sollte man schon erst mal von einem Einzelfall ausgehen. Allerdings hätte Hugh dann anders reagiert und sich die Sache zu Herzen genommen. Mit seiner jetzigen Haltung (Hunde nehmen halt unterwegs ab und sterben halt auch mal, ich hab nix falsch gemacht), macht er sich erst richtig verdächtig.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 06/28/18 um 11:57:29
Wer Zugriff hat...


http://www.newsminer.com/mushing/yukon_quest/hugh-neff-loses-appeal-in-yukon-quest-censure/article_e6623376-797c-11e8-9b18-8b89baac7a3a.html?utm_medium=social&u
tm_source=facebook&utm_campaign=user-share


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 06/28/18 um 18:18:29
oh gott,mir fallen nur noch comics ein.
Der Articel war gestern im newsminer, und seitdem wird der Ton hier haerter .
Von offizieller Seite wurden verhalten Dinge / bis garnichts an die Oeffentlichkeit wiedergegeben.
Waehrend HN etwas "missverstaendlich " spricht.
z.B. zu den erwartenden 5 Leuten beim Meeting.
Ja, er kennt den Musher ,der nicht kam  sehr gut.
Ja, dieser Musher wollte gerne kommen , sagte er dem YQ.Man rechnete fest mit ihm.
und ja, er hat kurz vorher ,mit viel sorry Bedauern , abgesagt. Ihm kam ein Race dazwischen.[imSommer faehrt er car races]

ja, und der anvisierte Vet meldete sich nicht.tja.
Und das alles nachdem alle Anderen da waren , z.T. von weit ausserhalb  Fairbanks.

Das klingt dann bei HN so ,als ob das YQ Buero ihm bewusst damit einen auswischen will.
Ich glaube, ich male nur noch comics, setzte mich dann dahin , und halte nach jeder bloeden Action mal dem Einem - dann dem Anderen ein Bildchen vor die Nase.
Ist bestimmt effectiver und reizt [vielleicht] zum Lachen ?

Milaq




Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 06/28/18 um 18:24:21
Snowdog und North
ich moechte Euch heut Abend erst antworten, da ich zur Arbeit fahren muss.Langer Tag heute. Sorry.
Eigentlich muesst ich jetzt schon weg sein.

Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Lechtinger am 06/28/18 um 22:11:30
Guten Abend, erst mal möchte ich besonders Milaq für die vielen guten Infos danken. Ich bin nur ein reiner Touristenmusher mit einigen Touren in Alaska und im Yukon. Beim Quest in Whitehorse war ich auch bereits mal ein Mitglied. Hugh Neff habe ich nur einmal mit seiner Frau bei einer Fantreffen im Harz im letzten Herbst erlebt. Ich war bis gestern auch Mitglied im FB-Fanclub von Hugh Neff. Mich haben die seltsamen Handlungen wie die Bitte um Fanvideos als Beweis vor der Kommission  überzeugt das die Strafen genau richtig sind. Ich frage mich auch, ob der Haustierarzt von Hugh Neff ein wirklicher Hundefachmann ist oder nur seinen Stempel benutzt hat. Die Möglichkeit für unangemeldete Kennelkontrollen im Jahr vor dem Rennen und im Jahr nach dem Rennen gehören sofort ins Regelwerk. Ein Tierarzt sollte die Macht haben einen Hund sofort aus dem Rennen zu nehmen, auch ohne weitere Genehmigungen. Die Frau von Hugh Neff kann auch gerne wegbleiben vom Quest.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 06/29/18 um 08:06:53

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=195#202 date=06/28/18 um 18:18:29]
z.B. zu den erwartenden 5 Leuten beim Meeting.
Ja, er kennt den Musher ,der nicht kam  sehr gut.
Ja, dieser Musher wollte gerne kommen , sagte er dem YQ.Man rechnete fest mit ihm.
und ja, er hat kurz vorher ,mit viel sorry Bedauern , abgesagt. Ihm kam ein Race dazwischen.[imSommer faehrt er car races]

[/quote]

Habe jetzt in FB irgendwo gelesen, dass das Lance war (der es nicht für nötig hielt, zu kommen) und außerdem Martin Buser da war, der aber die meiste Zeit geschlafen hätte.
Und daran ist dann auch das YQ Schuld?  ;)


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: Milaq am 06/29/18 um 10:16:25
[quote author=North link=board=14&num=1524605261&start=195#205 date=06/29/18 um 08:06:53]


Habe jetzt in FB irgendwo gelesen, dass das Lance war (der es nicht für nötig hielt, zu kommen) und außerdem Martin Buser da war, der aber die meiste Zeit geschlafen hätte.
Und daran ist dann auch das YQ Schuld?  ;)
[/quote]      

Ja .

[nicht fuer noetig halten , zu kommen,  
die ganze Zeit geschlafen ]  ?
Das ist neu fuer mich.



Milaq


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 06/29/18 um 12:12:31

[quote author=Milaq link=board=14&num=1524605261&start=195#206 date=06/29/18 um 10:16:25]
[nicht fuer noetig halten , zu kommen,  
die ganze Zeit geschlafen ]  ?
Das ist neu fuer mich.
[/quote]

Das hat jemand von Hughs Leuten gechrieben.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: North am 06/29/18 um 15:54:00

[quote author=Lechtinger link=board=14&num=1524605261&start=195#204 date=06/28/18 um 22:11:30]
Mich haben die seltsamen Handlungen wie die Bitte um Fanvideos als Beweis vor der Kommission  überzeugt das die Strafen genau richtig sind. [/quote]

Ja, die Sache mit den Videos war echt total daneben.
Leider gibt es in der genannten FB-Gruppe immer noch Leute, die Hugh auch bei den bescheuertsten Sachen nach dem Mund reden.
Ich bleibe aber trotzdem in der Gruppe, weil man dort auch immer mal wieder was Interessantes erfährt.

Bisher heißt es ja aber immer nur, die Anhörung sei unfair gewesen und überhaupt ein Witz, und Hugh wurde gar keine Chance gegeben, nicht genug Zeit etc. Inkl. die Sache mit den 2 weiter oben genannten Mushern. Ich frage mich aber immer noch, wie ein Lance Mackey oder Martin Buser die Untersuchungsergebnisse von Boppy hätte verändern können.
Oder hätten die die Fakten runterspielen sollen? Nach dem Motto: mangelhafte Hundepflege passiert immer mal wieder, ist nix besonderes, daher ist die Strafe nicht gerechtfertigt?  ::)
Mich würde wirklich mal interessieren, was Hugh sich von der Sache versprochen hat.


Titel: Re: Hugh Neff darf nicht beim YQ 2019 starten
Beitrag von: admin am 06/29/18 um 18:26:17
Bitte hier weiter:

http://www.alaska-info.de/cgi-bin/YaBB/YaBB.cgi?board=14&action=display&num=1530289476

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